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Böse Überraschung: Core i5 im Lenovo ThinkPad X1 Tablet 25% schneller als i7!

Teaser
Auch wir bei Notebookcheck werden immer mal wieder von Testgeräten überrascht. Der Basisprozessor im ThinkPad X1 Tablet arbeitet bei dauerhafter Belastung rund 25 % schneller als der teure Intel Core i7. Doch woran liegt das?
Andreas Osthoff,
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Als Kunde hat man es beim Notebook-Kauf nicht leicht, was wir jetzt wieder in unserem Testbericht des ThinkPad X1 Tablet von Lenovo sehen konnten. Neben des Basismodell mit dem Core i5-8250U bietet Lenovo optional auch noch die vermeintlich leistungsfähigeren Core-i7-Modelle an, die wir für Leistungstests ebenfalls untersucht haben. Vor allem bei einem teuren Business-Gerät mit einen Einstiegspreis von mehr als 1.700 Euro sollte man als Kunde eigentlich davon ausgehen können, dass man die Leistung der schnelleren Komponenten auch ausnutzen kann.

Die Leistung hängt bei den meisten aktuellen Subnotebooks oder Ultrabooks hauptsächlich von der Kühlung ab, und wir konnten schon einige Male beobachten, dass die aufpreispflichtigen CPUs nur einen minimalen Leistungsvorsprung gegenüber den Basismodellen haben. Was wir im Fall des ThinkPad X1 Tablet gesehen haben, hat uns dann aber doch überrascht.

In der Cinebench-Multi-Schleife simulieren wir die konstante Belastung des Prozessors. Der Basisprozessor Core i5-8250U erreicht nach 50 Durchgängen ein durchschnittliches Ergebnis von 550 Punkten. Damit ist er ganze 25 % schneller als der Core i7-8550U, der nur auf 440 Punkte kommt. 

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Lenovo ThinkPad X1 Tablet G3 LTE i7 Intel Core i7-8550U, Intel Core i7-8550U: Ø440 (400.14-681.55)
Lenovo ThinkPad X1 Tablet G3-20KJ001NGE Intel Core i5-8250U, Intel Core i5-8250U; Undervolting: Ø640 (589.9-694.88)
Lenovo ThinkPad X1 Tablet G3-20KJ001NGE Intel Core i5-8250U, Intel Core i5-8250U: Ø550 (498.05-645.36)

Erklären lässt sich dieser Unterschied mit der zusätzlichen Hitzeentwicklung des Prozessors und dem etwas unausgewogenen Energiemanagement von Lenovo. Besonders bei den hohen Turbo-Boost-Takten des Core i7 benötigt der Prozessor viel Strom, was wiederum sehr viel Hitze produziert. Damit ist die Kühlung schnell überfordert, woraufhin der Prozessor seine Leistung reduzieren muss. Diese Schleife wiederholt sich dann, sobald die CPU-Temperatur wieder an einem geringeren Wert angekommen ist. Hier wäre es eine bessere Entscheidung gewesen, ein Limit für den Prozessor zu setzen, mit dem er konstant arbeiten kann.

Eigentlich ist die Lösung einfach, indem man Geld spart und den standardmäßigen Core i5 auswählt, doch Lenovo baut eine weitere Hürde ein: Wer mehr als 8 GB RAM benötigt, muss sich zwangsläufig auch für den Core i7 entscheiden. In diesem Fall können wir nur dazu raten, selbst Hand anzulegen und den Prozessor zu optimieren, sei es durch eine Reduzierung der Kernspannung oder festgesetzte Verbrauchslimits. Wie man dabei vorgeht, haben wir in den folgenden Artikeln genau beschrieben:

Im Fall des ThinkPad X1 Tablet konnten wir die Kernspannung des Core i5 ebenfalls optimieren, was zu einem deutlichen Leistungsplus geführt hat. Alle weiteren Infos dazu finden Sie in unserem Testbericht des aktuellen ThinkPad X1 Tablet.

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Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Managing Editor Business Laptops - 1262 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2013
Ich bin mit moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Mit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich angefangen meine eigenen Systeme zu bauen. Während meines dualen Studiums bei der Firma Siemens startete ich als Testredakteur für Notebookcheck. Mittlerweile bin ich schwerpunktmäßig für die Bereiche Business-Laptops sowie mobile Workstations verantwortlich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte sowie Technologien zu testen und miteinander zu vergleichen.
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Autor: Andreas Osthoff, 16.01.2019 (Update: 30.04.2019)