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Das Lenovo ThinkPad X1 Titanium Yoga ist zu dünn

ThinkPad X1 Titanium Yoga
ThinkPad X1 Titanium Yoga
Lenovo erweitert seine ThinkPad-X1-Baureihe mit dem X1 Titanium Yoga, einem Business-Convertible im oberen Preissegment. Mit einer Bauhöhe von nur 11,5 mm handelt es sich um das bisher dünnste ThinkPad überhaupt, was allerdings einige Kompromisse erfordert.
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Das ThinkPad X1 Titanium Yoga ist mit einer Bauhöhe von 11,5 Millimetern das bislang dünnste ThinkPad - auf dem Marketingmaterial macht diese Aussage sicherlich eine gute Figur. Allerdings kommen wir langsam in Regionen, wo man sich fragen muss, wie dünn ein Gerät wirklich sein muss und ob es für mobile Geräte nicht wichtigere Faktoren gibt.

Die Baseunit des X1 Titanium Yoga wirkt plattgedrückt und nimmt daher vor allem in der Tiefe sehr viel Platz ein. Natürlich spielt hier auch das 3:2-Display eine Rolle, aber an den breiten Bildschirmrändern ober- und unterhalb des Panels sieht man, dass hier Platz verschenkt wurde bzw. der Platz einfach wegen der flachen Baseunit benötigt wurde. Gerade auf begrenztem Raum (Flugzeug, Bahn) ist das X1 Titanium Yoga daher ziemlich unpraktisch. Hier würden wir ein etwas dickeres, aber dafür kompakteres Gerät definitiv bevorzugen. Mit knapp 1,2 kg ist das Convertible keinesfalls schwer, aber auch hier gibt es leichtere Konkurrenten.

Eine Besonderheit ist die Farbe, ein helles Silber, welches den eingesetzten Werkstoff Titan symbolisiert. Damit fällt das X1 Titanium Yoga auf jeden Fall auf und jeder sieht sofort, dass man ein besonderes ThinkPad nutzt. Wer das mag, macht mit dem Gerät sicherlich nichts falsch. Das X1 Titanium Yoga ist für sich gesehen sicherlich auch ein gutes Convertible, doch es gibt einfach einige Bereiche, in denen man Kompromisse in Kauf nehmen muss, was auch angesichts der hohen Kaufpreises von mindestens 2.500 Euro gar nicht so leichtfällt.

Ein großer Kritikpunkt von uns ist auf jeden Fall die Tastatur. Wie schon beim ThinkPad X1 Nano ist sie nicht schlecht, aber durch den verringerten Tastenhub (1,35 mm) wird das Tippgefühl beeinträchtigt. Ja, der Trend geht zu immer dünneren Geräten, aber die Tastaturen waren bisher immer ein wichtiges Feature bei ThinkPads und wir finden, die X1-Baureihe mit dem höchsten Preis sollte auch die beste Tastatur bieten. Noch gibt es im größeren X1 Extreme eine richtig gute Tastatur mit 1,8 mm Hub, aber den Gerüchten zufolge wird die kommende Generation auf 1,5 mm setzen. Das ThinkPad X1 Carbon und X1 Yoga bleiben zumindest bei den kommenden Modellen noch bei 1,5 mm, aber wir befürchten auch hier wird es in Zukunft den Wechsel auf 1,35 mm geben. 

Ein weiteres Problem ist die Leistung, denn durch das dünne Gehäuse ist die Kühlung einfach nicht besonders leistungsfähig. Für alltägliche Büroaufgaben reicht die Leistung vollkommen aus, aber im leichteren ThinkPad X1 Nano ist der gleiche Prozessor beispielsweise deutlich leistungsfähiger. Auch bei den Lautsprechern muss man gegenüber dem X1 Nano (4 Lautsprecher) Einbußen in Kauf nehmen, denn Lenovo verbaut hier lediglich zwei Module.

Auch die Akkukapazität ist etwas geringer als bei vergleichbaren Konkurrenzmodellen. Zusammen mit hellen Display und der etwas höheren 2K-Auflösung steigt aber natürlich auch der Stromverbrauch. In der Praxis kann man beim Surfen im Internet je nach Helligkeit zwischen 6-8,5 Stunden erwarten, bei anspruchsvolleren Dingen natürlich noch weniger.

All diese Kritikpunkte führen uns zum kommenden ThinkPad X1 Yoga (G6), welches in den nächsten Wochen auf den Markt kommt und wieder auf ein 16:10-Panel setzt. Zudem bietet es die bessere Tastatur, mehr Anschlüsse, mehr Leistung und vermutlich auch bessere Akkulaufzeiten für einen geringeren Preis. Das einzige wirkliche Kaufargument für das X1 Titanium Yoga ist das 3:2-Panel, aber uns wäre das alleine den hohen Aufpreis nicht wert. 

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Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Managing Editor Business Laptops - 1287 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2013
Ich bin mit moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Mit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich angefangen meine eigenen Systeme zu bauen. Während meines dualen Studiums bei der Firma Siemens startete ich als Testredakteur für Notebookcheck. Mittlerweile bin ich schwerpunktmäßig für die Bereiche Business-Laptops sowie mobile Workstations verantwortlich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte sowie Technologien zu testen und miteinander zu vergleichen.
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Autor: Andreas Osthoff,  8.04.2021 (Update:  8.04.2021)