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Intel gegen die Chip-Knappheit: Intel baut neue Fabriken und produziert künftig auch für Qualcomm, Google & co.

Intel CEO Pat Gelsinger hat spannende Pläne zum Ausbau der hauseigenen Chipfertigung enthüllt. (Bild: Intel)
Intel CEO Pat Gelsinger hat spannende Pläne zum Ausbau der hauseigenen Chipfertigung enthüllt. (Bild: Intel)
Intels neuer CEO Pat Gelsinger hat heute im Rahmen einer Pressekonferenz spannende Informationen zu den Plänen des Unternehmens verraten. Das Highlight: Intel wird seine Fabriken für Drittanbieter öffnen, und zusätzlich neue Fabriken bauen, um die aktuelle Chip-Knappheit zu bekämpfen und eine neue Einnahmequelle zu schaffen.
Hannes Brecher,
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Intel hat heute im Rahmen eines Livestreams viele Details zu seinen Zukunftsplänen genannt. Der Fokus der Pressekonferenz lag bei der Fertigung: Mit dem Launch von Intel Alder Lake im dritten Quartal sollen endlich die meisten für Endverbraucher bestimmten Prozessoren des Unternehmens im modernen 10 nm SuperFIN-Verfahren gefertigt werden, der Umstieg auf 7 nm EUV erfolgt voraussichtlich im Jahr 2023 mit Meteor Lake. Generell erwartet Intel, künftig schneller Fortschritte zu erzielen, indem viele interne Prozesse optimiert wurden.

Die mit Abstand spannendste Ankündigung ist aber IDM 2.0. Hinter diesem Begriff versteckt sich Intels künftige Fertigungs-Strategie. Demnach wird nicht nur die interne Fertigung ausgebaut, künftig will das Unternehmen auch mehr Chips bei Partnern fertigen, inklusive TSMC, Samsung und Global Foundries. Konkrete Details dazu stehen noch aus, schon im Vorjahr hat das Unternehmen aber bestätigt, dass die leistungsstärkeren Xe-Grafikkarten bei einem Partner hergestellt werden.

Etwas unerwartet ist aber die Tatsache, dass Intel seine Fabriken künftig auch für andere Unternehmen öffnen wird. Mit den "Intel Foundry Services" hat der Konzern eine komplett neue Sparte geschaffen, die Intels modernste Fertigungsverfahren inklusive 10 nm SuperFIN und später auch 7 nm EUV auch anderen Unternehmen zugänglich macht. 

Intel hat bei der Präsentation von Partnern wie Qualcomm, Google, Microsoft, Amazon, Ericsson, IBM und Cisco gesprochen. Um die immense Nachfrage zu befriedigen, die das Angebot derzeit übersteigt, wird Intel gleich mehrere Fabriken in den USA bauen, doch auch in Europa wird weiter investiert.

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Insgesamt will Intel 20 Milliarden US-Dollar (ca. 16,9 Mrd. Euro) investieren, um zwei Fabriken in Arizona in den USA zu bauen, die später x86-, ARM- und RISC-V-Chips fertigen sollen. Damit wird Intel voraussichtlich 3.000 neue High-Tech-Jobs schaffen.

Intel expandiert auch in Europa: Seit 2019 hat der Konzern insgesamt 7 Milliarden US-Dollar (ca. 5,9 Mrd. Euro) in Irland und in der EU investiert, um die Entwicklung und Fertigung auszubauen. Christin Eisenschmid, die Geschäftsführerin der Intel Deutschland GmbH, kommentiert die Vorgehensweise folgendermaßen:

Wir planen im Laufe des Jahres die nächste Erweiterungsphase anzukündigen, um das neue Foundry Geschäft in den USA, Europa und anderen globalen Standorten zu unterstützen.

Unsere Investitionen über 7 Milliarden USD von 2019-2021 in unsere 7nm Technologie in Irland zeigt unsere starke Verbundenheit und wir sind erfreut, weitere zukünftige Investitionen in unserer Region tätigen zu können.

In dem Maße wie wir in Europa wachsen, wächst auch unser Engagement für eine verantwortungsvollere, inklusive und nachhaltigere Zukunft, die durch unsere Technologie sowie das Fachwissen und die Leidenschaft unserer Mitarbeiter:innen ermöglicht wird.

Wir sind bereit, die nächste Ära der Innovation bei Intel einzuleiten, in der die globale Fertigung im Mittelpunkt steht. 

Bis zum Jahr 2025 will Intel über die neue Foundry-Sparte bereits einen Jahresumsatz von 100 Milliarden US-Dollar erzielen. Der Konzern hat aber keine Details dazu geliefert, welche Kapazität in naher Zukunft zur Verfügung steht, sodass unklar ist, ob die Verfügbarkeit von Chips schon über die nächsten Monate von Intels Fabriken profitieren wird.

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Hannes Brecher
Hannes Brecher - Senior Tech Writer - 5516 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2018
Seit dem Jahr 2009 schreibe ich für unterschiedliche Publikationen im Technologiesektor, bis ich im Jahr 2018 zur News-Redaktion von Notebookcheck gestoßen bin. Seitdem verbinde ich meine langjährige Erfahrung im Bereich Notebooks und Smartphones mit meiner lebenslangen Leidenschaft für Technologie, um unsere Leser über neue Entwicklungen am Markt zu informieren. Mein Design-Hintergrund als Art Director einer Werbeagentur erlaubt mir darüber hinaus tiefe Einblicke in die Eigenheiten dieser Branche.
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Autor: Hannes Brecher, 23.03.2021 (Update: 23.03.2021)