Schon im September 2025 haben wir darüber berichtet, dass Intel und Nvidia offenbar gemeinsam Hammer-Lake-APUs für Desktop-PCs und Laptops entwickeln. Diese APUs sollten Intel-CPU-Chiplets mit Nvidia-RTX-GPU-Chiplets kombinieren, um eine hohe iGPU-Performance zu ermöglichen. Ein aktueller Leak von RedGamingTech deutet nun darauf hin, dass Intel Hammer Lake die erste Intel-CPU-Architektur mit einem sogenannten „Unified Core“-Design sein könnte – und entsprechend ambitionierten Leistungszielen.
Allerdings erwähnt RGT nichts über mögliche Nvidia-RTX-iGPUs für Intel Hammer Lake. Die leistungsstarken RTX-iGPUs sollen stattdessen mit Intel Serpent Lake kommen. Serpent Lake wird als Intels Antwort auf AMD Strix Halo / Zen-6 Medusa Halo APUs beschrieben und soll offenbar eine starke CPU mit einem noch stärkeren Nvidia-RTX-GPU-Chiplet kombinieren.
Für die CPU soll Intel angeblich auf die Titan-Lake-Architektur setzen – mit verbesserten Griffin-Cove-P-Cores und Golden-Eagle-E-Cores. Auch das SoC-Tile, das die LP-E-Cores beherbergt, könnte auf Technologien aus Titan Lake basieren.
Beim GPU-Chiplet arbeitet Intel angeblich mit Nvidia und deren RTX-Rubin-GPU-Architektur zusammen – oder einer sehr ähnlichen Variante. Wenig überraschend: Die iGPU soll im TSMC-N3P-Fertigungsprozess entstehen.
Darüber hinaus deutet der Leaker an, dass die Serpent-Lake-APUs auch 16× LPDDR6-Speicher unterstützen könnten. Wahrscheinlich ist damit eine Unterstützung von 16 Speicherkanälen zur Erhöhung der Bandbreite gemeint. Laptop-APUs mit großen iGPUs – etwa die Radeon 8060S von Strix Halo – leiden häufig unter einem Bandbreitenengpass, der die Leistung massiv limitiert. Vor diesem Hintergrund ergibt die Unterstützung von 16× LPDDR6 durchaus Sinn, da eine RTX-iGPU entsprechend hohe Speicherbandbreite benötigt.
Abschließend erklärt RGT, dass Intel x Nvidia Serpent Lake dem lange gemunkelten Nova Lake-AX entsprechen könnte. Von Nova Lake-AX hat man schon länger nichts mehr gehört, es galt jedoch als Intels Antwort auf AMD Strix Halo – mit 8 P-Cores, 16 E-Cores und einer großen 384-EU-Xe3P-iGPU. Intel könnte dieses Layout nun für Serpent Lake übernehmen, dabei jedoch die Nova-Lake-P-/E-Cores durch Titan-Lake-Kerne und die Intel-Arc-iGPU durch eine Nvidia-RTX-iGPU ersetzen.
Wie auch immer es letztlich kommt: Die Zusammenarbeit zwischen Intel und Nvidia bleibt spannend. Allerdings muss man hoffen, dass Intel den Arc-iGPUs nicht den Stecker zieht. Die aktuellen Generationen, etwa die Arc 140V, sind bereits sehr leistungsfähig und können gut mit der AMD-Konkurrenz mithalten. Mit dem bevorstehenden Start der Intel-Panther-Lake-Chips samt neuer Arc-iGPUs darf man sich aber auch auf vielversprechende Entwicklungen für kommende Intel-basierte Thin-and-Light-Laptops sowie Handheld-Gaming-Konsolen freuen.
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Source(s)
RedGamingTech, Bilderquelle: Intel, Nvidia, Geralt / Pixabay, bearbeitet













