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MediaTek Helio P23 und P30: Mehr Features für günstige Midrange-Phones

MediaTek hat seine Helio P23 und Helio P30-SoCs offiziell vorgestellt.
MediaTek hat seine Helio P23 und Helio P30-SoCs offiziell vorgestellt.
Mit den beiden neuen 16 nm-SOCs Helio P23 und Helio P30 bleibt MediaTek ein weiteres Mal den bewährten Cortex A53-Kernen treu, dürfte aber dank neuer Mali G71-GPU deutlich bessere Grafikperformance bieten. Zudem wurden Modem, ISP und Decodereinheiten aufgepeppt.

Es ist eine schwere Zeit für MediaTek, selbst treue Anhänger wie Meizu setzen vereinzelt bereits auf die vor allem im Westen beliebtere Konkurrenz von Qualcomm, Berichte aus Taiwan lassen vermuten, dass MediaTek beim Preis reagieren muss. Nichtdestotrotz will der taiwanesische Konzern mit den Nachfolgern von Helio P20 und Helio P25 im Midrange-Bereich Marktanteile zurückgewinnen. Dazu setzt MediaTek auf einen Mix aus alter und neuer Technologie. Beide SoC-Designs basieren weiterhin auf den altbekannten Cortex A-53-Kernen im 16 nm-Verfahren mit jeweils zwei Quad-Core-Clustern, die MediaTek mit 2,3 GHz und 1,65 Ghz in beiden neuen Prozessoren interessanterweise niedriger taktet als beim Helio P25

Mehr Grafikpower

Neu ist definitiv die GPU. Statt einer Mali T880 bauen sowohl Helio P23 als auch Helio P30 auf der neueren Mali G71MP2 mit Bitfrost-Architektur auf, was ihnen deutliche Performancevorteile bei Spielen bringen dürfte. Im Helio P23 arbeitet die GPU mit 770 Mhz, im Helio P30 gleich mit 950 Mhz. Nur der P30 kann künftig auch 4K mit 30fps in H.264 und H.265 kodieren, Dekodieren können das beide SoCs wie schon die direkten Vorgänger. Vom Helio-Flaggschiff, dem Helio X30 übernehmen beide Midrange-Prozessoren die Imagiq 2.0 ISP-Technologie inklusive elektronische Bildstabilisierung (EIS). Der Helio P23 bleibt auf die Unterstützung einer 13 Megapixel Dual-Cam beschränkt, Smartphones mit Helio P30 können auch Dual-Cams mit 16 MP-Linsen ansteuern. Nur der Helio P30 integriert auch die Video Processing Unit (VPU) vom Helio X30.

Dual-LTE in Dual-Sim-Phones

Aufgerüstet wurde auch das Modem in den beiden Systems-on-a-Chip. Mittels Cat.7/13 sind 300 Mbps im Download und 150 Mbps im Upload möglich, zudem wird DualVoLTE unterstützt, beide SIM-Slots in Dual-Sim-Smartphones sind damit erstmals 4G-fähig. In einer der Folien (siehe unten) verspricht MediaTek einen WorldMode, ob wir damit endlich vermehrt China-Smartphones mit weltweiter LTE-Unterstützung sehen werden, bleibt abzuwarten. Der Helio P23 unterstützt weiterhin nur eMMC 5.1-Speicher, der Helio P30 kann dagegen bereits UFS 2.1-Speichermodule ansprechen. Ab dem 4. Quartal dürften erste Smartphones mit den neuen Mobilprozessoren am Markt auftauchen, der Helio P23 wird weltweit verfügbar sein, der Helio P30 vorerst allerdings nur in China.

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Autor: Alexander Fagot, 29.08.2017 (Update: 29.08.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.