Mit 14 fps gegen das MacBook Neo: AMDs irreführende Werbung schießt gegen Apple

Mit dem MacBook Neo (ca. 589 Euro auf Amazon) konkurriert Apple erstmals auch mit Windows-Laptops im unteren Preissegment. Mit einer Kombination aus effizientem iPhone-Prozessor, hochwertigem Metallgehäuse und hellem Display bereitet das MacBook Neo der Konkurrenz Kopfzerbrechen.
Intel hat bereits reagiert, indem mit Project Firefly günstigere Laptops mithilfe der Smartphone-Versorgungskette hergestellt werden. AMD reagiert nun mit einer neuen Werbekampagne, laut der Ryzen-Laptops dem MacBook Neo in vielen Bereichen weit überlegen sein sollen, wobei sich AMD auf Geräte auf Basis des Ryzen 5 220 sowie Ryzen 5 240 konzentriert.
Laut AMD soll der Ryzen 5 240 alle 20 der beliebtesten PC-Spiele in 1.080p-Auflösung mit niedrigem Detailgrad bewältigen, während 15 davon auf dem MacBook Neo gar nicht laufen würden. Die Liste der Spiele, die AMD für diesen Vergleich ausgewählt hat, umfasst viele Titel, die schlicht keine macOS-Version bieten, die mit CrossOver teils aber spielbar wären.
So wirklich spielbar sind einige dieser Titel mit der AMD Radeon 760M aber nicht. Wie unsere Benchmarks zeigen, erreicht Cyberpunk 2077 mit minimalem Detailgrad kaum 30 fps. Assassin's Creed Shadows mit gerade einmal 17 Bildern pro Sekunde oder Starfield mit 14 fps als spielbar zu vermarkten, könnte man glatt als Falschaussage bezeichnen.
| Geekbench 6.6 / Multi-Core | |
| Apple MacBook Neo 256 GB | |
| HP ProBook 4 G1ah | |
| Geekbench 6.6 / Single-Core | |
| Apple MacBook Neo 256 GB | |
| HP ProBook 4 G1ah | |
| 3DMark / Steel Nomad Light Score | |
| Apple iPhone 16 Pro Max | |
| Lenovo ThinkPad T16 Gen 5 22AN001WGE | |
| GFXBench / Aztec Ruins High Tier Offscreen | |
| Apple iPhone 16 Pro Max | |
| Lenovo Yoga Slim 6 14APU8 | |
Immerhin stimmt es, dass das MacBook Neo weder einen Touchscreen noch eine breite Anschluss-Auswahl bietet. Bei der Performance pickt sich AMD dagegen eine Reihe von Benchmarks heraus, die zugunsten des Ryzen-Chips ausfallen, denn während AMD von einer 57 Prozent besseren Produktivitäts-Performance spricht, zeigt beispielsweise Geekbench 6.6, dass das MacBook Neo bei Alltagsaufgaben sowohl in Single- als auch im Multi-Thread-Benchmark besser abschneiden kann. Apples Grafikchip ist in einigen Benchmarks sogar über 50 Prozent schneller.
Mehr Ports, mehr Formfaktor-Auswahl, Touchscreen-Optionen und eine breitere Spiele-Kompatibilität – es gibt gute Gründe, sich für einen günstigen Windows-Laptop statt für ein MacBook Neo zu entscheiden. Allerdings gilt dasselbe auch andersherum, wie unser ausführlicher Test des MacBook Neo zeigt. Wie üblich gilt, dass derartige Werbekampagnen mit einer gehörigen Prise Skepsis betrachtet werden sollten.













