Notebookcheck

Notebookcheck Gaming-PC

Florian Glaser 👁, Felicitas Krohn, 09.12.2018

Fit für die Zukunft. Um bei den Gaming-Benchmarks auf dem aktuellen Stand zu sein, versuchen wir, nicht nur unsere Notebook-Flotte, sondern auch unsere Desktop-PCs regelmäßig zu aktualisieren. Dieser Artikel widmet sich der neuen Hauptplattform, welche als Grundlage für kommende Spieletests dienen wird.

Seit knapp 6 Jahren veröffentlichen wir nun schon Benchmark-Checks zu aktuellen Gaming-Krachern. Bei der Befüllung unserer Datenbank helfen zwar primär Laptops, aber auch einige Desktop-Computer, die über mehrere Redakteure verteilt sind. Nachdem der Core i7-6700K des "Haupt-PCs" inzwischen etwas angestaubt ist, stand Ende 2018 ein komplettes Update an. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei be quiet!, MSI, Intel, Noctua, G.Skill und Seasonic für die (kostenlose) Bereitstellung der entsprechenden Komponenten bedanken.

Notebookcheck Desktop PC 2018
Grafikkarte
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop) - 8192 MB, Kerntakt: 1683 MHz, Speichertakt: 2500 MHz, GDDR5X, ForceWare 416.94
Hauptspeicher
32768 MB 
, 4x 8 GB DDR4-3000, Dual-Channel
Mainboard
Z390 Gaming Plus
Soundkarte
Realtek ALC892 @ Intel Cannon Point PCH
Netzwerk
Intel Ethernet Connection I219-V (10/100/1000/2500/5000MBit/s)
Betriebssystem
Microsoft Windows 10 Home 64 Bit
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Um ein möglichst ausgewogenes System zu kreieren, stand nicht nur der Leistungsfaktor, sondern auch der Silent-Aspekt im Vordergrund. Dieses Vorhaben beginnt bereits beim Gehäuse. Mit dem Silent Base 601 hat be quiet! einen schallgedämmten Midi-Tower im Angebot, der durch eine clevere Innenaufteilung (Kabelöffnungen, modulare Laufwerksschächte, …) und eine eingebaute Lüftersteuerung überzeugt. Passend dazu schickte uns Noctua den mächtigen CPU-Kühler NH-D15S. Letzterer besteht aus zwei riesigen Metallkörpern und einem dazwischenliegenden Lüfter. Dank der intelligenten Bauweise werden dabei weder die PCIe-Slots noch die RAM-Bänke blockiert.

Komponente Modell Preis (Stand: 08.12.18)
Gehäuse be quiet! Silent Base 601 ~95 Euro
Mainboard MSI MPG Z390 Gaming Plus ~135 Euro
Prozessor Intel Core i9-9900K ~570 Euro
CPU-Kühler Noctua NH-D15S ~80 Euro
Grafikkarte MSI GeForce GTX 1080 Gaming X ~750 Euro
Arbeitsspeicher G.Skill Trident Z 4x 8 GB DDR4-3000 ~280 Euro
Massenspeicher Intel Optane SSD 800P 118 GB
Toshiba XG3 SSD 512 GB
OCZ Trion 100 SSD 480 GB
OCZ Trion 150 SSD 960 GB
~210 Euro
? Euro
? Euro
? Euro
Netzteil be quiet! Straight Power 11 650 Watt
Seasonic Prime Titanium 750 Watt
~100 Euro
~200 Euro

Apropos Mainboard: Alle Komponenten fanden auf dem MSI MPG Z390 Gaming Plus Platz, das trotz des moderaten Preises jede Menge Features mitbringt. Zu den größten Highlights gehört der pfeilschnelle Achtkern-Prozessor von Intel. Per Hyper-Threading kann der Core i9-9900K sogar bis zu 16 Threads parallel bearbeiten. Für Grafikberechnungen ist weiterhin Nvidias Pascal-Serie verantwortlich, wobei wir neben der GeForce GTX 1080, GTX 1070 und GTX 1060 auch noch die etwas ältere GTX 980 mittesten. Ein Upgrade zur frischen Turing-Architektur (RTX 2080 etc.) ist natürlich geplant; wir stehen derzeit auf der Warteliste von Nvidia.

Beim Arbeitsspeicher gibt es gleich die volle Ladung. 32 GB DDR4-RAM in Form von vier G.Skill-Trident-Z-3000-Modulen sollten für die nächsten Jahre genug Reserven bereithalten. Da Computerspiele tendenziell immer größer werden, ist auch eine hohe Festplattenkapazität wichtig. In unserem PC stecken insgesamt vier Massenspeicher, die zusammen auf über 2 TB kommen. Während das Betriebssystem (Windows 10 Home 64 Bit) auf einer 118 GB kleinen Intel Optane-SSD installiert ist, verteilen sich die Gaming-Accounts (Steam, Origin, Uplay, …) auf eine PCIe-SSD von Toshiba, die wir aus einem Notebook stibitzt haben, und zwei SATA-III-SSDs von OCZ im klassischen 2,5-Zoll-Format, welche einfach vom alten PC übernommen wurden.

CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
CPU-Z
GPU-Z
GPU-Z
HWiNFO
HWiNFO

Damit die Komponenten ausreichend Saft erhalten, spielt auch das Netzteil eine entscheidende Rolle. Während für den Alltagsbetrieb das sehr leise be quiet! Straight Power 11 mit 650 Watt zum Einsatz kommt, haben wir für besonders anspruchsvolle Tests (Stichwort Dual-GPU etc.) das extrem starke Seasonic Prime Titanium mit 750 Watt in petto.

Taktverhalten

Aufgrund des höheren Platzangebots und der wuchtigeren Kühlkomponenten können Desktop-PCs erwartungsgemäß mit einem besseren Taktverhalten als Laptops auftrumpfen. Diese Aussage gilt auch für unser System. Angefangen mit der CPU, die ihr Potenzial in fast jeder Situation zu 100 % ausspielt. Maximal 5,0 GHz bei Single-Core- und 4,7 GHz bei Multi-Core-Last markieren einen perfekt ausgenutzten Turbo. Selbst unter Volllast (Furmark + Prime95) läuft der Core i9-9900K noch mit respektablen 4,5 GHz, wohingegen viele Gaming-Laptops im Stresstest ihren Turbo deaktivieren oder sogar unter den Basistakt drosseln.

Singlecore-Rendering
Singlecore-Rendering
Multicore-Rendering
Multicore-Rendering
GPU-Belastung
GPU-Belastung

Noch besser sieht es bei der Geräuschkulisse aus: Trotz der üppigen Leistungsentfaltung bleibt unser Desktop-PC immer angenehm ruhig (weniger als 35 dB). Zum Vergleich: Zahlreiche Gaming-Notebooks werden im 3D-Betrieb über 50 dB laut. Der Grafikkarte werden ebenfalls keine Steine in den Weg gelegt. Durchschnittlich 1.911 MHz nach einer Runde Unigine Heaven 4.0 sind ein exzellenter Wert für die GeForce GTX 1080.

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Notebookcheck Desktop PC 2018 Intel Core i9-9900K, Intel Core i9-9900K: Ø1996 (1969.67-2021.02)
Schenker XMG Ultra 17 Coffee Lake Refresh Intel Core i9-9900K, Intel Core i9-9900K: Ø1747 (1697.29-1865)

Leistung

Dank des höheren Taktspektrums rauscht unser Desktop-PC an einem gleichwertig bestückten Notebook locker vorbei. Bestes Beispiel ist der Multi-Core-Test des Cinebench R15. Von 2.021 Punkten kann das Schenker XMG Ultra 17 nur träumen. 1.865 Punkte sind umgerechnet 8 % weniger, zumal der Turbo des 17-Zoll-Laptops im Cinebench-Loop (vergleiche Graph weiter oben) deutlich stärker einbricht. Wenn es nach dem MSI GT75 geht, muss sich Intels aktueller-Notebook-Spitzenreiter, der Sechskern-Chip Core i9-8950HK, sogar rund 50 % geschlagen geben.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
Notebookcheck Desktop PC 2018
Intel Core i9-9900K
218 Points ∼100%
Schenker XMG Ultra 17 Coffee Lake Refresh
Intel Core i9-9900K
209 Points ∼96% -4%
MSI GT75 8RG-090 Titan
Intel Core i9-8950HK
205 Points ∼94% -6%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (68 - 218, n=27)
150 Points ∼69% -31%
CPU Multi 64Bit
Notebookcheck Desktop PC 2018
Intel Core i9-9900K
2021 Points ∼100%
Schenker XMG Ultra 17 Coffee Lake Refresh
Intel Core i9-9900K
1865 Points ∼92% -8%
MSI GT75 8RG-090 Titan
Intel Core i9-8950HK
1378 Points ∼68% -32%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (176 - 2021, n=29)
746 Points ∼37% -63%
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
218 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
2021 Points
Hilfe

Bei den GPU-Benchmarks setzt sich der Tower-PC auch an die Spitze des Vergleichsfelds. Im 3DMark 13 und 3DMark 11 ist die mobile GTX-1080-Konkurrenz fast 10 % Prozent langsamer unterwegs.

3DMark
2560x1440 Time Spy Graphics
Notebookcheck Desktop PC 2018
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop)
7592 Points ∼100%
Schenker XMG Ultra 17 Coffee Lake Refresh
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
6907 Points ∼91% -9%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (255 - 14249, n=10)
4523 Points ∼60% -40%
1920x1080 Fire Strike Graphics
Notebookcheck Desktop PC 2018
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop)
22887 Points ∼100%
MSI GT75 8RG-090 Titan
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
21422 Points ∼94% -6%
Schenker XMG Ultra 17 Coffee Lake Refresh
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
20901 Points ∼91% -9%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (603 - 34697, n=20)
8563 Points ∼37% -63%
3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Notebookcheck Desktop PC 2018
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Desktop)
31656 Points ∼100%
MSI GT75 8RG-090 Titan
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
28918 Points ∼91% -9%
Schenker XMG Ultra 17 Coffee Lake Refresh
NVIDIA GeForce GTX 1080 (Laptop)
28606 Points ∼90% -10%
Durchschnitt der Klasse Desktop
  (484 - 49282, n=22)
11096 Points ∼35% -65%
3DMark 11 Performance
26308 Punkte
3DMark Fire Strike Score
20814 Punkte
3DMark Time Spy Score
7922 Punkte
Hilfe

Zum Abschluss noch ein kurzer Blick auf die Performance des Massenspeichers. Anhand der Screenshots aus dem AS-SSD-Benchmark kann man sehr schön erkennen, dass Solid State Drives auf PCIe- bzw. NVMe-Basis ihren günstigeren SATA-III-Brüdern eindeutig überlegen sind. Besonders groß ist der Unterschied im sequentiellen Bereich, da SATA-III-Modelle ab ca. 500 MB/s limitieren.

Intel SSD
Intel SSD
Toshiba SSD
Toshiba SSD
OCZ SSD
OCZ SSD
OCZ SSD
OCZ SSD

Falls Sie Wünsche und Anregungen zu unseren Gaming-Artikeln haben, würden wir uns sehr über einen Kommentar freuen.

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Autor: Florian Glaser,  9.12.2018 (Update: 19.12.2018)
Florian Glaser
Florian Glaser - Managing Editor Gaming
In den frühen 90er-Jahren mit MS-DOS und Windows 3.1 aufgewachsen entdeckte ich schon im Kindesalter mein Interesse für den Bereich Computer. Speziell Computerspiele strahlten bereits damals eine große Faszination auf mich aus. Von Monkey Island über Lands of Lore bis hin zu Doom wurde alles gezockt, was man so unter die Finger bekam. Für Notebookcheck bin ich seit 2009 tätig mit Schwerpunkt auf leistungsstarke Gaming-Notebooks.