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PCIe 6.0 verdoppelt die Bandbreite erneut

Während PCIe 4.0 noch kaum verbreitet ist, geht die Entwicklung von Version 6.0 bereits gut voran. (Bild: PCI-SIG)
Während PCIe 4.0 noch kaum verbreitet ist, geht die Entwicklung von Version 6.0 bereits gut voran. (Bild: PCI-SIG)
Nur wenige Wochen, nachdem der PCIe 5.0-Standard verabschiedet wurde, zeigt die PCI Special Interest Group PCIe 6.0. Dabei bleibt der Standard abwärtskompatibel, die Bandbreite konnte verglichen mit Version 5.0 abermals verdoppelt werden.

Das Upgrade von PCIe 3.0 auf 4.0 hat ganze sieben Jahre gedauert. Die PCI-SIG will hier wohl Zeit gut machen, denn nachdem PCIe 5.0 erst vor wenigen Wochen verabschiedet wurde, wurden jetzt bereits die Spezifikationen von Version 6.0 veröffentlicht.

Die große Neuerung: Die Bandbreite konnte verdoppelt werden, sodass ein PCIe x16-Slot 128 GB/s übertragen kann. Dabei wurde nicht einfach die Transferrate erhöht. Stattdessen wurde der Signalstandard NRZ (Non-Return-to-Zero), der seit PCIe 1.0 verwendet wurde, durch PAM-4 (Pulse-Amplitude Modulation 4) ersetzt.

Dabei greift der Standard auf einen Trick zurück, den man bereits von MLC-NAND kennt: Statt Daten binär als 0 und 1 zu übertragen, gibt es vier mögliche 2-bit-Zustände: 00, 01, 10 und 11. Wie AnandTech berichtet, ist die Implementierung von PAM-4 allerdings deutlich teurer, weswegen der Standard bisher nur wenig verbreitet ist. Die große Masse an PCIe-Geräten könnte das natürlich ein wenig ändern.

Bis Geräte mit PCIe 6.0 auf dem Markt sind dürfte es noch einige Jahre dauern. Der finale Standard soll 2021 verabschiedet werden, Endgeräte dürften ein oder zwei Jahre später damit ausgestattet werden.

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Autor: Hannes Brecher, 20.06.2019 (Update: 25.06.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.