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IHS: MicroLED-Displays erst ab 2026 im Massenmarkt

Die Kosten sollen MicroLED die nächsten Jahre noch zurückhalten. (Bild: Free-Photos, Pixabay)
Die Kosten sollen MicroLED die nächsten Jahre noch zurückhalten. (Bild: Free-Photos, Pixabay)
Bis MicroLED-Displays in massentauglichen Geräten ein Zuhause finden wird es noch etwas dauern. Die Technologie soll zur Zeit durch die im Vergleich zu LCD und OLED enorm hohen Kosten zurückgehalten werden.

Einem Bericht von IHS zufolge sollen 2019 und 2020 weniger als 1.000 MicroLED-Displays ausgeliefert werden. Trotz der Vorteile in Sachen Energieeffizienz und Helligkeit sind die Kosten derzeit schlicht zu hoch, um die Technologie in massentauglichen Produkten zu verwenden.

Durch die Weiterentwicklung des Produktionsprozesses soll sich dies über die nächsten Jahre ändern. IHS geht davon aus, dass ein 1,5 Zoll großes MicroLED-Display für eine Smartwatch im Jahr 2026 im Vergleich zu heute nur noch ein Zehntel kosten wird, ein 75 Zoll Display für Fernseher nur ein Fünftel.

MicroLED-Displays bestehen aus einer Reihe von enorm kleinen LEDs, die jeweils einen Pixel repräsentieren. Ähnlich wie bei OLED-Displays ist es so möglich, jeden Pixel einzeln zu dimmen, sodass im Vergleich zu LCDs deutlich bessere Schwarzwerte erreicht werden können, während eine im Vergleich zu OLED höhere Helligkeit möglich ist.

IHS berichtet, dass die Massenproduktion bis 2024 starten soll, wobei selbst im Jahr 2026 nur 0,4 Prozent aller Bildschirme mit MicroLED-Panels ausgestattet sein werden. Das entspricht aber immerhin 16 Millionen Produkten, sodass bis dahin einige High-End-Geräte auf die Technologie setzen dürften.

Bisher sind nur einige wenige, stark spezialisierte Produkte mit MicroLED-Displays erhältlich, wie zum Beispiel Samsungs The Wall. Die Technologie wird aber sowohl für kleine Displays in Smartwatches und Smartphones als auch für großflächige TVs Vorteile bringen, sobald die Kosten konkurrenzfähig sind.

Die Prognose von IHS zum MicroLED-Absatz. (Quelle: IHS Markit)
Die Prognose von IHS zum MicroLED-Absatz. (Quelle: IHS Markit)

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Autor: Hannes Brecher, 20.06.2019 (Update: 25.06.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.