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PowerColor Devil Box: Externe GPU-Lösung für Notebooks und Desktop-PCs mit Thunderbolt 3

PowerColor Devil Box: Externe GPU-Lösung für Notebooks und Desktop-PCs mit Thunderbolt 3
PowerColor schickt mit der Devil Box eine starke Konkurrenz zum Razer Core GPU-Gehäuse ins Rennen. Die eGFX-Hardware ist ab sofort bestellbar, doch wer ein Exemplar ergattern will, sollte sich beeilen: Die Stückzahlen sind gering.

Potente Grafikhardware in Notebooks war noch bis vor 10 - 15 Jahren absolute Mangelware. Heute findet sich ein breites Angebot mobiler Gaming-PCs am Markt, doch solche Geräte sind überwiegend schwer, sperrig und kostspielig. Eine Aufrüstbarkeit ist nur in seltenen Fällen gegeben. Das Bedürfnis nach einem spieletauglichen aber dennoch handlichen, preiswerten Laptop (mittlerweile auch Convertible, Tablet, 2-in-1) gibt es schon lange, ließ sich jedoch aufgrund technischer Limitierungen nicht oder nur unbefriedigend umsetzen. Mit Thunderbolt 3 wurde jedoch endlich ein Standard eingeführt, der genügend Bandbreite zur sinnvollen Nutzung leistungsstarker Grafikkarten über einen externen Anschluss bietet.

Dieses Potential zu nutzen haben sich mittlerweile viele namhafte Hardware-Hersteller auf die Fahne geschrieben. Dazu zählen u.a. Alienware, Asus, MSI und Razer. Alienware und MSI setzen auf propietäre Formate,  Asus und Razer hingegen wollen ein breiteres Publikum ansprechen. Während das Asus ROG XG2 noch auf sich warten lässt, ist das Razer Core in den USA zu einem Preis von 499 US-Dollar erhältlich (in Kürze auch in Deutschland).

Mit der DEVIL BOX hat das kalifornische Unternehmen PowerColor den noch überschaubaren Markt dieser Produktkategorie um ein vielversprechendes Stück Technik erweitert. Die Box bietet Platz und Kompatibilität für die meisten aktuellen Grafikkarten. Das 500 Watt (W) Netzteil versorgt Karten mit einer Leistungsaufnahme (TDP) von bis zu 375 W problemlos mit Strom. Jeder PC mit einem Thunderbolt 3 Anschluss sollte mit der Devil Box zusammen arbeiten können. Am Gehäuse finden sich folgende Anschlüsse: 4x USB 3.0 Typ A, 1x USB 3.1 Typ C (mit 60 Watt Ladefunktion für Notebooks) und 1x Gigabit-Ethernet. Außerdem mit an Bord: Ein interner SATA-III-Port für passende Speichermedien aller Art.

Erste Tests zeigen, dass sich die Box durchaus lohnt: Abhängig von der CPU-Leistung kann die Spieleperformance um ein Vielfaches gesteigert werden; die Ergebnisse reichen ca. 50% bis zu 90% an das reguläre Desktop-Szenario heran. Im Vergleich zum Razer Core ist die Devil Box mit dem doppelten Volumen und einem Mehrgewicht von ca. 1 kg deutlich unhandlicher. Dafür gibt es im Gegensatz zum Core keine Einschränkungen bei der PC-Hardware.

Die PowerColor Devil Box wird in Deutschland exklusiv über den Mindfactory Online-Store zu einem Preis von 419 Euro vertrieben. Die Bestellungen werden voraussichtlich ab dem 28. Oktober an Endkunden ausgeliefert.

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Autor: Eduard Tropea, 21.10.2016 (Update: 28.06.2018)
Florian Schaar
Florian Schaar - Editor
Mein erster Computer war ein Commodore 80386 (IBM kompatibel!). Schon auf diesem fing ich an zu programmieren, mit 3D-Modellen Raumschiffe zu bauen und Videos zu schneiden. Seit dem haben mich die Computer nicht mehr losgelassen und ich habe schließlich das Hobby zum Beruf gemacht. Heute entwickle ich Lernspiele für Kinder auf Android und iOS. Bei Notebookcheck schreibe ich Tests für Notebooks und Handys. So kann ich die neusten Geräte ausprobieren, ohne sie kaufen zu müssen.