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Radeon Pro SSG: AMDs neue Profi-Grafikkarte auf Vega-Basis

Die Radeon Pro SSG kommt auch ohne SSD als Radeon Pro WX 9100 daher
Die Radeon Pro SSG kommt auch ohne SSD als Radeon Pro WX 9100 daher
Über ein Jahr ist es her, als AMD auf der Siggraph 2016 die professionelle Grafiklösung Radeon Pro SSG vorstellte. Wie der Chip-Entwickler nun ankündigte, sei die Pro SSG nun endlich final.

Interessenten der Grafikkarte können sich den 13. September vormerken, denn zu diesem Zeitpunkt soll die Markteinführung erfolgen. Für die üppige Ausstattung, die sich unter anderem aus einer voll ausgestatteten Vega-GPU, 16 GB HBM2-RAM und 2 TB Festspeicher zusammensetzt, bittet der Hersteller mit einer UVP von 6.999 US-Dollar entsprechend zur Kasse.

AMD Radeon Pro SSG: Speicher-Paradies für fordernde Anwendungen 

Da bei aufwendigen Szenarien, wie etwa der Bearbeitung von 8K-Videos, der Grafik-RAM oft knapp wird, geht AMD bei dieser Hardware einen unkonventionellen Weg. Zusätzlich zu den 16 GB an schnellem HBM-2-Speicher wurde bei der Radeon Pro SSG nämlich ein 2 TB großer Flash-Datenplatz verbaut. Dabei handelt es sich um ein Raid0-Verbund von zwei 1 Terabyte umfassenden SSDs. Diesem Konzept verdankt die Radeon-Pro-Grafikkarte auch ihre Produktbezeichnung, denn SSG bezieht sich auf Solid State Graphics. Mit der Konfiguration soll der Umweg über RAM, SSD oder HDD des PCS vermieden werden, der bislang eingeschlagen werden musste, wenn der Grafikspeicher zuneige ging. 

NVMe als Heilsbringer für Grafikspeicher-Knappheit? 

Die Schnittstelle NVMe erlaubt eine Verbindung von SSDs über PCI Express, ohne dass ein spezifischer Treiber verwendet werden muss. Eben jenes Verfahren nutzt AMD bei der Radeon Pro SSG für die Kommunikation mit den beiden Flash-Speichern. Über PCI Express 3.0 soll dabei eine Schreibrate von bis zu 6 GB/s und eine Leserate von bis zu 8 GB/s erreicht werden.

Unlimitierte Vega-Power

AMD geht bei der GPU keine Kompromisse ein, Käufer erhalten eine Vega-Variante im Vollausbau mit 4.096 Shadern. Die Taktrate des Grafikchips kann maximal 1,5 GHz betragen, der HBM2-Arbeitsspeicher stemmt hingegen bis zu 945 MHz. Die Stromzufuhr erfolgt abseits des Mainboards über zwei Acht-Pin-Anschlüssen direkt vom Netzteil. Der Hersteller gibt eine Leistungsaufnahme von bis zu 300 Watt an. 

Auch ohne SSD-Speicher als Pro WX 9100 

Anwender, die nicht zwingend auf das SSD-Verbund der Radeon Pro SSG angewiesen sind, können zur Radeon Pro WX 9100 greifen. Es handelt sich dabei (abgesehen vom fehlenden Flash-Speicher) um dieselbe Grafikkarte. Mit einer UVP in Höhe von 2.199 Euro ist die Pro WX 9100 jedoch deutlich günstiger. 

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Autor: André Reinhardt,  1.08.2017 (Update:  1.08.2017)
André Reinhardt
André Reinhardt - Editor
Meine Passion für Mobilgeräte machte ich im Jahre 2010 zum Beruf. Der Einstieg in die redaktionelle Branche gelang mir durch eine freiwillige Tätigkeit bei einem US-amerikanischen Smartphone-Blog. Kurze Zeit später administrierte ich ein Handy-Forum und arbeitete als Vollzeit-Redakteur in der Android-Sektion einer bekannten Technik-Seite. Schließlich beschloss ich, Ende 2014 meine Selbstständigkeit einzuleiten. In meiner Freizeit fotografiere ich gerne und bin begeisterter Videospieler.