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Randloses Essential Phone: Verzögerungen und Umstrukturierungen

Das Essential Phone mit 360 Grad-Kamera verzögert sich, zwei VP's haben bereits gekündigt.
Das Essential Phone mit 360 Grad-Kamera verzögert sich, zwei VP's haben bereits gekündigt.
Zwei Wochen nach der geplanten Verfügbarkeit ist weit und breit nichts vom innovativen Essential Phone des Android-Schöpfers Andy Rubin zu sehen. Zudem sorgen zwei frühzeitige Abgänge im oberen Management des neu gegründeten Startups nicht gerade für positive Presse.

Am 30. Mai angekündigt und seitdem für US-Amerikaner im Vorverkauf, sollte das Essential Phone ab Anfang Juli eigentlich bereits bei den ersten Käufern im Einsatz sein, bisher hat allerdings noch keiner der Erstbesteller ein Päckchen erhalten, berichtet der Business Insider. Stattdessen sorgt das Management für schlechte Presse rund um das neu gegründete Startup des Android-Schöpfers Andy Rubin, denn mit Brian Wallace und Andy Fouché haben gleich zwei hochrangige Mitarbeiter des Management-Teams vorzeitig gekündigt. Brian Wallace war als Vizepräsident für das Marketing zuständig, Andy Fouché für die PR. Beide haben noch vor der Verfügbarkeit des ersten Produkts gekündigt, kein gutes Zeichen für ein Startup. Zwar muss man sich um die Existenz des Unternehmens dank 300 Millionen US-Dollar Startkapital vorerst noch keine Sorgen machen, dennoch ist die Zukunft des Unternehmens alles andere als gesichert. 

Bisher hat sich mit Sprint nur einer der großen Mobilfunkprovider in den USA bereit erklärt, das Essential Phone in sein Portfolio aufzunehmen, stattdessen soll das Gerät hauptsächlich entsperrt übers Internet angeboten werden, in den USA ein riskantes Unterfangen, kaufen doch nach wie vor die meisten  US-Amerikaner direkt beim Provider ein. Neben dem innovativen Smartphone, das optional auch mit einer kleinen 360 Grad-Kamera erhältlich ist, will Andy Rubin auch im A.I-Bereich mit Amazon, Apple und Google konkurrieren und einen Essential Home genannten Wireless-Speaker anbieten. Dieser soll gleich mit mehreren künstlich intelligenten Assistenten zusammenarbeiten, wobei es berechtigte Zweifel daran gibt, dass Apple sich bereit erklärt Siri für Essential Home zu lizenzieren, bei Amazon und Google hätte Andy Rubin diesbezüglich wohl bessere Chancen.

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Autor: Alexander Fagot, 16.07.2017 (Update: 16.07.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.