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Essential Phone: Fast randlos und mit kleiner, modularer 360 Grad-Cam

Das Essential Phone ist annähernd randlos und kommt mit Addons wie einer 360 Grad-Cam.
Das Essential Phone ist annähernd randlos und kommt mit Addons wie einer 360 Grad-Cam.
Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Der Android Schöpfer Andy Rubin bringt sein essentielles Smartphone mit annähernd randloser Front, Titanium-Gehäuse, Dual-Cam und Pogo-Pins, die modulare Addons wie eine 360 Grad-Kamera erlauben, vorerst in den USA für 700 US-Dollar auf den Markt.

Das Essential Phone sieht auf den ersten Blick, wenn man von den etwas amateurhaft wirkenden Renderbildern auf der Webseite absieht, wie ein Traum für Fans randloser Smartphones aus, doch ist es wirklich der ultimative Alleskönner? Das mit Sicherheit nicht, alleine die Tatsache, dass wie beim iPhone 7 ein Kopfhöreranschluss fehlt, dürfte es für so manchen bereits disqualifizieren, dennoch spricht einiges dafür, sich kurz mit dem Neuzugang zu beschäftigen. Essential ist ein neu gegründetes Startup des als Android-Schöpfers bekannten Andy Rubin und es macht einiges anders als die Konkurrenz.

Vollflächige Displayfront

Bis auf einen vergleichsweise dünnen Rand an der Unterseite wirkt das Essential Phone tatsächlich fast randlos, mehr noch als das Mi Mix von Xiaomi, das den Trend zu möglichst vollflächiger Displayfront Ende 2016 so richtig losgetreten hat. 84,85 Prozent Screen-to-Body-Ratio bei einem 5,7 Zoll IPS-Display mit abgerundeten Ecken und 2.560 x 1.312 Pixel Auflösung im 19:10-Format ist definitiv beeindruckend. Der Gehäuserahmen besteht aus Titanium und soll Stürze ohne Folgeschäden überstehen, die Rückseite ist aus Keramik, das Cover-Glas ist Gorilla Glas 5. Mit 7,8 mm Dicke ist das Essential Phone recht dünn, packt aber auch nur einen 3.040 mAh Akku ins Chassis.

Modulare Addons

Mit Snapdragon 835-SOC, 4 GB RAM und 128 GB UFS 2.1-Speicher ist das Essential Phone gut für die Zukunft gerüstet, allerdings fehlen ihm ein Micro-SD-Kartenslot, ein zweiter Nano-SIM-Slot sowie der schon angesprochene Kopfhöreranschluss. Erweiterungen sind nur über USB-C sowie die beiden rechts oben an der Rückseite befindlichen magnetischen Pogo-Pins möglich. Für diese gibt es bereits eine mit 67 x 32 x 12 mm extrem kleine 360 Grad-Kamera mit zwei 12 Megapixel-Linsen auf jeder Seite, die eine  3.840 x 1.920 Pixel Rundum-Aufnahme bei 30 fps erlaubt sowie ein magnetsches Ladedock. Ein Klinke-auf-USB-C-Adapter soll im Paket mitgeliefert werden.

Ein echtes Worldphone

Vorne hat das Essential Phone eine 8 Megapixel-Fixfokus-Linse mit F/2.2 Blende, die sich übrigens in die Mitte der Android-Statusleiste einordnet, eine durchaus clevere Idee, denn der Platz bleibt ja meistens ungenutzt. Die rückwärtige Dual-Cam setzt wie viele Anbieter, beispielsweise Huawei, auf eine Kombo aus RGB- und S/W-Sensoren, zwei 13 Megapixel-Linsen mit F/1.85-Blende. Sehr gut ist das Essential-Phone funktechnisch ausgestattet: Mit insgesamt 25 unterstützten LTE-Bändern übertrifft es sogar das iPhone 7 mit seinen 23 unterstützten Bändern, zudem gibt es natürlich Dual-Band WLAN nach 802.11ac, Bluetooth (5.0 aber wohl erst mit Android O) und sogar das 6 Gbps schnelle 802.11ad (Wireless Gigabit) im 60Hz-Bereich.

Vorerst nur in den USA

Vorinstalliert ist Android 7 und es dürfte sich um eine recht unveränderte Version handeln, die hoffentlich in Zukunft gut mit Updates versorgt wird. Leider wird das Essential Phone vorerst nur an Lieferadressen in den USA verschickt, es gibt aber bereits eine deutsche Webseite, sodass mit einer baldigen Ausweitung der Liefergebiete gerechnet werden kann. Der Preis beträgt 700 US-Dollar, in Kombination mit der 360 Grad-Kamera sind es 50 US-Dollar mehr. Vorerst sind die Farben schwarz und weiß lieferbar, für die Zukunft sind auch Modelle in Grau und Grün geplant. 

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Autor: Alexander Fagot, 30.05.2017 (Update: 30.05.2017)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.