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Snapchat kauft Deepfake-Experten für 166 Millionen US-Dollar

Neue Snapchat-Filter zu entwickeln kann richtig ins Geld gehen. (Bild: Snapchat)
Neue Snapchat-Filter zu entwickeln kann richtig ins Geld gehen. (Bild: Snapchat)
Neue Snapchat-Filter zu entwickeln kann richtig teuer werden: Snap Inc. hat das ukrainische Unternehmen AI Factory für stolze 166 Millionen US-Dollar (ca. 149 Millionen Euro) übernommen, um die Entwicklung neuer Deepfake-Filter für die beliebte Nachrichten-App zu voranzutreiben.
Hannes Brecher,

Deepfakes sind schon seit Jahren im Trend, anfangs vor allem als Face-Swap und Fake-Porn, mittlerweile findet die Technologie aber in vielen Bereichen Einsatz – zum Beispiel verändert Apple seit iOS 13 Gesichter in FaceTime, damit es so aussieht, als würde sein Gegenüber Augenkontakt halten.

Snap Inc. hingegen hat mit AI Factory gemeinsam am neuen "Cameos"-Feature gearbeitet, in dem das eigene Gesicht von einem Selfie in ein Video seiner Wahl eingefügt wird. Um Missbrauch zu vermeiden wurden die möglichen Videos zuvor ausgewählt, dem Nutzer steht lediglich eine Liste mit rund 150 Clips zur Auswahl.

TechCrunch konnte mittlerweile bestätigen, dass Snap Inc. das Unternehmen für den signifikanten Betrag übernommen hat. Victor Shaburov, der zuvor beim ebenfalls von Snapchat aufgekauften Looksery gearbeitet hat, war einer der Gründer von AI Factory im Mai 2018, sodass er nun schon wieder bei Snap Inc. gelandet ist.

Noch ist unklar, an welchen Features das Team in Zukunft arbeiten wird. Snapchat Filter sind allerdings ein extrem populäres Feature – mehr als 70 Prozent der aktiven Nutzer verwenden sie, neue Nutzer werden davon angezogen und durch Sponsor-Aktionen und kostenpflichtige Angebote tragen sie ordentlich zum Umsatz bei. Daher darf man davon ausgehen, dass das Team an neuen Filtern arbeitet, die sich auf Selfies und Gesichter konzentrieren.

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Autor: Hannes Brecher,  4.01.2020 (Update:  4.01.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.