Snapdragon-Schreck oder SoC-Fail 2026 - der neue Kirin 9030 Pro im Test-Fazit

Wir haben mit dem Mate X7 den neuen SoC von Huawei in unserem Test. Der HiSilicon Kirin 9030 Pro liefert im Alltag eine zufriedenstellende Systemperformance – auch mit dem hochauflösenden Innenpanel eines Mate X7 (Preise starten ab etwa 1.900 Euro, u.a. bei Amazon.de).
In diesen Artikel schauen wir darüber hinaus an, wie sich der Huawei-SoC in den Benchmarks gegenüber den Snapdragon-SoCs von Qualcomm oder einem Google Tensor G5 schlägt.
Der HiSilicon Kirin 9030 Pro wird wahrscheinlich im neuen N+3 Node von SMIC im 5-nm-Verfahren hergestellt. Zum Vergleich moderne Chips, wie ein Snapdragon 8 Elite Gen 5, werden mit einer Strukturbreite von 3 nm gefertigt.
Laut den Informationen von System-Apps und der Geekbench-6-Anwendung kommen beim Mate X7 neun physische Kerne und 14 Hyperthreads zum Einsatz. Dies entspricht auch die geleakten Spezifikationen und ist daher etwas schneller als ein Kirin 9030 mit wohl nur 10 Threads.
Neuer Chipsatz auf den Niveau von Android-Handys der Mittelklasse
Wir schauen uns die CPU- wie auch GPU-Einheit des Mate X7 anhand von verschiedenen Tests genauer an und ordnen die Leistung etwas ein. Es wird deutlich, dass der neue SoC im Mate X7 kein bahnbrechender Fortschritt gegenüber einem Kirin 9020 ist. Zumal die Stresstests des 3DMark in unserem Testbericht für die „Mittelklasse“ ungewohnt starkes SoC-Throttling zeigen.
In den CPU-Benchmarks kommt das Mate X7 auf ein ähnliches Niveau, wie ein Smartphone mit dem Snapdragon 8 Gen 2 – ein SoC aus dem Jahr 2022. Gegen moderne Chips der Mitteklasse, wie dem MediaTek Dimensity 8400 des Xiaomi 15T, hat der HiSilicon Kirin 9030 Pro keine Chance. Auch ein Tensor G5 ist gerade im Single-Core um Welten besser.
Beim Blick auf die Grafik-Tests ändert sich dieses Kräfteverhältnis etwas. Die HiSilicon Maleoon 935 ist im Vergleich zu einem Adreno 740 deutlich langsamer – hier bewegt sich Huawei auf einem Leistungsniveau von der Qualcomm-GPU aus dem Jahr 2021. Allerdings kann es die Grafikeinheit des HiSilicon Kirin 9030 Pro durchaus mit einem Google Pixel 10 Pro XL aufnehmen. Zumal die Tensor-GPU bekanntermaßen kein Ray-Tracing unterstützt.
| Antutu v11 - Score | |
| Xiaomi 17 Ultra | |
| Huawei Mate X7 | |
| GFXBench | |
| 3840x2160 4K Aztec Ruins High Tier Offscreen | |
| Xiaomi 17 Ultra | |
| Xiaomi Poco F6 Pro | |
| Xiaomi Poco F7 Pro | |
| Xiaomi 15T | |
| Google Pixel 10 Pro XL | |
| Huawei Mate X7 | |
| 2560x1440 Aztec Ruins High Tier Offscreen | |
| Xiaomi 17 Ultra | |
| Xiaomi Poco F6 Pro | |
| Xiaomi Poco F7 Pro | |
| Xiaomi 15T | |
| Huawei Mate X7 | |
| Google Pixel 10 Pro XL | |
| 1920x1080 Aztec Ruins Normal Tier Offscreen | |
| Xiaomi 17 Ultra | |
| Xiaomi Poco F6 Pro | |
| Xiaomi Poco F7 Pro | |
| Xiaomi 15T | |
| Huawei Mate X7 | |
| Google Pixel 10 Pro XL | |
Aufgrund der superdünnen Bauweise - das Huawei Mate X7 misst aufgeklappt nur 4,5 Millimeter - sind bei der nächsten Generation der Pura-Smartphones sicher noch Leistungssprünge möglich. Der große Angriff auf Qualcomm und MediaTek ist es aber nicht. Beim 9030 Pro geht es Huawei wohl aber auch eher um die verbesserte Strukturbreite gegenüber einen Kirin 9020 als ein Plus an maximaler Power und bessere Benchmark-Werte.
Quelle(n)
Test zum Mate X7

