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Telegram: Eigene Kryptowährung darf nach SEC-Urteil nicht veröffentlicht werden

Die amerikanische SEC hat mit ihrem Urteil das Projekt TON beendet
Die amerikanische SEC hat mit ihrem Urteil das Projekt TON beendet
Nach einem Urteil der amerikanischen SEC müssen die Macher hinter dem Messenger-Dienst Telegram die Entwicklung einer eigenen Blockchain-Plattform weltweit einstellen.
Cornelius Wolff,

Die amerikanische Secruities and Exchange Commission (SEC) hat sich mittlerweile einen Ruf damit gemacht, regelmäßig Blockchain-Projekte zu verbieten. Jetzt hat es auch das TON-Projekt des bekannten Messenger-Service Telegram getroffen. TON steht für Telegram Open Network. Dabei handelt es sich um eine Blockchain-Technik, welche die Grundlage für die eigene Kryptowährung Gram darstellen sollte. Mit dieser wollten die Entwickler das weltweite Finanzsystem ein Stück weit revolutionieren, da die Währung deutlich schneller und skalierbarer als andere Kryptowährungen sein sollte.

Allerdings hat die SEC jetzt in einem Gerichtsverfahren seine Entscheidung durchgesetzt, die besagt, dass Grams weltweit nicht verkauft werden dürfen. Dabei geht es eigentlich nur darum, dass die Entwickler ihre Kryptowährung nicht an Amerikaner verkaufen dürfen. Da man jedoch nicht garantieren kann, dass US-Bürger die Kryptowährung einfach außerhalb des eigenen Landes kaufen, hat die SEC diese Entscheidung einfach für alle Länder der Welt getroffen. Dabei nimmt das Gericht keine Rücksicht darauf, wie die anderen Länder zu der Kryptowährung stehen, was genau genommen eine Einmischung in die Souveränität anderer Staaten darstellt. Allerdings schreibt der Telegram-Entwickler Pavel Durov in seinem Blogpost, dass man sich trotzdem nach der amerikanischen SEC richten müsse, da das amerikanische Finanzsystem das aktuell weltweit dominierende ist.

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Autor: Cornelius Wolff, 13.05.2020 (Update: 13.05.2020)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Seit ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.