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Test Acer TravelMate P658-M-537B Notebook

Schnittstellen-Initiative. Eine Schnittstellenausstattung vom Feinsten und einfache Erweiterbarkeit standen bei der Entwicklung von Acers neuestem Business Notebook im 15-Zoll-Format offenbar ganz oben auf der Liste. Bildschirm und Sicherheitsfeatures wissen ebenfalls zu gefallen, aber können auch die wichtigen Eingabegeräte, Ergonomie und Antrieb mithalten? Update 16.09.2016: Low-End-Version mit schlechtem Display

Beim Acer TravelMate P658-M-537B handelt es sich um ein Business Notebook im 15-Zoll-Format, das im Testzeitraum für etwa 1.200 Euro zu haben war. Einen Überblick über die zahlreichen Modelle der Serien P648-M(G) (14 Zoll) und P658-M(G) (15,6 Zoll) kann man sich hier verschaffen. Das Notebook kommt mit Sicherheitsfeatures für den professionellen Einsatz wie TPM-Chip, Festplattenverschlüsselung, Fingerabdrucksensor und vorinstallierter Sicherheitssoftware.

Als Antrieb kommt der sparsame Hyperthreading-Dualcore Intel Core i5-6200U zum Einsatz, der von 8 GB RAM flankiert wird. Die Varianten mit dem "MG" im Namen werden mit einer dedizierten Nvidia GeForce 940M angeboten, bei den anderen muss man sich mit der Prozessorgrafik Intel HD 520 ohne dedizierten Speicher zufriedengeben. Das Testgerät (NX.VD0EG.003) bringt ebenso wie alle anderen Varianten ein IPS-basiertes Display in Full-HD-Auflösung mit. Als Massenspeicher fungiert eine 256-GB-SSD von Kingston. Eine Besonderheit stellen die tolle Anschlussausstattung sowie die gute Erweiterbarkeit dar.

Bei der Suche nach gleichformatigen Vergleichsnotebooks für diesen Test haben wir uns bei teilweise sehr populären Serien anderer Hersteller bedient und darauf geachtet, dass die Geräte nicht nur für denselben Einsatzzweck wie das Testnotebook konzipiert sind, sondern auch in ähnlichen Preisregionen rangieren. Die Kandidaten sind:

Update 16.092016: TravelMate P658-M mit HD-Auflösung und TN

Das TravelMate P658 ist ein gutes Notebook, doch knapp 1.200 Euro sind nicht jedermanns Sache. Wir haben uns im Rahmen unseres Tests der Acer Graphics Dock die Low-End-Version TravelMate P658-M-59J7 (NX.VCYEG.005) angesehen und ergänzen entsprechende Informationen zu Display und Laufzeit in diesem Test. Diese Version kostet um die 800 Euro, verzichtet aber auf SSD und Full-HD-IPS-Panel.

Acer TravelMate P658-M-537B (TravelMate P658 Serie)
Grafikkarte
Intel HD Graphics 520, Kerntakt: 300 - 1050 MHz, shared Memory, 20.19.15.4390
Hauptspeicher
8192 MB 
, DDR4, 2133 MHz, Dual-Channel
Bildschirm
15.6 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel 141 PPI, LG Philips LGD04D5 / LG Display LP156WF6-SPP1, IPS, spiegelnd: nein
Mainboard
Intel Skylake-U Premium PCH
Massenspeicher
Kingston RBU-SNS8152S3256GG2, 256 GB 
Soundkarte
Intel Skylake-U/Y PCH - High Definition Audio
Anschlüsse
3 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 USB 3.1 Gen2, 1 Thunderbolt, 1 VGA, 1 HDMI, 1 DisplayPort, 1 Kensington Lock, 1 Docking Station Anschluss, Audio Anschlüsse: Audio in/out kombiniert, 3,5 mm Klinke, Card Reader: SD/SDHC/SDXC, 1 Fingerprint Reader, Sensoren: Bewegungssensor
Netzwerk
Intel Ethernet Connection I219-V (10/100/1000MBit), Intel Dual Band Wireless-AC 7265 (a/b/g/h/n/ac), Bluetooth 4.2, Huawei Mobile Connect Network Card, LTE
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 22.4 x 381 x 254.5
Akku
55 Wh, 4850 mAh Lithium-Polymer, 3 Zellen, Akkulaufzeit (laut Hersteller): 8 h
Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Professional 64 Bit
Kamera
Webcam: HD
Sonstiges
Lautsprecher: stereo, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, 36 Monate Garantie
Gewicht
2.09 kg, Netzteil: 199 g
Preis
1200 EUR
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

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Gehäuse

Acer spricht auf seiner Seite zu den TravelMate-P6-Notebooks wolkig von "innovativen Materialien". Die Wartungs- bzw. Erweiterungs-Klappe scheint aus Aluminium zu bestehen, was wir deshalb für die gesamte Base und die Deckelrückseite unterstellen, ohne uns völlig sicher zu sein. Fingerabdrücke nimmt das ganz in mattem Schwarz gehaltene Gehäuse zwar maßvoll an, diese fallen aber kaum auf. Das in den Augen des Testers sehr gefällige Design kann man als schlicht, eher kantig und gradlinig beschreiben. Optische Akzente setzen die Acer Schriftzüge auf Rückseite und Displayrahmen sowie die silbernen Scharniere, die zwar längeres Nachschwingen bei ruckartigen Bewegungen verhindern, im Gegenzug aber das einhändige Öffnen fast unmöglich machen.

Alu oder nicht, die Base erweist sich als ungewöhnlich verwindungssteif, selbst mit viel Kraft war kaum Bewegung in die dabei völlig stumme Konstruktion zu bringen — vorbildlich! Das gilt übrigens — von einigen minimalen Unregelmäßigkeiten bei der Displayeinheit abgesehen — auch für die absolut saubere und dem gehobenen Preis angemessene Verarbeitung. Der Acer Dust Defender soll das Einstauben der Innereien verhindern.

Acer TravelMate P658
Acer TravelMate P658
Acer TravelMate P658
Acer TravelMate P658
Acer TravelMate P658
Acer TravelMate P658
Acer TravelMate P658
Acer TravelMate P658
Acer TravelMate P658
Acer TravelMate P658
Acer TravelMate P658

Im Testfeld gehört das Testgerät neben dem HP EliteBook 850 G3 zu den leichteren und dünneren Notebooks. Etwas schwerer, aber nicht größer bzw. dicker tritt das ThinkPad T560 in Erscheinung. Das Schenker Flex weist mit Abstand das höchste Gewicht und die höchste Bauhöhe auf.   

Größenvergleich

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Ausstattung

Neben 3x USB 3.0 bietet unser TravelMate noch einen Port nach 3.1, der als USB Type C ausgeführt ist. Mittels (natürlich wieder nicht mitgelieferter) Adapter lassen sich dort auch Thunderbolt- und DisplayPort-Peripherie anschließen. Damit stehen u. a. Möglichkeiten zur Verfügung, externe 4K-Monitore mit 60 Hz anzusteuern, was über die ebenfalls vorhandenen HDMI- und VGA-Anschlüsse nicht möglich ist. Der ausklappbare Gigabit-Ethernet-Port kann sich für den stationären Betrieb als nützlich erweisen.

Ausgerechnet auf den rechten Seite (Rechtshänder) hat Acer zwei USB-Ports so weit vorne platziert, dass bei Benutzung einer externen Maus eingesteckte Sticks und Kabel stören können. Links verteilen sich die Anschlüsse um die Mitte der Seite herum.

linke Seite: Ethernet (ausklappbar), VGA, HDMI, USB 3.0, USB 3.1 Type C, Audio in/out
linke Seite: Ethernet (ausklappbar), VGA, HDMI, USB 3.0, USB 3.1 Type C, Audio in/out
rechte Seite: 2x USB 3.0, Kensington, Strom
rechte Seite: 2x USB 3.0, Kensington, Strom

SDCardreader

Der Speicherkartenleser geht durchschnittlich flott zu Werke. Die Übertragung von jpg-Bilddateien mit jeweils rund 5 MB wird mit einer Geschwindigkeit von 67,2 MB/s absolviert. Wir testen Cardreader mittels unserer Referenzkarte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II.

SDCardreader Transfer Speed - average JPG Copy Test (av. of 3 runs)
Acer TravelMate P658-M-537B
 
68.1 MB/s ∼100%
HP EliteBook 850 G3
 
67.2 MB/s ∼99% -1%
Schenker F516 Flex
 
64.7 MB/s ∼95% -5%
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
 
51.2 MB/s ∼75% -25%

Kommunikation

Das bewährte Intel Dual Band Wireless-AC 7265 (MIMO 2x2) gewährleistet in der Regel gute Empfangseigenschaften und beherrscht neben den althergebrachten Standards im 2,4-GHz-Band und Bluetooth 4.2 (ggf. Treiber-Update erforderlich) auch das immer noch viel weniger frequentierte 5-GHz-Band und den schnellen Standard ac. Daneben ist ein UMTS-/LTE-Modul von Huawei verbaut, sodass man ohne WLAN in der Nähe online bleiben kann.

Sicherheit

Das Acer TravelMate P658-M-537B verfügt über einen TPM-Chip der Version 1.2 sowie einen Fingerabdruck-Scanner, der durch Darüberstreichen bedient wird. Außerdem ist der Acer ProShield Security Manager vorinstalliert. Die installierten Pro-Versionen von Windows 7 bzw. Windows 10 bieten eine softwareseitige Festplattenverschlüsselung namens Bitlocker. Disc Anti Shock Protection, vermutlich über einen Beschleunigungs- bzw. Bewegungssensor realisiert, schützt die Festplatte bei Stürzen.

Zubehör

Hier können wir wieder nur vom obligatorischen Netzteil sowie den üblichen Bedienungs-, Sicherheits- und Garantiehinweisen berichten. Da keine Recovery-Medien beiliegen, sollte die Recovery-Partition möglichst unberührt bleiben. Optional sind Acer Dockingstations erhältlich. 

Wartung

Zwar kann man den Akku von außen nicht entnehmen, erfreulicherweise ist aber eine mit vier Schrauben gesicherte Wartungsklappe vorhanden. Darunter verbergen sich die RAM-Steckplätze sowie Platz für ein 2,5-Zoll-Laufwerk. Offenbar kann man durch das Lösen vieler weiterer Schrauben auch die Bodenplatte demontieren.

Garantie

Standardmäßig kommt das TravelMate mit 3 Jahren Garantie (Carry-in) inkl. 1 Jahr International Travellers Warranty. Einige Händler bieten kostenpflichtige Garantieerweiterungen an.

Eingabegeräte

Tastatur

Die flachen, leicht gummierten und sauber beschrifteten Tasten des Keyboards verfügen über nur wenig Hub, einen gut spürbaren, wenn auch nicht gerade knackigen Druckpunkt und einen nur leicht abgefederten Anschlag. Obwohl sowohl Haupt-Keyboard sowie Nummernblock etwas schmaler ausfallen als bei einer Standard-Desktop-Tastatur, sollten sowohl das weitgehend standardkonforme Layout, die Tastengröße als auch die Abstände ambitionierten Tastaturakrobaten keine Hindernisse in den Weg legen. Für lärmsensible Umgebungen eignet sich das Acer aufgrund der größeren, nicht eben leisen Tasten kaum. 

An der Verarbeitung der solide wirkenden und nicht eindrückbaren Tastatur haben wir nichts auszusetzen. Die etwas schwache, aber gleichmäßige Beleuchtung lässt sich natürlich abschalten, aber nicht dimmen. Vielschreiber, die die Charakteristik des Keyboards mögen, sollten voll auf ihre Kosten kommen.

Touchpad

Bei den meisten Touchpads existiert ein Bereich an den äußeren Rändern, der nicht mehr auf Berührungen reagiert. Bei unserem TravelMate ist er ungewöhnlich breit ausgefallen, was die eigentlich komfortable Größe der Fläche relativiert. Die angeraute Oberfläche sorgt für Feedback, aber gleichfalls etwas (zu viel?) Widerstand. Gleichwohl sind auch leicht feuchte Finger nicht ins Stocken gekommen. Sehr schnelle Bewegungen werden einwandfrei nachvollzogen, die Präzision erweist sich als im besten Sinne unauffällig, und Drag & Drop per Doppeltipp funktioniert stets problemlos.

Zwischen den beiden extrem weich abgestimmten, ungewöhnlich langhubigen Ersatz-Maustasten hat der Hersteller den Fingerabdruck-Scanner untergebracht. Kann man machen, wirklich ergonomisch ist die Position aber nicht. Gesten mit bis zu drei Fingern lassen sich im Synaptics Menü konfigurieren.

Display

Pixelraster
Pixelraster

Acer hat sich zum Glück für ein mattes, blickwinkelstabiles IPS-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln entschieden, was für den Geschmack des Testers trotz der für heutige Verhältnisse nicht eben üppigen Pixeldichte von 141 ppi genau zum angepeilten Einsatzzweck und auch zum Preis des Notebooks passt. Sehr scharfsichtige Nutzer könnten die Darstellung aus nächster Nähe als ein wenig pixelig empfinden, auf den Autor trifft das nicht zu. Die Bildschärfe fällt subjektiv perfekt aus, die Farben leuchtend, aber nicht zu bunt. Alternative Bildschirme konnten wie im Testzeitraum nicht ausmachen.

Mit seiner sehr guten maximalen Leuchtkraft von 319 cd/m2 lässt das Acer TravelMate die Mitbewerber im Test mit Vorsprüngen von bis zu 31 % (ThinkPad T560) hinter sich. Nicht so gut sieht es mit der gemessenen Ausleuchtung von nur 71 % aus, das ist einer der schlechtesten Werte, die uns in letzter Zeit untergekommen sind. Umso erstaunlicher, dass uns die Unregelmäßigkeiten bei einem völlig schwarzen Bild mit bloßem Auge kaum aufgefallen ist. Von Clouding oder Screen Bleeding war ebenfalls nichts zu entdecken.

Update 16.092016: 1.366 x 768 Pixel im AUO B156XTN07.1

Das AUO-Panel der HD-Variante P658-M-59J7 ist ein a-Si TFT vom Typ TN. Der Hersteller gibt 220 cd/m² Helligkeit an, wir können diese gering Luminanz bestätigen (214 cd/m²). Der Kontrast wird mit 400:1 angegeben, wir messen 442:1. Der Bildschirm kann uns nicht überzeugen, denn schon bei Tageslicht hört auf Grund der geringen Helligkeit der Spaß auf. Hinzu kommen die für TN typisch knappen Blickwinkel (Siehe Fotos unten). Ergänzt wird das Negativ-Paket durch einen knappen Farbraum, sowie durch eine sehr hohe DeltaE-Abweichung der Farben (Blaustich). In allen diesen Punkten – bis auf den Kontrast – ist das Full-HD-IPS Panel besser. Wer viel mit dem TravelMate P658 arbeiten möchte, der sollte unbedingt eine Version mit IPS-Panel erwerben und die gibt es mit HDD ab 985 Euro.

302
cd/m²
315
cd/m²
319
cd/m²
368
cd/m²
308
cd/m²
396
cd/m²
281
cd/m²
296
cd/m²
290
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 396 cd/m² Durchschnitt: 319.4 cd/m² Minimum: 20.5 cd/m²
Ausleuchtung: 71 %
Helligkeit Akku: 313 cd/m²
Kontrast: 505:1 (Schwarzwert: 0.61 cd/m²)
ΔE Color 4.51 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 2.91 | 0.64-98 Ø6.4
86% sRGB (Argyll 3D) 56% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.4
Acer TravelMate P658-M-537B
LG Philips LGD04D5 / LG Display LP156WF6-SPP1, , 1920x1080, 15.6
Acer TravelMate P658-M-59J7 Graphics Dock
AUO B156XTN07.1, , 1366x768, 15.6
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
LTN156HL09901, , 1920x1080, 15.6
HP EliteBook 850 G3
AU Optronics, , 1920x1080, 15.6
Schenker F516 Flex
LP156WF6, , 1920x1080, 15.6
Response Times
-12%
-49%
-16%
-23%
Response Time Grey 50% / Grey 80% *
38 (14, 24)
41 (22, 19)
-8%
58 (23, 35)
-53%
46.4 (22.4, 24)
-22%
48 (18, 30)
-26%
Response Time Black / White *
25 (6, 19)
29 (11, 18)
-16%
36 (11, 25)
-44%
27.2 (9.2, 18)
-9%
30 (7, 23)
-20%
PWM Frequency
220 (50)
200 (50)
Bildschirm
-70%
-23%
-42%
14%
Helligkeit Bildmitte
308
212
-31%
243
-21%
290
-6%
324
5%
Brightness
319
214
-33%
220
-31%
287
-10%
285
-11%
Brightness Distribution
71
87
23%
84
18%
85
20%
77
8%
Schwarzwert *
0.61
0.48
21%
0.27
56%
0.54
11%
0.34
44%
Kontrast
505
442
-12%
900
78%
537
6%
953
89%
DeltaE Colorchecker *
4.51
11.91
-164%
7.49
-66%
9.7
-115%
4.89
-8%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
10.19
19.77
-94%
15.13
-48%
14.39
-41%
8.13
20%
DeltaE Graustufen *
2.91
12.91
-344%
7.5
-158%
10.83
-272%
3.91
-34%
Gamma
2.4 92%
2.74 80%
2.35 94%
2.91 76%
3.3 67%
CCT
6740 96%
15182 43%
6115 106%
12761 51%
6354 102%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
56
36
-36%
38.9
-31%
51.15
-9%
Color Space (Percent of sRGB)
86
57
-34%
60.9
-29%
78.96
-8%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-41% / -61%
-36% / -27%
-29% / -38%
-5% / 7%

* ... kleinere Werte sind besser

Die helligkeitsbedingte Hoffnung auf einen besonders hohen Kontrast macht der Bildschirm durch seinen zu hohen Schwarzwert von 0,61 cd/m2 zunichte. Im Ergebnis kommt es nur auf brauchbare, aber nicht gute 505:1. Wie es hier besser geht, zeigt das signifikant dunklere Lenovo, bei dem der niedrige Schwarzwert von 0,27 cd/m2 ein Kontrastverhältnis von schon sehr ordentlichen 900:1 ermöglicht. Subjektiv hatten wir an dem durchaus dunkel wirkenden Schwarz trotzdem nichts auszusetzen.

Schon im Auslieferungszustand überzeugt der Screen mit einer guten Farbtreue, die fast für ambitionierte Bildbearbeitung im Hobbybereich ausreicht. Leider trifft das auf die Farbraumabdeckung nicht zu, die für IPS-Verhältnisse nur magere 56 % des großen, eigentlich nur für Profis relevanten AdobeRGB-Farbraums bzw. 86 % des viel kleineren Quasi-Standard-Farbraums sRGB beträgt.

CalMAN Graustufen P658-M-573B IPS FHD
CalMAN Graustufen P658-M-573B IPS FHD
CalMAN ColorChecker P658-M-573B IPS FHD
CalMAN ColorChecker P658-M-573B IPS FHD
CalMAN Farbsättigung P658-M-573B IPS FHD
CalMAN Farbsättigung P658-M-573B IPS FHD
CalMAN Graustufen P658-M-59J7 TN HD
CalMAN Graustufen P658-M-59J7 TN HD
CalMAN ColorChecker P658-M-59J7 TN HD
CalMAN ColorChecker P658-M-59J7 TN HD
CalMAN Farbsättigung P658-M-59J7 TN HD
CalMAN Farbsättigung P658-M-59J7 TN HD
Acer TravelMate P658-M-573B vs. sRGB
Acer TravelMate P658-M-573B vs. sRGB
Acer TravelMate P658-M-573B vs. AdobeRGB
Acer TravelMate P658-M-573B vs. AdobeRGB

Dank sehr guter Helligkeit und matter Bildschirmoberfläche sollte sich auch an sonnigen Tagen stets ein Plätzchen finden lassen, wo ergonomisches Arbeiten möglich ist. Herrscht Bewölkung vor, dürfte die Suche noch weniger Mühe machen, hier sollte der Screen nur nicht direkt z. B. auf den hellen Himmel gerichtet werden. Unsere Fotos, die einmal eine möglichst ungünstige Position und einmal eine fast ideale Position repräsentieren, haben wir bei strahlendem Sonnenschein aufgenommen.

IPS Full-HD 319 cd/m²
IPS Full-HD 319 cd/m²
IPS Full-HD 319 cd/m²
IPS Full-HD 319 cd/m²
TN HD 214 cd/m²
TN HD 214 cd/m²
TN HD 214 cd/m²
TN HD 214 cd/m²
TN HD 214 cd/m²
TN HD 214 cd/m²
TN HD Blickwinkel
TN HD Blickwinkel

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
25 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 6 ms steigend
↘ 19 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind mittelmäßig und dadurch für Spieler eventuell zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 39 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (25.6 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
38 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 14 ms steigend
↘ 24 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 34 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (41 ms).

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9254 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Auch bei den in Sachen Blickwinkelstabilität grundsätzlich überlegenen IPS-Panels gibt es Unterschiede. Hier haben wir es mit einem Modell zu tun, das sich in dieser Disziplin hervorragend schlägt. Die Farben bleiben selbst bei sehr stark verschobenen Einblickwinkeln in horizontaler und vertikaler Richtung weitestgehend unverändert erhalten, und auch der nicht ganz vermeidbare Helligkeit- und Kontrastverlust ist kaum der Rede wert. In unserer Blickwinkelcollage repräsentieren die Eckbilder auf beiden Ebenen gleichzeitig verschobene Einblickwinkel, die in der Praxis kaum auftreten dürften, die Bildqualität aber schon etwas deutlicher beeinträchtigen.

Leistung

Prozessor

Nähere Infos zur in zahllosen Notebooks anzutreffenden, sehr sparsamen Brot-und-Butter-CPU Intel Core i5-6200U (2x 2,3-2,8 GHz, Hyperthreading, TDP 15 W) aus der aktuellen Skylake Generation sind unter dem Link zu finden. Handelsübliche Software aus dem Office-Bereich wird ebenso bewältigt wie anspruchsvollere Programme vom Kaliber eines Adobe Photoshop und (nicht übertriebenes) Multitasking. Kommt aber stark parallelisierte Software zum Einsatz, gerät der Hyperthreading-Dualcore mangels mehr echter Kerne an seine Grenzen. Das trifft beispielsweise auf viele Games zu.

Leider wurden wir ebenso wie beim mit dem gleichen Prozessor ausgestatteten Toshiba Tecra Z40-C-106 mit erratischen, viel zu niedrigen und stark schwankenden Scores des Cinebench R15 konfrontiert, wobei auch hier wieder die CPU-basierten Physics-Ergebnisse der 3DMarks eine erwartungsgemäße CPU-Leistung ausweisen. Eine Ursache haben wir immer noch nicht gefunden und verweisen insofern auf den entsprechenden Absatz im Tecra Test. Weitere Cinebench basierte Analysen machen an dieser Stelle keinen Sinn.

Cinebench R15
CPU Single 64Bit
HP EliteBook 850 G3
Intel Core i7-6500U
130 Points ∼60% +67%
Schenker F516 Flex
Intel Core i5-6400T
119 Points ∼55% +53%
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
Intel Core i5-6200U
113 Points ∼52% +45%
Acer TravelMate P658-M-537B
Intel Core i5-6200U
78 Points ∼36%
CPU Multi 64Bit
Schenker F516 Flex
Intel Core i5-6400T
420 Points ∼10% +92%
HP EliteBook 850 G3
Intel Core i7-6500U
322 Points ∼7% +47%
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
Intel Core i5-6200U
290 Points ∼7% +32%
Acer TravelMate P658-M-537B
Intel Core i5-6200U
219 Points ∼5%
3DMark 11 - 1280x720 Performance Physics
Schenker F516 Flex
Intel Core i5-6400T
5475 Points ∼29% +41%
HP EliteBook 850 G3
Intel Core i7-6500U
4231 Points ∼23% +9%
Acer TravelMate P658-M-537B
Intel Core i5-6200U
3878 Points ∼21%
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
Intel Core i5-6200U
3541 Points ∼19% -9%
3DMark - 1280x720 Ice Storm Standard Physics
Schenker F516 Flex
Intel Core i5-6400T
42400 Points ∼27% +22%
HP EliteBook 850 G3
Intel Core i7-6500U
37024 Points ∼24% +7%
Acer TravelMate P658-M-537B
Intel Core i5-6200U
34714 Points ∼22%
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
Intel Core i5-6200U
29299 Points ∼19% -16%
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
78 Points
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
219 Points
Hilfe

System Performance

Dank smartem Hyperthreading-Dualcore, für alle Office-Zwecke locker ausreichender Speicherausstattung und vor allem der SSD darf sich der Nutzer über eine einwandfreie gefühlte Performance mit rasanten OS- und Programmstarts freuen. Exzessives Multitasking mit Chrome verursachte nur ab und an nicht zuverlässig reproduzierbare, kurze Denkpausen.

Im direkten Vergleich mit unserem immerhin mit einem Core i7 ausgestatteten HP EliteBook 850 G3 kann sich das Testgerät im PCMark 8 in der Praxis um in der Praxis zu vernachlässigende 9 % absetzen, was weniger auf die insgesamt etwa gleich starke SSD, sondern eher auf den nur halb so großen und nur im Single-Channel-Modus angebundenen Hauptspeicher des HP von 4 GB zurückzuführen sein dürfte. Das ThinkPad T560 kann nicht zuletzt wegen seiner ungleich langsameren Hybrid-Festplatte nicht ganz mit den SSD-Notebooks mithalten. Unter allen bisher getesteten Notebooks mit dem i5-6200U und SSD kann sich das Acer einen der vordersten Performance-Plätze sichern.

Update 16.092016: Die PCMark 8 Scores des HDD bestücken Einsteigers bleiben dieselben bzw. fallen nur marginal zurück: Home-Score 3.521 Punkte (statt 3.475 Punkte) und Work-Score 4.250 (statt 4.467 Punkte). Der Work-Score profitiert von der schnellen SSD des höherpreisigen TravelMate.

LatencyMon Acer TravelMate P658-M-537B (SSD, FHD)
LatencyMon Acer TravelMate P658-M-537B (SSD, FHD)
PCMark 8 Work Acc. TravelMate P658-M-59J7 (HDD, HD-TFT)
PCMark 8 Work Acc. TravelMate P658-M-59J7 (HDD, HD-TFT)
PCMark 8 Home Acc. TravelMate P658-M-59J7 (HDD, HD-TFT)
PCMark 8 Home Acc. TravelMate P658-M-59J7 (HDD, HD-TFT)
PCMark 8 - Home Score Accelerated v2
Acer TravelMate P658-M-537B
HD Graphics 520, 6200U, Kingston RBU-SNS8152S3256GG2
3475 Points ∼57%
HP EliteBook 850 G3
HD Graphics 520, 6500U, Sandisk X300 SD7SN6S-256G-1006
3202 Points ∼53% -8%
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
HD Graphics 520, 6200U, Seagate ST500LM000 Solid State Hybrid Drive
2928 Points ∼48% -16%
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
3475 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
4467 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

Acer setzt auf eine über SATA 3 angebundene SSD von Kingston mit 256 GB. Die sequenziellen Transferraten liegen liegen laut AS SSD am schnittstellenbedingten Limit von gut 500 MB/s und laut CrystalDiskMark 3.0 etwas darunter. Gut, wenn auch nicht sehr gut fällt die Leistung beim Einlesen kleiner, verteilter Blöcke (4K Read) aus. Hier sind 30 MB/s ein guter Wert, den die Kingston-SSD je nach Benchmark leicht unter- oder überschreitet. Insgesamt kann die Performance der SSD als gut durchschnittlich bezeichnet werden.

Entscheidend absetzen kann sich im Testfeld nur die Samsung-SSD im Schenker, die insbesondere in der Disziplin 4K Read ein Spitzenergebnis erzielt, aber auch sonst in jeder Hinsicht überzeugt. Unser Lenovo ThinkPad T560 mit seiner Hybrid-Festplatte hat gegen die SSD-Notebooks nicht den Hauch einer Chance. In der Praxis machen sich unterschiedliche Messwerte bei SSDs meistens allenfalls geringfügig bemerkbar.

Acer TravelMate P658-M-537B
Kingston RBU-SNS8152S3256GG2
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
Seagate ST500LM000 Solid State Hybrid Drive
HP EliteBook 850 G3
Sandisk X300 SD7SN6S-256G-1006
Schenker F516 Flex
Samsung SSD 850 EVO M.2 250 GB
CrystalDiskMark 3.0
-88%
6%
41%
Write 4k QD32
211.4
0.64
-100%
162.1
-23%
321.9
52%
Read 4k QD32
226.2
0.807
-100%
326.1
44%
388.6
72%
Write 4k
64.67
5.223
-92%
80.11
24%
108.7
68%
Read 4k
25.66
0.36
-99%
30.42
19%
46.37
81%
Write 512
320.5
60.81
-81%
282.1
-12%
382.3
19%
Read 512
418
33.82
-92%
295.3
-29%
418.6
0%
Write Seq
333.1
113.2
-66%
426.1
28%
452.4
36%
Read Seq
479.1
108.6
-77%
466.3
-3%
489.1
2%
Kingston RBU-SNS8152S3256GG2
Sequential Read: 479.1 MB/s
Sequential Write: 333.1 MB/s
512K Read: 418 MB/s
512K Write: 320.5 MB/s
4K Read: 25.66 MB/s
4K Write: 64.67 MB/s
4K QD32 Read: 226.2 MB/s
4K QD32 Write: 211.4 MB/s

Grafikkarte

Die in die CPU integrierte GPU Intel HD 520 ohne dedizierten Speicher ist in Skylake-ULV-Prozessoren mit 15 Watt nominaler TDP anzutreffen und taktet mit maximal 1.050 MHz (Turbo). Skylake kann erstmals mit DDR4-Speicher umgehen und profitiert davon auch grafikseitig deutlich. Eine für 520er-Verhältnisse relativ hohe Performance wird auch dadurch ermöglicht, dass die GPU auf Dual-Channel-RAM zugreifen kann. So können die schnellsten 520er in i7-CPUs durchaus mal das (ebenfalls niedrige) Niveau einer dedizierten Nvidia GeForce 820M erreichen.

Im Gesamtvergleich aller bisher gemessenen Intel HD 520 gehört die im Testgerät zu den schnelleren mit einem Rückstand auf den Spitzenreiter von 11 % und einem Vorsprung auf das Schlusslicht von 21 %. In einem Business Notebook muss sich die GPU in der Regel nur mit 2D-Aufgaben befassen, die anstandslos bewältigt werden. Auf die schwache Gaming Performance gehen wir im nächsten Abschnitt ein. Ohne Netzteil verringert sich der Gesamtscore des 3DMark 11 nicht.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU
Acer TravelMate P658-M-537B
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6200U
1347 Points ∼3%
HP EliteBook 850 G3
Intel HD Graphics 520, Intel Core i7-6500U
1327 Points ∼3% -1%
Schenker F516 Flex
Intel HD Graphics 530, Intel Core i5-6400T
1231 Points ∼2% -9%
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
Intel HD Graphics 520, Intel Core i5-6200U
1111 Points ∼2% -18%
3DMark 11 Performance
1504 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
54107 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
5503 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Wer anspruchsvollere und/oder aktuelle 3D-Titel zocken möchte, ohne Augenkrebs zu riskieren, ist bei unserem Acer an der falschen Adresse. Solche Games laufen nämlich zumeist nur flüssig, wenn man sich auf die oft wenig ansehnlichen Minimaleinstellungen beschränkt. Wie der kleinen Tabelle anzusehen ist, gilt das sogar für nicht übermäßig fordernde Titel wie BF4, während man Grafikmonster wie Witcher 3 komplett abhaken kann. Isometrische Titel wie etwa Star Craft II (aktuell: Legacy of the Void) laufen hingegen oft auch in ansehnlichen Presets flüssig. Welche das im Einzelnen sind, kann man sich auf unserer Seite zur GPU ansehen.

min. mittel hoch max.
BioShock Infinite (2013) 51.526.622.26.5fps
Battlefield 4 (2013) 30.422.916.1fps
The Witcher 3 (2015) 12.8fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Lautheit
Lautheit

Im Idle-Betrieb und unter leichter Last bleibt der Lüfter stumm oder dreht nur gelegentlich leicht auf, was selbst mit dem Ohr am Notebook nur schwach zu vernehmen ist. Jüngere Nutzer hören hohe Frequenzen besser und könnten sich mehr als der Tester vom leider vorhandenen Spulenfiepen gestört fühlen. Startet man die Stresstests Prime95 und FurMark parallel, steigert sich die Geräuschkulisse stufig und schnell zu einem eigentlich harmlosen Rauschen, das neben einem laufenden PC noch aus einer Entfernung von vielleicht 1,5 Metern aus den Umgebungsgeräuschen herauszuhören ist. Von der genannten Einschränkung abgesehen, haben wir es beim P658-M-537B mit einem angenehm ruhigen Zeitgenossen zu tun. Es ist auch nicht gesagt, dass das Fiepen bei jedem Exemplar auftreten muss.

Lautstärkediagramm

Idle
32.5 / 32.5 / 35 dB(A)
Last
42 / 37.5 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Audix TM1, Arta (aus 15 cm gemessen)   Umgebungsgeräusche: 31.2 dB(A)

Temperatur

Wie man dem Schaubild unten ansieht, muss man sich selbst bei maximaler Dauerlast um die Oberflächentemperaturen keine Gedanken machen. Über mollige 38 °C kommt das Acer an keiner Stelle und in keiner Situation hinaus.

Bei gleichzeitiger Auslastung von CPU und GPU mittels Prime95 + FurMark wurde der spezifizierte Turbo-Takt von 2,7 GHz über mehrere Minuten halten, die Core-Temperaturen kamen dabei nicht über 72 °C hinaus. So sieht eine auch unter praxisfernen Extrembedingungen perfekte Turbo-Ausnutzung aus. 

Max. Last
 34.5 °C33.9 °C30 °C 
 32.2 °C35.2 °C27.4 °C 
 26.5 °C27 °C26.8 °C 
Maximal: 35.2 °C
Durchschnitt: 30.4 °C
30.4 °C38 °C33.4 °C
29.2 °C35.7 °C34.1 °C
27.2 °C29.9 °C28.9 °C
Maximal: 38 °C
Durchschnitt: 31.9 °C
Netzteil (max.)  41.6 °C | Raumtemperatur 22 °C | FIRT 550-Pocket
(+) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 30.4 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Office auf 29.4 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 35.2 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 33.9 °C (von 21.2 bis 62.5 °C für die Klasse Office).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 38 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.3 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 27.2 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 29.4 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich sind mit gemessenen 27 °C kühler als die typische Hauttemperatur und fühlen sich dadurch kühl an.
(±) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.2 °C (+1.2 °C).

Lautsprecher

Multimedia-Freunde werden mit dem Soundsystem keine Freude haben. Musik in der Werkseinstellung klingt gequetscht, mittenlastig und verfügt über so gut wie keine Dynamik und Räumlichkeit. Von echten Bässen fehlt selbstverständlich jede Spur. Die höchste Lautstärke reicht allenfalls für kleine Räume aus und verursacht gelegentlich Pegelschwankungen. Bei Rockmusik mit mehreren Gitarren, Bass und Schlagzeug leidet die Unterscheidbarkeit der Instrumente stark. Sprache klingt halbwegs natürlich und ist gut verständlich, sodass das Soundsystem für einen Büroknecht gerade noch in Ordnung gehen mag.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2035.335.12532.931.83131.8324036.535.15032.428.9633328.98036.328.810048.32712561.52716052.924.820060.92425062.822.731563.32240069.521.250067.82163074.82080075.919.4100072.718.912507117.7160070.117.820006917.6250071.817.6315068.117.6400071.417.6500073.717.6630070.417.5800071.617.61000071.617.61250069.617.41600059.717.5SPL83.630.6N62.51.5median 69.6median 17.8Delta4.62.445.635.736.945.643.135.635.343.143.441.140.543.442.141.139.142.138.236.435.638.232.93230.432.92827.328.42827.827.927.427.828.428.330.828.427.63135.227.629.134.43829.140.946.150.340.944.550.554.644.547.453.557.647.448.454.558.648.454.260.864.554.26267.871.76258.563.968.258.550.256.160.250.252.858.562.552.855.761.565.555.752.258.16252.255.761.565.255.755.961.865.555.947.453.25747.452.258.462.952.254.760.66554.755.962.166.255.955.661.665.155.652.558.36152.567.373.177.167.321.831.440.121.8median 52.2median 58.3median 62median 52.27.17.887.1hearing rangehide median Pink NoiseApple MacBook 12 (Early 2016) 1.1 GHzSchenker F516 Flex

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)
Wert 1: Pink Noise 100 % Vol.; Wert 2: Audio aus

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Vergleicht man alle bisher getesteten Office Notebooks um 15-Zoll-Format mit dem i5-6200U und ohne dedizierte Grafik, liegen alle Verbrauchswerte des Testgerätes etwas unter dem Durchschnitt. Mit dem maximalen Verbrauch von 35 Watt hat das 65-Watt-Netzteil keine Probleme.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.2 / 0.6 Watt
Idledarkmidlight 6.6 / 10.4 / 12.7 Watt
Last midlight 36 / 35 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Acer TravelMate P658-M-537B
6200U, HD Graphics 520, Kingston RBU-SNS8152S3256GG2, IPS, 1920x1080, 15.6
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
6200U, HD Graphics 520, Seagate ST500LM000 Solid State Hybrid Drive, IPS-Panel, 1920x1080, 15.6
HP EliteBook 850 G3
6500U, HD Graphics 520, Sandisk X300 SD7SN6S-256G-1006, TN LED, 1920x1080, 15.6
Schenker F516 Flex
6400T, HD Graphics 530, Samsung SSD 850 EVO M.2 250 GB, IPS, 1920x1080, 15.6
Stromverbrauch
28%
16%
-36%
Idle min *
6.6
4.3
35%
5
24%
9.7
-47%
Idle avg *
10.4
7.3
30%
7.8
25%
13.4
-29%
Idle max *
12.7
7.8
39%
8.4
34%
15.7
-24%
Last avg *
36
26.3
27%
28.8
20%
42
-17%
Last max *
35
32
9%
43
-23%
56.8
-62%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Aufgrund der völlig verschiedenen Akkukapazitäten der Notebooks im Test lassen sich die Laufzeiten nicht direkt vergleichen. Gleichwohl kann man sagen, dass die fast achteinhalb Stunden im praxisnahen WLAN-Surf-Test ein sehr gutes Ergebnis sind und die meisten Nutzer problemlos über den Tag bringen sollten. Das ThinkPad T560 (67 Wh) hält dank 12 Wh höherer Nennleistung natürlich noch ein gutes Stück länger durch. Sparsamer als das TravelMate P658 scheint das nominell schnellere EliteBook 850 G3 (i7) unterwegs zu sein, das trotz relativ schwachem 46-Wh-Stromspeicher im Idle- und Lasttest etwas länger durchhält und sich nur im WLAN-Test mit einem Rückstand von 17 % geschlagen geben muss.

Update 16.092016: Die Kapazität des Akkus bleibt mit 55 Wh unverändert, unsere WiFi-Laufzeit der HDD/TN-Version liegt mit acht Stunden dezent unter der Laufzeit des SSD-Topmodells.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
14h 00min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
8h 32min
Last (volle Helligkeit)
2h 03min
Acer TravelMate P658-M-537B
6200U, HD Graphics 520, 55 Wh
Acer TravelMate P658-M-59J7 Graphics Dock
6200U, GeForce GTX 960M, 55 Wh
Lenovo ThinkPad T560-20FH001FGE
6200U, HD Graphics 520, 67 Wh
HP EliteBook 850 G3
6500U, HD Graphics 520, 46 Wh
Schenker F516 Flex
6400T, HD Graphics 530, 62 Wh
Akkulaufzeit
-7%
47%
2%
-41%
Idle
840
1085
29%
915
9%
WLAN
512
478
-7%
661
29%
417
-19%
302
-41%
Last
123
226
84%
142
15%
H.264
571
430

Fazit

Pro

+ große Modellvielfalt
+ relativ leicht und dünn
+ sehr solides, schickes und gut verarbeitetes Gehäuse
+ Dust Defender
+ tolle Port-Ausstattung
+ Thunderbolt und DisplayPort über USB Type C
+ UMTS/LTE an Bord
+ Sicherheitsfeatures
+ gute Erweiterbarkeit
+ 3 Jahre Garantie
+ helles, subjektiv gefälliges IPS-Display mit sehr guter Blickwinkelstabilität
+ leise und kühl
+ sparsam, lange Akkulaufzeiten

Contra

- Notebook lässt sich kaum mit einer Hand öffnen
- Akku nicht von außen entnehmbar
- schlechte gemessene Ausleuchtung
- für IPS zu geringer Farbumfang
- hocfrequentes Spulenfiepen
- unerfreuliches Soundsystem

Acer präsentiert mit dem TravelMate P658-M-537B ein rundum gelungenes Business Notebook ohne für den Einsatzzweck relevante Schwächen, das aus unserer Sicht den aufgerufenen Preis von derzeit rund 1.200 Euro wert ist.

Die einzige schlechte Teilbewertung mussten wir für das schwache Soundsystem vergeben. Der helle und sehr blickwinkelstabile Bildschirm ist trotz der gemessenen (!) Probleme bei der Helligkeitsverteilung und dem zu hohen Schwarzwert sehr gut. Auch wenn die Eingabegeräte nicht ganz ThinkPad Niveau erreichen (welcher andere Hersteller kann das schon behaupten?), lässt es sich mit dem Testgerät sehr angenehm und ergonomisch arbeiten. Sieht man von den erratischen Cinebench Ergebnissen ab, hatten wir auch mit der Technik keinerlei Probleme. Die Turbo-Ausnutzung ist top, und das Notebook bleibt selbst unter Last kühl und leise. Ein Wermutstropfen könnte das Spulenfiepen sein, hier gilt es, das Notebook selbst in Augenschein (bzw. Ohrenschein) zu nehmen. 

Ebenso wie für die beiden Konkurrenten von HP und Lenovo können wir schon aufgrund der guten Gesamtwertungen auch für das Acer eine eindeutige Kaufempfehlung aussprechen. Für das mit "nur" 80 % ins Hintertreffen geratene Schenker gilt das in diesem Feld nicht.

Update 16.092016: Ein schlechtes Display und dezent knappere Laufzeit – die Low-End-Version TravelMate P658-M-59J7 hat uns nicht überzeugt und sie kostet auch schon 800 Euro. Wir empfehlen die 150 Euro drauf zu legen und eine Variante mit Full-HD-IPS zu kaufen.

Acer TravelMate P658-M-537B - 14.07.2016 v5.1
Sven Kloevekorn

Gehäuse
86 / 98 → 88%
Tastatur
83%
Pointing Device
86%
Konnektivität
68 / 80 → 84%
Gewicht
62 / 20-67 → 89%
Akkulaufzeit
91%
Display
86%
Leistung Spiele
55 / 68 → 81%
Leistung Anwendungen
84 / 92 → 91%
Temperatur
94%
Lautstärke
80%
Audio
50%
Kamera
63 / 85 → 74%
Durchschnitt
76%
85%
Office - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Sven Kloevekorn, 16.09.2016 (Update: 15.05.2018)
Sven Kloevekorn
Sven Kloevekorn - Editor
Als echter Heimcomputer-Veteran habe ich mir schon mit 14 Jahren meinen ersten Commodore VC 20 zugelegt, weitere Stationen waren der legendäre C64, ein Amiga 500 und schließlich nach einer längeren Pause 1998 der erste PC. Meine Leidenschaft gilt gepflegter Technik jeder Art mit Schwerpunkten auf den Themen PCs / Notebooks, Smartphones, Tablets und vor allem Digitale Fotografie, mit der ich mir neben dem einen oder anderen PC-Game am liebsten die Zeit vertreibe.