Notebookcheck

Test Apple MacBook Air 11 inch 2015-03 Notebook

Nino Ricchizzi, Tanja Hinum, 02.05.2015

Unveränderter Evergreen. Apple frischt seine MacBook Air-Serie mit aktuellen Broadwell-Prozessoren auf. Das bringt zwar einen deutlichen Leistungsaufschwung, aber es fehlt etwas - Innovation.

Im Anschluss der Keynote im März präsentierte Apple grundlegende Neuerungen, wie etwa das Aufleben der MacBook-Reihe und den innovativen ForceTouch Touchpads. Eher still hingegen aktualisierte der Hersteller seine MacBook Air-Serie. Hierbei handelt es sich um ein Hardwareupgrade, das sich auf den Prozessor und damit auch auf die interne Grafikeinheit beschränkt. In diesem Test wollen wir analysieren, ob und wie viel sich performancetechnisch ändert. Außerdem werden wir sehen, ob es Konsequenzen bei den Emissionen und der Akkulaufzeit gibt. Zunächst starten wir mit einer satten Preiserhöhung im Euro-Gebiet. Bei unserem vorliegenden Testmodell handelt es sich um die Grundkonfiguration. Statt 900 Euro liegt nun der Einführungspreis bei 1.000 Euro. In den USA sank der Preis hingegen von 1.000 Dollar auf 900 Dollar. Auch die Komponentenupgrades in der Konfiguration werden preislich höher gehandelt. Unser Standardmodell wird mit 4 GB Arbeitsspeicher, einer neuen Intel Core i5-5250U mit interner Intel HD Graphics 6000 und 128 GB SSD Festspeicher ausgestattet. In unserem Testupdate soll es hauptsächlich um die Differenzen zu unserem bereits getesteten MacBook Air 2013 gehen. Dieses wurde vor zwei Jahren noch in der Minimalbesetzung, mit einer Intel Core i5-4250U, 4 GB Arbeitsspeicher und ebenfalls einer 128 GB SSD ausgestattet.

Die Wahl eines hochwertigen 11-Zoll-Notebooks erweist sich als immer schwieriger. Die Konkurrenz präferiert in dieser Displaygröße, neben den herkömmlichen Eingabegeräten, Toucheingaben bei Ultrabooks und Convertibles. Aus dem Hause Lenovo erhalten wir etwa für 1.370 Euro solch ein Convertible. In unserem Test des Lenovo Thinkpad Helix 2 überzeugte es mit einem ordentlichen Display und guter Systemperformance. 

Apple MacBook Air 11 inch 2015-03 (MacBook Air Serie)
Prozessor
Intel Core i5-5250U, 2 Kerne und 4 Threads
Grafikkarte
Intel HD Graphics 6000, Kerntakt: 950 MHz, Speichertakt: 800 MHz, 10.18.14.4112
Hauptspeicher
4096 MB 
, Dual-Channel
Bildschirm
11 Zoll 16:9, 1366 x 768 Pixel, APP9CF3, TN, spiegelnd: ja
Massenspeicher
Apple SSD SM0128F, 128 GB 
, 128 GB
Soundkarte
Intel Broadwell PCH-LP - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 Thunderbolt, Audio Anschlüsse: Audio-Combo, Sensoren: Helligkeitssensor
Netzwerk
Broadcom 802.11ac (a/b/g/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 17 x 300 x 192
Akku
38 Wh Lithium-Ion, Akkulaufzeit (laut Hersteller): 9 h
Betriebssystem
Apple OS X 10.10 Yosemite
Kamera
Webcam: 720p
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo-Lautsprecher, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: nein, 12 Monate Garantie
Gewicht
1.086 kg, Netzteil: 220 g
Preis
1000 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Display

Im MacBook Air dient ein mit 1.366 x 768 Pixel auflösendes 16:10 IPS-Panel. Wer mittlerweile auf ein Retinadisplay bei den kleinen 11-Zoll-Geräten hofft, muss wohl noch länger warten. Verwöhnte Apple-Augen werden trotz des kleinen Displays noch einige Pixel erkennen. Hinsichtlich der Helligkeit und der Ausleuchtung macht der Hersteller aber alles richtig. Die durchschnittliche Helligkeit liegt bei 350 cd/m² und das Display macht mit einer Ausleuchtung von 90 % einen enorm guten ersten Eindruck. Das spiegelnde Display soll für eine etwas gepimpte Farbbrillanz sorgen. Wer partout ein mattes Display in einem 11-Zoll-Gerät fordert, wird es schwer haben, ein passendes Notebook dieser Klasse zu finden.

Apple MacBook Air 11 inch 2015-03
HD Graphics 6000, 5250U, Apple SSD SM0128F
Apple MacBook Air 11 inch 2013-06 MD711D/A
HD Graphics 5000, 4250U, Apple SSD SM0128F
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
Bildschirm
-39%
7%
Helligkeit Bildmitte
368
357
-3%
365
-1%
Brightness
349
329
-6%
342
-2%
Brightness Distribution
90
85
-6%
86
-4%
Schwarzwert *
0.493
0.59
-20%
0.329
33%
Kontrast
746
605
-19%
1109
49%
DeltaE Colorchecker *
3.29
6.92
-110%
4.37
-33%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
5.22
DeltaE Graustufen *
3.06
7.26
-137%
2.8
8%
Gamma
2.68 82%
2.4 92%
2.3 96%
CCT
6397 102%
9456 69%
6595 99%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
38.8
35
-10%

* ... kleinere Werte sind besser

339
cd/m²
363
cd/m²
347
cd/m²
347
cd/m²
368
cd/m²
351
cd/m²
330
cd/m²
363
cd/m²
334
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
APP9CF3
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 368 cd/m² Durchschnitt: 349.1 cd/m²
Ausleuchtung: 90 %
Helligkeit Akku: 368 cd/m²
Kontrast: 746:1 (Schwarzwert: 0.493 cd/m²)
ΔE Color 3.29 | 0.6-29.43 Ø6.1
ΔE Greyscale 3.06 | 0.64-98 Ø6.3
38.8% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.68

Obwohl die Helligkeit unseren Messungen zufolge geringfügig gestiegen ist, hat sich der Schwarzwert nochmals leicht auf 0,493 cd/m² verbessert, woraus auch ein besserer Kontrast von 746:1 resultiert. Im normalen Gebrauch wirkt der Schwarzton schon recht ordentlich. Bei maximaler Helligkeit könnte es einen Hauch kontrastreicher sein. PWM-Flimmern/Flackern konnten wir, auch im gedimmten Zustand, per Video-Test (60 fps) nicht feststellen. 

Der darstellbare Farbraum reicht nicht für einen professionellen Grafikereinsatz aus (AdobeRGB 39,8 % und sRGB 55,2 %). Das verwendete TN-Panel verfügt bereits ab Werk über eine gute Farbkalibrierung unter Mac OS X. Einen Blaustich können wir im Auslieferungszustand also nicht erkennen. Die Abweichung der Graustufen liegt bei geringen 3,06 und die der Farben bei 3,23. Nach der Kalibrierung minimiert sich der DeltaE-Wert der Graustufen laut CalMAN-Analyse auf 0,81 und der Farben auf 1,59. Für ein TN-Panel sind diese Werte schon ziemlich ordentlich und übertreffen einige IPS-Panels.

Abdeckung AdobeRGB-Raum
Abdeckung AdobeRGB-Raum
CalMAN: Farben unkalibriert
CalMAN: Farben unkalibriert
CalMAN: Graustufen unkalibriert
CalMAN: Graustufen unkalibriert
CalMAN: Farbsättigung unkalibriert
CalMAN: Farbsättigung unkalibriert
Abdeckung sRGB-Raum
Abdeckung sRGB-Raum
CalMAN: Farben kalibriert
CalMAN: Farben kalibriert
CalMAN:Graustufen kalibriert
CalMAN:Graustufen kalibriert
CalMAN: Farbsättigung kalibriert
CalMAN: Farbsättigung kalibriert

Dank der beachtlichen Helligkeit kann das kleine 11-Zoll-Testgerät auch teilweise im Außeneinsatz genutzt werden. Direkte Lichtquellen hinter dem User stören dennoch, obwohl Apple eine spezielle Beschichtung zur Reflexionsminderung aufbringt. Dies konnten wir im Detail im Test des Apple MacBook Pro 2013 feststellen. In schattigen Umgebungen gelingt der Betrieb ohne größere Einschränkungen.

Das spiegelnde Display ...
Das spiegelnde Display ...
... kann wegen seiner guten Helligkeit ...
... kann wegen seiner guten Helligkeit ...
... im Außeneinsatz genutzt werden.
... im Außeneinsatz genutzt werden.

Bedingt durch die verwendete TN-Technologie, werden Farben und Helligkeiten bei Neigungen oder einer seitlichen Betrachtung etwas verfälscht. Dennoch zählt es definitiv zu den besseren Displays dieser Bauart. Der Öffnungswinkel von fast 135 ° ist meist ausreichend. Selbst der Einsatz auf den Oberschenkeln ist möglich. Dennoch wäre ein größerer Winkel noch wünschenswert.

Blickwinkelstabilität
Blickwinkelstabilität

Leistung

LatencyMon
LatencyMon

Wie schon bekannt, bietet Apple eine Vielzahl von Konfigurationsmöglichkeiten an. Wir befassen uns in diesem Test mit der Grundausstattung. Die Hardwarekomponenten prädestinieren das Gerät sowohl als Office-Arbeitsknecht, als auch als kleines Multimediagerät für den Alltag. In dem kleinen MacBook Air befindet sich ein sparsamer Zweikern-Prozessor, der genügend Rechenleistung für den Office- und Multimediabereich zur Verfügung stellt. Die Prozessorgrafikkarte wird mittels eines im Dual-Channel arbeitenden Arbeitsspeichers unterstützt. 128 GB SSD-Speicherplatz sollen für viele Anwender genügen, für die doppelte Menge an Festspeicher muss tief in die Tasche gegriffen werden. Der Hersteller verlangt happige 250 Euro Aufpreis. Ein späterer Austausch ist keine einfache Sache, wie die Kollegen von ifixit beweisen. Eine potentere Intel Core i7-5650U CPU ist für 200 Euro erhältlich. 

Systeminformationen Apple MacBook Air 11 inch 2015-03

Prozessor

Die Broadwell-Architektur ist mit diesem Upgrade auch bei Apple angekommen. Unsere Konfiguration des MacBook Air verwendet eine Intel Core i5-5250U. Der Prozessor arbeitet mit zwei Kernen und vier Threads. Der Basistakt wird im Vergleich zu unserem alten Testmodell um 100 MHz angehoben und beträgt nun 1,6 GHz. Mittels Turbo-Modus sind Taktraten von bis zu 2,7 GHz möglich. Intel besagt laut Datenblatt eine maximale Leistungsaufnahme von 15 W (TDP).

Leistung Mac OS X Yosemite vs Windows 8.1

Um die Leistungsbereitschaft beider Betriebssysteme festzustellen, verwenden wir den Cinebench R15, da dieser mit beiden Systemen kompatibel ist. Im MultiCore-Test erreicht unser Testkandidat rund 260 Punkte, egal welches Betriebssystem gerade verwendet wird. Speziell im Cinebench R11.5 erzielt das jetzige MacBook Air rund 11 % mehr Punkte als das Modell aus dem Jahr 2013. Wirkliche Gegensätze zu den einzelnen Betriebssystemen können wir bei dem Single-Core Tests und den OpenGL-Benchs feststellen. Der SingleCore-Test unter Windows erreicht rund 41 % mehr Punkte. Im OpenGL-Test werden ebenfalls statt fast 26 fps 30 Bilder die Sekunde erreicht. Die maximale Taktfrequenz von 2,5 GHz konnte während des ersten kompletten Durchgangs des Benchmarks aufrecht gehalten werden. Die CPU-Temperatur steigt hierbei auf bis zu 97 °C an. Nach einigen Anläufen beträgt die CPU-Temperatur rund 98 °C. Throttling konnten wir hier noch nicht feststellen. Den Akkubetrieb stört unser Testgerät nicht, hier werden gleiche Punktzahlen in unseren Tests erzielt. 

Weitere Vergleiche und Details können in unserer Liste der aktuellen Notebookprozessoren entnommen werden.

Cinebench R10 Shading 64Bit
6650 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
11412 Points
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
5419 Points
Cinebench R10 Shading 32Bit
6148
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
8687
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
4065
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
21.27 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.72 Points
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.03 Points
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
99.3 %
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
25.89 fps
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
259 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
77 Points
Hilfe

System Performance

Das Arbeiten mit dem kleinen Testmodell vergnügt uns, da jegliche gestellte Anforderungen flüssig und reaktionsschnell von der Hand gehen. Für etwas leistungsorientiertere Anwendungen sollte über 8 GB Arbeitsspeicher, oder einen stärkeren Prozessor nachgedacht werden. Der PCMark 7 bestätigt unser subjektives Empfinden und belohnt das MacBook mit einer Punktzahl von 5.200. Hiermit schneidet es viel besser als unser Apple-Vergleichspartner Air 11 aus 2013 ab, das rund 900 Punkte weniger erzielte.

PCMark 7 - Score (nach Ergebnis sortieren)
Apple MacBook Air 11 inch 2015-03
HD Graphics 6000, 5250U, Apple SSD SM0128F
5200 Points ∼57%
Apple MacBook Air 11 inch 2013-06 MD711D/A
HD Graphics 5000, 4250U, Apple SSD SM0128F
4333 Points ∼47% -17%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
4602 Points ∼50% -11%
PCMark 7 Score
5200 Punkte
Hilfe

Massenspeicher

Apples SSD wird in einem M.2-Formfaktor ausgeliefert und verfügt über eine Speicherkapazität von 128 GB. Wie schon oben genannt, ist ein 256 GB Festspeicher für 250 Euro Aufpreis erhältlich. Hinsichtlich der Lese- und Schreibraten hat sich zu unserem bereits getesteten MacBook Air nicht viel geändert. Die eingesetzte SSD erreicht ordentliche Lese- und Schreibwerte. Bei den wichtigen 4K-Werten könnte Apple noch eine Schippe drauflegen.

Apple MacBook Air 11 inch 2015-03
HD Graphics 6000, 5250U, Apple SSD SM0128F
Apple MacBook Air 11 inch 2013-06 MD711D/A
HD Graphics 5000, 4250U, Apple SSD SM0128F
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
CrystalDiskMark 3.0
-8%
-13%
Write 4k QD32
220.5
154.4
-30%
139.3
-37%
Read 4k QD32
313.9
213.7
-32%
295.9
-6%
Write 4k
32.84
45.08
37%
43.08
31%
Read 4k
20.36
17.34
-15%
19.44
-5%
Write 512
260.6
195.1
-25%
164.9
-37%
Read 512
345.7
345.6
0%
333.7
-3%
Write Seq
312.1
313.3
0%
247.4
-21%
Read Seq
567
553.9
-2%
422.7
-25%
Apple SSD SM0128F
Sequential Read: 567 MB/s
Sequential Write: 312.1 MB/s
512K Read: 345.7 MB/s
512K Write: 260.6 MB/s
4K Read: 20.36 MB/s
4K Write: 32.84 MB/s
4K QD32 Read: 313.9 MB/s
4K QD32 Write: 220.5 MB/s

Grafikkarte

Eine weitere große Neuerung der Broadwell-Architektur ist die interne Intel HD Graphics 6000 Prozessorgrafiklösung. Diese soll sogar 20 - 25 % mehr Leistung gegenüber ihrem Vorgänger der Intel HD Graphics 5000 erreichen. Weiterhin werden wichtige Standards wie DirectX-11.2-API, OpenCL 1.3/2.0 und OpenGL 4.3 unterstützt. Die Kerntaktrate liegt laut unserer Messung bei 950 MHz. 

Für den Vergleich zum Vorgängermodell mit der oben genannten Intel HD Graphics 5000 ziehen wir den 3DMark 11-Benchmark zur Seite. Dieser fällt wie erwartet deutlich besser aus. Rund 14 % schlechter schneidet das Vergleichsmodell gegenüber unserem Testkandidat ab. Noch deutlicher wird der Abstand von 30 % im Ice Storm Benchmark des 3DMarks (2013) 

Weiterführende Details und Vergleiche zur HD Graphics 6000 können Sie unserem Tech-Bereich entnehmen.

Apple MacBook Air 11 inch 2015-03
HD Graphics 6000, 5250U, Apple SSD SM0128F
Apple MacBook Air 11 inch 2013-06 MD711D/A
HD Graphics 5000, 4250U, Apple SSD SM0128F
3DMark 11
1280x720 Performance
1328
1138
-14%
3DMark
-26%
1280x720 Cloud Gate Standard Score
5449
4331
-21%
1280x720 Ice Storm Standard Score
52027
36262
-30%
Durchschnitt gesamt (Programm / Settings)
-20% / -22%
3DMark 06 Standard
7844 Punkte
3DMark Vantage P Result
5797 Punkte
3DMark 11 Performance
1328 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
52027 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
5449 Punkte
3DMark Fire Strike Score
844 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Keine Frage, Gaming ist keine Parade-Disziplin des Air 11, einige ältere Spiele sollten aber dennoch eine flüssige Bilddarstellung finden. Wichtig ist, dass die Wahl des Spielebetriebssystems auf Windows fällt. Als Beispiel wollen wir das Spiel Tomb Raider anführen. Bei einem minimalen Qualitätsniveau werden unter Mac OS X rund 31,2 fps erreicht. Beinahe doppelt so viele sind es jedoch im Microsoft-System. Sogar mittlere Einstellungen sind via Windows 8.1 mit 33,4 fps spielbar.

Wer dennoch ein kleines 11-Zoll-Gerät zum Spielen nutzen möchte und einiges an Zeit und Geld mitbringt, kann dank des Thunderbolt-Ports auch externe Grafikkarten anschließen. Details finden sich in unserem Artikel "externe Grafikkarten".

Tomb Raider
1366x768 Normal Preset AA:FX AF:4x (nach Ergebnis sortieren)
Apple MacBook Air 11 inch 2013-06 MD711D/A
HD Graphics 5000, 4250U, Apple SSD SM0128F
26 fps ∼5%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
18.8 fps ∼3%
1024x768 Low Preset (nach Ergebnis sortieren)
Apple MacBook Air 11 inch 2013-06 MD711D/A
HD Graphics 5000, 4250U, Apple SSD SM0128F
53.9 fps ∼9%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
35.9 fps ∼6%

Emissionen

Geräuschemissionen

Bei nur geringer Last gibt unser Testgerät keinen Mucks von sich. Hier spielt auch die wärmeleitende Eigenschaft des Aluminiums eine Rolle. Erst bei entsprechenden Lastphasen springen die Lüfter an und können bis zu 43 dB(A) laut werden. Das sind 4 dB(A) mehr als wir beim MacBook Air aus dem Jahre 2013 gemessen haben. Die festgestellte Lüfterdrehzahl liegt bei unserem Modell maximal bei 6.500 rpm.

Lautstärkediagramm

Idle
29 / 29 / 29 dB(A)
Last
35.2 / 43.1 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Stresstest Windows
Stresstest Windows
Stresstest Mac OS X
Stresstest Mac OS X

Solange man das Gerät nicht fordert und nur einfache Tätigkeiten wie etwa Websurfen ausführt, wärmt sich das Testgerät kaum auf. Erst unter kontinuierlicher Last wird das Aluminiumgehäuse spürbar erhitzt. Der Hotspot von 44,5 °C kann im oberen hinteren Teil des Notebooks festgestellt werden und liegt damit noch in der Arbeitsfläche. Im alltäglichen Test sind Tippvorgänge, trotz starker Wärmeentwicklung, trotzdem uneingeschränkt möglich. Insgesamt hat sich die Hitzeentwicklung kaum geändert. Das Netzteil erzeugt mit 47 °C ebenfalls viel Abwärme, weshalb es unter keinen Umständen unter Decken oder Kissen verschwinden sollte.

Den Stresstest unter Mac OS X realisieren wir mittels den Programmen Cinebench R15 und Unigine Heaven 4.0. Nach Beginn beider Programme steigt die CPU-Temperatur auf über 100 °C an, weshalb die CPU auf einem niedrigeren Niveau takten muss. Immer wieder wird selbst der Basistakt unterschritten. Im Anschluss unseres Tests starten wir den Cinebench R15 und erreichen äquivalente Werte zu einem Kaltstart.

Im Auslastungstest unter Windows 8.1 verwenden wir die Programme FurMark und Prime95. Hier sinkt der Prozessortakt auf 900 MHz und verharrt deutlich länger auf dieser Frequenz. Im Windows-Betriebssystem wird schon bei über 92 °C gethrottelt (Mac OS X bei 100 °C).  Die Konsequenz ist, dass die CPU im Mac-Betriebssystem etwas länger mehr Leistunng bringen kann. Wie schon unter Mac OS haben wir nach dem Stresstest unter Windows, einen Benchmark zum Vorher/Nachher-Vergleich gestartet. Der 3DMark 11 erzielt mit 1.359 Punkten ebenfalls gleiche Punktzahlen wie im Normalbetrieb.

Max. Last
 40.9 °C44.5 °C36.6 °C 
 35.6 °C40.2 °C35.3 °C 
 34.9 °C31.7 °C34.2 °C 
Maximal: 44.5 °C
Durchschnitt: 37.1 °C
37.5 °C42.1 °C40.6 °C
35.6 °C37.8 °C37.2 °C
34.1 °C39.9 °C34.5 °C
Maximal: 42.1 °C
Durchschnitt: 37.7 °C
Netzteil (max.)  47.7 °C | Raumtemperatur 20.1 °C | Voltcraft IR-360
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 37.1 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Subnotebook v7 auf 30.7 °C.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 44.5 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.8 °C (von 22 bis 57 °C für die Klasse Subnotebook v7).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 42.1 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 40.1 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 26.9 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.7 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich erreichen maximal 34.9 °C und damit die typische Hauttemperatur und fühlen sich daher nicht heiß an.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.6 °C (-6.3 °C).

Energieverwaltung

Energieaufnahme

So lange das Apple Notebook im Idle bleibt, liegt der Verbrauch sehr niedrig bei 2,5 W - 6,1 W. Unter Windows liegt dieser mit 5,3 W - 9,6 W deutlich höher. Im Last-Betrieb brachte das 45-W-Netzteil bereits beim Vorgänger einige Probleme mit sich. Die Leistungsaufnahme stößt hier an die Grenzen des Netzteils. Im Falle der uns nunmehr vorliegenden Boradwell-Variante des Air 11 startet die Messung unter extremer Last (Stresstest) bei 49,3 W und pendelt sich schließlich bei 33,9 W ein. Die letztendlich erreichte Leistungsaufnahme ist mit dem im Temperatur-Abschnitt festgestellten Throttling im Auslastungsszenario erklärbar. Durch die niedrige Taktrate benötigt das Gerät deutlich weniger Strom.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0 / 0.1 Watt
Idledarkmidlight 2.5 / 5.1 / 6.1 Watt
Last midlight 37.6 / 43.4 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Voltcraft VC 940

Akkulaufzeit

Der Hersteller spendiert seinem kleinen 11-Zoll-Gerät einen großen 38-Wh-Akku und gibt eine WLAN-Laufzeit von bis zu 9 h an. Unser MacBook Air schaltet nach rund 8,5 h in unserem WLAN-Test ab. Es sollte mit dieser Laufzeit auch den einen oder anderen längeren Arbeitstag überstehen. Ein direkter Vergleich zu den 9 h Laufzeit im alten Test ist auf Grund leicht veränderter WiFi-Settings unseres Tests nicht möglich.

Battery Runtime - WiFi Websurfing 1.3 (nach Ergebnis sortieren)
Apple MacBook Air 11 inch 2015-03
HD Graphics 6000, 5250U, Apple SSD SM0128F
512 min ∼19%
Akkulaufzeit
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
8h 32min
Last (volle Helligkeit)
1h 32min

Fazit

Pro

+ Sehr gute Systemleistung
+ zuwachs an Grafikleistung
+ Akkulaufzeit
+ Eingabegeräte
+ Verarbeitung

Contra

- Preisaufschlag
- HD-Auflösung
- Schnittstellenumfang
Apple MacBook Air 11, zur Verfügung gestellt von:
Apple MacBook Air 11, zur Verfügung gestellt von:

Auch wenn jegliche Innovationen fehlen, irgendwie ist Apples MacBook Air-Reihe immer noch ein Evergreen in der Notebookwelt. Die Neuerungen im Inneren waren gemäß ihren Erwartungen überzeugend, und können ein gewisses Maß an Mehrleistung gegenüber älteren Modellen aufbringen. Obwohl das Display immer noch keine Retina-Auflösung aufweist und nur mäßig blickwinkelstabil ist, erfreuen wir uns an der guten Ausleuchtung, der hohen Helligkeit und einem guten Bildkontrast.

Der größte Dorn im Auge ist aber der deutlich gestiegene Preis, weshalb ein Upgrade für Air-Besitzer nicht ratsam scheint.

Der nunmehr höhere Preis im Zusammenspiel mit der altbackenen HD-Auflösung nagt erheblich an der Attraktivität des Air 11. Insgesamt bleibt Apples MacBook Air 11 aber immer noch ein gelungenes Office- und Multimedianotebook, das dank seiner Akkulaufzeit und Abmessungen gute Mobility-Eeigenschaften besitzt.

Apple MacBook Air 11 inch 2015-03 - 02.05.2015 v4(old)
Nino Ricchizzi

Gehäuse
92 /  98 → 94%
Tastatur
90%
Pointing Device
97%
Konnektivität
56 / 80 → 70%
Gewicht
74 / 35-78 → 91%
Akkulaufzeit
83%
Display
81%
Leistung Spiele
69 / 68 → 100%
Leistung Anwendungen
79 / 87 → 91%
Temperatur
86 / 91 → 95%
Lautstärke
92%
Audio
60 / 91 → 66%
Kamera
63 / 85 → 74%
Durchschnitt
79%
86%
Subnotebook - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Nino Ricchizzi (Update: 15.05.2018)
Nino Ricchizzi
Nino Ricchizzi - Editor
Von Kindesbeinen an hielt die Neugierde der Funktionsweise neuster technischer Errungenschaften an. Aus diesem Wissensdrang heraus folgte ein Studium der Mathematik und Informatik. Abseits der Welt der Testberichte arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter in dem Arbeitsbereich IT-Security/Cybersecurity für die Industrie 4.0.