Notebookcheck

Test Lenovo ThinkPad Helix 2 Convertible/Tablet

Schluss mit luftig. Core M macht's möglich: Das neue ThinkPad Helix 2 kommt erstmals ohne störenden Lüfter aus, soll aber dennoch genügend Power für alle wichtigen Anwendungen bieten. Ob das vielseitige Convertible den hohen Ansprüchen der Business-Kundschaft gerecht wird?

Wer sich für ein ThinkPad entscheidet, legt Wert auf ein solides und verlässliches Arbeitsgerät – auf kurzlebige Trends und neumodischen Chic darf hingegen gerne verzichtet werden.

Bewährtes zu schätzen, bedeutet jedoch nicht, Innovationen generell abzulehnen. Das vor gut eineinhalb Jahren vorgestellte ThinkPad Helix hatte davon jedenfalls so einige zu bieten, zählte es doch zu den ersten wirklich praxistauglichen 2-in-1-Notebooks für Profianwender. Trotz des insgesamt überzeugenden Konzeptes mussten wir damals allerdings auch den einen oder anderen Kritikpunkt anmerken, beginnend bei der recht hohen Wärmeentwicklung bis hin zu dem sehr selbstbewussten Kaufpreis.

Das neue Lenovo ThinkPad Helix 2 will nun alles (noch) besser machen. Dafür musste die angestaubte Ivy-Bridge-Basis der sparsamen Core-M-Plattform weichen, die endlich eine komplett passive Kühlung und noch kompaktere Abmessungen ermöglicht. Hinzu kommen 4 oder 8 GB LPDDR3-RAM, eine 128 bis 512 GB große SSD sowie optional ein integriertes LTE-Modul. Einheitlich für alle Modelle ist das 11,6-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung, dem ein Digitizer-Stift von Wacom beiliegt.

Preislich liegt unser recht gut ausgestattetes Testgerät (Core M-5Y71, 8 GB RAM, 256 GB SSD, LTE) bei etwa 1.300 Euro ohne Tastatur-Dock, Letzteres schlägt mit weiteren 90 (Standard-Keyboard) respektive 280 Euro (Pro-Keyboard) zu Buche. Dies entspricht etwa dem Niveau eines vergleichbar konfigurierten Microsoft Surface Pro 3.

Gehäuse

Unflexibel: Dem einfachen Tastatur-Dock ...
Unflexibel: Dem einfachen Tastatur-Dock ...
... fehlen verstellbare Displayscharniere.
... fehlen verstellbare Displayscharniere.

Äußerlich präsentiert sich das Chassis des Helix 2 als komplette Neukonstruktion, wenngleich Lenovo das eine oder andere Designmerkmal des Vorgängers übernommen hat. ThinkPad typisch dominiert vor allem matt-grauer Kunststoff (PC/ABS) die Optik, während im Inneren Aluminium die Konstruktion zusätzlich verstärken soll. Zum Schutz der verspiegelten Displayoberfläche setzt der Hersteller auf besonders widerstandsfähiges Corning Gorilla Glas. Insgesamt ergeben sich so ein für Größe und Leistungsfähigkeit durchaus respektables Kampfgewicht von 790 Gramm sowie lediglich 9,6 Millimeter Gehäusedicke.

Leider entsprechen Stabilität und Verarbeitung unseres Testsamples nicht ganz dem Niveau, welches man in dieser Produkt- und Preisklasse eigentlich erwarten würde. Mit moderatem Kraftaufwand lässt sich das Tablet leicht verwinden und gibt dabei dezente Knarzgeräusche von sich – auch wenn die Nutzbarkeit dadurch nicht eingeschränkt wird, stärkt dies nicht gerade das Vertrauen in die Produktqualität. Hinzu kommen erkennbare Spaltmaße zwischen Display und Rahmen, in denen sich mit der Zeit leicht Staub ansammelt. Beim Vergleich mit der Konkurrenz aus Redmond bleiben dem Helix-Käufer darum nur neidische Blicke – diesbezüglich hat Microsoft eindeutig das hochwertigere Gerät abgeliefert.

Wirklich produktiv nutzen lässt sich das ThinkPad erst mit einem dazu passenden Keyboard Dock. Lenovo hat hier zwei verschiedene Modelle im Programm: Während das teurere "Ultrabook Pro Keyboard" einen zusätzlichen 26-Wh-Akku und verstellbare Displayscharniere integriert, ist das von uns getestete "Ultrabook Keyboard" kaum mehr als eine ansteckbare Tastatur. Der Winkel zwischen Tablet und Dock lässt sich dabei nur eingeschränkt variieren – zur Auswahl stehen lediglich ein normaler Betriebsmodus (Anstellwinkel etwa 120 Grad) sowie die Möglichkeit, das Helix für den Transport flach auf die Tastatur zu legen. Leider wirkt die Verbindung zwischen beiden Teilen nicht sonderlich stabil, da das Tablet nur relativ lose in einer dafür vorgesehenen Vertiefung des Docks eingehakt wird.

Ausstattung

Neben einem einzelnen USB-3.0-Port (Full-Size), der sich unter einer Abdeckung an der rechten Gehäuseseite versteckt, hat das Helix 2 lediglich die übliche Headset-Buchse, einen Micro-HDMI-Ausgang sowie einen MicroSD-Kartenleser zu bieten. In den Genuss eines zweiten USB-Anschlusses kommen Käufer des Keyboard Docks, bei der Pro-Version ist darüber hinaus noch ein Mini-DisplayPort mit an Bord. In der Praxis bedeutet das: Ohne zusätzlichen USB-Hub und diverse Adapter lässt sich das ThinkPad kaum als vollwertiges Notebook einsetzen – das ist bei einem Venue 11 Pro oder Surface Pro 3 allerdings nicht anders.

Oberseite: Power Button, Screen Rotation Lock
Oberseite: Power Button, Screen Rotation Lock
linke Seite: Netzteilanschluss
linke Seite: Netzteilanschluss
rechte Seite: Micro-HDMI, USB 3.0, MicroSD-Kartenleser, SIM-Slot, Lautstärkeregler, Headset-Buchse
rechte Seite: Micro-HDMI, USB 3.0, MicroSD-Kartenleser, SIM-Slot, Lautstärkeregler, Headset-Buchse
Unterseite: Dock-Anschluss
Unterseite: Dock-Anschluss

Kommunikation und Kameras

Frontkamera
Frontkamera
Hauptkamera
Hauptkamera

Im Bereich der drahtlosen Kommunikationsstandards fährt Lenovo nahezu alles auf, was derzeit gut und teuer ist: Standardmäßig kommt das Helix mit einem High-End-Funkmodul von Intel daher (Wireless-AC 7265), welches sowohl Bluetooth 4.0 als WLAN nach IEEE 802.11a/b/g/n/ac beherrscht. Der Dual-Band- (2,4 und 5 GHz) und Dual-Stream-fähige (2x2 TX/RX) Adapter konnte im Test mit guter Reichweite und beachtlichen Übertragungsgeschwindigkeiten punkten. Des Weiteren verbaut der Hersteller bei einigen Konfigurationen ein modernes WWAN-Modem (Sierra Wireless EM7345, LTE Cat. 3), sodass auch unterwegs ein schneller Internetzugang zur Verfügung steht.

Mit 2,0 Megapixeln löst die Frontkamera des Tablets etwas höher als bei den meisten Notebooks auf, was sich sogleich in einer merklich detailreicheren Darstellung widerspiegelt. Noch etwas besser schneidet der rückwärtige 5,0-Megapixel-Sensor (Autofokus, kein LED-Blitz) ab, ohne jedoch einem aktuellen Smartphone Paroli bieten zu können. Ein Extralob gibt es für die Integration von gleich drei Mikrofonen, die zusammen für perfekt verständliche Sprachaufnahmen sorgen.

Sicherheit 

In puncto Sicherheitsausstattung muss sich das Helix 2 nicht vor anderen ThinkPads verstecken: Neben dem Fingerabdruckscanner auf der Rückseite verfügt das Tablet auch über ein Trusted Platform Module (TPM) und unterstützt wichtige Techniken wie Intel vPro und AMT (nicht in Verbindung mit dem Core M-5Y10) sowie den Diebstahlschutz Anti-Theft/Computrace. BIOS und Systemstart können bei Bedarf per Passwort gesichert werden.

Zubehör

Zum Lieferumfang des Gerätes gehört nicht nur das passende Netzteil sowie ein kleines Broschürenpaket, sondern auch ein aktiver Eingabestift (Stylus) von Wacom, auf den wir an späterer Stelle noch genauer eingehen werden. Hinzu kommen weitere Beigaben in Softwareform; darunter vor allem diverse System-Tools, die dem Nutzer bei Verwaltungsaufgaben (Backups, Software Updates, Hardware-Überprüfung) behilflich sein sollen. Bei dem vorinstallierten Virenschutz Norton Internet Security handelt es sich leider nur um eine Testversion, deren Lizenz nach 30 Tagen ausläuft.

Wartung

Mangels sichtbarer Schrauben besteht auch für versierte Anwender keine Möglichkeit, das Gehäuse ohne größeren Aufwand zu Wartungs- oder Aufrüstzwecken zu öffnen.

Garantie

Zumindest hierzulande spendiert Lenovo dem Helix 2 stets 36 Monate Garantie, längere Laufzeiten können wie üblich gegen Aufpreis hinzugebucht werden. Die entsprechenden Konditionen sind nach Eingabe der Seriennummer direkt auf der Hersteller-Website ersichtlich: So kostet beispielsweise ein Upgrade auf insgesamt 4 Jahre je nach Service-Umfang (z. B. Vor-Ort-Reparatur) zwischen 55 und 210 Euro.

Eingabegeräte

Tastatur-Dock

Mit einer Masse von rund 530 Gramm erweist sich das Helix Ultrabook Keyboard nicht gerade als Leichtgewicht – dafür erhält man allerdings auch ein absolut vollwertiges und stabiles Eingabegerät. Tastenanordnung, Größe und Hub unterscheiden sich kaum von einer normalen ThinkPad Tastatur, die gemeinhin als eine der besten auf dem Markt zählt. Und das zu Recht: Der knackige Anschlag und das exakte Feedback machen auch das Verfassen umfangreicher Schriftstücke zu einer wahren Freude. Schade nur, dass Lenovo auf eine praktische Hintergrundbeleuchtung verzichtet hat.

Etwas weniger euphorisch fällt unser Urteil bezüglich des zugehörigen Touchpads aus. Dies liegt vor allem an dessen viel zu kleinen Abmessungen – dem Anwender stehen gerade einmal 9,0 x 4,5 Zentimeter Eingabefläche zur Verfügung. Vermutlich hat Lenovo deshalb viele Multitouch-Gesten wie Pinch-to-Zoom deaktiviert. 2-Finger-Scrolling funktioniert auf der sehr gleitfreudigen Oberfläche dagegen recht gut, und auch die Präzision überzeugt.

Wie bei allen neueren ThinkPads gibt es auch beim Helix 2 keine dedizierten Maustasten mehr, stattdessen erfolgen Klicks per direktem Druck auf die entsprechende Seite des Pads. Dabei kommt es leider des Öfteren zu unbeabsichtigten Bewegungen des Zeigers, sodass man sein eigentlich angepeiltes Ziel verfehlt. Erst mit etwas Übung lernt man, diese Eigenart zu meistern – zwei eigene Tasten wären aber in jedem Fall die bessere Lösung gewesen.

Touchscreen und Stylus

Obwohl der kapazitive 10-Finger-Touchscreen sämtliche Nutzereingaben verzögerungsfrei und präzise umsetzt, lassen sich typische Desktop-Programme damit doch eher schlecht als recht bedienen. Die Lösung: Ein aktiver Stylus, dessen feine Spitze auch kleinste Schaltflächen zielsicher trifft. Dem Helix liegt darum ein entsprechender Digitizer des Hersteller Wacom bei, der sogar verschiedene Druckstufen interpretieren kann (vermutlich 256 Abstufungen). Wird der Stift nicht benötigt, kann er in einem passenden Fach seitlich am Dock verstaut werden; am Tablet selbst fehlen leider entsprechende Befestigungsmöglichkeiten.

Nach erfolgter Kalibrierung arbeitet der Stylus im mittleren Bildbereich bis auf wenige Zehntelmillimeter genau, am Rand können die Abweichungen auf ein bis zwei Millimeter anwachsen. Sobald sich der Stift dem Display nähert, blendet Windows als Zielhilfe automatisch ein kleines Fadenkreuz ein, sodass diese minimalen Abweichungen im Alltag nicht weiter ins Gewicht fallen. Rechtsklicks können mit einer kleinen Taste an der Seite des Digitizers ausgelöst werden.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad
Stylus
Stylus

Display

Lenovo verzichtet darauf, verschiedene Display-Optionen für das Helix 2 anzubieten und verbaut stets ein 11,6 Zoll großes Full-HD-Panel mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Die sich daraus ergebende Pixeldichte von 190 ppi bildet in unseren Augen einen sinnvollen Kompromiss zwischen Herstellungskosten und Schriftgröße auf der einen, sowie Arbeitsfläche und Schärfe der Darstellung auf der anderen Seite. Zum Vergleich: Das höher auflösende, aber auch etwas größere Surface Pro 3 (12", 2.160 x 1.440 Pixel) kommt auf 216 ppi, beim etwas kleineren Venue 11 Pro (10,8", 1.920 x 1.080 Pixel) sind es noch 204 ppi.

Laut Datenblatt soll die Anzeige eine Maximalhelligkeit von 370 cd/m² erreichen, verfehlt diese Vorgabe nach unseren Messungen jedoch knapp. Dennoch: Auch die real ermittelten 342 cd/m² sind aller Ehren wert und müssen sich nicht vor der Konkurrenz von Dell (357 cd/m²) oder Microsoft (338 cd/m²) verstecken. Da man in Innenräumen selten mehr als 150 cd/m² benötigt, empfiehlt es sich, das Backlight um etwa 4 Stufen zu dimmen (158 cd/m²) oder aber den integrierten Helligkeitssensor zu aktivieren. Besonders hervorheben wollen wir außerdem die sehr gleichmäßige Ausleuchtung ohne störende Lichthöfe oder sonstige Bildfehler.

342
cd/m²
323
cd/m²
334
cd/m²
343
cd/m²
365
cd/m²
322
cd/m²
375
cd/m²
333
cd/m²
343
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 375 cd/m² Durchschnitt: 342.2 cd/m²
Ausleuchtung: 86 %
Helligkeit Akku: 365 cd/m²
Kontrast: 1109:1 (Schwarzwert: 0.329 cd/m²)
ΔE Color 4.37 | - Ø
ΔE Greyscale 2.8 | - Ø
Gamma: 2.3
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
Dell Venue 11 Pro 7140
HD Graphics 5300, 5Y10a, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
Microsoft Surface Pro 3
HD Graphics 4400, 4300U, Hynix HFS128G3MNM
Toshiba Portege Z10t-A2111
HD Graphics 4200, 4610Y, Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP
Bildschirm
-19%
-23%
-60%
Brightness
342
357
4%
338
-1%
315
-8%
Brightness Distribution
86
84
-2%
91
6%
70
-19%
Schwarzwert *
0.329
0.4
-22%
0.33
-0%
0.511
-55%
Kontrast
1109
965
-13%
1077
-3%
648
-42%
DeltaE Colorchecker *
4.37
3.71
15%
4.72
-8%
14.29
-227%
DeltaE Graustufen *
2.8
5.4
-93%
6.53
-133%
3.03
-8%
Gamma
2.3 104%
2.33 103%
2.17 111%
1.96 122%
CCT
6595 99%
6666 98%
6707 97%
6525 100%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
59.37
44

* ... kleinere Werte sind besser

Wie die meisten Tablets (einige Low-End-Modelle ausgenommen) setzt auch das Helix 2 auf ein hochwertiges IPS-Panel, genauer gesagt ein LG LD116WF1-SPN2. Dessen satter Schwarzwert sorgt für ein hervorragendes Kontrastverhältnis von 1.109:1, welches durch die verspiegelte Displayoberfläche subjektiv sogar noch verstärkt wird. Von der plastischen und kräftigen Darstellung profitieren nicht nur Fotos und Filme, auch im Office-Betrieb lernt man die Vorzüge des kontrastreichen Bildes schnell zu schätzen.

Auf die sonst übliche Farbkalibrierung müssen wir in diesem Test aufgrund von Software-Problemen leider verzichten, doch erweist sich das Display bereits ab Werk als recht gut eingestellt: Ausgewogene RGB-Balance, geringe Graustufenabweichungen (Delta E 2,8), ordentliche Farbwiedergabe (Delta E 4,4) – wer nicht gerade täglich mit Photoshop & Co. hantiert, dürfte zufrieden sein. Andernfalls bleibt immer noch die Möglichkeit, auf einen externen Monitor auszuweichen.

Farbtreue (unkalibriert)
Farbtreue (unkalibriert)
Farbsättigung (unkalibriert)
Farbsättigung (unkalibriert)
Graustufen (unkalibriert)
Graustufen (unkalibriert)
Außeneinsatz (Bewölkung)
Außeneinsatz (Bewölkung)

Im Außeneinsatz hadert das ThinkPad vor allem mit seinem reflektierenden Glare-Type-Display. Selbst bei maximaler Helligkeit kann das LED-Backlight nicht verhindern, dass der Anwender anstelle des Bildinhaltes vor allem sich selbst beziehungsweise die Umgebung zu sehen bekommt. Dieses Problem ist bei einem Touchscreen mit Glasoberfläche allerdings hausgemacht und betrifft sämtliche Kontrahenten in gleicher Weise. Versucht man, das Tablet nach Möglichkeit im Schatten zu betreiben, kann man sich mit diesem Problem aber meist arrangieren.

Blickwinkel Lenovo ThinkPad Helix 2
Blickwinkel Lenovo ThinkPad Helix 2

Während ein typisches TN-Panel nur bei absolut senkrechter Betrachtung einen unverfälschten Bildeindruck abliefert, reagiert ein IPS-Panel weit weniger stark auf schräge Blickwinkel. Diese lassen sich beim Helix 2 schon deshalb kaum vermeiden, weil das Tablet in Verbindung mit dem preiswerten Tastatur-Dock nur in einer einzigen Position aufgestellt werden kann. Da es aber erst bei Abweichungen von deutlich über 70 Grad zu nennenswerten Farb- und Kontrastveränderungen kommt, ergeben sich in der Praxis keinerlei Einschränkungen.

Leistung

2,9 GHz maximale Turbo-Taktrate
2,9 GHz maximale Turbo-Taktrate

Der Intel Core M-5Y71 repräsentiert das derzeitige Topmodell innerhalb der besonders sparsamen Core-M-Familie, deren Ableger mit einer TDP von lediglich 4,5 Watt antreten. Dank hochmoderner 14-Nanometer-Fertigung erreichen die beiden Broadwell Kerne dennoch beachtliche 1,2 bis 2,9 GHz, sofern Leistungsaufnahme und Temperaturentwicklung dies zulassen. Auch auf diverse Features wie Hyper-Threading (parallele Bearbeitung von bis zu 4 Threads) oder AES-NI (beschleunigt Kryptographie-Anwendungen) muss der Anwender nicht verzichten.

Sämtliche Grafikberechnungen übernimmt die integrierte HD Graphics 5300. Mit 300 bis 900 MHz taktet die GPU etwas langsamer als die HD Graphics 5500 der "normalen" ULV-CPUs mit 15 Watt TDP, bietet aber die gleiche Anzahl an Hardware-Einheiten (24 Execution Units) und unterstützt ebenfalls den aktuellen DirectX-11.2-Standard.

Angesichts des nicht aufrüstbaren Speichers erscheint es ratsam, gleich zu einem Modell mit 8 GB LPDDR3-1600-RAM und 256-GB-SSD zu greifen. Die in einigen Ländern erhältliche Einstiegskonfiguration mit 4 GB RAM und 128 GB Speicherplatz mag zwar etwas günstiger sein, könnte jedoch langfristigen Nutzungsambitionen im Wege stehen.

Systeminformationen Lenovo ThinkPad Helix 2

Prozessor

Taktraten bei angeschlossenem Dock ...
Taktraten bei angeschlossenem Dock ...
... und im Tablet-Modus
... und im Tablet-Modus

Genau wie die meisten anderen Core-M-Geräte begnügt sich das Helix 2 mit einem rein passiven Kühlsystem – die entstehende Abwärme wird allein über Vorder- und Rückseite des Gehäuses abgegeben. Der prinzipiell üppige Turbo-Boost-Spielraum steht darum nur für wenige Sekunden vollständig zur Verfügung, danach fällt der Chip auf deutlich niedrigere Frequenzen zurück.

Am Beispiel des Cinebench R11.5 wollen wir dieses Verhalten nun noch einmal etwas genauer untersuchen. Den Single-Thread-Test beginnt der Prozessor mit rund 2,8 GHz (9,3 W), bis der Takt nach etwa 30 Sekunden auf 2,2 GHz (6,0 W) absinkt. Ähnlich verhält sich die CPU bei Multi-Thread-Belastung, wo wir 2,6 GHz (13,3 W) direkt nach dem Start und 1,7 GHz (6,0 W) im weiteren Verlauf des Benchmarks beobachteten. Offensichtlich hat Lenovo die TDP des Core M-5Y71 auf 6,0 Watt angehoben, was die vergleichsweise gute Performance erklärt.

Betreibt man das Helix 2 ohne Tastatur-Dock, regelt der Prozessor bereits bei 4,5 Watt ab. Infolgedessen gehen die dauerhaft möglichen Taktraten merklich zurück (1,8 GHz Single-Threading, 1,4 GHz Multi-Threading), was Performance-Einbußen von bis zu 20 Prozent nach sich zieht. Dieses Verhalten lässt sich unabhängig von Netz- oder Akkubetrieb beobachten.

Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
1.13 Points ∼51%
Dell Venue 11 Pro 7140
0.94 Points ∼43% -17%
Microsoft Surface Pro 3
1.12 Points ∼51% -1%
Toshiba Portege Z10t-A2111
1.24 Points ∼56% +10%
Lenovo ThinkPad Helix
1.06 Points ∼48% -6%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
2.04 Points ∼10%
Dell Venue 11 Pro 7140
2.01 Points ∼10% -1%
Microsoft Surface Pro 3
2.77 Points ∼14% +36%
Toshiba Portege Z10t-A2111
2.15 Points ∼11% +5%
Lenovo ThinkPad Helix
2.38 Points ∼12% +17%
Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
95 Points ∼43%
Dell Venue 11 Pro 7140
83 Points ∼37% -13%
Toshiba Portege Z10t-A2111
107 Points ∼48% +13%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
184 Points ∼10%
Dell Venue 11 Pro 7140
190 Points ∼10% +3%
Toshiba Portege Z10t-A2111
192 Points ∼10% +4%
X264 HD Benchmark 4.0
Pass 2 (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
11.13 fps ∼11%
Microsoft Surface Pro 3
13.47 fps ∼13% +21%
Toshiba Portege Z10t-A2111
12.38 fps ∼12% +11%
Lenovo ThinkPad Helix
13.74 fps ∼14% +23%
Pass 1 (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
91.19 fps ∼40%
Microsoft Surface Pro 3
75.52 fps ∼33% -17%
Toshiba Portege Z10t-A2111
72.53 fps ∼32% -20%
Lenovo ThinkPad Helix
74.84 fps ∼33% -18%

Legende

 
Lenovo ThinkPad Helix 2 Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
 
Dell Venue 11 Pro 7140 Intel Core M-5Y10a, Intel HD Graphics 5300, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
 
Microsoft Surface Pro 3 Intel Core i5-4300U, Intel HD Graphics 4400, Hynix HFS128G3MNM
 
Toshiba Portege Z10t-A2111 Intel Core i7-4610Y, Intel HD Graphics 4200, Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP
 
Lenovo ThinkPad Helix Intel Core i5-3317U, Intel HD Graphics 4000, Intel SSD 525 Series SSDMCEAC180A3L
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
6430
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
3746
Cinebench R10 Shading 32Bit
4911
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
4985 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
4211 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
8432 Points
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.13 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
16.64 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.04 Points
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
19.97 fps
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
184 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
95 Points
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Hilfe

Massenspeicher

AS-SSD-Benchmark
AS-SSD-Benchmark

Die in unserem Testgerät verbaute 256-GB-SSD stammt von Toshiba und trägt die Bezeichnung THNSFJ256GDNU. Mutmaßlich handelt es sich hierbei um die M.2-Version der TOSHIBA Q Series Pro, die auf einem Marvell Controller (88SS9187) und MLC-NAND in 19-Nanometer-Fertigung basiert.

Am Ende zählt natürlich wie immer die Performance – und die kann sich durchaus sehen lassen: Neben der soliden sequentiellen Lese- (474 MB/s) und Schreibgeschwindigkeit (216 MB/s) stechen vor allem die Ergebnisse beim mehrfach parallelen Zugriff auf kleine 4K-Dateien positiv hervor. Insgesamt kann man die Wahl des Datenträgers somit als gelungen bezeichnen, wenngleich nicht auszuschließen ist, das Lenovo im Verlauf der Produktion auch auf SSDs anderer Hersteller zurückgreift.

Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
Minimale Transferrate: 161.3 MB/s
Maximale Transferrate: 361.2 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 263.9 MB/s
Zugriffszeit: 0.1 ms
Burst-Rate: 141.5 MB/s
CPU Benutzung: 8.1 %

System Performance

Klar: Mit seinem sparsamen Core-M-Prozessor hat das Helix 2 keine Chance, das Leistungsniveau eines aktiv gekühlten Surface Pro 3 mit 15-Watt-CPU zu erreichen. Gleichwohl sind wir erstaunt, wie marginal die Differenzen im Alltag letztlich ausfallen. Durch seinen mächtigen Turbo Boost fängt das ThinkPad kurzzeitige Lastspitzen ebenso souverän wie ein weit größeres Ultrabook ab, erst bei längerer Volllast gehen Taktraten und Performance speziell im Tablet-Modus merklich zurück. Für anspruchsvolle Renderings oder Simulationen wurde das Gerät allerdings ohnehin nicht konzipiert.

Die beeindruckende Ansprechfreudigkeit des Systems ist nicht zuletzt auch der schnellen SSD zu verdanken. Systemstart und Ladezeiten profitieren enorm von den rasanten Zugriffszeiten des Flashspeichers – ein solcher gehört jedoch auch bei Dell und Microsoft zur Standardausstattung.

PCMark 7 - Score (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
4602 Points ∼57%
Dell Venue 11 Pro 7140
4135 Points ∼51% -10%
Microsoft Surface Pro 3
5066 Points ∼63% +10%
Toshiba Portege Z10t-A2111
4973 Points ∼62% +8%
Lenovo ThinkPad Helix
4669 Points ∼58% +1%
PCMark 8
Work Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
3806 Points ∼58%
Dell Venue 11 Pro 7140
3291 Points ∼51% -14%
Toshiba Portege Z10t-A2111
3441 Points ∼53% -10%
Creative Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
3090 Points ∼33%
Toshiba Portege Z10t-A2111
2400 Points ∼26% -22%
Home Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
2690 Points ∼45%
Dell Venue 11 Pro 7140
2480 Points ∼42% -8%
Toshiba Portege Z10t-A2111
2282 Points ∼38% -15%

Legende

 
Lenovo ThinkPad Helix 2 Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
 
Dell Venue 11 Pro 7140 Intel Core M-5Y10a, Intel HD Graphics 5300, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
 
Microsoft Surface Pro 3 Intel Core i5-4300U, Intel HD Graphics 4400, Hynix HFS128G3MNM
 
Toshiba Portege Z10t-A2111 Intel Core i7-4610Y, Intel HD Graphics 4200, Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP
 
Lenovo ThinkPad Helix Intel Core i5-3317U, Intel HD Graphics 4000, Intel SSD 525 Series SSDMCEAC180A3L
PCMark 7 Score
4602 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
2690 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
3090 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
3806 Punkte
Hilfe

Grafikkarte

CPU-Last bei H.264-Wiedergabe (4K, 100 Mbit/s)
CPU-Last bei H.264-Wiedergabe (4K, 100 Mbit/s)

In Anbetracht des begrenzten Power-Budgets sind von der integrierten HD Graphics 5300 keine Leistungswunder zu erwarten. Tatsächlich ordnet sich die Grafikeinheit nur etwa zwischen der älteren HD Graphics 4200 (Haswell, 11,5 Watt) und HD Graphics 4400 (Haswell, 15 Watt) ein und unterliegt damit jeder dedizierten Low-End-GPU der vergangenen zwei bis drei Jahre.

Dennoch ist die HD 5300 für alle relevanten Aufgaben gut gerüstet: Für eine butterweiche Darstellung von Windows und einfachen 3D-Anwendungen reichen die Reserven allemal, zudem meistert der Chip die Wiedergabe hochauflösender 4K-Trailer (H.264-Codec, 100 Mbit/s) mit minimaler CPU-Belastung. Zum En- und Transcodieren von Videos greift man am besten auf die erneut verbesserte Quick-Sync-Einheit zurück, andere Berechnungen (beispielsweise diverse Photoshop Funktionen) können per OpenCL-API beschleunigt werden.

3DMark 11 - 1280x720 Performance GPU (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
669 Points ∼1%
Dell Venue 11 Pro 7140
795 Points ∼2% +19%
Microsoft Surface Pro 3
791 Points ∼2% +18%
Toshiba Portege Z10t-A2111
691 Points ∼1% +3%
Lenovo ThinkPad Helix
527 Points ∼1% -21%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
496 Points ∼1%
Dell Venue 11 Pro 7140
509 Points ∼1% +3%
Toshiba Portege Z10t-A2111
562 Points ∼1% +13%
Lenovo ThinkPad Helix
403 Points ∼1% -19%
1280x720 Cloud Gate Standard Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
4363 Points ∼3%
Dell Venue 11 Pro 7140
4498 Points ∼3% +3%
Toshiba Portege Z10t-A2111
4734 Points ∼3% +9%
Lenovo ThinkPad Helix
2871 Points ∼2% -34%
1280x720 Ice Storm Standard Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Lenovo ThinkPad Helix 2
39982 Points ∼5%
Dell Venue 11 Pro 7140
45841 Points ∼6% +15%
Toshiba Portege Z10t-A2111
36738 Points ∼5% -8%
Lenovo ThinkPad Helix
21894 Points ∼3% -45%

Legende

 
Lenovo ThinkPad Helix 2 Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
 
Dell Venue 11 Pro 7140 Intel Core M-5Y10a, Intel HD Graphics 5300, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
 
Microsoft Surface Pro 3 Intel Core i5-4300U, Intel HD Graphics 4400, Hynix HFS128G3MNM
 
Toshiba Portege Z10t-A2111 Intel Core i7-4610Y, Intel HD Graphics 4200, Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP
 
Lenovo ThinkPad Helix Intel Core i5-3317U, Intel HD Graphics 4000, Intel SSD 525 Series SSDMCEAC180A3L
3DMark 06 Standard
4686 Punkte
3DMark 11 Performance
753 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
35119 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
3522 Punkte
3DMark Fire Strike Score
450 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Wer trotz der bescheidenen 3D-Leistung nicht gänzlich auf Spiele verzichten möchte, sollte sich auf ältere oder weniger anspruchsvolle Titel wie Dota 2 beschränken. Das beliebte Action-RTS wird zumindest in niedrigen bis mittleren Einstellungen flüssig dargestellt, wohingegen moderne Grafik-Kracher à la Assassin's Creed Unity oder Ryse: Son of Rome selbst bei minimalen Details kaum über einstellige Frameraten hinauskommen. Diese und viele weitere Gaming Benchmarks der HD Graphics 5300 können in unserer Datenbank nachgeschlagen werden.

min. mittel hoch max.
Tomb Raider (2013) 35.918.812.6fps
BioShock Infinite (2013) 27.11512.63.9fps
Dota 2 (2013) 50.928.6fps
Fifa 15 (2014) 28.221.2fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Anders als der Vorgänger kommt das Helix 2 gänzlich ohne Lüfter aus und arbeitet somit praktisch lautlos. Hält man das Gerät direkt ans Ohr, lässt sich zwar ein leises elektrisches Summen wahrnehmen, welches bei typischer Nutzung – das heißt aus einem Abstand von mehr als 30 Zentimetern – jedoch nicht mehr zu hören ist.

Temperatur

Stresstest
Stresstest
Prime95
Prime95

Dank ausgefeilter Energiesparfunktionen lassen sich moderne CPUs im Leerlauf meist ohne Probleme passiv kühlen. Doch wie verhält sich das Gerät unter Volllast? Auch hier können wir beruhigen: Mehr als handwarm wird das ThinkPad selbst in Extremsituationen nicht. Zudem haben wir unseren Test mit angeschlossenem Dock durchgeführt; betreibt man das Tablet einzelnen, regelt der Prozessor wie zuvor beschrieben schon bei 4,5 statt 6,0 Watt Leistungsaufnahme ab, sodass die Temperaturen nochmals niedriger ausfallen.

Als ebenso unkritisch erweist sich die Erwärmung der Hardware im Gehäuseinneren. Nach einstündiger Belastung mit Prime95 und FurMark pendelt sich der Core M bei etwa 75 °C ein, 20 K unter dem von Intel spezifizierten Maximalwert (95 °C). Das CPU (800 MHz) und GPU (300 MHz) dennoch stark throtteln, ist allein auf das vollständig ausgeschöpfte Power-Budget zurückzuführen.

Max. Last
 38.7 °C42.1 °C32.5 °C 
 32.2 °C33.2 °C31.4 °C 
 34.2 °C37.5 °C35.9 °C 
Maximal: 42.1 °C
Durchschnitt: 35.3 °C
35.3 °C42.3 °C38.9 °C
34.3 °C38 °C35.8 °C
33.6 °C36.1 °C34.7 °C
Maximal: 42.3 °C
Durchschnitt: 36.6 °C
Netzteil (max.)  39.4 °C | Raumtemperatur 19.5 °C | Fluke 62 Max
 29.1 °C29.3 °C27.6 °C 
 28.4 °C28.3 °C27.9 °C 
 30 °C31.3 °C30.2 °C 
Maximal: 31.3 °C
Durchschnitt: 29.1 °C
29.2 °C30 °C29.8 °C
29.7 °C29.5 °C29.2 °C
31.3 °C29.2 °C28.8 °C
Maximal: 31.3 °C
Durchschnitt: 29.6 °C
Netzteil (max.)  30.8 °C | Raumtemperatur 20.8 °C | Fluke 62 Max

Lautsprecher

Im Vergleich mit vielen anderen Tablets überraschen die rückwärtig abstrahlenden Stereolautsprecher mit ihrem recht ausgewogenen und voluminösen Sound. Einzig die mageren Pegelreserven enttäuschen ein wenig, schon in mittelgroßen Räumen muss der Lautstärkeregler voll aufgedreht werden. Alternativ besteht wie immer die Möglichkeit, per Klinkenbuchse externe Boxen oder Kopfhörer anzuschließen.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Abhängig von Energiesparplan, Displayhelligkeit und aktivierten Funkmodulen begnügt sich das Helix 2 bei ruhendem Windows Desktop mit gerade einmal 2,0 bis 6,6 Watt – eine gewaltige Verbesserung gegenüber dem Vorgänger, der unter identischen Bedingungen zwischen 7,9 und 11,5 Watt benötigte. Generell glänzt die Core-M-Plattform mit hervorragenden Verbrauchswerten, wie auch das Dell Venue 11 Pro (2,0-6,2 Watt) beweist.

Unter Last steigt die Leistungsaufnahme auf etwa 17 Watt an, wobei es kaum einen Unterschied macht, ob ein simpler CPU-Benchmark oder unser extrem forderner Stresstest ausgeführt wird. Der Broadwell Chip steuert seine Taktraten ohnehin in Abhängigkeit vom aktuellen Verbrauch und gestattet lediglich kurzzeitige TDP-Überschreitungen. Im Test konnten wir Spitzenwerte von bis zu 30 Watt beobachten, die das 36-Watt-Netzteil jedoch problemlos bewältigt.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0 / 0.4 Watt
Idledarkmidlight 2 / 6 / 6.6 Watt
Last midlight 17.6 / 29.7 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Extech Power Analyzer 380803

Akkulaufzeit

Der im Tablet integrierte Lithium-Polymer-Akku wurde von Lenovo leicht verkleinert und fasst nun nur noch 35 Wh (zuvor 42 Wh). Hinzu kommen weitere 26 Wh im Falle des optionalen Ultrabook-Pro-Keyboards, wohingegen das hier getestete Non-Pro-Keyboard keinen eigenen Akku besitzt.

Die effiziente Broadwell Plattform holt das Maximum aus den begrenzten Energiereserven heraus und verhilft dem Helix 2 so zu Laufzeiten von bis zu 16 Stunden und 4 Minuten. Der Battery Eater Reader's Test simuliert dabei ein Leerlauf-Szenario und wird von uns im Energiesparmodus bei minimaler Helligkeit und deaktivierten Funkmodulen durchgeführt.

Ein Indiz für die praxisnahe Ausdauer des Gerätes liefern unsere WLAN- und H.264-Tests. Bei angepasster Displayhelligkeit (rund 150 cd/m²) kann der Anwender etwa 6 bis 7 Stunden Surfen oder Videos schauen, bis die Reserven des Akkus erschöpft sind.

Wird die Rechenleistung des ThinkPads im Battery Eater Classic Test vollständig abgefordert, geht die Laufzeit auf noch immer respektable 3 Stunden und 17 Minuten zurück. An die gut 4 Stunden eines Dell Venue 11 Pro kommt unser Kandidat folglich nicht ganz heran, allerdings profitierte dieses in unserem Test von seinem Tastatur-Dock mit Zweitakku.

Reader's Test
Reader's Test
WLAN-Test
WLAN-Test
H.264-Test
H.264-Test
Classic Test
Classic Test
Ladevorgang
Ladevorgang
Lenovo ThinkPad Helix 2
35 Wh
Microsoft Surface Pro 3
58 Wh
Dell Venue 11 Pro 7140
42 Wh
Lenovo ThinkPad Helix
70 Wh
Akkulaufzeit
1%
16%
-10%
Idle
964
1096
14%
777
-19%
559
-42%
Last
197
124
-37%
244
24%
200
2%
WLAN (alt)
396
504
27%
562
42%
438
11%
H.264
360
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
16h 04min
Surfen über WLAN
6h 36min
Big Buck Bunny H.264 1080p
6h 00min
Last (volle Helligkeit)
3h 17min

Fazit

Lenovo ThinkPad Helix 2
Lenovo ThinkPad Helix 2

Mit dem ThinkPad Helix 2 hat Lenovo die Grundidee der ersten Generation konsequent weiterentwickelt: Tablet und Business-Notebook - vereint in einem einzigen Gerät. Was vor knapp zwei Jahren mit der damals verfügbaren Hardware jedoch noch allerlei Kompromisse erfordert hat, wirkt nun dank neuer CPU-Plattform deutlich runder.

Der sparsame Core M-5Y71 besticht nicht nur mit seiner passiven Kühlbarkeit, sondern auch soliden Leistungswerten, die für sämtliche Office- und Multimedia-Anwendungen mehr als ausreichen. Zudem wirkt sich die gesteigerten Energieeffizienz positiv auf die Laufzeiten aus – schon der integrierte 35-Wh-Akku hält in der Praxis locker 6 Stunden und länger durch. Noch mehr Ausdauer verspricht das optionale Ultrabook Pro Keyboard, welches mit Zweitakku, Trackpoint und flexiblen Displayscharnieren aber fast 200 Euro mehr als die hier getestete Non-Pro-Variante kostet.

Damit wären wir auch schon bei einem der größten Kritikpunkte: dem Preis. Fast 1.400 Euro müssen derzeit für unsere Testkonfiguration bezahlt werden, was ungeachtet der üppigen Ausstattung (8 GB RAM, 256-GB-SSD, LTE) recht happig erscheint. Dies gilt umso mehr, als dass Verarbeitung und Gehäusestabilität dem selbstgestellten Premium-Anspruch nur bedingt gerecht werden. Immerhin tröstet die gewohnt hervorragende ThinkPad Tastatur ein wenig über die eine oder andere Schwäche hinweg.

Bleibt uns zum Abschluss noch der kurze Blick auf die Konkurrenz: Kaufinteressenten sollten sich insbesondere das schon mehrfach erwähnte Dell Venue 11 Pro sowie das Microsoft Surface Pro 3 genauer anschauen. Je nach Ausstattung ist vor allem der Kandidat von Dell ein echter Preis-Leistungs-Tipp, wohingegen das Surface unter anderem mit seinem überaus hochwertigen Gehäuse punktet.

Testgerät zur Verfügung gestellt von ...
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Im Test: Lenovo ThinkPad Helix 2, zur Verfügung gestellt von:
Im Test: Lenovo ThinkPad Helix 2, zur Verfügung gestellt von:

Datenblatt

Lenovo ThinkPad Helix 2 (ThinkPad Helix Serie)
Prozessor
Grafikkarte
Intel HD Graphics 5300, Kerntakt: 300 - 900 MHz, Speichertakt: 800 MHz, 10.18.10.3947
Hauptspeicher
8192 MB 
, Dual-Channel LPDDR3-1600, fest integriert, nicht erweiterbar
Bildschirm
11.6 Zoll 16:9, 1920x1080 Pixel, 10-Finger MultiTouch, LG LD116WF1-SPN2, IPS-Panel, LED-Backlight, Corning Gorilla Glass, spiegelnd: ja
Massenspeicher
Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB, 256 GB 
, M.2-Formfaktor, 191 GB verfügbar
Soundkarte
Intel Broadwell PCH-LP - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
1 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 HDMI, 1 Docking Station Anschluss, Audio Anschlüsse: Headset-Buchse (3,5 Millimeter Klinke), Card Reader: MicroSD, 1 Fingerprint Reader, Sensoren: Umgebungslicht-Sensor, Beschleunigungsmesser, Magnetometer, Kompass, Gyroskop
Netzwerk
Intel Wireless-AC 7265 (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.0, Sierra Wireless EM7345 (4G LTE/HSPA/GSM/GPRS/EDGE, GPS, M.2-Format), NFC
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 9.6 x 301 x 193
Akku
35 Wh Lithium-Polymer, 2 Zellen
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 Pro 64 Bit
Kamera
Webcam: 2 MP (Vorderseite), 5 MP (Rückseite) + LED-Blitz
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: nein, 36-Watt-Netzteil, Wacom-Digitizer, Norton Internet Security (Testversion), Lenovo Solution Center, 36 Monate Garantie
Gewicht
1.324 kg, Netzteil: 150 g
Preis
1370 Euro

 

Ein gewöhnliches Tablet?
Ein gewöhnliches Tablet?
Nicht ganz: ...
Nicht ganz: ...
... Das neue Lenovo ThinkPad Helix 2 ...
... Das neue Lenovo ThinkPad Helix 2 ...
... will weit mehr als ein Gerät ...
... will weit mehr als ein Gerät ...
... zum Surfen und Videos schauen sein.
... zum Surfen und Videos schauen sein.
Als echtes ThinkPad ...
Als echtes ThinkPad ...
... bietet das Helix 2 nicht nur diverse Sicherheits-Features, ...
... bietet das Helix 2 nicht nur diverse Sicherheits-Features, ...
... sondern auch auch besonders hochwertige Eingabegeräte.
... sondern auch auch besonders hochwertige Eingabegeräte.
Vor allem die Tastatur überrascht positiv, ...
Vor allem die Tastatur überrascht positiv, ...
... qualitativ entspricht sie einem normalen ThinkPad Keyboard.
... qualitativ entspricht sie einem normalen ThinkPad Keyboard.
Der knackig-präzise Druckpunkt ...
Der knackig-präzise Druckpunkt ...
... liefert dem Anwender ein hervorragendes Feedback.
... liefert dem Anwender ein hervorragendes Feedback.
Schade: Flexible Displayscharniere ...
Schade: Flexible Displayscharniere ...
... gibt's leider nur beim teuren Ultrabook Pro Keyboard.
... gibt's leider nur beim teuren Ultrabook Pro Keyboard.
Entweder man entscheidet sich für die normale Arbeitsposition ...
Entweder man entscheidet sich für die normale Arbeitsposition ...
... oder legt das Tablet ...
... oder legt das Tablet ...
... flach auf die Tastatur.
... flach auf die Tastatur.
Das klappt auch um 180 Grad gedreht, ...
Das klappt auch um 180 Grad gedreht, ...
... falls das Helix transportiert werden soll.
... falls das Helix transportiert werden soll.
In einem kleinen Fach seitlich am Dock ...
In einem kleinen Fach seitlich am Dock ...
... kann der im Kaufpreis inbegriffene Stylus ...
... kann der im Kaufpreis inbegriffene Stylus ...
... des Herstellers Wacom verstaut werden.
... des Herstellers Wacom verstaut werden.
Am Tablet selbst ...
Am Tablet selbst ...
... lässt sich der Stift nicht befestigen.
... lässt sich der Stift nicht befestigen.
Das Schnittstellenangebot umfasst unter anderem Micro-HDMI ...
Das Schnittstellenangebot umfasst unter anderem Micro-HDMI ...
... sowie eine Headset-Buchse.
... sowie eine Headset-Buchse.
Weitere Anschlüsse verstecken sich unter diesen Abdeckungen, ...
Weitere Anschlüsse verstecken sich unter diesen Abdeckungen, ...
... darunter ein USB-3.0-Port, ...
... darunter ein USB-3.0-Port, ...
... der MicroSD-Kartenleser sowie der SIM-Slot.
... der MicroSD-Kartenleser sowie der SIM-Slot.
Power Button und Screen Rotation Lock
Power Button und Screen Rotation Lock
An der Vorderseite hat Lenovo eine 2,0-MP-Kamera verbaut, ...
An der Vorderseite hat Lenovo eine 2,0-MP-Kamera verbaut, ...
... der rückwärtige Sensor löst mit 5,0 MP auf.
... der rückwärtige Sensor löst mit 5,0 MP auf.
Ein kleiner Aufkleber ...
Ein kleiner Aufkleber ...
... verrät die Broadwell CPU im Inneren.
... verrät die Broadwell CPU im Inneren.
Das Design wird vor allem von matt-schwarzem Kunststoff geprägt, ...
Das Design wird vor allem von matt-schwarzem Kunststoff geprägt, ...
... typisch ThinkPad eben.
... typisch ThinkPad eben.
Für Tablet-Verhältnisse recht klangstark: die beiden Stereo-Lautsprecher.
Für Tablet-Verhältnisse recht klangstark: die beiden Stereo-Lautsprecher.
Immerhin 36 Watt kann das kleine Netzteil liefern, ...
Immerhin 36 Watt kann das kleine Netzteil liefern, ...
... mehr als genug für die sparsame Hardware.
... mehr als genug für die sparsame Hardware.

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Test Bibliothek

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Links

Preisvergleich

Pro

+Full-Size USB 3.0
+LTE-Modem
+vielfältige Docking-Lösungen
+Digitizer im Lieferumfang
+vollwertige Tastatur
+helles, kontrastreiches Display
+gute Anwendungsleistung
+lüfterlos
+geringe Wärmeentwicklung
+3 Jahre Garantie
 

Contra

-Stabilität und Verarbeitung ausbaufähig
-kleines Touchpad
-keine Wartungs- oder Aufrüstmöglichkeiten
-Display-Scharniere und Zusatzakku nur in Verbindung mit Pro-Keyboard
-hoher Preis

Shortcut

Was uns gefällt

Endlich lüfterlos! Mit der Core-M-Baureihe hat Intel die perfekte Plattform für mobile und dennoch performante 2-in-1-Geräte geschaffen. 

Was wir vermissen

Auch wenn das Helix 2 ein insgesamt solides Produkt ist, zeigen Alternativen wie das Surface Pro 3, dass bei Verarbeitung und Materialauswahl noch Potential nach oben besteht.

Was uns verblüfft

Bei gerade einmal 4,5 bzw. 6 Watt TDP erreicht der Core M-5Y71 eine ähnliche Performance wie manche 15-Watt-CPU vor wenigen Jahren.

Die Konkurrenz

Microsoft Surface Pro 3

Dell Venue 11 Pro

Toshiba Portégé Z10t

Toshiba Portégé Z20t

Elite x2 1011 G1

Bewertung

Lenovo ThinkPad Helix 2 - 06.02.2015 v4(old)
Till Schönborn

Gehäuse
81 / 98 → 83%
Tastatur
90%
Pointing Device
84%
Konnektivität
62 / 80 → 78%
Gewicht
71 / 78 → 84%
Akkulaufzeit
90%
Display
85%
Leistung Spiele
66 / 68 → 97%
Leistung Anwendungen
75 / 87 → 86%
Temperatur
87%
Lautstärke
100%
Audio
73 / 91 → 80%
Kamera
63 / 85 → 74%
Durchschnitt
79%
84%
Convertible - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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> Notebook Test, Laptop Test und News > Tests > Notebook Testberichte > Test Lenovo ThinkPad Helix 2 Convertible/Tablet
Autor: Till Schönborn (Update:  9.02.2015)
Till Schönborn

Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.