Notebookcheck

Test HP Elite x2 1011 G1 Convertible/Tablet

Mit angezogener Handbremse. Eine Gerät für alle Fälle – so bewirbt HP sein neues Business-Detachable. Tatsächlich erweist sich das Elite x2 als vielseitig einsetzbares Multitalent, verschenkt letztlich aber durch kleine Detailmängel eine noch bessere Wertung.

Ultrabook oder Tablet? Die ehemals klare Grenze zwischen beiden Segmenten verschwimmt zunehmend, seit immer mehr Hersteller sogenannte Detachables oder 2-in-1-Notebooks auf den Markt bringen. Auch im High-End Business-Bereich erfreuen sich die vielseitigen Geräte zunehmender Beliebtheit: Nach Lenovo (ThinkPad Helix 2) und Toshiba (Portege Z20t) hat nun auch Hewlett-Packard sein Portfolio um ein entsprechendes Modell erweitert – das HP Elite x2 1011 G1.

Genau wie bei der Konkurrenz kommt im Elite x2 Intels besonders sparsame Core-M-Plattform zum Einsatz, die zusammen mit bis zu 8 GB Arbeitsspeicher sowie einer 256-GB-SSD für ansprechende Leistungswerte bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch sorgen soll. Die gesamte Hardware, zu der je nach Modell auch ein integriertes LTE-Modul gehört, versteckt sich dabei im Inneren eines 11,6 Zoll großen, abnehmbaren FullHD-Touchscreens mit Digitizer-Unterstützung.

Preislich bewegt sich das Detachable derzeit zwischen 1.400 (Core M-5Y10c, 4 GB RAM, 128-GB-SSD) und 1.900 Euro (Core M-Y51, 8 GB RAM, 256-GB-SSD, LTE) und liegt damit auf Augenhöhe mit den Angeboten von Lenovo und Toshiba. Unser Testgerät entspricht bis auf das fehlende WWAN-Modul der letztgenannten Konfiguration und ist ab etwa 1.800 Euro erhältlich.

Gut (81%) HP Elite x2 1011 G1 Intel Core M-5Y51Intel HD Graphics 5300 Convertible - 16/08/2015 - v4
Testgerät zur Verfügung gestellt von HP Deutschland
Download der lizensierten Bewertungsgrafik als PNG / SVG
HP Elite x2 1011 G1 (Elite x2 Serie)
Grafikkarte
Intel HD Graphics 5300, Kerntakt: 300 - 900 MHz, Speichertakt: 800 MHz, 10.18.10.4013
Hauptspeicher
8192 MB 
, LPDDR3-1600, Dual-Channel, fest verlötet
Bildschirm
11.6 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, Samsung SDC4153, IPS-Panel, LED-Backlight, Corning Gorilla Glass 3, spiegelnd: ja
Massenspeicher
Samsung SSD PM851 256 GB MZNTE256HMHP, 256 GB 
, 194 GB verfügbar
Soundkarte
Intel Broadwell PCH-LP - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 DisplayPort, Audio Anschlüsse: Headset-Buchse (3,5 Millimeter Klinke), Card Reader: MicroSD, 1 SmartCard, 1 Fingerprint Reader, Sensoren: Kompass, Gyroskop, Beschleunigungssensor, Helligkeitssensor, NFC
Netzwerk
Intel Wireless-N 7265 (b/g/n = Wi-Fi 4), Bluetooth 4.0
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 20.8 x 298 x 206
Akku
54 Wh Lithium-Polymer, 33 Wh (Tablet) + 21 Wh (Dock)
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 Pro 64 Bit
Kamera
Webcam: 5 MP (hinten) + 2 MP (vorne)
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, 45-Watt-Netzteil, Stylus, 36 Monate Garantie
Gewicht
1.65 kg, Netzteil: 184 g
Preis
1800 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Beginnen wir zunächst mit dem Tablet: Obwohl selbiges zumindest äußerlich nur aus einfachem, matt-grau lackiertem Kunststoff besteht, erweist sich die gesamte Konstruktion als sorgfältig verarbeitet und äußerst stabil. Egal ob punktueller Druck oder Verwindungsversuche: An keiner Stelle lässt sich das Chassis sichtbar verformen oder störendes Knacken und Knarzen hervorrufen, was das Elite x2 auch in Tests nach US-Militärstandard (MIL-STD 810G) unter Beweis stellen musste. Die Kehrseite der massiven Bauweise zeigt sich beim Blick auf Abmessungen und Gewicht: Mit 870 Gramm und 10,7 Millimeter Bauhöhe fällt das Tablet deutlich wuchtiger als ein ThinkPad Helix 2 (790 Gramm, 9,6 Millimeter) oder Portege Z20t (739 Gramm, 8,8 Millimeter) aus.

Ähnlich solide, subjektiv aber nochmals hochwertiger präsentiert sich das aus Aluminium gefertigte Dock, von HP auch "Power-Tastatur" genannt. Neben der Tastatur und diversen Anschlüssen (dazu nachfolgend mehr) enthält dieses auch einen kleinen Zusatzakku, was allerdings die Masse auf immerhin 780 Gramm in die Höhe treibt. Insgesamt kommt das Elite x2 somit auf 1,65 Kilogramm – das sind rund 300 Gramm mehr als ein vergleichbares Subnotebook wie das EliteBook 820 G2.

Die Kopplung von Tablet und Dock erfolgt über eine stabile Steckverbindung, die deutlich weniger Spiel als das Pendant von Toshiba aufweist. Da auch die Displayscharniere angenehm straff und präzise arbeiten, schwingt der Deckel selbst bei starken Erschütterungen nicht übermäßig mit.

Ausstattung

Da das Tablet selbst lediglich über eine Kopfhörerbuchse sowie einen MicroSD-Leser verfügt, ist der Anschluss weiterer Peripherie ausschließlich über das zugehörige Dock möglich. Hier findet der Anwender neben zwei USB-3.0-Ports auch einen vollwertigen DisplayPort-Ausgang vor, mit dem sich sogar 4K-Displays in 60 Hz ansteuern lassen. Über eine seitliche Buchse kann darüber hinaus eine zusätzliche Docking-Station zur Erweiterung des Schnittstellenangebotes ergänzt werden.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung gehören unter anderem ein Smartcard- und Fingerabdruckleser, ein verlötetes TPM von Infineon sowie die Software-Lösung HP Client Security (Laufwerksverschlüsselung, Kennwortverwaltung, sichere Datenvernichtung).

Kommunikation

Während das rund 100 Euro teurere Topmodell der Elite-Baureihe mit integriertem LTE und WiGig 802.11ad (Intel Tri-Band Wireless-AC 17265) daherkommt, muss sich unser Testgerät mit einem etwas einfacheren Drahtlosadapter vom Typ Intel Dual-Band Wireless-N 7265 begnügen. Neben Bluetooth 4.0 unterstützt dieses Modul lediglich die älteren WLAN-Standards 802.11a/b/g/n (2,4- und 5-GHz-Band) und erreicht mittels Dual-Stream-Technik Bruttodatenraten von maximal 300 Mbit/s. Reichweite und Verbindungsstabilität erwiesen sich in unserem Praxistest als tadellos.

Kameras

Die für Videochats vorgesehene Frontkamera löst mit 2,0 Megapixeln etwas höher als bei den meisten Notebooks auf, kann diesen Vorteil aber nur bedingt in eine bessere Bildqualität ummünzen. Zwar werden Farben recht natürlich wiedergegeben, doch fehlt es den Aufnahmen an Schärfe und Detailreichtum. Die rückwärtige Hauptkamera leistet diesbezüglich etwas bessere Dienste, ohne jedoch mit einem halbwegs modernen Smartphone konkurrieren zu können. 

Zubehör

Der Umfang des mitgelieferten Zubehörs beschränkt sich auf ein kompaktes 45-Watt-Netzteil sowie einige Broschüren und Faltblätter.

Garantie

HP gewährt dem Käufer eine 3-jährige Herstellergarantie (Bring-In), die sich gegen Aufpreis auf bis zu 5 Jahre verlängern lässt. Die angebotenen Pakete, auch Care Packs genannt, ermöglichen darüber hinaus diverse Service-Upgrades, beispielsweise auf einen weltweiten Vor-Ort-Support am nächsten Arbeitstag.

Eingabegeräte

Tastatur

Befürchtungen, das Tastatur-Dock würde womöglich nur minderwertige Notlösung darstellen, können wir schon nach einer kurzen Eingewöhnungsphase zerstreuen: Qualitativ muss sich das hintergrundbeleuchtete Chiclet-Keyboard (15 x 15 Millimeter Tastenmaß) nicht vor den Eingabegeräten der EliteBook-Serie verstecken und glänzt mit einem ebenso knackig-präzisen Anschlag. Verglichen mit der vielgelobten ThinkPad-Tastatur des Helix 2 wurden Druckpunkt und Hubweg zwar etwas weicher respektive kürzer abgestimmt, doch muss dies je nach persönlichem Geschmack nicht unbedingt von Nachteil sein.

Touchpad, Touchscreen und Digitizer

Mit einer Größe von 5,0 x 8,8 Zentimetern fällt das Touchpad nicht übermäßig üppig aus, zumal ein Teil der gleitfreudigen Glasoberfläche als Ersatz für die fehlenden Maustasten herhalten muss. Diese werden bei dem von Synaptics stammenden "ForcePad" lediglich akustisch simuliert, ein physischer Schalter oder zumindest ein haptisches Feedback à la MacBook fehlen dagegen. Wirklich intuitiv und blind bedienbar ist das Pad darum nicht. Positiv hervorheben wollen wir die feinfühlig ansprechenden Multitouch-Gesten.

Alternativ greift man auf den Touchscreen zurück, der sich sowohl per Finger als auch mittels Wacom-Digitizer – verstaubar in einem eigenen Fach innerhalb des Tablets – steuern lässt. Eingabelatenz und Präzision gehen insgesamt in Ordnung, einzig am äußersten Bildrand liegt die Stiftspitze etwa einen Millimeter neben dem anvisierten Ziel.

Tastatur
Tastatur
Touchpad und Digitizer
Touchpad und Digitizer

Display

HP verzichtet auf unterschiedliche Displayoptionen und verkauft das Elite x2 ausschließlich mit einer 11,6 Zoll großen, verspiegelten FullHD-Anzeige (1.920 x 1.080 Pixel). Genau wie beim ThinkPad Helix 2 ergibt sich so eine Pixeldichte von 190 ppi, wohingegen das marginal größere Portege Z20t (12,5 Zoll, 1.920 x 1.080 Pixel) auf 176 ppi kommt. Fotos und feine Schriften profitieren von der hohen Auflösung besonders stark, allerdings erscheint die Darstellung ohne zusätzliche Skalierung (Windows 8.1: 100 Prozent Anzeigegröße) gelegentlich doch recht klein.

Ein kräftiges LED-Backlight beschert unserem Kandidaten eine Maximalhelligkeit von beachtlichen 331 cd/m², die sich sehr gleichmäßig über die gesamte Bildfläche verteilt. Beeinträchtigungen wie Clouding oder auffälliges Backlight-Flimmern konnten wir nicht feststellen.

319
cd/m²
338
cd/m²
338
cd/m²
308
cd/m²
364
cd/m²
337
cd/m²
307
cd/m²
343
cd/m²
324
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Samsung SDC4153
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 364 cd/m² Durchschnitt: 330.9 cd/m²
Ausleuchtung: 84 %
Helligkeit Akku: 364 cd/m²
Kontrast: 827:1 (Schwarzwert: 0.44 cd/m²)
ΔE Color 7.32 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 7.37 | 0.64-98 Ø6.3
66.1% sRGB (Argyll 3D) 42.2% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.03
HP Elite x2 1011 G1
1.920 x 1.080 Pixel (IPS)
Lenovo ThinkPad Helix 2
1.920 x 1.080 Pixel (IPS)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
1.920 x 1.080 Pixel (IPS)
Dell Venue 11 Pro 7140
1.920 x 1.080 Pixel (IPS)
Bildschirm
24%
-9%
17%
Helligkeit Bildmitte
364
365
0%
342
-6%
386
6%
Brightness
331
342
3%
301
-9%
357
8%
Brightness Distribution
84
86
2%
76
-10%
84
0%
Schwarzwert *
0.44
0.329
25%
0.393
11%
0.4
9%
Kontrast
827
1109
34%
870
5%
965
17%
DeltaE Colorchecker *
7.32
4.37
40%
9.69
-32%
3.71
49%
DeltaE Graustufen *
7.37
2.8
62%
9.27
-26%
5.4
27%
Gamma
2.03 108%
2.3 96%
2.95 75%
2.33 94%
CCT
6479 100%
6595 99%
6010 108%
6666 98%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
42.2
40.4
-4%
Color Space (Percent of sRGB)
66.1

* ... kleinere Werte sind besser

AdobeRGB (42,2 %)
AdobeRGB (42,2 %)
sRGB (66,1 %)
sRGB (66,1 %)

Erwartungsgemäß kommt das Elite x2 mit einem hochwertigen IPS-Panel daher, in diesem Fall ein Modell des Herstellers Samsung. Schwarzwert (0,44 cd/m²) und Kontrastverhältnis (827:1) bewegen sich auf einem typischen Niveau für diese Displaytechnologie; die nochmals leicht besseren Werte der direkten Konkurrenz sind mit bloßem Auge nicht sichtbar und bewegen sich im Rahmen normaler Fertigungs- und Messschwankungen. In Verbindung mit der Glare-Type-Oberfläche erscheint das Bild auch subjektiv ausgesprochen satt und kräftig.

Im Auslieferungszustand weist die Anzeige einen leichten Grünstich auf, der sich negativ auf die Farb- und Graustufenwiedergabe (Delta E jeweils größer 7,3) auswirkt. Nach erfolgter Kalibrierung – unser optimiertes ICC-Profil steht wie immer weiter oben zum Download bereit – sinken die Delta-E-Abweichungen auf akzeptable Werte von 3,3 (Farben) respektive 1,3 (Graustufen), was für einfache Anwendungsfälle aus dem Foto- und Grafikbereich vollkommen ausreicht. Profis dürften sich dagegen an dem stark eingeschränkten Farbraum mit lediglich 66,1 Prozent sRGB- und 42,2 Prozent AdobeRGB-Abdeckung stören.

Grundfarben (unkalibriert)
Grundfarben (unkalibriert)
Sättigung (unkalibriert)
Sättigung (unkalibriert)
Graustufen (unkalibriert)
Graustufen (unkalibriert)
Grundfarben (kalibriert)
Grundfarben (kalibriert)
Sättigung (kalibriert)
Sättigung (kalibriert)
Graustufen (kalibriert)
Graustufen (kalibriert)

Obwohl die Anzeige mit weit über 300 cd/m² erfreulich hohe Helligkeitsreserven bietet, muss im Außeneinsatz mit gewissen Einschränkungen gerechnet werden. Wie bei jedem nicht entspiegelten Display sind Reflexionen insbesondere bei direktem Sonnenschein ständige Begleiter, sodass man besser ein etwas schattigeres Plätzchen zum Arbeiten aufsucht.

Außeneinsatz

Anders als ein TN-Panel toleriert der verbaute IPS-Monitor auch extreme schräge Blickwinkel, ohne dass die Bildqualität übermäßig leidet. Zwar nimmt auch hier der Kontrast bei zunehmender Abweichung von der Senkrechten sichtbar ab, doch bleibt der Anwender von invertierenden Farben und extremen Gammaverschiebungen verschont. So können auch mehrere Nutzer zeitgleich den Bildinhalt einsehen, zudem muss das Gerät speziell im Tablet-Modus nicht exakt auf die Augen des Betrachters ausgerichtet werden.

Blickwinkel HP Elite x2 1011 G1
Blickwinkel HP Elite x2 1011 G1

Leistung

2,6 GHz maximale Turbo-Taktrate
2,6 GHz maximale Turbo-Taktrate

Mit Core M hat Intel Ende 2014 eine neue CPU-Baureihe aus der Taufe gehoben, die durch ihre besonders niedrige TDP von nur 4,5 Watt auch in ultramobilen 2-in-1-Geräten verbaut werden kann. Der von HP gewählte Core M-5Y51 repräsentiert das derzeit zweitschnellste Modell der Serie: Die beiden in 14-Nanometer-Technik gefertigten Broadwell-Kerne mit Hyper-Threading-Support takten mit 1,1 bis 2,6 GHz, die Größe des L3-Caches beträgt wie bei allen Core-M-Ablegern 4 MB.

Sämtliche Grafikberechnungen übernimmt die im Chip integrierte HD Graphics 5300 mit 24 Shader-Clustern, von Intel auch Execution Units (EUs) genannt. Technisch entspricht die GPU exakt der HD Graphics 5500 (zu finden in ULV-Modellen der 15-Watt-Klasse), allerdings wird der Taktspielraum von 300 bis 900 MHz durch die weitaus geringere TDP meist etwas schlechter ausgenutzt. API-seitig unterstützt die HD 5300 unter anderem den aktuellen DirectX-12-Standard, allerdings nur mit Feature Level 11_1. 

Zur Speicherausstattung unseres Testgerätes gehören 8 GB fest verlöteter LPDDR3-RAM (LPDDR3-1600, Dual-Channel) sowie eine 256 GB große SSD. Auf mögliche Aufrüstoptionen darf der Käufer mangels Wartungsklappe leider nicht hoffen – die preiswertere Einstiegskonfiguration (4 GB RAM, 128-GB-SSD) erscheint uns darum kaum zukunftssicher und nur bedingt empfehlenswert.

Prozessor

Single-Threading
Single-Threading
Multi-Threading
Multi-Threading

Kommen wir noch einmal kurz auf die TDP der Core-M-Serie zu sprechen: Wie erwähnt, beträgt diese 4,5 Watt; allerdings steht es dem Notebookhersteller frei, bei ausreichender Kühlung eine Anpassung auf 6 Watt vorzunehmen. Dies ist beispielsweise beim Helix 2 oder Portege Z20t der Fall und führt dazu, dass der Turbo Boost öfters und stärker in Aktion tritt.

Überraschenderweise verzichtet HP sowohl im Netz- als auch im Akkubetrieb auf diese ebenso einfache wie effektive Maßnahme zur Leistungssteigerung. Selbst kurzzeitig wird der Core M-5Y51 bei knapp 6 Watt abgeregelt, um sich nach etwa 30 Sekunden bei den angesprochenen 4,5 Watt einzupendeln. Für die Praxis bedeutet das: Schon der Single-Threading-Test des Cinebench R15 wird mit nur 1,9 GHz bearbeitet (kurzzeitig bis 2,2 GHz), im Multi-Threading-Test geht der Takt sogar auf 1,4 GHz zurück (kurzzeitig bis 1,7 GHz). Dementsprechend mäßig fällt auch die Performance aus: In einigen Benchmarks muss sich das Elite x2 bis zu 20 Prozent hinter dem Dell Venue 11 Pro mit nominell schwächerer CPU (Core M-5Y10a, 800 - 2.000 MHz) einordnen. Selbst wenn der Hersteller dieses Verhalten aus thermischen Gründen beabsichtigt hat – warum dann nicht gleich ein kleineres, preiswerteres Core-M-Modell verbauen?

Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
Intel Core M-5Y51
0.99 Points ∼86%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
1.13 Points ∼98% +14%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
1.15 Points ∼100% +16%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a
0.94 Points ∼82% -5%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U
1.12 Points ∼97% +13%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
Intel Core M-5Y51
1.72 Points ∼62%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
2.04 Points ∼74% +19%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
2.14 Points ∼77% +24%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a
2.01 Points ∼73% +17%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U
2.77 Points ∼100% +61%
Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
Intel Core M-5Y51
84 Points ∼87%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
95 Points ∼98% +13%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
97 Points ∼100% +15%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a
83 Points ∼86% -1%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
Intel Core M-5Y51
153 Points ∼81%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
184 Points ∼97% +20%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
190 Points ∼100% +24%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a
190 Points ∼100% +24%
X264 HD Benchmark 4.0
Pass 2 (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
Intel Core M-5Y51
9.43 fps ∼70%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
11.13 fps ∼83% +18%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
11.47 fps ∼85% +22%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U
13.47 fps ∼100% +43%
Pass 1 (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
Intel Core M-5Y51
59.74 fps ∼66%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
91.19 fps ∼100% +53%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
85.13 fps ∼93% +43%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U
75.52 fps ∼83% +26%
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
3276
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
5370
Cinebench R10 Shading 32Bit
3958
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
0.99 Points
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
1.72 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
15.94 fps
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
17.91 fps
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
153 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
84 Points
Hilfe

Massenspeicher

AS-SSD-Benchmark
AS-SSD-Benchmark

HP hat sich für eine 256-GB-SSD von Samsung entschieden, genauer gesagt das Modell MZNTE256HMHP aus der beliebten PM851-Serie im M.2-2280-Format. Neben der soliden Performance, die allerdings (speziell beim Schreiben) nicht ganz an die Toshiba HG6 des Portege Z20t herankommt, wollen wir insbesondere die integrierte 256-Bit-AES-Verschlüsselung sowie die hohe Energieeffizienz dieser Baureihe hervorheben. Obendrein sind Samsung-Laufwerke seit Jahren für ihre außerordentliche Zuverlässigkeit bekannt – gerade bei einem Business-Notebook die vielleicht wichtigste Eigenschaft überhaupt.

HP Elite x2 1011 G1
Samsung SSD PM851 256 GB MZNTE256HMHP
Lenovo ThinkPad Helix 2
Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
Dell Venue 11 Pro 7140
Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
AS SSD
-3%
23%
-26%
4K-64 Write
217.31
186.1
-14%
182.05
-16%
152.48
-30%
4K-64 Read
366.55
543.94
48%
355.25
-3%
241.96
-34%
4K Write
48.29
41.14
-15%
76.82
59%
33.22
-31%
4K Read
19.48
14.63
-25%
21.4
10%
19.3
-1%
Seq Write
249.98
216.38
-13%
457.22
83%
134.69
-46%
Seq Read
479.99
473.93
-1%
513.1
7%
405.38
-16%
Samsung SSD PM851 256 GB MZNTE256HMHP
Minimale Transferrate: 48.7 MB/s
Maximale Transferrate: 380.9 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 278.3 MB/s
Zugriffszeit: 0.1 ms
Burst-Rate: 20.3 MB/s
CPU Benutzung: 5.8 %

System Performance

Unter dem nur eingeschränkt aktiven Turbo Boost leiden nicht nur einzelne CPU-Benchmarks, sondern die gesamte Systemleistung. Im PCMark 7 und 8 liegt das Elite x2 zwischen 10 und 20 Prozent hinter den Modellen von Lenovo und Toshiba, was sich mit unseren subjektiven Eindrücken deckt. Beim Aufbau und Scrollen komplexer Webseiten, Multitasking oder Installationsvorgängen wünscht man sich gelegentlich doch etwas größere Performance-Reserven, wenngleich wir hier auf relativ hohem Niveau meckern. Langsam oder träge reagiert das System nämlich keineswegs – nur bleibt zu bedauern, dass die konservative BIOS-Programmierung einen Teil des bestehenden Leistungspotentials verschenkt.

PCMark 8
Work Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
Intel Core M-5Y51, Intel HD Graphics 5300
3480 Points ∼88%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
3806 Points ∼97% +9%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
3936 Points ∼100% +13%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a, Intel HD Graphics 5300
3291 Points ∼84% -5%
Creative Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
Intel Core M-5Y51, Intel HD Graphics 5300
2705 Points ∼83%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
3090 Points ∼95% +14%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
3263 Points ∼100% +21%
Home Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
Intel Core M-5Y51, Intel HD Graphics 5300
2397 Points ∼85%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
2690 Points ∼96% +12%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
2816 Points ∼100% +17%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a, Intel HD Graphics 5300
2480 Points ∼88% +3%
PCMark 7 - Score (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
Intel Core M-5Y51, Intel HD Graphics 5300
4087 Points ∼81%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
4602 Points ∼91% +13%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
4421 Points ∼87% +8%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a, Intel HD Graphics 5300
4135 Points ∼82% +1%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U, Intel HD Graphics 4400
5066 Points ∼100% +24%
PCMark 7 Score
4087 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
2397 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
2705 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
3480 Punkte
Hilfe

Grafikkarte

H.265-Wiedergabe
H.265-Wiedergabe

Die Auswirkungen der TDP-Beschränkung betreffen neben der CPU natürlich auch die integrierte Grafikeinheit HD Graphics 5300, die im 3DMark gegenüber ähnlich ausgestatteten Kontrahenten merklich zurückfällt. Anders als beim Prozessor-Part sehen wir hier aber kein größeres Problem – für aufwändige 3D-Software ist die GPU so oder so zu langsam, wohingegen die flüssige Beschleunigung des Windows-Desktops selbst auf einem externen 4K-Display mühelos gelingt. Die Wiedergabe von H.264-Videos (4K, 100 Mbit/s) meistert der Broadwell-Chip ebenfalls mit links, lediglich H.265/HEVC zwingt den Hybrid-Decoder mit steigender Auflösung und Bitrate in die Knie (vereinzelte Framedrops bei 4K und 2,6 Mbit/s). Erst Intels kommende CPU-Generation Skylake hat dedizierte Fixed-Function-Hardware zur Verarbeitung des noch recht jungen Video-Codecs an Bord.

3DMark 11
1280x720 Performance GPU (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
HD Graphics 5300, 5Y51, Samsung SSD PM851 256 GB MZNTE256HMHP
555 Points ∼70%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
669 Points ∼84% +21%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
693 Points ∼87% +25%
Dell Venue 11 Pro 7140
HD Graphics 5300, 5Y10a, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
795 Points ∼100% +43%
Microsoft Surface Pro 3
HD Graphics 4400, 4300U, Hynix HFS128G3MNM
791 Points ∼99% +43%
1280x720 Performance (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
HD Graphics 5300, 5Y51, Samsung SSD PM851 256 GB MZNTE256HMHP
625 Points ∼71%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
753 Points ∼85% +20%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
775 Points ∼88% +24%
Dell Venue 11 Pro 7140
HD Graphics 5300, 5Y10a, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
883 Points ∼100% +41%
Microsoft Surface Pro 3
HD Graphics 4400, 4300U, Hynix HFS128G3MNM
877 Points ∼99% +40%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Score (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
HD Graphics 5300, 5Y51, Samsung SSD PM851 256 GB MZNTE256HMHP
371 Points ∼77%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
450 Points ∼93% +21%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
453 Points ∼94% +22%
Dell Venue 11 Pro 7140
HD Graphics 5300, 5Y10a, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
466 Points ∼96% +26%
Microsoft Surface Pro 3
HD Graphics 4400, 4300U, Hynix HFS128G3MNM
483 Points ∼100% +30%
1280x720 Cloud Gate Standard Score (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
HD Graphics 5300, 5Y51, Samsung SSD PM851 256 GB MZNTE256HMHP
2946 Points ∼71%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
3522 Points ∼85% +20%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
3585 Points ∼86% +22%
Dell Venue 11 Pro 7140
HD Graphics 5300, 5Y10a, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
3484 Points ∼84% +18%
Microsoft Surface Pro 3
HD Graphics 4400, 4300U, Hynix HFS128G3MNM
4146 Points ∼100% +41%
1280x720 Ice Storm Standard Score (nach Ergebnis sortieren)
HP Elite x2 1011 G1
HD Graphics 5300, 5Y51, Samsung SSD PM851 256 GB MZNTE256HMHP
29336 Points ∼75%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
35119 Points ∼90% +20%
Toshiba Portege Z20t-B-10C
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
35835 Points ∼92% +22%
Dell Venue 11 Pro 7140
HD Graphics 5300, 5Y10a, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
38912 Points ∼100% +33%
Microsoft Surface Pro 3
HD Graphics 4400, 4300U, Hynix HFS128G3MNM
29229 Points ∼75% 0%
3DMark 06 Standard
4144 Punkte
3DMark 11 Performance
625 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
29336 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
2946 Punkte
3DMark Fire Strike Score
371 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Angesichts der begrenzten Grafikleistung bewältigt das Convertible nur wenige Spiele der jüngeren Vergangenheit mit akzeptablen Frameraten. Dazu zählen beispielsweise Titel wie Tomb Raider oder Dota 2, aber auch das in Minimal-Settings sehr anspruchslose Dirt Rally. Ein Far Cry 4, Evolve oder The Witcher 3 braucht man dagegen gar nicht erst zu installieren – selbst 1.024 x 768 Pixel und niedrigste Einstellungen führen hier zu meist einstelligen Bildraten.

min. mittel hoch max.
Tomb Raider (2013) 3116.29.8fps
BioShock Infinite (2013) 12.310.6fps
Dota 2 (2013) 33.121.49.8fps
Dirt Rally (2015) 4112.5fps
The Witcher 3 (2015) 6.23.7fps
Batman: Arkham Knight (2015) 54fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Auf den ersten Blick erinnern die schmalen Gitter an der Rückseite des Tablets an Lautsprecheröffnungen – tatsächlich versteckt sich dahinter jedoch ein kleiner Lüfter, der die Abwärme des Prozessors nach außen befördern soll. Dies erstaunt uns dann doch etwas – wenn Lenovo und Toshiba sogar einen auf 6 Watt gedopten Core M rein passiv kühlen können, warum schafft HP dies bei nur 4,5 Watt nicht?

Immerhin können wir konstatieren: Wer sein Ohr nicht direkt an den Luftauslass hält, dürfte den zierlichen Ventilator schwerlich bemerken. Im Alltag schaltet sich selbiger meist komplett ab und auch anhaltende Volllast treibt den Lärmpegel kaum über 30 bis 31 dB(A) – das entspricht etwa dem leisen Säuseln einer mechanischen Festplatte im Leerlauf.

Lautstärkediagramm

Idle
29.1 / 29.1 / 29.1 dB(A)
Last
30.1 / 31 dB(A)
  red to green bar
 
 
30 dB
leise
40 dB(A)
deutlich hörbar
50 dB(A)
störend
 
min: dark, med: mid, max: light   Voltcraft SL-451 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Stresstest
Stresstest
Prime95
Prime95

Wer den zusätzlichen Lüfter nun gleich als überflüssig abtut, urteilt vorschnell: Anders als das ThinkPad Helix 2 oder Portege Z20t bleibt das Elite x2 auch in Extremsituationen angenehm kühl. Nicht einmal unser bei sommerlichen Verhältnissen durchgeführter Stresstest erwärmt das Gehäuse über 37 °C, während die Konkurrenz teils deutlich die 40-Grad-Marke knackt.

Auch die Hardware bleibt von kritischen Temperaturen verschont und vermeldet, belastet mit Prime95 und FurMark, Werte von rund 60 °C. Limitiert durch die niedrige TDP muss der Core M leider dennoch stark throtteln und seine Taktraten auf 500 MHz (CPU) respektive 300 MHz (GPU) reduzieren. Schade, dass HP nicht einen optionalen "Power-Modus" integriert hat, der unter Inkaufnahme einer etwas höheren Leistungsaufnahme mehr Performance bereitstellt – thermisch würde das Convertible dank aktiver Kühlung dafür jede Menge Reserven bieten.

Wärmebildaufnahme unter Volllast
Wärmebildaufnahme unter Volllast

Mittels der Wärmebild-Kamera Therm-App von Opgal Optronic haben wir die Hitzeentwicklung des Elite x2 auch visuell untersucht. In unserer Aufnahme bei voller Hardwareauslastung sticht vor allem der Luftauslass oben rechts am Gerät deutlich hervor, der den einzigen nennenswerten Hotspot des Gerätes darstellt. Ansonsten zeigt das Chassis, wie bereits zuvor beschrieben, keinerlei Anzeichen für eine nennenswerte Erwärmung.

 28.1 °C28.3 °C27.9 °C 
 28.6 °C28.7 °C28 °C 
 28.2 °C30.5 °C28.4 °C 
Maximal: 30.5 °C
Durchschnitt: 28.5 °C
27.9 °C29.9 °C28.5 °C
28 °C29 °C28.6 °C
28.3 °C28.7 °C29 °C
Maximal: 29.9 °C
Durchschnitt: 28.7 °C
Netzteil (max.)  33 °C | Raumtemperatur 24.4 °C | Fluke 62 Max
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 34 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Convertible v7 auf 30.3 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 36.6 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.4 °C (von 21.8 bis 55.7 °C für die Klasse Convertible v7).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 37.3 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.5 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 28.5 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.3 °C.
(+) Die Handballen und der Touchpad-Bereich erreichen maximal 35.7 °C und damit die typische Hauttemperatur und fühlen sich daher nicht heiß an.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 29 °C (-6.7 °C).

Lautsprecher

Unterhalb des Displays hat HP zwei Stereolautsprecher eingebaut, die den Anwender direkt anstrahlen. Dem brillianten Hochtonbereich stehen relativ niedrige Pegelreserven so wie praktisch nicht vorhandene Bässe gegenüber, sodass wir insgesamt von einer nur mittelmäßigen Gesamtvorstellung sprechen können. Für Filme oder Musik empfiehlt sich darum der Anschluss externer Boxen mittels 3,5-Millimeter-Klinke oder DisplayPort (ggf. per Adapter auf HDMI).

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Bei ruhendem Windows-Desktop, minimaler Displayhelligkeit und deaktivierten Funkmodulen saugt das Elite x2 rekordverdächtig niedrige 1,5 Watt aus der Steckdose – ein beeindruckender Beleg für die Energiesparfähigkeiten der Core-M-Plattform. Bei maximierter Hintergrundbeleuchtung steigt der Verbrauch auf bis zu 4,0 Watt, ein weiteres Watt genehmigt sich der WLAN-Adapter.

Auch unter Last bleibt das Convertible ausgesprochen genügsam. Direkt nach dem Start des Stresstests vermeldet unser Messgerät Spitzenwerte von knapp 17 Watt, langfristig lassen sich höchstens 13 bis 14 Watt beobachten. Das mitgelieferte 45-Watt-Netzteil erscheint da fast schon überdimensioniert.

Stromverbrauch
Idledarkmidlight 1.5 / 4 / 5 Watt
Last midlight 13.9 / 16.9 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Extech Power Analyzer 380803

Akkulaufzeit

Neben dem 33-Wh-Akku im Tablet selbst hat HP noch einen weiteren Energiespeicher im Tastatur-Dock versteckt, der zusätzliche 21 Wh bereitstellt. Insgesamt kommt das Gerät damit auf 54 Wh – mehr als das Helix 2 (35 Wh) oder Venue 11 Pro (38 Wh, beide ohne Zweitakku getestet) bieten, aber keine Konkurrenz für die 72 Wh des Portege Z20t.

In Verbindung mit seinem niedrigen Energiebedarf erzielt das Elite x2 überaus stattliche Laufzeiten. Bei praxisnaher Nutzung, das heißt angepasster Displayhelligkeit (rund 150 cd/m²) und Browsing via WLAN, sind locker 11 Stunden und mehr möglich. Einziger Wermutstropfen: Trotz kräftigem Netzteil werden die Akkus nur extrem langsam geladen – rund zweieinhalb Stunden benötigt jeder der beiden, was infolge der sequentiellen Ladestrategie zu einer Gesamtdauer von satten 5 Stunden führt.

Reader's Test
Reader's Test
WLAN-Test
WLAN-Test
H.264-Test
H.264-Test
Classic Test
Classic Test
Ladevorgang
Ladevorgang
HP Elite x2 1011 G1
54 Wh
Lenovo ThinkPad Helix 2
35 Wh
Toshiba Portege Z20t-B-10C
72 Wh
Dell Venue 11 Pro 7140
38 Wh
Microsoft Surface Pro 3
42 Wh
Akkulaufzeit
-29%
27%
-21%
-27%
Idle
1063
964
-9%
1616
52%
777
-27%
1096
3%
H.264
658
360
-45%
787
20%
WLAN
675
760
13%
Last
288
197
-32%
348
21%
244
-15%
124
-57%
WLAN (alt)
396
562
504
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
17h 43min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
11h 15min
Big Buck Bunny H.264 1080p
10h 58min
Last (volle Helligkeit)
4h 48min

Fazit

Pro

+ solides, gut verarbeitetes Gehäuse
+ DisplayPort (4K @ 60 Hz)
+ hervorragende Tastatur und Digitizer
+ helles und blickwinkelstabiles FullHD-Display
+ geringe Geräusch- und Temperaturentwicklung
+ lange Akkulaufzeiten
+ 3 Jahre Garantie

Contra

- kein ac-WLAN
- mittelmäßige Kameras
- Mauspad mit Sensortasten
- eingeschränkte CPU-Leistung
- langsame Akkuladung
- hoher Preis
HP Elite x2 1011 G1
HP Elite x2 1011 G1

Die Konkurrenz hat vorgelegt: Modelle wie das Lenovo ThinkPad Helix 2 und Toshiba Portege Z20t zeigen, was man von einem modernen Business-Detachable alles erwarten darf. Dennoch ist es HP gelungen, mit Elite x2 1011 G1 eigene Akzente zu setzen – einige im positiven, andere eher im negativen Sinne.

Ausdrücklich loben wollen wir das durchgängig hohe Qualitätsniveau des gesamten Gerätes, die knackige Tastatur sowie das helle und blickwinkelstabile IPS-Display. Sollte letzteres einmal nicht ausreichen, lassen sich mittels DisplayPort auch 4K-Monitore in 60 Hz ansteuern – ein dicker Pluspunkt gegenüber vielen Kontrahenten. Praxisnahe Akkulaufzeiten von über 11 Stunden sowie geringe Emissionen (trotz beziehungsweise gerade wegen des integrierten Lüfters) runden die Vorstellung ab.

In anderen Disziplinen sehen wir dagegen noch Verbesserungspotential: Schnelles ac-WLAN, ordentliche Kamerasensoren sowie ein Touchpad mit physischen Tasten sollten in dieser Preis- und Geräteklasse eigentlich selbstverständlich sein. Vor allem aber enttäuscht die mäßige Performance des teuer bezahlten Core M-5Y51, der mit angepassten Energieeinstellungen deutlich mehr leisten könnte. All das macht aus dem Elite x2 zwar noch lange kein schlechtes Produkt; ein vergleichender Blick auf die erwähnten Konkurrenten erscheint aber in jedem Fall ratsam.

HP Elite x2 1011 G1 - 16.08.2015 v4(old)
Till Schönborn

Gehäuse
88 / 98 → 90%
Tastatur
88%
Pointing Device
75%
Konnektivität
60 / 80 → 75%
Gewicht
67 / 35-78 → 74%
Akkulaufzeit
93%
Display
80%
Leistung Spiele
58 / 68 → 85%
Leistung Anwendungen
71 / 87 → 82%
Temperatur
93%
Lautstärke
97%
Audio
63 / 91 → 69%
Kamera
61 / 85 → 72%
Durchschnitt
76%
81%
Convertible - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Till Schönborn (Update: 15.05.2018)
Till Schönborn
Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.