Notebookcheck

Test Toshiba Portege Z20t-B-10C Convertible

Teures Laufzeitwunder. Satte 2.000 Euro verlangt Toshiba für die Top-Konfiguration seines neuen Business-Convertibles – dafür erhält der Anwender ein umfassend ausgestattetes Arbeitsgerät mit enormer Akkulaufzeit. Dank entspiegeltem Touchscreen empfiehlt sich das Portege Z20t auch für den Außeneinsatz.

Warum zwischen Notebook und Tablet entscheiden, wenn man auch beides haben kann? Die Flexibilität, die ein Convertible oder 2-in-1-Notebook bietet, wird nicht nur von Studenten hoch geschätzt – auch in Unternehmen findet die vielseitige Geräteklasse wachsenden Anklang.

Genau wie andere Hersteller ist auch Toshiba gleich mehrfach im Segment der Business-Convertibles vertreten. Das jüngste Mitglied im Produkt-Portfolio hört auf die Bezeichnung Portege Z20t und tritt in Konkurrenz zum Lenovo ThinkPad Helix 2, Microsoft Surface Pro 3 sowie Dell Venue 11 Pro. Mit seinem 12,5-Zoll-Display fällt das Portege allerdings etwas größer als die genannten Kontrahenten aus.

Für ausreichend Leistung sorgen bei unserem rund 2.000 Euro teuren Testgerät ein passiv gekühlter Intel Core M-5Y71 samt 8 GB RAM sowie 256 GB SSD-Speicher. Weiterhin im Kaufpreis inbegriffen sind ein UMTS/LTE-Modem, ein Tastatur-Dock samt Zusatzakku sowie gleich zwei Eingabestifte (Digitizer). Als Schnäppchen dürfte das Z20t trotz dieser umfangreichen Ausstattung jedoch nicht durchgehen.

Toshiba Portege Z20t-B-10C (Portege Z20 Serie)
Grafikkarte
Intel HD Graphics 5300, Kerntakt: 300 - 900 MHz, Speichertakt: 800 MHz, Dual-Channel Memory, 10.18.10.3977
Hauptspeicher
8192 MB 
, Dual-Channel LPDDR3-1600, onboard, nicht erweiterbar
Bildschirm
12.5 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel, kapazitiv (10 Finger) + Digitizer, Native Unterstützung für die Stifteingabe, Toshiba TOS508F, IPS-Panel, LED-Backlight, spiegelnd: nein, abnehmbarer Bildschirm
Massenspeicher
Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU, 256 GB 
, 198 GB verfügbar
Soundkarte
Intel Broadwell PCH-LP - High Definition Audio Controller
Anschlüsse
1 USB 2.0, 2 USB 3.0 / 3.1 Gen1, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, 1 Docking Station Anschluss, Audio Anschlüsse: Headset-Buchse (3,5 Millimeter Klinke), Card Reader: MicroSD, Helligkeitssensor, Sensoren: 3D Acceleration Sensor, Gyroskopischer Sensor, VGA, RJ45 Ethernet
Netzwerk
Intel I218-LM Gigabit (10/100/1000/2500/5000MBit/s), Intel Dual Band Wireless-AC 7265 (a/b/g/h/n = Wi-Fi 4/ac = Wi-Fi 5), Bluetooth 4.0, Sierra Wireless EM7305 Mobile Broadband 3G/LTE (4G), LTE
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 21 x 309 x 215
Akku
72 Wh Lithium-Polymer, 36 Wh (Tablet) + 36 Wh (Dock)
Betriebssystem
Microsoft Windows 8.1 Pro 64 Bit
Kamera
Webcam: 2.0 MP (Vorderseite) + 5.0 MP (Rückseite)
Primary Camera: 5 MPix
Secondary Camera: 2 MPix
Sonstiges
Lautsprecher: Stereo, Tastatur: Chiclet, Tastatur-Beleuchtung: ja, 2x Digitizer + 3 Ersatzspitzen, 45-Watt-Netzteil, Broschüren, Toshiba System Settings, Toshiba Tempro, Eco Utility, 12 Monate Garantie, Lüfterlos
Gewicht
1.493 kg, Netzteil: 150 g
Preis
2000 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Prinzipbedingt versteckt sich die gesamte Hardware des Portege nicht in der Basiseinheit, sondern direkt hinter dem Display. Ein kleiner Riegel löst bei Bedarf die Verbindung zwischen Dock (763 Gramm) und Tablet (730 Gramm, 8,8 Millimeter Dicke), beim Aufstecken rastet die Mechanik automatisch ein. Obwohl die Konstruktion prinzipiell sehr massiv und solide wirkt, wackelt die Anzeige in ihrer Halterung etwas lose hin und her – an der Displayoberseite messen wir rund eineinhalb Zentimeter Spiel. Ein ärgerlicher, wenngleich in dieser Geräteklasse recht häufig anzutreffender Makel, der leider die Arbeit der angenehm präzisen Scharniere konterkariert.

Das Tablet selbst wird unter anderem aus einer Magnesiumlegierung gefertigt und soll dadurch Stürze aus bis zu 76 Zentimetern Höhe schadlos überstehen. Auch wenn wir dieses Versprechen nicht praktisch überprüft haben, können wir dem Chassis eine ordentliche Stabilität attestieren; ganz so verwindungssteif wie ein Surface Pro 3 wirkt das Z20t allerdings nicht. Die Bildfläche wird von gehärtetem IOX-Glas geschützt und verfügt über eine Anti-Glare- sowie Anti-Fingerprint-Beschichtung.

Auch das Tastatur-Dock muss sich keineswegs verstecken und fällt sogar noch etwas stabiler als die Displayeinheit aus. Verarbeitungsmängel haben wir bei beiden Komponenten vergeblich gesucht: Kleine Spaltmaße und sauber angepasste Materialübergänge zeugen von einer sorgfältigen Qualitätskontrolle, was man in diesem Preisbereich aber auch erwarten darf.

Ausstattung

Direkt am Tablet hat Toshiba einen Micro-USB-2.0- sowie einen Micro-HDMI-Anschluss untergebracht, sodass sich auch ohne Dock ein Beamer oder sonstige Peripherie anbinden lassen. Weiterhin stehen ein MicroSD-Kartenleser sowie die obligatorische Headset-Buchse bereit. Darüber hinaus hätten wir uns lediglich noch einen Full-Size-USB-Port sowie einen (Mini-)DisplayPort-Ausgang gewünscht, um zumindest in einigen Situationen auf nervige Adapter verzichten zu können.

Angedockt wird das Schnittstellenangebot um 2x USB-3.0, Gbit-LAN, HDMI und einen analogen VGA-Ausgang erweitert. Sämtliche Anschlüsse befinden sich dabei im hinteren Bereich der beiden Seitenflanken, wo Kabel und USB-Geräte den Anwender nur wenig stören.

Oberseite: keine Anschlüsse
Oberseite: keine Anschlüsse
linke Seite: Kensington Lock, VGA, HDMI
linke Seite: Kensington Lock, VGA, HDMI
rechte Seite: SIM-Slot, Ein/Aus, Lautstärke, Micro-USB 2.0, Micro-HDMI, MicroSD, Headset-Buchse (oben); 2x USB 3.0, Gbit-LAN, Netzteilanschluss (unten)
rechte Seite: SIM-Slot, Ein/Aus, Lautstärke, Micro-USB 2.0, Micro-HDMI, MicroSD, Headset-Buchse (oben); 2x USB 3.0, Gbit-LAN, Netzteilanschluss (unten)
Unterseite: Stylus, Dock-Anschluss, Netzteilanschluss
Unterseite: Stylus, Dock-Anschluss, Netzteilanschluss

Kommunikation

WLAN-Geschwindigkeit (802.11ac)
WLAN-Geschwindigkeit (802.11ac)

Sowohl Gbit-LAN- (I218-LM) als auch Funkadapter (Wireless-AC 7265) stammen von Intel und zählen zur Oberklasse aktueller Netzwerkhardware. So beherrscht das Wireless-AC 7265 neben Bluetooth 4.0 auch sämtliche aktuelle WLAN-Standards im 2,4- und 5-GHz-Band (802.11a/b/g/n/ac). Mittels 2x2-Dual-Stream-Technik erreicht die Bruttoübertragungsrate theoretisch bis zu 866 Mbit/s; wir kamen bei optimalen Empfangsbedingungen und einem Router vom Typ TP-Link Archer C7 auf immerhin knapp 300 Mbit/s netto. Reichweite und Verbindungsstabilität hinterließen im Test einen ebenfalls soliden Eindruck.

Damit auch unterwegs stets ein schneller Internetzugang bereitsteht, integriert das Portege zusätzlich ein WWAN-Modul mit 3G- und 4G-Support (Sierra Wireless EM7305). Nach dem Einsetzen einer passenden SIM-Karte sind so in entsprechend ausgebauten LTE-Netzen Up-/Download-Geschwindigkeiten von maximal 50/100 Mbit/s möglich.

Obwohl die vorderseitige Webcam mit 2,0 Megapixeln etwas höher als bei den meisten anderen Notebooks auflöst, enttäuscht die Bildqualität auf ganzer Linie: Verwaschene Farben, starkes Rauschen und bescheidene Detailwiedergabe qualifizieren den Sensor allenfalls für Skype & Co. Etwas besser schneidet die rückwärtige 5,0-Megapixel-Kamera mit Autofokus ab, ohne jedoch mit einem preiswerten Smartphone konkurrieren zu können. Während man darüber noch hinwegsehen könnte – ein Business-Tablet soll schließlich keine Urlaubsfotos schießen –, sind die undeutlichen Sprachaufnahmen des zugehörigen Mikrofons ein echtes Ärgernis; Webkonferenzen ohne Headset sollte man darum besser vermeiden.

2.0-MP-Webcam
2.0-MP-Webcam
5.0-MP-Hauptkamera
5.0-MP-Hauptkamera

Sicherheit 

Mit verschiedene Sicherheits- und Management-Features wie Kensington Lock, TPM sowie Intel-vPro- und -AMT-Support erfüllt das Z20t die wichtigsten Anforderungen für den Einsatz im Unternehmensbereich. Schade nur, dass auf einen Fingerabdruckscanner verzichtet wurde – Lenovo hat diesen beim Helix 2 ganz einfach auf die Rückseite des Tablets verlagert.

Weitere Informationen und Hintergründe zum Thema Sicherheit hält unser FAQ-Artikel bereit.

Zubehör

Im Lieferumfang des Gerätes entdecken wir neben einigen Broschüren noch ein kompaktes 45-Watt-Netzteil, einen im Tablet integrierten Digitizer sowie einen deutlich größeren Wacom-Stift. Beide werden wir später noch genauer vorstellen.

Das vorinstallierte Softwarepaket beschränkt sich nicht nur auf einige nützliche System-Tools und Programme wie Evernote, sondern schließt leider auch einige Werbe-Links/-Apps auf dem Desktop mit ein. Diese lassen sich zwar mit wenigen Klicks entfernen, erscheinen uns bei einem Profi-Gerät aber dennoch fehl am Platz. Als Virenscanner dient eine 30-Tage-Testversion von McAfee LiveSafe.

Wartung

Mangels sichtbarer Schrauben ist ein Öffnen des Gehäuses nicht ohne Weiteres möglich. Ohnehin besteht dafür kaum ein Anlass – zu reinigende Lüfter gibt es im Inneren ebensowenig wie freie Erweiterungssteckplätze. 

Garantie

Ungeachtet des stattlichen Grundpreises gilt die Herstellergarantie nur in den ersten 12 Monaten ab Kauf (Reliabiltity Guarantee) – wer auch darüber hinaus abgesichert sein will, sollte zu einem der optional angebotenen Erweiterungspakete greifen. Ein Upgrade auf 3 Jahre Vor-Ort-Service ist bereits ab knapp 100 Euro erhältlich.

Eingabegeräte

Tastatur

Erfreulicherweise hat Toshiba dem Z20t eine absolut vollwertige Tastatur mit Spritzwasserschutz und Hintergrundbeleuchtung spendiert, die sich weder bezüglich Layout noch Buchstabengröße (15 x 15 Millimeter) nennenswert von einem herkömmlichen Subnotebook unterscheidet. Einzig die diversen Funktionstasten sind dem Hersteller ein wenig zu klein geraten, was beim Schreiben jedoch nur selten stört.

In der Praxis können wir dem Keyboard ein insgesamt gutes Zeugnis ausstellen, wenngleich sich das Anschlagverhalten beispielsweise deutlich von einem ThinkPad Helix 2 unterscheidet. Während sich der Druckpunkt bei Lenovo mechanisch-massiv anfühlt und auf einen überaus langen Federweg folgt, tippt es sich auf dem Portege deutlich sanfter, kurzhubiger und auch leiser. Welcher Ansatz einem besser gefällt, bleibt Geschmackssache – hohe Schreibgeschwindigkeiten lassen sich mit beiden Keyboards erzielen.

Touchpad und Trackpoint

Mit rund 10 x 5,2 Zentimetern bietet das von Alps stammende Touchpad ausreichende Abmessungen, um den Finger beim Navigieren nicht allzu oft neu ansetzen zu müssen. Die glatte, aber dennoch angenehm griffige Oberflächenstruktur vermittelt dem Anwender dabei ein detailliertes Feedback und ermöglicht so eine schnelle und präzise Maussteuerung. Praktisch: Ein zweifaches Tippen in der oberen rechten Ecke lässt das Convertible in den Energiesparmodus wechseln, ein Doppelklick links oben (de-)aktiviert das Touchpad. Apropos Touchpad: Eigentlich müsste man das Eingabegerät als sogenanntes Clickpad bezeichnen, da die knackig auslösenden Maustasten direkt in die Eingabefläche integriert wurden. Wer lieber auf den ebenfalls tadellos arbeitenden Trackpoint zurückgreift, darf sich dagegen über zwei dedizierte Tasten freuen.

Tastatur
Tastatur
Touchpad und Trackpoint
Touchpad und Trackpoint

Digitzier und Touchscreen

Auch wenn das Portege wie jedes Tablet problemlos mit dem Finger bedient werden kann, empfiehlt sich diese Eingabemethode nur zum Surfen oder für die Touch-optimierte Kachel-Oberfläche von Windows 8.1. Kleine Symbole und die Schaltfläche in klassischen Windows-Anwendungen trifft man so allerdings schwer, handschriftliche Eingaben sind ebenfalls nur umständlich möglich.

Die Lösung für dieses Problem stellt ein Eingabestift dar, wie ihn Toshiba in diesem Fall gleich zweifach beilegt. Zum einen steckt im Tablet ein kleiner, drucksensitiver Digitizer, der bis in die Randbereiche mit einer Genauigkeit von etwa 1 - 2 Millimetern arbeitet. Zusätzlich liegt dem Z20t noch ein zweiter, deutlich größerer und subjektiv etwas genauerer Eingabestift von Wacom bei. Beide Digitizer gleiten ruckfrei und leichtgängig, aber nicht ganz geräuschlos über die entspiegelte Bildoberfläche.

Digitizer
Digitizer

Display

Aus der Displayauflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln bei einer Bilddiagonale von 12,5 Zoll errechnet sich eine Pixeldichte von 176 ppi, etwas weniger als beim Surface Pro 3 (2.160 x 1.440 Pixel @ 12", 216 ppi) oder ThinkPad Helix 2 (1.920 x 1.080 Pixel @ 11,6", 190 ppi). Einen wirklichen Nachteil für das Portege sehen wir darin aber nicht – gestochen scharf erscheint die Darstellung jedenfalls allemal, zudem führen noch höhere Auflösungen oftmals zu Skalierungsproblemen in älterer Software und treiben die Leistungsaufnahme nach oben.

Auch in puncto Helligkeit muss sich das Z20t der Konkurrenz knapp geschlagen geben. Bei deaktiviertem Umgebungslichtsensor messen wir eine durchschnittliche Leuchtdichte von 301 cd/m², die sich leider nicht ganz gleichmäßig über das gesamte Display verteilt. Am unteren Rand ist die Darstellung bis zu 80 cd/m² dunkler als in der Bildmitte, was jedoch nur bei großen einfarbigen Flächen auffällt. Bei reduzierter Helligkeit arbeitet das Backlight im PWM-Betrieb und kann deshalb minimal flimmern; ebenso wie die verbesserungswürdige Ausleuchtung dürfte dies in der Praxis aber nur von den allerwenigsten Anwendern als störend wahrgenommen werden.

310
cd/m²
331
cd/m²
301
cd/m²
314
cd/m²
342
cd/m²
292
cd/m²
282
cd/m²
279
cd/m²
260
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Toshiba TOS508F
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 342 cd/m² Durchschnitt: 301.2 cd/m²
Ausleuchtung: 76 %
Helligkeit Akku: 341 cd/m²
Kontrast: 870:1 (Schwarzwert: 0.393 cd/m²)
ΔE Color 9.69 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 9.27 | 0.64-98 Ø6.2
40.4% AdobeRGB 1998 (Argyll 3D)
Gamma: 2.95
Toshiba Portege Z20t-B-10C
1.920 x 1.080; IPS-Panel
Lenovo ThinkPad Helix 2
1.920 x 1.080; IPS-Panel
Microsoft Surface Pro 3
2.160 x 1.440; IPS-Panel
Dell Venue 11 Pro 7140
1.920 x 1.080; IPS-Panel
Bildschirm
29%
26%
22%
Helligkeit Bildmitte
342
365
7%
355.3
4%
386
13%
Brightness
301
342
14%
338
12%
357
19%
Brightness Distribution
76
86
13%
91
20%
84
11%
Schwarzwert *
0.393
0.329
16%
0.33
16%
0.4
-2%
Kontrast
870
1109
27%
1077
24%
965
11%
DeltaE Colorchecker *
9.69
4.37
55%
4.72
51%
3.71
62%
DeltaE Graustufen *
9.27
2.8
70%
6.53
30%
5.4
42%
Gamma
2.95 75%
2.3 96%
2.17 101%
2.33 94%
CCT
6010 108%
6595 99%
6707 97%
6666 98%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
40.4
59.37
47%

* ... kleinere Werte sind besser

AdobeRGB-Abdeckung (40,4 %)
AdobeRGB-Abdeckung (40,4 %)
sRGB-Abdeckung (55,6 %)
sRGB-Abdeckung (55,6 %)

Technisch basiert die vorliegende Anzeige auf einem hochwertigen IPS-Panel, welches für satte Schwarzwerte (0,39 cd/m²) und ein dementsprechend hohes Kontrastverhältnis (870:1) sorgt. Dass das Bild subjektiv dennoch nicht ganz so brillant wie beispielsweise bei einem Surface Pro 3 wirkt, liegt an der matten Displayoberfläche, die dafür andere Vorteile mit sich bringt – doch dazu in Kürze mehr.

Blicken wir zuvor noch auf die Farb- und Graustufenwiedergabe, die dem Portege ab Werk nur mäßig gut gelingt. Delta-E-Werte zwischen 9 und 10 sind für ein Profigerät eher enttäuschend, sodass sich eine nachträgliche Kalibrierung empfiehlt. Insbesondere Graustufen werden anschließend nahezu perfekt abgebildet, lediglich einige Blautöne schießen weiterhin weit an der Referenz vorbei. Vermutlich verhindert hier der stark eingeschränkte Farbraum weitere Verbesserungen.

Graustufen (unkalibriert)
Graustufen (unkalibriert)
Farbtreue (unkalibriert)
Farbtreue (unkalibriert)
Farbsättigung (unkalibriert)
Farbsättigung (unkalibriert)
Graustufen (kalibriert)
Graustufen (kalibriert)
Farbtreue (kalibriert)
Farbtreue (kalibriert)
Farbsättigung (kalibriert)
Farbsättigung (kalibriert)

Wie bereits mehrfach erwähnt, setzt Toshiba beim Portege auf ein mattes Display, wohingegen sämtliche Konkurrenten mit einer Tablet-typischen Glare-Type-Oberfläche daherkommen. Die aufgeklebte Entspiegelungsfolie leistet speziell im Außeneinsatz gute Dienste und eliminiert störende Reflexion fast vollständig. Selbst an sonnigen Tagen bleibt der Bildinhalt problemlos ablesbar – das schafft derzeit kein anderes Modell dieser Preis- und Geräteklasse.

Außeneinsatz (Sonnenschein)

Abgesehen von einem leichten Kontrastverlust bei extrem schräger Betrachtung erweist sich das IPS-Panel unseres Probanden als ausgesprochen blickwinkelstabil. Technisch minderwertige TN-Displays, die vor allem auf vertikale Bewegungen häufig mit sichtbaren Farbverschiebungen reagieren, sind bei Tablets allerdings ohnehin nur noch im absoluten Low-Cost-Segment anzutreffen.

Blickwinkel Toshiba Portege Z20t
Blickwinkel Toshiba Portege Z20t

Leistung

2,9 GHz maximale Turbo-Taktrate
2,9 GHz maximale Turbo-Taktrate

Der Intel Core M-5Y71 repräsentiert das derzeitige Topmodell der besonders sparsamen Core-M-Familie. Mit seiner TDP von nur 4,5 Watt liegt der Dual-Core-Chip weit unter herkömmlichen ULV-CPUs, die mit zumeist 15 Watt spezifiziert werden. Dennoch erreicht der Prozessor beachtliche 1,2 bis 2,9 GHz (Turbo Boost) und unterstützt Hyper-Threading zur parallelen Bearbeitung von bis zu vier Threads. Auch eine Grafikeinheit namens HD Graphics 5300 sowie ein Dual-Channel-Speichercontroller – in diesem Fall bestückt mit 8 GB LPDDR3-1600 – sind mit an Bord.

Wer sich mit 4 GB RAM und einem marginal langsameren Core M-5Y51 (1,1 - 2,6 GHz) zufrieden gibt, kann beim Kaufpreis etwa 200 Euro sparen und zum ansonsten identischen Schwestermodell Portege Z20t-B-103 greifen.

Systeminformationen Toshiba Portege Z20t-B-10C

Prozessor

2,6 GHz und TDP-Überschreitung zu Benchmarkbeginn...
2,6 GHz und TDP-Überschreitung zu Benchmarkbeginn...
...anschließend Abregelung bei 6 Watt, Taktrückgang auf 1,8 GHz
...anschließend Abregelung bei 6 Watt, Taktrückgang auf 1,8 GHz

Nur 4,5 Watt Leistungsaufnahme bei einer (Turbo-)Taktrate von fast 3 Ghz – wie kann das funktionieren? Die simple Antwort lautet: gar nicht. Zwar erreicht der Core M-5Y71 durchaus die beworbene Maximalfrequenz, allerdings nur bei kurzen Lastspitzen und deutlicher TDP-Überschreitung. So startet der Prozessor mit vollen 2,9 GHz (8,3 Watt) in den Single-Thread-Test des Cinebench R15, fällt jedoch nach wenigen Sekunden auf 2,3 GHz (6 Watt) zurück. Ein ähnliches Verhalten lässt sich bei Multi-Threading beobachten, wo der Takt von anfänglichen 2,6 GHz (12,5 Watt) auf 1,8 GHz (6 Watt) absinkt. Wie man an diesen Werten unschwer erkennen kann, scheint Toshiba die TDP von 4,5 auf 6 Watt angehoben zu haben – eine einfache, aber effektive Maßnahme zur Leistungssteigerung, die auch von anderen Herstellern genutzt wird.

Die zumindest temporär sehr hohen Taktraten sorgen für ein ausgesprochen flottes Ansprechverhalten und gute Ergebnisse in kurzen Benchmarks. Je länger die Belastung jedoch anhält, desto größer wird der Rückstand auf "normale" 15-Watt-Modelle. Erschwerend kommt hinzu, dass sich das Portege nach etwa 10 Minuten Volllast so stark erwärmt, dass die Leistungsaufnahme schrittweise weiter bis auf etwa 5 Watt reduziert werden muss.

Im Akkubetrieb wird der Verbrauch generell auf 4,5 Watt gedrosselt und überschreitet diesen Wert auch kurzzeitig nicht. Dadurch gehen die Taktraten auf etwa 2,0 GHz (Single-Threading) respektive 1,5 GHz (Multi-Threading) zurück, was entsprechende Auswirkungen auf die Performance nach sich zieht.

Cinebench R11.5
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
1.15 Points ∼93%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
1.13 Points ∼91% -2%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U
1.12 Points ∼90% -3%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a
0.94 Points ∼76% -18%
Toshiba Portege Z10t-A2111
Intel Core i7-4610Y
1.24 Points ∼100% +8%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
2.14 Points ∼77%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
2.04 Points ∼74% -5%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U
2.77 Points ∼100% +29%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a
2.01 Points ∼73% -6%
Toshiba Portege Z10t-A2111
Intel Core i7-4610Y
2.15 Points ∼78% 0%
Cinebench R15
CPU Single 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
97 Points ∼91%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
95 Points ∼89% -2%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a
83 Points ∼78% -14%
Toshiba Portege Z10t-A2111
Intel Core i7-4610Y
107 Points ∼100% +10%
CPU Multi 64Bit (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
190 Points ∼99%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
184 Points ∼96% -3%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a
190 Points ∼99% 0%
Toshiba Portege Z10t-A2111
Intel Core i7-4610Y
192 Points ∼100% +1%
X264 HD Benchmark 4.0
Pass 2 (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
11.47 fps ∼85%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
11.13 fps ∼83% -3%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U
13.47 fps ∼100% +17%
Toshiba Portege Z10t-A2111
Intel Core i7-4610Y
12.38 fps ∼92% +8%
Pass 1 (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71
85.13 fps ∼93%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71
91.19 fps ∼100% +7%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U
75.52 fps ∼83% -11%
Toshiba Portege Z10t-A2111
Intel Core i7-4610Y
72.53 fps ∼80% -15%
Cinebench R10 Shading 32Bit
4680
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
6606
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
3810
Cinebench R10 Shading 64Bit
3681 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
8486 Points
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
5068 Points
Cinebench R11.5 CPU Single 64Bit
1.15 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
17.84 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
2.14 Points
Cinebench R15 Ref. Match 64Bit
98 %
Cinebench R15 OpenGL 64Bit
20.74 fps
Cinebench R15 CPU Multi 64Bit
190 Points
Cinebench R15 CPU Single 64Bit
97 Points
Hilfe

Massenspeicher

AS-SSD-Benchmark
AS-SSD-Benchmark

Als Massenspeicher dient eine 256 GB große M.2-SSD vom Typ Toshiba HG6, die auf einem herstellereigenen Controller sowie MLC-NAND-Flash in 19-Nanometer-Fertigung basiert. Unsere Benchmarks mit AS SSD und CrystalDiskMark bescheinigen dem Laufwerk eine hervorragende Performance sowohl bei sequentiellen Transfers als auch in 4K-Messungen – signifikant bessere Ergebnisse erzielen lediglich einige wenige (derzeit noch sehr selten anzutreffende) PCIe-SSDs. Im Alltag sind die Leistungsunterschiede zwischen modernen SSDs allerdings ohnehin kaum spürbar, sodass bei einem Business-Gerät eher Verbrauch (0,065 - 2,5 Watt) und Ausfallsicherheit (MTTF: 1.500.000 Stunden) im Vordergrund stehen.

Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
Minimale Transferrate: 253.3 MB/s
Maximale Transferrate: 413.9 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 334.2 MB/s
Zugriffszeit: 0.1 ms
Burst-Rate: 200.4 MB/s
CPU Benutzung: 2.5 %

System Performance

Takt- und Temperaturverlauf im PCMark
Takt- und Temperaturverlauf im PCMark

Mit seinem zwar nicht dauerhaft stabilen, kurzzeitig aber sehr mächtigen Turbo Boost fängt der Core M einzelne Lastspitzen erstaunlich souverän ab. Da alltägliche Aufgaben wie das Laden einer Webseite, Programmstarts oder Installationen den Prozessor meist nur für wenige Sekunden auslasten, erweist sich die TDP- beziehungsweise Temperatur-Abregelung als kaum hinderlich; schon kurze Leerlaufphasen genügen, um den Turbo anschließend wieder voll ausnutzen zu können. In Kombination mit der reaktionsschnellen SSD ergibt sich so ein überaus performantes Arbeitsgerät – vorausgesetzt, man plant nicht den Einsatz anspruchsvoller Rendering- oder Simulationssoftware. Hier wäre ein Modell mit 15-Watt-CPU wie das Surface Pro 3 klar im Vorteil.

PCMark 7 - Score (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
4421 Points ∼87%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
4602 Points ∼91% +4%
Microsoft Surface Pro 3
HD Graphics 4400, 4300U, Hynix HFS128G3MNM
5066 Points ∼100% +15%
Dell Venue 11 Pro 7140
HD Graphics 5300, 5Y10a, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
4135 Points ∼82% -6%
Toshiba Portege Z10t-A2111
HD Graphics 4200, 4610Y, Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP
4973 Points ∼98% +12%
PCMark 8
Work Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
3936 Points ∼100%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
3806 Points ∼97% -3%
Dell Venue 11 Pro 7140
HD Graphics 5300, 5Y10a, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
3291 Points ∼84% -16%
Toshiba Portege Z10t-A2111
HD Graphics 4200, 4610Y, Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP
3441 Points ∼87% -13%
Creative Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
3263 Points ∼100%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
3090 Points ∼95% -5%
Toshiba Portege Z10t-A2111
HD Graphics 4200, 4610Y, Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP
2400 Points ∼74% -26%
Home Score Accelerated v2 (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba HG6 THNSNJ256GVNU
2816 Points ∼100%
Lenovo ThinkPad Helix 2
HD Graphics 5300, 5Y71, Toshiba THNSFJ256GDNU 256 GB
2690 Points ∼96% -4%
Dell Venue 11 Pro 7140
HD Graphics 5300, 5Y10a, Sandisk X110 M.2 SD6SP1M-128G
2480 Points ∼88% -12%
Toshiba Portege Z10t-A2111
HD Graphics 4200, 4610Y, Samsung PM851 Series MZMTE256HMHP
2282 Points ∼81% -19%
PCMark 7 Score
4421 Punkte
PCMark 8 Home Score Accelerated v2
2816 Punkte
PCMark 8 Creative Score Accelerated v2
3263 Punkte
PCMark 8 Work Score Accelerated v2
3936 Punkte
Hilfe

Grafikkarte

4K H.265: flüssige Wiedergabe im MPC-HC
4K H.265: flüssige Wiedergabe im MPC-HC

Hinter der HD Graphics 5300 verbirgt sich prinzipiell die gleiche Grafikeinheit, die auch als HD Graphics 5500 in verschiedenen ULV-Modellen zu finden ist. Beide stellen die mittlere, auch "GT2" genannte Ausbaustufe der Broadwell-GPU dar und integrieren je 24 Execution Units (EUs). Mit 300 - 900 MHz taktet die HD 5300 auf dem Papier nur unwesentlich niedriger als die meisten HD-5500-Ableger, real fällt die Differenz aufgrund des TDP-Unterschiedes jedoch spürbar größer aus.

Als Resultat dessen unterliegt die HD 5300 nicht nur der HD 5500 (hier vertreten durch das ThinkPad T450s), sondern muss sich auch der älteren HD 4400 geschlagen geben. Aufwändige 3D-Programme wird das Portege demzufolge nicht bewältigen, für Multimedia-Zwecke – einschließlich der Wiedergabe von 4K-Videos im H.265-Codec – ist die GPU aber vollkommen ausreichend.

3DMark 11 - 1280x720 Performance (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
775 Points ∼62%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
753 Points ∼60% -3%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U, Intel HD Graphics 4400
877 Points ∼70% +13%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a, Intel HD Graphics 5300
883 Points ∼71% +14%
Toshiba Portege Z10t-A2111
Intel Core i7-4610Y, Intel HD Graphics 4200
784 Points ∼63% +1%
Lenovo ThinkPad T450s-20BWS03F00
Intel Core i7-5600U, Intel HD Graphics 5500
1251 Points ∼100% +61%
3DMark
1920x1080 Fire Strike Score (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
453 Points ∼60%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
450 Points ∼60% -1%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U, Intel HD Graphics 4400
483 Points ∼64% +7%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a, Intel HD Graphics 5300
466 Points ∼62% +3%
Toshiba Portege Z10t-A2111
Intel Core i7-4610Y, Intel HD Graphics 4200
495 Points ∼66% +9%
Lenovo ThinkPad T450s-20BWS03F00
Intel Core i7-5600U, Intel HD Graphics 5500
753 Points ∼100% +66%
1280x720 Cloud Gate Standard Score (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
3585 Points ∼62%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
3522 Points ∼61% -2%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U, Intel HD Graphics 4400
4146 Points ∼72% +16%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a, Intel HD Graphics 5300
3484 Points ∼60% -3%
Toshiba Portege Z10t-A2111
Intel Core i7-4610Y, Intel HD Graphics 4200
3754 Points ∼65% +5%
Lenovo ThinkPad T450s-20BWS03F00
Intel Core i7-5600U, Intel HD Graphics 5500
5782 Points ∼100% +61%
1280x720 Ice Storm Standard Score (nach Ergebnis sortieren)
Toshiba Portege Z20t-B-10C
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
35835 Points ∼64%
Lenovo ThinkPad Helix 2
Intel Core M-5Y71, Intel HD Graphics 5300
35119 Points ∼63% -2%
Microsoft Surface Pro 3
Intel Core i5-4300U, Intel HD Graphics 4400
29229 Points ∼52% -18%
Dell Venue 11 Pro 7140
Intel Core M-5Y10a, Intel HD Graphics 5300
38912 Points ∼70% +9%
Toshiba Portege Z10t-A2111
Intel Core i7-4610Y, Intel HD Graphics 4200
32971 Points ∼59% -8%
Lenovo ThinkPad T450s-20BWS03F00
Intel Core i7-5600U, Intel HD Graphics 5500
55793 Points ∼100% +56%
3DMark 06 Standard
5273 Punkte
3DMark 11 Performance
775 Punkte
3DMark Ice Storm Standard Score
35835 Punkte
3DMark Cloud Gate Standard Score
3585 Punkte
3DMark Fire Strike Score
453 Punkte
Hilfe

Gaming Performance

Ungeachtet der bescheidenen Leistungsreserven kann man mit einem Core-M-System durchaus das ein oder andere Spiel wagen, zumindest wenn man sich mit älteren Titeln und niedrigen Grafikeinstellungen zufrieden gibt. Dabei gilt es allerdings zu beachten, dass typische Benchmarks nur wenige Minuten dauern; bei längerer Spielzeit heizt sich das Gerät wie zuvor beschrieben aber so stark auf, dass CPU und GPU immer weiter gedrosselt werden. Erzielt das Portege im ersten Durchlauf des Tomb-Raider-Benches noch 40,3 fps (1.024 x 768, minimale Details), sind es im darauffolgenden Run nur noch 37,3 fps. Nach 10 Wiederholungen hat sich die Framerate schließlich bei stabilen 33 fps eingependelt – ein Leistungsverlust von fast 20 Prozent.

min. mittel hoch max.
Tomb Raider (2013) 40.3 20.5 13.5 fps
Alien: Isolation (2014) 23.9 15.9 8.5 fps
F1 2014 (2014) 39 25 14 fps

Emissionen

Geräuschemissionen

Mangels Lüfter, mechanischer Festplatte oder sonstigen Störgeräuschen arbeitet das Z20t zu jeder Zeit absolut geräuschlos.

Temperatur

Stresstest
Stresstest
Prime95
Prime95

Die Nachteile der passiven Kühlung zeigen sich beim Blick auf die Temperaturentwicklung. Schon im normalen Alltagsbetrieb wird die Rückseite des Gerätes spürbar warm, unter Last klettern die Werte dann stellenweise über die 40-Grad-Marke. Ungünstigerweise liegt der entscheidende Hotspot genau dort, wo der Anwender das Gerät mit der rechten Hand hält – auch wenn der Prozessor im Tablet-Betrieb etwas niedriger taktet (und damit die Erwärmung begrenzt), hätte Toshiba den Broadwell-Chip besser mittig im Gehäuse platzieren sollen.

Die integrierten Sensoren des Core M-5Y71 vermelden zum Ende unseres einstündigen Stresstests etwa 85 °C und liefern damit die Begründung für die auf nur noch 5 Watt abgesunkene Package Power. Wir erinnern uns: Eigentlich dürfte die CPU dauerhaft bis zu 6 Watt aufnehmen, würden die Temperaturen nicht nach einiger Zeit einen Strich durch die Rechnung machen.

 23.3 °C25.7 °C27.4 °C 
 23.9 °C26.2 °C28.8 °C 
 26 °C28.9 °C28 °C 
Maximal: 28.9 °C
Durchschnitt: 26.5 °C
26.9 °C25.7 °C23.9 °C
27.7 °C25.9 °C24.2 °C
26.9 °C26 °C25.3 °C
Maximal: 27.7 °C
Durchschnitt: 25.8 °C
Netzteil (max.)  31.3 °C | Raumtemperatur 20.1 °C | Fluke 62 Max
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 35.2 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Convertible v7 auf 30.3 °C.
(-) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 48.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.4 °C (von 21.8 bis 55.7 °C für die Klasse Convertible v7).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 43.2 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 36.5 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 26.5 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.3 °C.
(-) Die Handballen und der Touchpad-Bereich können sehr heiß werden mit maximal 43 °C.
(-) Die durchschnittliche Handballen-Temperatur anderer getesteter Geräte war 28.9 °C (-14.1 °C).

Lautsprecher

Gemessen am dürftigen Standard anderer Tablets gefallen die nach vorne abstrahlenden Stereolautsprecher des Portege mit ihrem klaren Sound und ordentlicher Pegelfestigkeit. Leider fehlen wie so oft jegliche Bässe – mit externen Boxen oder Kopfhörern bereiten Filme und Musik darum definitiv mehr Freude.

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Im Leerlauf begnügt sich unser Kandidat mit gerade einmal 2,4 bis 5,6 Watt Leistungsaufnahme und liegt damit auf dem Niveau des ThinkPad Helix 2 (2,0 - 6,6 Watt) oder Venue 11 Pro (2,0 - 6,2 Watt). Kein Wunder, basieren doch alle drei auf der identischen Core-M-Plattform und verfügen über vergleichbar große und helle Displays.

Bei gleichzeitigem Start von Prime95 und FurMark lässt sich der Systemverbrauch für wenige Sekunden auf über 30 Watt treiben. Langfristig pendelt sich das Portege bei deutlich niedrigeren 15 Watt ein, um Hardware und Anwender vor allzu hohen Temperaturen zu bewahren. Auf den ersten Blick erscheint das mitgelieferte 45-Watt-Netzteil somit ausreichend dimensioniert; dennoch wäre gelegentlich eine noch höhere Maximalleistung wünschenswert, um den Akku im Betrieb schneller laden zu können.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0 / 0.1 Watt
Idledarkmidlight 2.4 / 4.6 / 5.6 Watt
Last midlight 15.6 / 30.7 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Extech Power Analyzer 380803

Akkulaufzeit

Neben einem 36-Wh-Akku im Tablet integriert das Z20t noch einen zweiten Energiespeicher, der ebenfalls 36 Wh fasst und sich im Inneren des Tastatur-Docks versteckt. Insgesamt stehen dem 12-Zöller somit satte 72 Wh zur Verfügung, was für hervorragende Laufzeiten zwischen knapp 6 Stunden (Volllast, maximale Helligkeit) und 27 Stunden (Leerlauf, minimale Helligkeit) sorgt. In der Praxis können Anwender mit rund 12 bis 13 Stunden Internet-Browsing oder Videowiedergabe bei mittlerer Bildhelligkeit (150 cd/m²) rechnen. Betreibt man das Gerät ohne Dock, halbieren sich die genannten Werte in etwa.

Reader's Test
Reader's Test
WLAN-Test
WLAN-Test
H.264-Test
H.264-Test
Classic Test
Classic Test
Ladevorgang
Ladevorgang
Toshiba Portege Z20t-B-10C
72 Wh
Lenovo ThinkPad Helix 2
35 Wh
Microsoft Surface Pro 3
42 Wh
Dell Venue 11 Pro 7140
38 Wh
Akkulaufzeit
-46%
-48%
-41%
Idle
1616
964
-40%
1096
-32%
777
-52%
H.264
787
360
-54%
WLAN
760
Last
348
197
-43%
124
-64%
244
-30%
WLAN (alt)
396
504
562
Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
26h 56min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
12h 40min
Big Buck Bunny H.264 1080p
13h 07min
Last (volle Helligkeit)
5h 48min

Fazit

Pro

+ sorgfältige Verarbeitung
+ hochwertige Eingabegeräte
+ Digitizer-Unterstützung
+ entspiegeltes IPS-Panel mit tadelloser Bildqualität
+ sehr gute Alltagsperformance
+ passive Kühlung
+ beeindruckende Akkulaufzeiten

Contra

- nur 12 Monate Garantie
- keine Aufrüstungsmöglichkeiten
- kein Fingerabdruckscanner
- extrem hoher Preis
Toshiba Portege Z20t
Toshiba Portege Z20t

Es ist immer wieder erstaunlich, wie mobil und leistungsstark moderne Convertibles mittlerweile geworden sind – in vielen Alltagssituationen fühlt sich ein passiv gekühltes Core-M-Gerät kaum langsamer als ein ausgewachsener Desktop-PC an. Allerdings: Dieses Kunststück beherrschen neben Toshiba auch Konkurrenten wie Lenovo und Dell, die bei ihren Modellen auf die gleiche Hardwareplattform setzen.

Warum also fast 2.000 Euro für das Portege Z20t ausgeben, wenn ein ThinkPad Helix 2 oder Venue 11 Pro schon für deutlich weniger Geld erhältlich ist? Fairerweise sollte man betonen, dass Toshiba ab Werk allerlei Zubehör beilegt, welches bei anderen Herstellern zusätzlich erworben werden muss. Neben den beiden Digitizern sowie dem integrierten LTE-Modul beziehen wir uns dabei vor allem auf das Tastatur-Dock samt Zusatzakku, welches für extrem lange Akkulaufzeiten sorgt. Darüber hinaus verfügt das Portege mit seinem matten Touchscreen-Display über ein weiteres, vor allem im Außeneinsatz überaus wertvolles Alleinstellungsmerkmal. Qualitativ leistet sich das 2-in-1-Ultrabook ebenfalls keine Schnitzer und besticht mit sorgfältiger Verarbeitungsqualität und Vielschreiber-tauglichen Eingabegeräten.

Unterm Strich dürfte das Portege Z20t vor allem für gut betuchte Geschäftskunden interessant sein, die ein vielseitiges Arbeitsgerät mit maximaler Mobilität suchen. Privatkäufer, die auf bestimmte Ausstattungs- und Sicherheitsmerkmale verzichten können, finden bei der Konkurrenz preiswertere Alternativen.

Toshiba Portege Z20t-B-10C - 18.04.2016 v5.1(old)
Till Schönborn

Gehäuse
82 / 98 → 83%
Tastatur
84%
Pointing Device
93%
Konnektivität
69 / 80 → 86%
Gewicht
69 / 35-78 → 79%
Akkulaufzeit
95%
Display
84%
Leistung Spiele
53 / 68 → 78%
Leistung Anwendungen
73 / 87 → 84%
Temperatur
88%
Lautstärke
100%
Audio
44 / 91 → 48%
Kamera
61 / 85 → 71%
Durchschnitt
76%
85%
Convertible - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Till Schönborn (Update: 15.05.2018)
Till Schönborn
Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.