Trotz Zuversicht beim GTA 6 Release-Datum: Aktie von Take-Two fällt weiter

Vor der Präsentation der Geschäftszahlen des Publishers am 21. Mai hat die Aktie von Take-Two Interactive zugelegt. Einen besonders deutlichen Anstieg haben Investoren verzeichnet, nachdem ein Leak nahegelegt hatte, dass Vorbestellungen für GTA 6 am 18. Mai starten würden. Dieser Schwung hat jedoch nicht angehalten, selbst nachdem CEO Strauss Zelnick den November-Termin erneut bestätigt hat.
Hat ein GTA 6 Leak den Markt beeinflusst?
Nachdem die Best-Buy-E-Mail am 13. Mai aufgetaucht ist, hat die Aktie am folgenden Tag zum höchsten Kurs seit Januar 2026 geschlossen. Mit einem Plus von bis zu 10 Prozent ist der Wert von Take-Two um 2 Milliarden US-Dollar gestiegen. Als die Zweifel am Zeitpunkt der Vorbestellungen größer geworden sind, hat die Begeisterung der Aktionäre nachgelassen. Ein spürbarer Ausverkauf hat dennoch erst mit dem Geschäftsbericht des Unternehmens am 21. Mai begonnen.
Am 27. Mai hat die Aktie 11,5 Prozent unter ihrem Höchststand vom 14. Mai eröffnet. Ein Teil der Erklärung könnte sein, dass Rockstar Games weder einen Preis festgelegt noch Käufern die Möglichkeit gegeben hat, den Titel zu reservieren. Auch ein erwarteter dritter Trailer ist bislang nicht erschienen. Zelnick hat zwar keine weitere Verschiebung des GTA-6-Release-Termins angekündigt, in der Branche hat es seit der Premiere des zweiten Videos im Mai 2025 aber nur wenige Fortschritte gegeben.

Einige Aktionäre haben wohl weiterhin Zweifel daran, dass das Spiel pünktlich erscheint. Während der Präsentation der Geschäftszahlen hat der CEO von Take-Two zudem Zahlen genannt, die nicht den Erwartungen entsprochen haben. Der Publisher ist zuversichtlich, dass das Unternehmen im nächsten Geschäftsjahr rund 8 Milliarden US-Dollar einnehmen wird, das liegt jedoch unter den meisten Schätzungen. Investopia hat erklärt, warum Beobachter diese Prognose als konservativ eingestuft haben.
Fast alle Analysten gehen davon aus, dass der Titel Verkaufsrekorde aufstellen wird. DFC Intelligence erwartet beispielsweise, dass die GTA 6 Vorbestellungen mehr als 1 Milliarde US-Dollar Umsatz generieren werden. Einige der höchsten Prognosen rechnen mit 40 Millionen verkauften Exemplaren im ersten Jahr nach Marktstart. Angesichts dieser auffälligen Zahlen hat Zelnick das Potenzial offenbar eher zurückhaltend dargestellt.
Steigende Kosten für Gamer
Take-Two hat sich bei früheren Finanzausblicken ebenfalls zurückhaltend gezeigt. Dennoch ist anderen Investoren bewusst, dass Gaming als Unterhaltungsform teurer geworden ist. Angesichts von Speicher- und Arbeitsspeicherengpässen haben Microsoft, Sony und Nintendo die Preise ihrer Konsolen erhöht. Selbst wenn GTA 6 für Windows erscheint, könnten Gaming-PCs weiterhin unerschwinglich bleiben.
Eine schwierige Wirtschaftslage könnte die Verbreitung begrenzen, allerdings gibt es eine große installierte Basis an Xbox- und PS5-Konsolen. Die meisten Analysten haben optimistische langfristige Prognosen für die Aktie von Take-Two Interactive.














