Notebookcheck Logo

Verbrenner-Aus wackelt: Neuer BMW i3 mit 900 km Reichweite triggert EU-Rebellion

Der neue vollelektrische BMW i3 ergänzt das Portfolio, ersetzt den klassischen Verbrenner für den Autobauer aber vorerst nicht.
ⓘ BMW
Der neue vollelektrische BMW i3 ergänzt das Portfolio, ersetzt den klassischen Verbrenner für den Autobauer aber vorerst nicht.
München feiert den neuen Elektro-Dreier. Die Datenblätter glühen. 900 Kilometer Reichweite und 400-kW-Laden katapultieren den BMW i3 an die Spitze. Intern brodelt es jedoch gewaltig. CEO Oliver Zipse weigert sich strikt, den Verbrennungsmotor zu beerdigen. BMW attackiert das EU-Verbot ab 2035 frontal. Die harten Fakten zum politischen Machtkampf, dem HVO-Trend in Südeuropa und der Krise in China.

Die Ingenieure liefern ab, die Chefetage bremst. Der neue BMW i3 degradiert mit seiner 800-Volt-Architektur und extremen Ladezeiten die Konkurrenz. Dennoch plant BMW keinen direkten Austausch der klassischen 3er-Reihe. Der Stromer flankiert das Angebot lediglich. Dahinter steckt kühles Kalkül. BMW stemmt sich in Brüssel massiv gegen das geplante Verbrenner-Aus. Die Forderung der Bayern lautet 20 Gramm CO2 pro Kilometer ab dem Jahr 2035. Das entspricht exakt einer Verdoppelung der aktuellen EU-Pläne. Die Münchener verlangen zudem eine radikale Abkehr von der reinen Auspuff-Messung. Der komplette Lebenszyklus inklusive grünem Stahl und Recycling muss in die Bilanz einfließen.

Die harte Realität zwingt zu diesem Kurs. Ein Blick nach Südeuropa reicht. In Spanien, Griechenland und Italien dümpelt der Marktanteil von reinen E-Autos unterhalb der Zehn-Prozent-Marke. Die nackten Zahlen aus Italien belegen das Dilemma schonungslos. Von 73.200 ausgelieferten BMW fuhren im vergangenen Jahr nicht einmal 6.000 rein elektrisch. Das sind maue 7 Prozent. Die Kunden weichen aus. HVO 100 (Hydrotreated Vegetable Oil, hydriertes Pflanzenöl) zapft im Süden der Italiener an über 1.000 Tankstellen. Dieser Biokraftstoff boomt enorm. Solange die Ladeinfrastruktur fehlt und die Strompreise hoch bleiben, entzieht BMW dem reinen Elektro-Zwang die wirtschaftliche Legitimation.

Fernost liefert die nächste Baustelle. Der chinesische Markt bricht weg. Die Bilanzen von 2025 dokumentieren einen Rückgang der Auslieferungen von BMW und Mini um 12,5 Prozent. Exakt 625.527 Fahrzeuge rollten noch zu den Kunden. Patriotisches Kaufverhalten und ruinöse Preiskämpfe lokaler Hersteller zermahlen die europäische Premium-Fassade. BMW kontert mit einer Langversion des i3 speziell für China. Das soll den Absturz abbremsen. Alte Rekorde jenseits der 700.000 Einheiten bleiben vorerst reine Utopie.

Ab August 2026 laufen die Bänder im Stammwerk München an. Die ersten Kunden erhalten den i3 im zweiten Halbjahr. Das Fahrzeug drückt die europäischen Flottenemissionen enorm. BMW sammelt wichtige CO2-Puffer für die Zukunft. Der Verbrenner bleibt trotzdem unangetastet. Er sichert das nackte Überleben in Märkten mit lückenhafter Infrastruktur ab.

bokman Typ 2 Ladekabel 22 kW, 3-phasig, 5 Meter EV-Ladekabel für Elektroautos bei Amazon kaufen.

Teilen Sie diesen Artikel, um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
Mail Logo
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-03 > Verbrenner-Aus wackelt: Neuer BMW i3 mit 900 km Reichweite triggert EU-Rebellion
Autor: Ronald Matta, 20.03.2026 (Update: 20.03.2026)