
Vom Crosshair bis zum Ally: Asus ROG blickt nach 20 Jahren Innovation auf starkes Wachstum in Indien
Twenty years, sharper numbers.
20 Jahre, beeindruckende Zahlen. Asus ROG feierte auf der Computex 2026 sein 20-jähriges Jubiläum und blickte dabei auf zwei Jahrzehnte Gaming-Innovationen bei Mainboards, Laptops, Grafikkarten, Handhelds und Displays mit hohen Bildwiederholraten zurück. Gleichzeitig gab das Unternehmen Einblicke in seine rasante Expansion in Indien, wo eine größere Einzelhandelspräsenz, der Austausch mit der Community, lokale Produktion und zeitgleiche globale Produkteinführungen dazu beigetragen haben, den Marktanteil unter den Gaming-Kunden des Landes zu steigern.Vaidyanathan Subramaniam (übersetzt von Marius Müller) Veröffentlicht am 🇺🇸
Asus feierte auf der Computex 2026 das 20-jährige Jubiläum seiner Republic-of-Gamers-Sparte (ROG). Das Unternehmen präsentierte dabei Peripheriegeräte und PCs der ROG Edition 20, die viele der Innovationen der vergangenen zwei Jahrzehnte widerspiegeln.
Interessanterweise konnte ROG seit der Markteinführung des Gaming-Laptops ROG Zephyrus GX501 im Jahr 2018 deutlich auf dem indischen Markt Fuß fassen.
Asus erläuterte kürzlich, welche Bedeutung dieser 20-jährige Meilenstein für ROG hat, insbesondere im Zusammenhang mit dem Wachstum in Indien.

Entwicklung von Project G zur Republic of Gamers
Wie bei vielen ursprünglich kleinen Entwicklungsprojekten, die später den Mainstream erreichten, entstand auch die ROG-Sparte aus der Arbeit einiger leidenschaftlicher Gamer und Overclocker innerhalb der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Asus.
Alles begann 2006 mit Project G. Daraus ging das erste Mainboard namens Pluto hervor, das für AMDs damals beliebten Athlon-64-Prozessor mit Sockel AM2 entwickelt wurde.
Anders als moderne ROG-Produkte, die das ikonische „Fearless Eye“-Logo tragen, besaß Pluto ein würfelförmiges „G“-Emblem.
Aus Project G wurde schließlich Republic of Gamers, während sich Pluto zum ROG Crosshair weiterentwickelte.


Pluto setzte den Maßstab für die späteren ROG-Crosshair-Mainboards. Es bot umfangreiche BIOS-Optionen für erfahrene Nutzer, hielt die Benutzeroberfläche aber gleichzeitig auch für weniger versierte Anwender zugänglich.
Pluto führte einige für seine Zeit clevere Funktionen ein: eine separate Audio-Tochterplatine, die die Sound-Schaltkreise von elektrischen Störungen abschirmte, ein LCD, das kryptische POST-Fehlercodes in verständliche Meldungen übersetzte, sowie direkt auf dem Mainboard platzierte Ein-/Aus- und Reset-Tasten.
Im Jahr 2026 gibt es nun das Mainboard ROG Crosshair 2006 X870E, das dem ursprünglichen Pluto-Design Tribut zollt und gleichzeitig moderne AMD-Prozessoren für den Sockel AM5 wie die Ryzen-9000-Serie unterstützt.
Von ultradünnen Gaming-Laptops zu leistungsstarken Gaming-Handhelds
Die Geschichte der ROG-Laptops reicht vom ROG G70 aus dem Jahr 2008 – dem ersten Laptop mit aggressiver Gaming-Optik und dem „Fearless Eye“-Logo – bis zum vom Tarnkappenjäger F-117 inspirierten ROG G73.
Der 2023 erschienene ROG Ally mit AMD Ryzen Z1 Extreme brachte modernes AAA-Gaming in ein Handheld-Format – eine Entwicklungslinie, die mit dem ROG Xbox Ally X fortgeführt wird.
Der ROG Zephyrus G14 machte sich 2020 als kompakter und leistungsstarker 14-Zoll-Gaming-Laptop einen Namen. Er kombinierte einen effizienten AMD-Ryzen-Chip auf Basis von Zen 2 mit einer RTX 2060 Max-Q Laptop GPU und einem anpassbaren AniMe-Vision-Display auf dem Deckel.
Asus experimentierte unterdessen mit Dual-Display-Laptops wie dem ROG Zephyrus Duo 15, der oberhalb der Tastatur ein zweites Display erhielt. Der Zephyrus Duo aus dem Jahr 2026 setzt dagegen auf zwei vollwertige 16-Zoll-Displays.

Immer extremere GPUs mit jeder Generation
ROGs Grafikkarten-Portfolio begann 2008 mit der Matrix EN9600GT/EN9800GT und wurde mit der Zeit immer ungewöhnlicher und extremer. Es folgten unter anderem die Dual-GPU-Grafikkarte Mars, die auf 1.000 nummerierte Exemplare limitiert war, die Poseidon mit einer Kombination aus Flüssigkeits- und Luftkühlung sowie eine komplette Reihe AMD-basierter Ares-Grafikkarten.
Viele Funktionen, die heute selbstverständlich erscheinen, feierten auf diesen frühen Grafikkarten ihr Debüt. Dazu gehörten proaktive Kühlalgorithmen, ein lautloser 0-dB-Betrieb im Leerlauf und Safe-Mode-Schalter zur Wiederherstellung nach fehlgeschlagenen Übertaktungsversuchen.
Heute gibt es extravagante Grafikkarten wie die ROG Astral GeForce RTX 5080 OC und die ROG Astral GeForce RTX 5090 Edition 20 mit gebogenen AMOLED-Displays, massiven Kühlkörpern mit vier Lüftern und transparenten Backplates.
Von 60 Hz zu rasend schnellen 720-Hz-Displays
Der erste Monitor unter der Marke ROG war der 2014 erschienene 27-Zöller ROG Swift PG278Q mit nativem Nvidia G-Sync sowie 1440p bei 144 Hz. Die Grundlage dafür wurde allerdings bereits 2012 mit dem Asus VG248QE gelegt – dem weltweit ersten 144-Hz-Monitor.
Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich die Geschichte zu einem unablässigen Wettlauf um immer höhere Bildwiederholraten. Der ROG Swift PG258Q erreichte 2017 240 Hz und kam damit nahezu zeitgleich mit dem Boom von Battle-Royale-Spielen wie PUBG und Fortnite auf den Markt.
Der ROG Swift PG27UQ kombinierte 2018 4K, 144 Hz, HDR und G-Sync in einem einzigen Panel – zu einer Zeit, als 4K-HDR-Displays fast ausschließlich für Content Creator entwickelt wurden.
ROGs derzeit schnellstes Display, der ROG Swift OLED PG27AQWP-W, arbeitet standardmäßig mit 1440p und 540 Hz, kann aber auf 720p und 720 Hz umschalten, wenn maximale Geschwindigkeit wichtiger ist als die Auflösung. Ähnlich funktioniert der ROG Swift OLED PG32UCDP, der zwischen 4K bei 240 Hz und 1080p bei 480 Hz wechseln kann.
ROG arbeitet außerdem gemeinsam mit Nvidia an G-Sync Pulsar, einer Technologie, welche die Hintergrundbeleuchtung dynamisch an eine ständig schwankende Bildrate anpasst. Ihr Debüt feierte sie im ROG Strix Pulsar XG27AQNGV.
Ein interessanter Neuzugang in diesem Jahr ist kein klassischer Monitor, sondern die Gaming-Brille ROG Xreal R1 aus dem Jahr 2026 – ein privates, tragbares Display, das den Eindruck vermittelt, einige Meter vor einem 171 Zoll großen Bildschirm mit 240 Hz zu sitzen.
Die Erfolgsgeschichte in Indien: Ein Gaming-Ökosystem als Wachstumsmotor
In letzter Zeit setzt Asus verstärkt auf den indischen Markt. Neben seinen neuesten Produkten aus den Reihen Vivobook, Zenbook und ROG hat das Unternehmen seine Einzelhandelspräsenz durch die Eröffnung von Flagship-Erlebnisstores und eigenen Servicezentren im ganzen Land ausgebaut.
Laut Asus ist es ROG gelungen, in Indien ein Ökosystem aufzubauen und sich als Marke innerhalb der Gaming-Kultur zu etablieren. Aktivitäten wie Gaming-Turniere, Mentoring-Programme sowie die Zusammenarbeit mit Streamern und kompetitiven Spielern hätten entscheidend dazu beigetragen, die Verbreitung von ROG-Produkten im Land voranzutreiben.
Der Zephyrus GX501 brachte ROG 2018 erstmals größere Aufmerksamkeit in Indien. 2021 folgte mit dem ROG XG Mobile GC31 laut Asus die erste externe GPU des Landes und 2023 kam der ROG Ally als erster Windows-11-Gaming-Handheld Indiens auf den Markt.
Heute spricht Asus von „Launch without borders“ – neue Laptops mit GPUs der RTX-5000-Serie, AMDs Ryzen-AI-Max-Plattform und die ROG-Xbox-Ally-Serie werden in Indien zeitgleich mit ihrer weltweiten Markteinführung veröffentlicht.
Asus teilte uns mit, dass das Unternehmen in Indien zuletzt eine deutlich positive Entwicklung verzeichnet habe. Bis einschließlich Mai 2026 erreichte Asus seit Jahresbeginn einen Marktanteil von 24,9 Prozent, gegenüber 6,3 Prozent im Jahr 2017. Damit hat sich der Marktanteil innerhalb von weniger als einem Jahrzehnt nahezu vervierfacht. Das intern festgelegte Ziel liegt bei 25 Prozent bis Ende 2026.
Das Unternehmen gibt an, dass im Mai jeder vierte in Indien verkaufte Windows-Consumer-Laptop und jeder dritte Gaming-Laptop von Asus stammte.
Speziell im Gaming-Bereich zeigen die Zahlen von Asus für die ROG-Sparte eine wechselhafte Entwicklung. Der Marktanteil von ROG stieg von 24,8 Prozent im Jahr 2020 auf einen Höchststand von 32,1 Prozent im Jahr 2022, ging 2023 und 2024 zurück und erholte sich im ersten Quartal 2026 deutlich auf 31,2 Prozent. Das entspricht einem Plus von 47,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und einem Wachstum von 73,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, was Asus als Zeichen einer zunehmenden Dynamik wertet.
Bei der Verbreitung der neuesten Chipgenerationen beziffert ROG seinen Anteil im Segment der RTX 5070 Ti auf 53,7 Prozent. Dahinter folgen die RTX 5080 mit 45,7 Prozent und das Flaggschiff RTX 5090 mit 39,2 Prozent. Dies deutet auf steigende Verkaufszahlen im oberen Mittelfeld hin. Unklar bleibt allerdings, wie sich diese Werte auf Desktop- und Laptop-Versionen der GPUs verteilen.
Asus erklärt außerdem, als erste Marke TUF-Gaming-Laptops lokal in Indien zu produzieren. Im Geschäftsjahr 2026 soll der Anteil der lokalen Produktion 20 bis 30 Prozent erreichen.

Mit einem umfangreichen Vertriebsnetz, das 675 Distrikte und mehr als 2.000 Verwaltungseinheiten umfasst, sowie über 3.200 Verkaufsstellen mit Vorführgeräten, mehr als 10.000 Vertriebspartnern und einer Präsenz in über 6.500 aktiven markenübergreifenden Geschäften will Asus bei Gaming-Produkten die größtmögliche Reichweite und Marktdurchdringung im Land erzielen.






























