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Xiaomi: Angriff auf die obere Mittelklasse

Xiaomi: Angriff auf die obere Mittelklasse
Xiaomi: Angriff auf die obere Mittelklasse
Xiaomi will weg von seinem Billig-Image und probt mit seinem Flaggschiff-Smartphone Mi 5 mit Top-Technik den Angriff auf die mobile Mittel- und Oberklasse. Das könnte allerdings schwierig werden, denn Xiaomi kann nicht genug Geräte liefern.

Xiaomi will laut Berichten aus China nicht mehr länger nur Billig-Smartphones für ein paar Yuan auf den Markt bringen, sondern stattdessen künftig auch bei den teureren Smartphones der Mittelklasse und den Premium-Phones der Oberliga kräftig mitmischen. Den Anfang machte Xiaomi mit seinem neuen Flaggschiff-Smartphone Mi 5, das zu Preisen ab 2000 Yuan oder umgerechnet rund 280 Euro die Smartphones aller anderen Hersteller in der Mittelklasse aufmischt: Xiaomi bläst zum Angriff.

Theoretisch stehen die Chancen für einen rasanten Erfolgsspurt von Xiaomi sehr gut. Immerhin wurden von dem neuen Xiaomi-Topmodell zum Mittelklassepreis innerhalb weniger Tage inzwischen mehr als 17 Millionen (!) Geräte des Mi 5 vorbestellt. Das berichten unisono mehrere chinesische Nachrichtenagenturen und berufen sich dabei auf firmeninterne Quellen von Xiaomi.

Da liegt gemäß den Berichten aber auch das große Problem von Xiaomi: Das chinesische Label kann offenbar die gewaltige Nachfrage für das Mi 5 schlicht in keiner Weise auch nur annähernd bedienen. Laut den chinesischen Medienberichten hatte das Unternehmen aus China sich bei seinen Planungen zum Marktstart des Mi5 auf eine Größenordnung von rund 4 Millionen Einheiten eingestellt. Im ersten Flash-Sale waren die von Xiaomi offiziell nicht näher bezifferten Stückzahlen des Mi 5 allerdings innerhalb von Minuten ausverkauft.

Bleibt abzuwarten, was Xiaomi von offizieller Seite hierzu noch bekanntgeben wird. Von Produzent Foxconn sei aber wenig Unterstützung für eine deutliche Erhöhung der Stückzahlen zu erwarten, heißt es in den Berichten aus China weiter. Foxconn sei mit seinen Gesamtproduktionskapazitäten in seiner Fabrik in Nanjing schon weit über dem Limit und es werde derzeit versucht, bei anderen Firmen entsprechend zusätzlich Kapazitäten zu bekommen.

In Indien feiert stattdessen ein ganz anderes Smartphone von Xiaomi seine Premiere. Xiaomi-VP Hugo Barro ist mittlerweile schon wieder in Indien unterwegs und rollt dort zum Launch des Redmi Note 3. Das Redmi Note 3 ist in Indien exklusiv über Amazon.in ab dem 9. März zu haben. Angeboten werden 2 Modellvarianten: Das Redmi Note 3 mit 2 GB RAM und 16 GB eMMC kostet rund 10.000 Rupien (~ 135 Euro). Für das 3-GB-Modell mit 32 GB werden 12.000 Rupien fällig. Das entspricht etwa knapp 165 Euro.

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Autor: Ronald Tiefenthäler,  3.03.2016 (Update:  3.03.2016)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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