Notebookcheck

Test Samsung R730-JT06 Notebook

Simon Kohlstock, 25.03.2011

17 Zoll Einsteiger. Das R730-JT06 bietet eine große Displaydiagonale, ein schickes Design und eine gute Tastatur. Reichen der Intel Core i3 und die GeForce G 310M für ein Notebook dieser Größe aus? Oder hätte es etwas mehr sein sollen?

Mit dem neuen R730-JT06 stellt Samsung ein aktualisiertes Modell der R730 Serie vor. Das Notebook zielt mit seiner Displaygröße von 17,3 Zoll auf den Markt der Multimedia- und Desktopreplacement (DTR) Notebooks ab. Die aktuelle Version des Notebooks ist mit einem Intel Core i3 Prozessor und einer Nvidia GeForce G 310M ausgestattet. Ob die Prozessor und Grafikwahl zu den Ansprüchen wirklich gerecht wird, muss sich zeigen. Samsung selbst lobt das gute Preisleistungsverhältnis der Reihe, ob das aber wirklich zutrifft, werden wir in diesem Test herausfinden. Schließlich liegt die UVP von Samsung bei immerhin 749 Euro

Gehäuse

Wie wir testen - Gehäuse

Rein äußerlich macht das Samsung R730 eine gute Figur. Der Farbverlauf von schwarz-rot-schwarz im Displaydeckel gefällt auf Anhieb und hebt sich deutlich von den großteils unifarbenen Displaydeckeln anderer Notebooks ab. Zusätzlich befindet sich unter dem Lack ein Muster, das für mehr Tiefe sorgt. Zwar handelt es sich bei den Oberflächen um Hochglanzoberflächen, laut Samsung sollen diese aber deutlich resistenter gegen Fingerabdrücke sein als es sonst bei diesen glatten Flächen üblich ist. Hier können wir die Aussage von Samsung nur bestätigen. Fingerabdrücke sind nur andeutungsweise zu erkennen.

Allerdings kämpft das Notebook, wie die meisten anderen Notebooks dieser Größe, mit der Stabilität des Displays. Dieses lässt sich trotz Duracase Gehäuses leicht verwinden. Auch im geschlossenen Zustand gibt es unter Druck nach.

Dafür ist der Innenteil des Samsung Notebooks sehr stabil ausgefallen. Die Handballenauflage und die Ränder rund um die Tastatur geben unter punktuellem Druck nur minimal nach und auch die Tastatur bleibt bei Punktueller Belastung an Ort und Stelle. Auch hier muss man wieder ein Lob an Samsung aussprechen.

Alles in Allem kann das Gehäuse des Samsung R730 überzeugen. Das Design trifft auf Zustimmung und auch die Verarbeitung konnte uns überzeugen. Zwar kommt es nicht an die Qualitäten eine HP Envy 17 heran, schon alleine durch die Materialwahl hat das Envy hier die Nase vor, trotzdem muss sich das R730 nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Ausstattung

Wie wir testen - Gehäuse

17 Zoll Notebooks profitieren bei ihren Anschlüssen durch ihr erhöhtes Platzangebot und verfügen dadurch meist über eine größere Anschlussvielfalt als kleinere Notebooks. Sofern die Hersteller nicht zu sehr versucht haben den Preis des Notebooks zu drücken. An USB Anschlüssen verfügt das Samsung R730 insgesamt über drei Anschlüsse. Dabei handelt es sich um Anschlüsse der Version 2.0. Drei USB Anschlüsse stellen bei einem 17 Zoll Notebook eher die untere Grenze dar. Vier Anschlüsse dürften es schon sein, schließlich werden große Notebooks gerne stationär eingesetzt. HDMI und VGA Anschluss entsprechen derzeit dem Standard und ist bei dem Großteil aktueller Notebooks verfügbar. Wirkliche Exoten gibt es am R730 nicht.

Auf der linken Seite verfügt das Notebook über den Kensington Lock, den Anschluss für das Netzteil, den VGA Ausgang, den RJ45 (LAN) Anschluss, den HDMI Anschluss, einen USB 2.0 Anschluss und die beiden Audiobuchsen. Bei den beiden Audiobuchsen handelt es sich um den üblichen Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang.

Auf der rechten Seite befinden sich zwei weitere USB 2.0 Anschlüsse und das optische Laufwerk. Die beiden USB Anschlüsse wurden allerdings übereinander platziert, wodurch in den meisten Fällen nur noch ein Stick Platz finden wird und den zweiten Steckplatz verdeckt.

An der Front befindet sich der 3-in-1 Kartenleser, während sich an der Rückseite keinerlei Anschlüsse befinden. Der Kartenleser versteht sich auf die Formate SD Card, MMC und SDHC.

Erfreulicherweise hat Samsung die Anschlüsse weitestgehend hinten am Notebook platziert. Die für den stationären Betrieb benötigten Anschlüsse befinden sich großteils auf der linken Seite und sind dort ebenfalls weniger störend.

Linke Seite
Linke Seite: Kensington Lock, Anschluss für das Netzteil, VGA, LAN, HDMI, USB 2.0, 2x Audio
Rechte Seite
Rechte Seite: Optisches Laufwerk, 2x USB 2.0
Frontseite
Frontseite: 3-in-1 Kartenleser
Rückseite
Rückseite

Kommunikation

Das Samsung R730 ist mit LAN und WLAN ausgestattet. Auf Bluetooth wurde seitens Samsung allerdings verzichtet. Um die kabellosen Verbindungen kümmert sich eine Atheros AR9285 WLAN Karte. Diese versteht sich auf die Standards 802.11 b/g/n. Um die kabelgebundenen Verbindungen kümmert sich die Marvell Yukon 88E8059 Karte. Mögliche Geschwindigkeiten sind 10/100/1000MBit.

Lieferumfang

Der Lieferumfang fällt sehr spartanisch aus. Neben dem Notebook, dem Netzteil und dem Akku befinden sich lediglich die üblichen gedruckten Anleitungen im Karton. Die Wiederherstellungs-DVDs wurden ebenfalls aus dem Lieferumfang verbannt, beim booten lässt sich das System mit einer Wiederherstellungspartition wieder in den Ursprungszustand versetzen.

Garantie

Samsung gewährt eine Standard Garantie von 24 Monaten auf das R730. Wem das zu wenig ist, der kann innerhalb der ersten 90 Tage nach Kaufdatum auf 36, beziehungsweise 48 Monate erweitern.

Eingabegeräte

Wie wir testen - Eingabegeräte

Tastatur                 

Bei der Tastatur hat man sich bei Samsung, entgegen dem aktuellen Trend, gegen einzelne freistehende Tasten entschieden. Trotzdem sind die einzelnen Tasten mit einer Gesamtgröße von 18 x 18 Millimetern angenehm groß. Die effektive Auflagefläche ist mit 15 x 15 Millimetern allerdings etwas kleiner ausgefallen. Das kommt durch das Design der Tasten. Von der kleineren Tastfläche profitiert allerdings der Tastenabstand, der mit 4 Millimetern sehr ordentlich ausgefallen ist.

Weiterhin hat uns die sehr große und deutliche Tastaturbeschriftung gefallen. Die Beschriftung ist größer als bei anderen Modellen ausgefallen und ist so deutlich besser lesbar. Leider gibt es keine Hintergrundbeleuchtung, die die Beschriftung auch im Dunkeln sichtbar machen könnte. Trotzdem kann die Tastatur überzeugen. Gerade beim Schreiben zeigt die Tastatur ihre wahren Stärken. Die großen Tasten erlauben ein sicheres Treffen der Tasten und vermeiden so doch einige Fehler. Aber auch Druckpunkt und Feedback der Tasten überzeugen und dürften bei Vielschreibern gefallen finden. Blindschreibern werden allerdings die Markierungen der „F“ und „J“ Taste fehlen. Im Nummernblock ist die Markierung seltsamerweise vorhanden.

Auf extra Sondertasten verzichtet Samsung komplett. Die einzige zusätzliche Taste ist der Power-Taster. Alle anderen Funktionen werden über die „Fn“ Tasten bedient.

Touchpad

Das Touchpad ist mit einer Diagonalen von 98 Millimetern ausreichend groß dimensioniert worden und ermöglicht ein bequemes und präzises navigieren auf dem Display. Um das Touchpad herum befindet sich ein kleiner Rahmen, der für eine optische und haptische Abgrenzung des Touchpads von der Handballenauflage sorgt. Zusätzlich leuchtet der Rahmen bei Benutzung des Touchpads blau auf. Eine passende beleuchtete Tastatur wäre in Verbindung mit dem Touchpad ein echtes Highlight gewesen. Unter dem Touchpad befinden sich die beiden einzelnen Maustasten. Der Hub der Tasten ist recht kurz und der Druckpunkt etwas härter, dadurch fühlen sich die Betätigung Tasten sehr direkt an. Zudem verfügt das Touchpad über Multitouch, wodurch das Zoomen, Scrollen oder Drehen von Inhalten kein Problem darstellt.

Tastatur
Tastatur
Touchpad
Touchpad

Display

Wie wir testen - Display

Beim Bildschirm setzt Samsung auf ein 17,3 Zoll großes Display mit LED Hintergrundbeleuchtung. Mit einem Seitenverhältnis von 16:9 und einer Auflösung von 1600 x 900 Pixeln kann das Display zwar keine Full-HD (1920 x 1080 Pixel) Inhalte anzeigen, für HD (1280 x 720 Pixel) reicht die Auflösung aber aus. Wie bei den meisten derzeit verbauten Displays wurde auch im Samsung R730 ein spiegelndes Display verbaut, was den Außengebrauch des Notebooks deutlich behindert. Der geringe Kontrast von 152:1 ist für diesen Zweck ebenfalls nicht förderlich.

191
cd/m²
190
cd/m²
197
cd/m²
202
cd/m²
204
cd/m²
211
cd/m²
212
cd/m²
222
cd/m²
224
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
Infos
Gossen Mavo-Monitor
Maximal: 224 cd/m²
Durchschnitt: 205.9 cd/m²
Ausleuchtung: 85 %
Helligkeit Akku: 204 cd/m²
Schwarzwert: 1.34 cd/m²
Kontrast: 152:1

Bei der Helligkeit schneidet das Display ganz passabel ab. Die Werte erstrecken sich von 191 – 224 cd/m² und ergeben so einen Durchschnitt von 205.9 cd/m². Die Helligkeit nimmt laut unseren Messungen nach oben hin zwar leicht ab, mit bloßem Auge ist der Abfall aber nicht zu erkennen. Die sich so ergebende Ausleuchtung von 85 Prozent ist zwar nicht überragend, stellt aber einen soliden Wert dar. Lediglich der hohe Schwarzwert von 1.34 cd/m² und der sich daraus ergebende niedrige Kontrast trüben das Bild etwas. Erstrebenswert sind Kontrastwerte kleiner 1.

Bei der Farbdarstellung kann das Display des Samsung R730 nicht überzeugen. Im Vergleich zu Adobe RGB wird nur ein sehr kleiner Teil des Farbspektrums abgedeckt. Und auch im Vergleich mit der hochpreisigen Konkurrenz, dem HP Envy 17, kann das Samsung R730 nicht ganz mithalten. Benutzer für die eine korrekte Darstellung der Farben wichtig ist (Fotografen, Designer) sollten sich eher nach anderen Notebooks mit entsprechenden Displays umsehen. Hobbyfotografen und den Otto Normalverbraucher wird das allerdings nicht stören.

Die hohe Helligkeit ist in der Regel immer ein Pluspunkt wenn es mit dem Notebook nach draußen geht. Allerdings arbeiten der Kontrast und das spiegelnde Display wieder dagegen. In der Sonne wird es mit dem Samsung R730 schwer noch vernünftig etwas auf dem Display zu erkennen. Ein Platz im Schatten sollte es schon sein. Unsere beiden Testbilder im Außengebrauch zeigen sehr deutlich, dass sich das Samsung Notebook im Schatten ordentlich schlägt, in der Sonne aber nur noch sehr schwer etwas zu erkennen ist.

Außeneinsatz
Außeneinsatz

Beim Display des Samsung R730 muss man fast schon aufpassen wie man es betrachtet. Auf der vertikalen Achse ist der Bereich in dem der Displayinhalt unverfälscht wiedergegeben wird nicht besonders groß. Auf der horizontalen Achse besitzt man etwas mehr Spielraum, sodass an auch mit mehreren Personen vor dem Notebook sitzen kann um beispielsweise einen Film zu schauen.

Blickwinkel Samsung R730-JT06
Blickwinkel Samsung R730-JT06

Beim verbauten Intel Core i3 370M Prozessor handelt es sich um einen Dual-Core Prozessor mit 2,4 GHz Takt. Die zwei Kerne des Prozessors basieren auf der Nehalem (Westmere) Architektur und können dank Hyperthreading 4 Threads gleichzeitig abarbeiten. Den i3 Prozessoren fehlen im Gegensatz zu den großen i7 Geschwistern einige Erweiterungen. So hat es zum Beispiel Intels TurboBoost Technologie nicht in den Prozessor geschafft. So wird der 370M in bestimmten Belastungssituationen nicht automatisch übertaktet. Mit einem TDP von 35 Watt entspricht der 370M dem Durchschnitt der Intel Prozessoren und ist weder besonders sparsam, noch besonders energiehungrig. Man muss aber berücksichtigen, dass im Prozessor noch eine Intel GMA HD Grafikkarte und der Speichercontroller integriert wurden. Alte Core 2 Duo Modelle mit dem gleichen TDP Wert hatten diese beiden Komponenten noch extern, so dass vergleichbare Ausstattungen deutlich mehr Energie verbraucht haben.

Systeminfo CPUZ CPU
Systeminfo CPUZ Cache
Systeminfo CPUZ Mainboard
Systeminfo CPUZ RAM
Systeminfo CPUZ RAM SPD
Systeminfo GPUZ
Systeminfo DPC
Systeminformationen Samsung R730-JT06

Als Grafikkarte kommt eine Nvidia GeForce G 310M zum Einsatz. Eigentlich findet man diese Grafikkarte eher in kleinen und leichten Notebooks wieder. In einem 17 Zoll Notebook trifft man sie nicht besonders häufig an. Die Grafikkarte ist DirectX 10.1 fähig und schafft es, viele DirectX 10 Titel auf minimalen bis mittleren Details flüssig wiederzugeben, Beispiele hierfür wären Half Life 2, Far Cry oder Fear. Die Grafikkarte erfüllt eher die Anforderungen von Gelegenheitsspielern als von richtigen Ethusiasten, von daher wird auch der Schwerpunkt des Samsung R730 eher auf Multimedia als auf Gaming liegen.

Dank CUDA, DirectX Compute und OpenCL Support eignen sich die 16 Stream Prozessoren aber auch für andere Aufgaben als die reine Grafikberechnung. So lassen sich die Stream Prozessoren beispielsweise zur Video Kodierung nutzen und arbeiten bei solchen Spezialanwendungen deutlich schneller als gängige Hauptprozessoren.

Ein großes Notebook bedeutet nicht immer viel Leistung. Schon die verbaute Hardware sollte das verdeutlichen und spätestens der Blick auf die Benchmarks zeigt Gewissheit. In unserer CineBench R10 Ranliste liegt das Samsung R730 im unteren Drittel. Zwar lässt das Notebook die Konkurrenz mit Intel GMA Grafik noch hinter sich, bei einem gleich ausgestattetem System wird es dann aber schon schwerer. So liegt das Lenovo IdeaPad V560 mit gleicher Ausstattung (370M, G 310M) doch deutlich vor dem Samsung. In der Gesamtwertung des PCMark Vantage Benchmark schaut es wieder etwas besser aus. Hier kommt das Samsung Notebook knapp über die Hälfte der Tabelle. Trotzdem gibt es einige Notebooks mit Nvidia GeForce G 310M die hier besser abschneiden. Diese verfügen dann aber auch über bessere Prozessoren. Wie zum Beispiel das Samsung QX310-S02DE (460M, G 310M).

4.9
Windows 7 Leistungsindex
Prozessor
Berechnungen pro Sekunde
6.6
Speicher (RAM)
Speichervorgänge pro Sekunde
5.9
Grafik
Desktopleistung für Windows Aero
4.9
Grafik (Spiele)
3D-Business und Gaminggrafikleistung
6
Primäre Festplatte
Datentransferrate
5.9
Cinebench R10 Rendering Single 32Bit
2658
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 32Bit
6107
Cinebench R10 Shading 32Bit
3266
Cinebench R10 Rendering Single CPUs 64Bit
3274 Points
Cinebench R10 Rendering Multiple CPUs 64Bit
7386 Points
Cinebench R10 Shading 64Bit
3288 Points
Cinebench R11.5 OpenGL 64Bit
8.48 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64Bit
1.98 Points
Hilfe
PC Mark
PCMark Vantage5328 Punkte
Hilfe

Bei den grafiklastigen Benchmarks, wie dem 3D Mark 06, macht sich die schwache Nvidia GeForce G 310M wieder bemerkbar. In unserer Rangliste liegt das Multimedia Notebook im unteren Drittel der Tabelle. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass das Samsung R730 eines der höchstplatzierten Notebooks mit G 310M Grafik in unserer Tabelle ist.

3D Mark
3DMark 0310628 Punkte
3DMark 057207 Punkte
3DMark 06
 1280x1024
3274 Punkte
3DMark Vantage1146 Punkte
Hilfe
Samsung SpinPoint M7 HM641JI
Minimale Transferrate: 41.9 MB/s
Maximale Transferrate: 98.3 MB/s
Durchschnittliche Transferrate: 77.7 MB/s
Zugriffszeit: 19.3 ms
Burst-Rate: 88.4 MB/s
CPU Benutzung: 1 %

Bei der verbauten Samsung HM641JI Festplatte handelt es sich um ein 2,5 Zoll Modell mit einer Bruttokapazität von 640 GByte und einer Geschwindigkeit von 5.400 U/min. Von ihren Leistungsdaten her entspricht die Festplatte in etwa dem Standard, was derzeit an Festplatten in Notebooks verbaut wird. Die durchschnittliche Transferrate von 77.7 MB pro Sekunde stellt zwar keine Rekorde auf und auch die Zugriffszeit ist mit 19.3 Millisekunden nicht besonders schnell, trotzdem kann das Samsung Notebook so immer noch mit vielen Konkurrenten mithalten. Wer hier gerne etwas mehr Leistung hätte, sollte allerdings entweder auf eine Festplatte mit 7.200 U/min zurückgreifen, oder steigt auf SSD um.

Spiele Fazit

Da es sich bei dem Samsung R730 nicht um ein Gaming-Notebook handelt, haben wir auf umfangreiche Spieletests verzichtet. Umfangreiche Informationen dazu, welche Spiele am Besten auf der Nvidia GeForce G 10 funktionieren, gibt es in unserer Spieleleistung aktueller Notebookgrafikkarten. Auf dem Samsung R730 wurden lediglich Starcraft 2 und Call of Duty: Black Ops getestet.

Mit den niedrigsten Einstellungen läuft StarCraft 2 mit 109.7 fps. Mit einer geringen Auflösung und niedrigen Details, gibt sich StarCraft 2 als sehr anspruchslos, sieht dafür aber auch nicht so gut aus. Allerdings sorgt bereits die Änderung auf mittlere Details dafür, dass die Weiderholrate auf 18 Bilder die Sekunde abfällt. Flüssiges Spielen ist bereits jetzt nicht mehr möglich.

Bei Call of Duty: Black Ops wiederholt sich die ganze Prozedur. Mit einer geringen Auflösung und niedrigen Details, läuft das Spiel mit 31.6 fps flüssig. Sobald man die Einstellungen allerdings nur etwas nach oben hin abändert, sinkt die Wiederholrate deutlich und das Spiel wird damit nahezu unspielbar. Zwar kann man mit 22 fps noch spielen, Spielfreude kommt so aber nicht auf.

Wie bereits im Vorhinein vermutet, eignet sich die Kombination aus Core-i3 und GeForce G 310M nur bedingt zum Spielen. Gelegenheitsspieler für die Computerspiele keine hohe Priorität besitzen können sich damit noch zufrieden geben, alle anderen sollten sich nach einer anderen Prozessor/Grafik Kombination umsehen.

min. mittelhoch max.
StarCraft 2 (2010) 109.71812.1fps
Call of Duty: Black Ops (2010) 31.622.120fps

Emissionen

Wie wir testen - Emissionen

Geräuschemissionen

Befindet sich das Samsung R730 Notebook einfach nur im Leerlauf oder man surft im Netz, ist die Geräuschkulisse mit 31.1dB(A) angenehm niedrig. Lediglich das leise Rauschen der Festplatte ist wahrnehmbar. Unter Last wird das Notebook natürlich lauter, bewegt sich mit maximal 36.7 dB(A) immer noch in einem sehr gut akzeptablen Bereich. Wirklich aufdringlich wird das Notebook eigentlich nie. Störgeräusche durch Transistoren oder andere Bauteile konnten wir ebenfalls nicht feststellen.

Lautstärkediagramm

Idle 31.1 / 32.0 / 32.0 dB(A)
HDD 31.3 dB(A)
DVD 35.4 / dB(A)
Last 32.6 / 36.7 dB(A)
 
    30 dB
leise
40 dB
deutlich hörbar
50 dB
störend
 
min: , med: , max:    Voltcraft sl-320 (aus 15 cm gemessen)

Temperatur

Der Core i3 in dem großen Notebook profitiert von der sehr guten Kühlung. Wird das Notebook beispielsweise durch Spiele belastet, erwärmt sich gerade mal ein Abschnitt auf der Unterseite auf 34.6 Grad Celsius. Alle anderen Bereiche der Unterseite erreichen noch nicht einmal die 25 Grad Celsius Marke. Auch die Oberseite bleibt mit ihren maximal 28.7 Grad Celsius weit unterhalb kritischer Werte. Die Handballenauflage erwärmt sich gerade einmal auf 24.5 Grad Celsius. Der Schoßbetrieb ist mit dem Samsung R730 also jederzeit gewährleistet und dürfte auch im Sommer mit kurzer Hose kein Problem darstellen.

Der Idle Betrieb sieht dem unter Last gar nicht mal so unähnlich aus. Während die maximalen Temperaturen leicht gefallen sind, sind die Durchschnittswerte nahezu gleich geblieben, oder übersteigen die unter Belastung sogar. Das kommt daher, dass Samsung im Leerlauf die Lüfter abschaltet und das Notebook nur noch passiv gekühlt wird. Dadurch ergeben sich die, im Vergleich zum Last-Betrieb, relativ hohen Durchschnittswerte. Natürlich befinden sich aber auch diese weit unterhalb der Bereiche in denen es gefährlich für die Hardware werden könnte.

In unserem Stresstest (Prime 95 + FurMark) klettert die Prozessortemperatur auf 74 Grad Celsius. Noch immer besteht kein Grund zur Sorge. Auch dieser Wert befindet sich im grünen Bereich. Im anschließenden Benchmark konnten zu dem keine Leistungseinbußen festgestellt werden. Auch in dieser Hinsicht schlägt sich das Samsung R730 gut.

Max. Last
 28.7 °C23.5 °C19.5 °C 
 25.8 °C25.3 °C20.4 °C 
 22.9 °C24.5 °C20.7 °C 
Maximal: 28.7 °C
Durchschnitt: 23.5 °C
19.0 °C22.0 °C34.6 °C
18.4 °C23.1 °C23.0 °C
21.1 °C20.7 °C21.1 °C
Maximal: 34.6 °C
Durchschnitt: 22.6 °C
Netzteil (max.)  54.7 °C | Raumtemperatur 16.4 °C | Voltcraft IR-360

Lautsprecher

Die Soundqualität die das Notebook liefert konnte uns in unserem Test nicht überzeugen. Der Ton der aus den kleinen Lautsprechern kommt hört sich insgesamt sehr flach an. Die niedrigen Frequenzen (Bässe) können von den meisten Notebooks nicht korrekt wiedergegeben werden, da entsprechende Subwoofer fehlen. Beim Samsung Notebook hören sich diese Frequenzen zusätzlich aber noch extrem blechern an und senken den subjektiven Soundeindruck noch weiter ab. Möchte man sich auf dem Notebook einen Film ansehen, sollte man auf externe Boxen zurückgreifen. Dabei ist die maximale Lautstärke recht gut und würde sogar für die Beschallung eines kleineren Zimmers ausreichen.

Akkulaufzeit

Wie wir testen - Akkulaufzeit

Readers Test
Maximale Akkulaufzeit (Readers Test)
Classic Test
Minimale Laufzeit  (Classic Test)
DVD
DVD
Surfen
Surfen
Laden
Akku laden
 

Nur weil die Displaydiagonale des Notebooks groß ist, bedeutet das nicht, dass der Akku im gleichen Verhältnis mitgewachsen ist. So kommt auch im Samsung ein 6-Zellen Akku mit 44 Wh zum Einsatz. Akkus dieser Größe und Kapazität finde man auch in 15 Zoll Notebooks wieder. Mit dem Readers Test des Battery Eater haben wir die maximal Laufzeit ermittelt. Hier hat uns das Samsung R730 Notebook eine Laufzeit von 3 Stunden und 28 Minuten beschert. Beim Classic Test, der die Benutzung unter Last simuliert, ist es dann nur noch 1 Stunde Akkulaufzeit. Wer mit dem Notebook größtenteils im Netz unterwegs ist, kommt auf etwas über 2 Stunden Akkulaufzeit. Da wir uns in diesem Test einige YouTube Videos angesehen haben, kann man hier aber sicherlich noch etwas längere Laufzeiten erreichen. Wer sich unterwegs einen Film ansehen möchte kann dies mit dem Samsung R730 ohne Probleme tun, vorausgesetzt es handelt sich nicht um einen Film mit Überlänge. Auch hier hält der Akku um die 2 Stunden. Das komplette Laden des Akkus dauert 1 Stunde und 40 Minuten.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
3h 28min
Surfen über WLAN
2h 01min
DVD
2h 03min
Last (volle Helligkeit)
1h 02min

Beim Stromverbrauch gibt sich das Samsung R730 recht gediegen, das ist auch kein Wunder, wenn man an die verbaute Hardware denkt. Mit 12 – 17.8 Watt befindet sich das Notebook im Idle-Betrieb schon auf 15 Zöller Niveau. Die 54 – 69 Watt Verbrauch unter Last fallen ebenfalls wieder eher in die 15 Zoll Klasse. Viele 17 Zoll Notebooks verbrauchen hier deutlich mehr, allerdings verfügen diese dann auch über die potentere Hardware. So verbraucht das HP Envy 17 im Idle-Betrieb 30- 50 Watt und unter Last bis zu 120 Watt.

Stromverbrauch

Aus / Standby 0.4 / 0.7 Watt
Idle 12.0 / 17.5 / 17.8 Watt
Last 54.2 / 69.0 Watt
 
Legende: min: , med: , max:         Voltcraft VC 940

Fazit

Wie wir testen - Fazit

Mit dem R730-JT06 stellt Samsung ein fähiges Einsteiger DTR (Desktopreplacement) Notebook vor. Das schicke Design, die ordentliche Verarbeitungsqualität und die gute Tastatur konnten uns überzeugen. Allerdings muss man sich im klaren sein, dass das Notebook trotz seiner Größe keine überragende Leistung mit sich bringt. So sind aktuellere Spiele nur mit minimalen Details spielbar. Als Multimedia-Notebook taugt das Samsung R730 schon eher. Full-HD Videos bereiten ihm keine Probleme, nur sollte man dann externe Boxen anschließen da die verbauten Speaker zu wünschen übrig lassen. Dafür verhält sich das Notebook von der Lautstärke meist sehr unauffällig und auch die Temperaturen halten sich im Rahmen. Ein Langläufer ist das Notebook aber beim besten Willen nicht.

Das Preis/Leistungs-Verhältnis ist aber in Ordnung. Samsung gibt als UVP zwar 749 Euro an, unser Preisvergleich listet das Notebook aber bereits um die 599 Euro. Wer seinen alten Rechner durch ein schickes Notebook ersetzen möchte und hauptsächlich einfache Arbeiten wie das Surfen im Netz, das Schreiben von Mails/Worddokumenten oder auf YouTube Videos schaut, wird mit dem Samsung R730 sicher glücklich werden.

» Das Samsung R730 ist derzeit ab 645,- bei Amazon.de erhältlich.

Samsung R730-JT06
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Im Test: Samsung R730-JT06, zur Verfügung gestellt von:
Im Test:  Samsung R730-JT06

Datenblatt

Samsung R730-JT06
Prozessor
Grafikkarte
NVIDIA GeForce 310M - 512 MB, Kerntakt: 625 MHz, DDR3, 8.16.11.8911
Speicher
4096 MB 
, DDR3-8500, 533 MHz, max. 4096 GByte, 2 Bänke
Bildschirm
17.3 Zoll 16:9, 1600x900 Pixel, spiegelnd: ja
Mainboard
Intel HM55
Festplatte
Samsung SpinPoint M7 HM641JI, 640 GB 
5400 U/Min
Soundkarte
HD Audio
Anschlüsse
3 USB 2.0, 1 VGA, 1 HDMI, 1 Kensington Lock, Audio Anschlüsse: Mikrofoneingang, Kopfhörerausgang, Card Reader: 3-in-1 Kartenleser (SD Card, MMC, SDHC),
Netzwerkverbindungen
Marvell Yukon 88E8059 PCI-E Gigabit Ethernet Controller (10/100/1000MBit), Atheros AR9285 802.11 b/g/n (b g n )
Optisches Laufwerk
TSSTcorp CDDVDW TS-L633J
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 32.6 – 39.6 x 411.4 x 272.8
Gewicht
2.84 kg Netzteil: 234 g
Akku
44 Wh Lithium-Ion, 6-Zellen-Akku, 11.1 Volt
Preis
749 Euro
Betriebssystem
Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit
Sonstiges
Webcam: Webcam: 0.3 MegaPixel, Dokumantation, Adobe Acrobat Reader, Easy Battery Manager, Easy Display Manger, Easy Network Manager, Easy SpeedUp Manager, Microsoft Office Professional 2007 Testversion, SAMSUNG Support Center, SAMSUNG Update Plus, 24 Monate Garantie

 

[+] compare
Das 17 Zoll Samsung R730
Das 17 Zoll Samsung R730
Maximal 2 Ram Riegel fasst das Samsung R730
Maximal 2 Ram Riegel fasst das Samsung R730
...über die sich die Hardware erreichen lässt.
...über die sich die Hardware erreichen lässt.
Auf der Rückseite gibt es zwei Klappen...
Auf der Rückseite gibt es zwei Klappen...
Der Rahmen des Touchpads leuchtet
Der Rahmen des Touchpads leuchtet
Die kleinen Lautsprecher konnten nicht überzeugen
Die kleinen Lautsprecher konnten nicht überzeugen
Gute Tastatur mit großer Beschriftung
Gute Tastatur mit großer Beschriftung
Der separate Nummernblock
Der separate Nummernblock
Der maximale Öffnungswinkel ist nicht sonderlich groß
Der maximale Öffnungswinkel ist nicht sonderlich groß
In der Seitenansicht
In der Seitenansicht
Schickes Design in schwarz-rot-schwarz.
Schickes Design in schwarz-rot-schwarz.
Das Netzteil
Das Netzteil

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Links

  • Herstellerinformationen zum Testgerät

Preisvergleich

Connection timed out (110)

Pro

+Schickes Design
+Gute Verarbeitung
+Gute Tastatur
+Nummernblock
+Lautstärke
+Temperaturen
 

Contra

-Geringe Blickwinkel
-Kein matter TFT
-Vglw. geringe Leistung
-Anschlussvielfalt ist eher Mittelmaß

Shortcut

Was uns gefällt

Das Design des Deckels finden wir sehr ansprechend, ebenso die gut gelungene Tastatur mit der großen Beschriftung.

Was wir vermissen

Eine Hintergrundbeleuchtung, passend zum Touchpad, hätte sich angeboten. Auch Bluetooth vermissen wir im Samsung R730.

Was uns verblüfft

Dass auf der Tastatur teilweise die Markierungen für 10 Fingerschreiber fehlen.

Die Konkurrenz

Viele 17 Zoll Geräte gibt es nicht in dieser Preisklasse. Ein Konkurrent kommt mit dem Satellite Pro L670 aus dem Hause Toshiba. Dieses bietet allerdings nur einen Intel Core i3-350M und eine Intel GMA Grafik. Ist dafür aber mit einem matten Display und Bluetooth ausgestattet. Ein weiterer Kandidat kommt aus dem Hause Medion, das P7615. Auch hier kommt eine schwächere CPU zum Einsatz, der Intel Core i3-330M. Dafür gibt es mit der GeForce GT 330M eine bessee Grefikkarte, die deutlich besser mit Spielen zurechtkommt.

Bewertung

Samsung R730-JT06
22.03.2011 v2
Simon Kohlstock

Gehäuse
85%
Tastatur
83%
Pointing Device
80%
Konnektivität
65%
Gewicht
76%
Akkulaufzeit
70%
Display
66%
Leistung Spiele
64%
Leistung Anwendungen
88%
Temperatur
95%
Lautstärke
91%
Auf- / Abwertung
80%
Durchschnitt
79%
78%
Multimedia *
gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.
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Autor: Simon Kohlstock (Update: 11.02.2014)