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AMD: Neuer Dynamic Local Mode soll Threadripper-Performance in Spielen deutlich steigern

Mit dem neuen Dynmac Local Mode soll die Spiele-Performance der Threadripper-Prozessoren von AMD deutlich gesteigert werden, indem das Feature die Speicherpriorisierung im Hintergrund automatisch regelt.
Cornelius Wolff,

Während AMD das Datum für den Verkaufsstart zweier neuer Threadripper-Prozessoren für den 29. Oktober bekannt gegeben hat, nutzte der Konzern auch gleich die Gelegenheit, um ein neues Feature vorzustellen, dass die Performance der Prozessoren in einigen Programmen deutlich verbessern sollte.

Dieses Feature nennt sich Dynamic Local Mode. Es soll ein Problem der Threadripper-Prozessoren lösen, welches sich aus der hohen Kernzahl ergibt. Und zwar bestehen diese Prozessoren im Prinzip nicht aus einem, sondern aus vier einzelnen Chips, welche man auch Dies nennt. Allerdings haben von diesen vier Dies nur zwei direkten Zugriff auf den RAM-Speicher. Die anderen zwei Dies werden dafür über die internen langsameren Fabric-Verbindungen umgeleitet. Daraus ergibt sich ein logisches Problem. Wenn ein Programm eben auf Kernen läuft, die auf einem dieser Dies ohne direkter Verbindung liegen, kann die Performance dieses Programms unter der langsameren Speicheranbindung leiden. Die Stärke des Performance-Verlusts ist dabei je nach Programm unterschiedlich. Programme die sehr auf eine schnelle Anbindung auf den Arbeitsspeicher angewiesen sind, sind z.B. Spiele.

Diese sollten deshalb auch vom neuen Dynamic Local Mode profitieren. Dieser soll nämlich ab Ende November die Speicherpriorisierung im Hintergrund übernehmen. Dadurch werden Programme, die sehr auf eine schnelle Speicheranbindung angewiesen sind, auf Prozessor-Kernen ausgeführt, die über eine direkte Speicheranbindung verfügen und dadurch deutlich geringere Latenzen erzeugen. AMDs Messungen zufolge soll dieses Feature die Performance der Threadripper-Prozessoren in Spielen im Durchschnitt um ca. 10 Prozent steigern. Im Fall von Battlefield 1 sollen sogar bis zu 47 Prozent möglich sein.

Wie diese Werte dann auf den unterschiedlichen Systemen ausfallen, bleibt abzuwarten. Dennoch unabhängig davon sollte dieses Feature eine begrüßenswerte Software-Erweiterung zu den Threadripper-Prozessoren sein.

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Autor: Cornelius Wolff,  8.10.2018 (Update:  8.10.2018)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Seit ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.