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AMD: Ryzen-Boardhersteller tricksen angeblich bei den Taktraten auf Kosten der Lebensspanne

AMD: Ryzen-Boardhersteller tricksen angeblich bei den Taktraten auf Kosten der Lebensspanne
AMD: Ryzen-Boardhersteller tricksen angeblich bei den Taktraten auf Kosten der Lebensspanne
Laut dem bekannten Overclocker „The Silt“ tricksen einige Mainboardhersteller heimlich bei Ryzen-CPUs für die AM4-Plattform mit den Verbrauchsdaten, um die Leistung zu steigern und sich von den Konkurrenten abzuheben. Dadurch würden die CPUs aber deutlich mehr Strom konsumieren als von AMD vorgesehen, was sich unter anderem auch negativ auf den Lebenszyklus der Chips auswirken könnte.
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Der Overclocker The Silt hat dazu einen Artikel im Forum des Hardware-Analyse-Tools HWinfo verfasst, in dem er das Vorgehen mancher Mainboardhersteller beschreibt und kritisiert. Speziell geht es um Ryzen-Chips für die AM4-Plattform. Diese CPUs würden sich auf Informationen vom Mainboard-Controller für das eigene Powermanagement verlassen und genau an diesem Punkt würden einige Boardhersteller tricksen.

Telemetriedaten über Spannung, Strom und Verbrauch werden vom VRM Controller des Mainboards an den Co-Prozessor im Ryzen geliefert. Letzterer ist für das Power Management verantwortlich und passt die operativen Parameter des Chips dann anhand dieser Informationen an, damit keine AMD-Spezifikationen in Sachen Powerlimits überschritten werden.

Die übertragenen Daten variieren je nach Mainboardmodell und -hersteller durch die unterschiedlichen Schaltungen, AMD lässt Letzteren hier scheinbar weitestgehend freie Hand. Und hier liegt das Problem: Die Angaben werden in einen Zahlenwert umgewandelt, der anschließend als Standard definiert wird. Wenn dieser Wert stark vom Normalwert abweicht, dann hat dies einen Bias (Verzerrung, Voreingenommenheit) beim Energieverbrauch der CPU zur Folge.

Konkret bedeutet dies, dass wenn der Boardhersteller hier einen deutlich höheren Wert als Standard deklariert, so scheint der Verbrauch der CPU höher zu sein, als er tatsächlich ist. Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche: Ein zu niedrig deklarierter Wert gaukelt der CPU vor, dass sie weniger verbraucht als in Wirklichkeit.

The Silt gibt folgendes Beispiel an: Ein Ryzen 7 3700X hat eine TDP von 65 Watt und ein voreingestelltes Powerlimit von 88 Watt. Wenn der CHip nun in einem Board steckt, welches nur 60 Prozent des tatsächlichen Verbrauchswertes deklariert, läuft die CPU anschließend mit einem effektiven Powerlimit von 147 Watt statt 88 Watt (88 / 0,6). Wohlgemerkt geschieht dies verdeckt, die CPU glaubt weiterhin mit den Standardspezifikationen zu laufen. Dies kann natürlich im Extremfall zu Beschädigungen oder zumindest zu einer verringerten Lebensdauer führen, auch dürften Lüftersteuerung, Lautstärke und Verbrauch davon negativ beeinflusst werden.

The Silt nennt keine Herstellernamen, gibt aber an, dass mindestens zwei Hersteller weiterhin diese Technik nutzen, auch nachdem sie bereits mehrfach gebeten wurden dies zu unterlassen. Daher legt der Overclocker den Kunden das Tool Hwinfo ans Herz, welches nach einem Update mittlerweile derartige Tricksereien ermitteln können soll. Unter dem Punkt „CPU Power Reporting Deviation“ kann man Abweichungen wohl enttarnen. Werte zwischen 95 und 105 Prozent sollten normal sein, wesentliche Abweichungen nach unten oder oben seien hingegen bedenklich.

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Quelle(n)

The Silt (Hwinfo Forum)

Bild: AMD

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1633 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze,  9.06.2020 (Update:  9.06.2020)