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Wegen mangelnder Konkurrenz: AMD Ryzen 4000 Vermeer könnte erst 2021 kommen

AMD hat es nicht besonders eilig seine neuesten Desktop-Prozessoren auf den Markt zu bringen. (Bild: Olivier Collet, Unsplash)
AMD hat es nicht besonders eilig seine neuesten Desktop-Prozessoren auf den Markt zu bringen. (Bild: Olivier Collet, Unsplash)
Einem neuen Bericht zufolge soll AMD seine Desktop-Prozessoren der nächsten Generation erst im Jahr 2021 auf den Markt bringen, da der Konzern Intel Comet Lake-S nicht als ernstzunehmende Konkurrenz betrachtet. Dafür könnten die Chips noch ein signifikantes Upgrade erhalten.
Hannes Brecher,

Die noch immer aktuellen AMD Ryzen 3000-Prozessoren wurden bereits im Juli 2019 veröffentlicht. Dem ursprünglichen Zeitplan zufolge hätte man schon in den kommenden Monaten mit Ryzen 4000 auf Basis der Zen 3-Architektur und des 7 nm-Fertigungsverfahrens rechnen dürfen. Einem Bericht von DigiTimes aus Taiwan zufolge könnte das nun aber deutlich länger dauern.

Da das Performance-Upgrade von Intel Comet Lake-S eher bescheiden ausgefallen ist und Intel wohl auch für den Rest des Jahres keinen großen Sprung in Form von 10 nm-Prozessoren plant sieht AMD derzeit offenbar keine Veranlassung dazu, neue Prozessoren auf den Markt zu bringen. Tatsächlich dürfte Intel Rocket Lake-S im selben 14 nm-Verfahren gefertigt werden wie Comet Lake-S, abgesehen von der Unterstützung für PCIe 4.0 sollte man mit keinen allzu großen Leistungssprüngen rechnen.

AMD dürfte sich stattdessen auf seine bestehenden Ryzen 3000-Prozessoren sowie auf die neu aufgelegten „Matisse Refresh“ Ryzen 7 3800XT und Ryzen 9 3900XT verlassen, um Intel auch während dem Rest des Jahres Konkurrenz zu machen. Der Bericht gibt an, dass AMD 7 nm überspringen könnte und die Nachfolger der Ryzen 3000 Desktop-Chips direkt im 5 nm-Verfahren fertigen wird, was durch die Fertigung bei TSMC durchaus im Bereich des möglichen liegt.

Der Bericht von DigiTimes steht allerdings im Widerspruch zu AMDs offiziellem Zeitplan, es bleibt also abzuwarten, wie AMD tatsächlich vorgehen wird. In jedem Fall dürfte es für Intel in den nächsten Monaten und Jahren schwierig bleiben, in einigen Bereichen mit AMD zu konkurrieren.

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Autor: Hannes Brecher, 16.06.2020 (Update: 16.06.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.