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Apple: Gruppen-Facetime wegen kritischer Sicherheitslücke deaktiviert

Das Facetime-Logo (Quelle: Apple)
Das Facetime-Logo (Quelle: Apple)
Nachdem eine Sicherheitslücke in Apples Facetime-App bekannt wurde, die es Angreifern ermöglicht, das Mikrofon und teilweise sogar die Kamera anderer Nutzer anzuzapfen, hat Apple nun das dafür verantwortliche Gruppen-Feature deaktiviert.

In der Videokonferenz-App von Apple namens Facetime wurde eine äußerst kritische Sicherheitslücke in dem Gruppenkonferenz-Feature gefunden. Diese Sicherheitslücke ermöglicht es Angreifern andere Nutzer anzurufen und die Geräusche abzugreifen, die das Mikrofon aufnimmt, ohne dass der Nutzer den Anruf angenommen hat. Diese Schwachstelle lässt sich ausnutzen, indem man einen Gruppenanruf startet und während dem Verbindungsaufbau eine andere Person zu dem Anruf hinzufügt. Dadurch ist diese dann automatisch Teil des Gruppenanrufs, ohne dass der betroffene Nutzer den Anruf angenommen hätte. Wenn der Nutzer anschließend sein iPhone entsperrt, wird sogar die Kamera freigeschaltet, ohne dass der Nutzer dies mitbekommt.

Als Reaktion auf diese Sicherheitslücke hat Apple das Gruppen-Feature vorerst deaktiviert. Allerdings plant der Hersteller noch diese Woche ein Update, welches den Fehler behebt und das Feature wieder freischaltet.

Diese Lücke ist für Apple besonders dahingehend peinlich, da sich der Konzern in letzter Zeit selbst stark als Anbieter profiliert, dem der Datenschutz seiner Kunden am Herzen liegt. So hat beispielsweise der CEO von Apple, Tim Cook, kürzlich die DSGVO gelobt und weitere Schritte in dieser Richtung gefordert.

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Autor: Cornelius Wolff, 29.01.2019 (Update: 29.01.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.