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Arduino SIM: 3G in 100 Ländern für 1,50 US-Dollar pro Monat

Arduino startet seine eigene SIM-Karte (Quelle: Arduino)
Arduino startet seine eigene SIM-Karte (Quelle: Arduino)
Nach der Ankündigung kleinerer Arduino-Platinen, die sich speziell an IoT-Anwendungen richten, hat der Hersteller jetzt eine eigene IoT-SIM-Karte veröffentlicht, für welche man 1,50 US-Dollar monatlich bezahlt. Allerdings erhält man dafür nur sehr begrenztes Internetvolumen.

Seit der Entwicklung der ersten Platine im Jahr 2005 ist Arduino zu einer der führenden Hersteller für Einplatinencomputer aufgestiegen. So finden sich die kleinen Rechner heute in diversen Laboren, Universitäten und Schulen. Die Geräte eignen sich hier deswegen so gut für Bastler und Lehrende, weil sich das System für ein breites Spektrum an Aufgaben modifizieren lässt. Von den ersten Schritten bei der Steuerung von Servos bis hin zu Anwendungszwecken in der Heimautomatisierung, kann man mit Arduinos eigentlich alles machen.

Die SIM-Karte funktioniert aktuell mit dem MKR GSM 1400 (Quelle: Arduino)
Die SIM-Karte funktioniert aktuell mit dem MKR GSM 1400 (Quelle: Arduino)

Und so kam es, dass Arduino erst kürzlich eine Reihe neuer Platinen veröffentlicht hat, die sich speziell an IoT-Bastler richten. Allerdings wollen die Entwickler anscheinend noch weiter in den aufstrebenden IoT-Markt vordringen, wobei sie jetzt mit Arduino SIM ihre eigene SIM-Karte für IoT-Geräte veröffentlicht haben. Diese ist hierbei mit dem Arduino MKR GSM 1400 kompatibel, der für 60 Euro zu haben ist. Für die SIM-Karte muss man indes weitere 1,50 US-Dollar pro Monat bezahlen, wofür man 3G-Empfang in über 100 Ländern erhält, wobei das System bei schlechten Empfang auch auf das noch ältere 2G-Netz ausweichen kann. Das Datenvolumen ist auf 5 Mbyte monatlich angesetzt. Das klingt zwar nach sehr wenig, dürfte aber bei vielen IoT-Anwendungen voll ausreichen, um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen, da IoT-Geräte im Normalfall sehr kleine Datenpakete senden.

Das System kann hierbei auch in die Arduino-Cloud eingebunden werden, die im Februar erstmals vorgestellt wurde. Arduino-typisch lassen sich natürlich aber auch eigene Scipts mit der Open-Source-Library des Herstellers schreiben.

Bisher lässt sich das Angebot allerdings nur in den USA bestellen, wobei man sich hier auch einfach per VPN einloggen und bestellen kann, da man ja mit der SIM-Karte auch in Deutschland Empfang haben sollte.

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Autor: Cornelius Wolff, 21.05.2019 (Update: 21.05.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.