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Asus Bezel-Free Kit: Der Rand beim Multi-Monitor-Setup verschwindet

Das Asus Bezel-Free Kit in Aktion
Das Asus Bezel-Free Kit in Aktion
Bei Multi-Monitor-Setups gab es bislang stets das Problem der Lücken zwischen der Darstellung, die durch die aneinandergereihten Bildschirmrahmen entstehen. Das Asus Bezel-Free Kit ermöglicht durch einen optischen Trick eine bessere Immersion.

Kampf den Bildschirmrändern 

Breitbildformate wie 21:9 oder gar 32:9 machen Multi-Monitor-Lösungen teilweise obsolet, doch das Aneinanderreihen mehrerer Displays ist immer noch eine gern genutzte und flexible Methode für mehr Arbeitsfläche. Der Wermutstropfen bei diesem Ansatz ist seit jeher der störende Bildschirmrahmen, welcher die Anzeige unterbricht. Beim oft eingesetzten Setup mit drei Monitoren unterbrechen gleich zwei Balken die Darstellung. Zwar können heutzutage deutlich kleinere Bezel realisiert werden, dennoch fallen diese bei der Betrachtung unweigerlich auf. Asus hat nun ein Produkt entworfen, das sich dieser Problematik stellt. Das Bezel-Free Kit tritt, wie der Name bereits vermuten lässt, den Kampf gegen die Bildschirmränder an.

Wie funktioniert das Bezel-Free Kit? 

In der Pressemitteilung erklärt der taiwanische Hersteller die Arbeitsweise seines "Randlos-Imitators". Das Konstrukt besteht aus Polymethylmethacrylat, kurz PMAA, einem durchsichtigem Kunststoff, auch als Acrylglas bekannt. Die Linsen brechen das Licht dort, wo die Ränder der Screens sich treffen und leiten es nach Innen. Es entsteht ein optischer Effekt, der die Balken quasi verschwinden lässt. Selbstredend ist auch dieser Ansatz nicht perfekt, so fallen die transparenten Linsen bei der Betrachtung unweigerlich auf, zudem wirkt die Anzeige unter dem Bezel-Free Kit dunkler. Das PMMA lässt nur 90 Prozent des Monitor-Lichts hindurch. Asus selbst merkt an, dass es beim Einsatz von Glas weniger Lichtverlust geben würde, allerdings seien Glaslinsen zerbrechlicher und deshalb nicht für die Massenproduktion geeignet. 

Nicht nur für Asus-Monitore

Das Unternehmen bewirbt das Bezel-Free Kit in erster Linie für den Einsatz an seinen eigenen Displays, wie etwa am Swift PG258Q und dem Strix XG258Q, prinzipiell lässt es sich allerdings an vielen Bildschirmen von Fremdherstellern verwenden. Diese müssen jedoch über einen dünnen Rand und dieselbe Diagonale verfügen. Wann und zu welchem Preis das Bezel-Free Kit erscheint, ist bislang nicht bekannt. 

Bezel-Free Kit: Detailansicht
Bezel-Free Kit: Detailansicht

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Autor: André Reinhardt,  9.01.2018 (Update:  9.01.2018)
André Reinhardt
André Reinhardt - Editor
Meine Passion für Mobilgeräte machte ich im Jahre 2010 zum Beruf. Der Einstieg in die redaktionelle Branche gelang mir durch eine freiwillige Tätigkeit bei einem US-amerikanischen Smartphone-Blog. Kurze Zeit später administrierte ich ein Handy-Forum und arbeitete als Vollzeit-Redakteur in der Android-Sektion einer bekannten Technik-Seite. Schließlich beschloss ich, Ende 2014 meine Selbstständigkeit einzuleiten. In meiner Freizeit fotografiere ich gerne und bin begeisterter Videospieler.