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Aus für Photoshop und Co: Venezuela-Krise zeigt Gefahren der Sofware-Abos

In Venezuela wird Adobe-Software-Abonnenten der Zugriff auf Photoshop und Co. gesperrt.
In Venezuela wird Adobe-Software-Abonnenten der Zugriff auf Photoshop und Co. gesperrt.
Software-Abos, wie sie etwa Adobe mittlerweile exklusiv für populäre Anwendungen wie Photoshop, Lightroom oder Premiere anbietet, sind vielen ein Dorn im Auge. Die Krise in Venezuela zeigt uns nun, dass man damit ganz schnell ohne Software und bald auch ohne Zugriff auf seine Daten in der Cloud dastehen kann.

Nicht alle Trends sind zum Vorteil für den Konsumenten, ein in diesem Zusammenhang immer wieder gern genanntes Beispiel ist der Versuch von Adobe, Microsoft und Co. ihr Geschäftsmodell in Richtung Software-Abos zu verschieben, was im Fall von Adobe mittlerweile praktisch die einzige Möglichkeit darstellt, um an aktuelle Versionen der beliebten Photo- und Videoanwendungen Photoshop, Lightroom oder Premiere zu gelangen. 

Die bereits Anfang August von der US-Regierung erlassene "Executive Order" mit der Nummer 13884 resultiert nun für alle Adobe-Abonnenten in Venezuela im Entzug der Nutzungsrechte, zudem müssen sie ihre Inhalte bis Monatsende aus der Adobe Creative Cloud runterladen, wie Adobe in einem Support-Dokument beschreibt. Nicht nachvollziehbar ist der Schritt vor allem deswegen,weil die USA-Order eigentlich nur Regierungsorganisation in Venezuela betrifft, wie "Bleeping Computer" in ihrem Bericht erläutert.

Letztlich dokumentiert der Schritt Adobes aber auch die große Abhängigkeit, in die man sich mit diesen Software-Abos begibt. Im Gegensatz zu einer einmalig gekauften Software-Lizenz kann man das bezahlte Abo nur solange nutzen, wie es dem Konzern beliebt. Bei Konkurs oder Entzug der Nutzungsrechte ist meistens auch der Zugriff auf die Software weg, selbst wenn man nach Jahren der Nutzung möglicherweise mehr bezahlt hat, als bei einer klassischen Einmal-Lizenz. 

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Autor: Alexander Fagot,  9.10.2019 (Update:  9.10.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.