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Adobe reagiert auf Kritik an Photoshop für's iPad

Photoshop für das iPad musste harte Kritik einstecken. (Bild: Adobe)
Photoshop für das iPad musste harte Kritik einstecken. (Bild: Adobe)
Photoshop für das iPad wurde vor einigen Tagen endlich veröffentlicht. Seitdem musste Adobe sich harte Kritik sowohl von der Presse als auch von seinen Kunden gefallen lassen, endlich gibt der Konzern ein Statement dazu ab.

2,3 von 5 Sternen – das ist die durchschnittliche Wertung von Photoshop im iPad App Store in den USA. Auch die Presse war alles andere als freundlich zur ersten Version der ikonischen Software auf Apples Tablet. Die Software soll zwar flüssig und stabil laufen, außer den Basics fehlen aber so ziemlich alle Features.

Bei einem Preis von immerhin knapp 132 Euro pro Jahr sei das einfach zu wenig, so die Mehrheit der Kunden. Die Konkurrenz ist mittlerweile auch stärker denn je: Affinity Photo zum Beispiel bietet aktuell deutlich mehr Features und kostet gerade mal 22 Euro – einmalig, ganz ohne Abo – und ist im Moment sogar auf Aktion für 10,99 Euro.

Scott Belsky, Chief Product Officer und Executive Vice President bei Adobe, hat nun in einer Reihe von Tweets auf die Kritik reagiert. Die Tweets fassen sich zusammen in einer Reihe von Rechtfertigungen, dass eine erste Version der Software niemals jeden glücklich machen könne. Im Falle von Photoshop habe das Team entschieden, die Unterstützung vollwertiger PSD-Dateien sowie die Benutzeroberfläche als Prioritäten zu behandeln, statt alle Photoshop-Features der letzten 30 Jahre auf das iPad zu bringen.

Der Preis des Abos entspricht aber in etwa dem der Desktop-Version, daher ist die Kritik an den fehlenden Features in jedem Fall gerechtfertigt. Die nächsten Monate werden zeigen, ob Adobe die App schnell genug ausbauen kann, um mit der Konkurrenz am iPad gleichziehen zu können. 

Photoshop für das iPad ist als kostenloser Download verfügbar, für die Nutzung ist der Abschluss eines Abos für 10,99 Euro im Monat notwendig. Die App ist sowohl mit dem iPad (359 Euro auf Amazon) mit dem Apple Pencil der ersten Generation (95 Euro auf Amazon) als auch mit dem iPad Pro (ab 788 Euro auf Amazon) mit dem Apple Pencil der zweiten Generation (129 Euro auf Amazon) kompatibel.

Quelle(n)

Adobe Chief Product Officer Scott Belsky (Twitter), via Bloomberg

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Autor: Hannes Brecher,  8.11.2019 (Update:  8.11.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.