BYD erfindet komfortable 1-MW-Ladesäule mit Hängekabeln für weltweit größtes Megawatt-Ladenetz

Nachdem BYD sein Megawatt-Ladesystem für die hochmoderne 1000-Volt-Elektrofahrzeug-Architektur vorgestellt hat, die Motoren mit 32.000 Umdrehungen pro Minute und Ladezeiten von nur fünf Minuten ermöglicht, beginnt das Unternehmen nun mit dem Aufbau der entsprechenden Ladesäulen. Das Unternehmen plant, 4.000 dieser Säulen in Eigenregie zu errichten und hat Partnerschaften für weitere 15.000 unterzeichnet. Damit würde die weltweit größte Ladeinfrastruktur auf Megawatt-Niveau entstehen.
Besonders beeindruckend sind die Ladesäulen selbst, welche der weltweit größte Hersteller von E-Autos konsequent auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt hat. Anstelle der üblichen Halterungen im Stil der Tesla-Supercharger verfügt die innovative T-Konstruktion über eine gefederte Seilzug-Aufhängung, an der zwei schwere Kabel hängen. Dies gleicht deren hohes Gewicht fast vollständig aus. Die Kabellänge ist so bemessen, dass die Ladestecker nicht auf dem Boden landen – ein häufiges Ärgernis –, aber dennoch jeden Ladeanschluss erreichen, egal wo der Fahrzeughersteller diesen platziert hat.
Die neuen Megawatt-Ladesäulen von BYD sind hoch genug für die meisten Elektrofahrzeuge und die beiden Ladestecker können parallel betrieben werden, um Geschwindigkeiten zu liefern, die für den Massenmarkt bisher beispiellos sind. Die Spitzenleistung liegt bei 1.360 kW. Damit lässt sich pro Sekunde Ladezeit mehr als ein 1,6 Kilometer Reichweite gewinnen. Nach nur fünf Minuten am Ladegerät stehen etwa zusätzliche 320 Kilometer zur Verfügung.
Da BYD zudem der weltweit zweitgrößte Batteriehersteller ist, kombiniert das Unternehmen die flüssigkeitsgekühlten Megawatt-Säulen mit einem Energiespeicher-System inklusive Superkondensatoren. So können Lastspitzen abgefangen werden, indem günstiger Strom aus Nebenzeiten zwischengespeichert und bei Bedarf wieder abgegeben wird.
Auch Tesla baut ein Megawatt-Ladenetz für seine Semi-Trucks auf und nutzt dabei die Spezifikationen des North American Charging Standard (NACS), die Spitzenwerte von 1,2 MW erlauben. Die derzeit installierten V4-Supercharger erreichen jedoch nur maximal 500 kW. Zudem verfügt Tesla mit dem Cybertruck bisher nur über ein einziges Fahrzeug mit einer vergleichsweise modernen 800-Volt-Architektur, um diese Leistung zu nutzen.
Der elektrische Pick-up wird jedoch von Teslas eigenen 4680-Batteriezellen angetrieben, deren Ladekurve noch zu wünschen übrig lässt, wodurch der Ladevorgang deutlich länger dauert als bei einem 1000-V-Fahrzeug von BYD.







