Chinesische Autobauer überrollen Europa: BYD und Chery jagen MG mit 80 Prozent Wachstum

Der Start ins Autojahr 2026 gleicht einem echten Beben auf dem europäischen Markt. Während die etablierten Marken kollektiv schwächeln und der Gesamtmarkt im Januar laut einem Branchenbericht um 3,6 Prozent auf 947.482 Fahrzeuge einknickte, kennen die chinesischen Importeure nur eine Richtung - steil bergauf. Die Autobauer aus dem Reich der Mitte konnten ihre Verkäufe um unglaubliche 80 Prozent auf 70.465 Einheiten nach oben schrauben. Unterm Strich steht damit ein satter Marktanteil von 7,4 Prozent. Das ist zwar ein leichter Dämpfer im Vergleich zum absoluten Rekordwert vom Dezember mit seinen 9,5 Prozent. Blickt man aber auf den Januar 2025 zurück, haben sich die Zahlen von damals 4,0 Prozent fast verdoppelt.
Besonders brisant ist der neue Dreikampf an der Spitze. Sehr lange thronte MG unangetastet als Nummer eins der chinesischen Marken in Europa. Doch dieser komfortable Vorsprung bröckelt jetzt gewaltig. MG kam im Januar nur noch auf 18.537 Verkäufe, was unterm Strich ein Minus von 3,8 Prozent bedeutet. Der Hauptschuldige für diese Flaute ist schnell ausgemacht: Der bisherige Bestseller MG ZS stürzte um 20 Prozent ab. Da halfen auch die leichten Zuwächse bei den Modellen MG3 und HS am Ende des Tages nicht mehr viel.
Die hungrigen Verfolger nutzen diesen Moment der Schwäche absolut gnadenlos aus. BYD klebt dem Platzhirsch mit 17.630 abgesetzten Fahrzeugen und einem absurden Plus von 173 Prozent mittlerweile direkt am Heck. Und auch der Newcomer Chery fackelt nicht lange. Mit 17.106 Autos und einer Steigerung von 354 Prozent sichert sich die Marke locker Platz drei. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Im Januar 2025 trennten MG und die Konkurrenz noch mehr als 12.000 Autos. Heute liegt zwischen dem ersten und dritten Platz eine hauchdünne Lücke von gerade einmal 1.431 Fahrzeugen.
Der massive Schub bei BYD ist vor allem zwei echten Zugpferden zu verdanken. Der BYD Seal U schoss im Januar völlig überraschend zum meistverkauften Plug-in-Hybrid in ganz Europa auf. Mit einem Zuwachs von 178 Prozent auf 7.390 Einheiten degradierte er fast die gesamte Konkurrenz. Segmentübergreifend musste man sich hier nur dem Skoda Kodiaq iV geschlagen geben. Gleichzeitig mischen die Chinesen jetzt auch bei den Kleinwagen kräftig mit. Der Dolphin Surf, der erst vergangenen Sommer seinen Marktstart feierte, ging 3.007 Mal über die Ladentheke. Das reicht für einen starken dritten Platz bei den kleinen Elektroflitzern, direkt hinter dem Renault 5 E-Tech und dem Citroen e-C3.
Währenddessen fährt Chery eine aggressive Mehrmarken-Strategie, die voll ins Schwarze trifft. Die Sub-Marke Jaecoo katapultierte sich um 365 Prozent auf 7.193 Autos nach oben, dicht gefolgt von Omoda mit fast 200 Prozent Plus. Auch Leapmotor profitiert massiv vom Stellantis-Netzwerk. Die Verkäufe der Tochtermarke explodierten förmlich um 409 Prozent auf 4.249 Fahrzeuge, was fast ausschließlich auf das Konto des Kleinwagens T03 geht. Geely rundet das Bild ab und zementiert mit einem Plus von 42 Prozent und 5.079 verkauften Autos den vierten Platz unter den aufstrebenden China-Playern.
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