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Bitkom: Preise für Festplatten weiter auf Rekordniveau

Laut dem Branchenverband Bitkom bleiben die Festplattenpreise nach der Flut in Thailand auf Spitzenniveau. Die Hersteller erreichen erst im September die alte Produktionskapazität. Der Branchenverband sieht aber kaum Auswirkungen für den PC-Markt.

Branchenbeobachter beurteilen die Auswirkungen der verheerenden Flutkatastrophe in Thailand 2011 auf die Festplattenindustrie offenbar teils unterschiedlich. Während taiwanische Berichte bereits vor Monaten wiederholt von einer Entspannung bei der Liefersituation für Festplatten sprachen, rechneten Analysten wie IHS iSuppli im Februar 2012 noch bis zum 3. Quartal 2012 weiterhin mit Engpässen und hohen Preisen für HDDs. Der Branchenverband Bitkom sieht das auch so.

So berichtet der Hightech-Verband Bitkom heute, dass sich die Preise für Computer-Festplatten bislang nicht von ihren Höchstständen Ende 2011 erholt haben. Infolge der Flutkatastrophe in Thailand im vergangenen Jahr sind gemäß Bitkom im vierten Quartal 2011 die Preise für Speicherlaufwerke in Deutschland um fast 40 Prozent angestiegen.

Im wichtigen Segment der internen und externen 3,5-Zoll-Festplatten haben sich die Preise sogar nahezu verdoppelt, berichtet der Bitkom. Bei der Flut wurden zahlreiche Produktionsstätten zerstört oder beschädigt, was zu einer Verknappung des Angebots geführt hat. In den ersten drei Monaten des Jahres 2012 sind die Festplattenpreise nun um lediglich 2 Prozent zurückgegangen und verharren damit faktisch auf dem Niveau des Vorquartals, so der Branchenverband.

Nach der Flutkatastrophe in Thailand waren im vierten Quartal 2011 die weltweiten Auslieferungen von HDDs um 30 Prozent im Vergleich zum Vorquartal eingebrochen. Aus Thailand kommt rund ein Viertel der weltweiten Festplattenproduktion. Spürbare Auswirkungen auf die Preise für Computer sieht der Bitkom wegen des scharfen Wettbewerbs aber nicht.

Fraglich ist allerdings, ob sie wieder das niedrige Niveau vor der Flut erreichen, da die Produzenten hohe Summen in die Wiederherstellung ihrer Anlagen investieren, was die Preise nach oben treibt. Nach Prognosen von Analysten müssen die Anbieter dafür rund eine Milliarde US-Dollar aufbringen. Zudem sind infolge der Flut auch die Preise für Komponenten von Zulieferern gestiegen, die ebenfalls von der Katastrophe betroffen waren.

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Autor: Ronald Tiefenthäler, 10.05.2012 (Update:  9.07.2012)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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