
Comu Action Pro: KI-Assistent im Praxistest
AI-Workmate
Der Comu Action Pro zeichnet Gespräche auf, transkribiert sie und erstellt per KI Zusammenfassungen, E-Mails sowie weitere Inhalte. Unser Praxistest zeigt, wie zuverlässig das kompakte KI-Gadget arbeitet und wo App und Spracheingabe noch Schwächen haben.Marc Zander Veröffentlicht am 🇺🇸
Testfazit zum Comu Action Pro KI-Assistenten
Das Comu Action Pro ist der Nachfolger des Comulytic Note Pro. Orientierte sich der Hersteller bei der Namensgebung des Vorgängers noch an den Mitbewerbern wie Plaud, so ist die neue Bezeichnung anfangs irreführend, da man bei dem Namen unterbewusst eine Action-Cam erwartet statt eines KI-Helfers. Doch auch ohne das „Note“ im Namen bietet das Gadget eine Vielzahl an Möglichkeiten im Berufs- und Privatleben. Für mehr Bequemlichkeit sorgt der AI-Button, der Prompts mittels Spracheingabe bearbeitet. Hier sollte man jedoch sehr genau und langsam sprechen, da sonst etliche missverstandene Worte im Prompt erscheinen. Alternativ kann man Prompts in der App per Bildschirmtastatur eingeben. Aufgenommene Gespräche werden automatisch transkribiert und zusammengefasst. Da die App-Grundlage identisch mit dem Comulytic Note Pro ist, erfindet der Nachfolger das Rad nicht neu, bekommt jedoch ein paar Zusatzfeatures, um mittels KI den eigenen Workflow weiter zu vereinfachen, etwa durch das Erschaffen von Power-Point-Präsentationen und Follow-Up-Mails oder -Besprechungen. So soll er weg vom reinen KI-Recorder oder KI-Diktiergerät hin zu einem echten Begleiter für Arbeitsabläufe.
Pro
Contra
Hier bekommt man das Comu Action Pro KI-Transkriptionsgerät
Das Gerät gibt es aktuell im eigenen Online-Shop des Herstellers. Zum Zeitpunkt unseres Tests ist der Comu Action Pro als "Super-Vorbesteller-Preis" um 49 Prozent für 129,99 US-Dollar erhältlich, siehe auch weiter unten (mit Priority-Versand, ein Jahr Garantieverlängerung und einem kostenlosen Monat Premium im Wert von 14,99 US-Dollar für 10 US-Dollar Anzahlung und 119,99 US-Dollar weiterer Zahlung, der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 256,99 US-Dollar). Eine Lieferung ist derzeit nur in die Vereinigten Staaten und nach Großbritannien möglich, soll jedoch auf die EU ausgeweitet werden. Das Gerät ist in Schwarz, Silber und Kirschrot erhältlich.

Warum ein eigenes KI-Gerät statt Smartphone und manuelle KI-Nutzung?
Die Frage, die sich viele Interessierte stellen: Wo ist der Vorteil eines KI-Diktiergeräts oder KI-Assistenten-Gadget, wenn ich doch eigentlich alles mit meinem Smartphone erledigen kann? Ein Audiorecorder ist an Bord und die Audiodatei kann man in die favorisierte KI-Anwendung laden und dann per Prompts bearbeiten lassen. Hier sind viele verschiedene Schritte notwendig. Zudem kann es passieren, dass während der Aufnahme ein Anruf eingeht, der dann mit aufgezeichnet wird, oder andere störende Einflüsse auftauchen. Ein KI-Assistent hingegen erledigt alles in einem Gerät, sehr schnell mit nur einem Knopfdruck und mit einer App. Zudem sind mehrere KI-Agenten integriert, und die App wählt automatisch den Bestgeeigneten.
Die Transkription lässt sich bereits im Gespräch verfolgen (auch live übersetzt), Telefonate werden komplett aufgezeichnet und Prompts werden für viele Berufsgruppen oder Anwendungsfälle vorgegeben. Ein Gadget hat seinen Preis und ist ein zusätzliches Gerät. Wer es jedoch öfter einsetzt, wird es schnell zu schätzen wissen. Und wird in Business-Meetings oftmals professioneller wahrgenommen als jemand, der am Smartphone herumfummelt, bis alles eingestellt ist. Wofür man sich auch entscheidet, wichtig ist es, sich von allen Anwesenden das Einverständnis für die Aufzeichnung zu holen, am besten schriftlich, um rechtlich abgesichert zu sein.
Technische Details des Comu Action Pro
| Interne Speicherkapazität: | vermutlich 64 GB |
| Mikrofone: | 6-Mic-Array: 4x omnidirektional, 1 Richtmikrofon, 1 Knochenleitungsmikrofon |
| Batteriekapazität: | 1.000 mAH Kapazität, bis zu 60 Stunden Aufnahmezeit laut Hersteller |
| Bildschirm: | AMOLED, Größe ca. 1,02 Zoll (ca. 2,6 cm) |
| Verbindung: | Bluetooth Low Energy, WLAN |
| Gewicht: | ca. 52 Gramm |
| Größe: | 6 × 0,7 × 9,1 cm (B × T × H) |
Comu Action Pro Lieferumfang und Ersteinrichtung
Die kleine Box beherbergt neben dem Gerät ein kurzes USB-C-zu-USB-C-Kabel zum direkten Anschluss des magnetisch am Smartphone befestigten KI-Assistenten mit dem Smartphone zum Aufladen. Dazu kommen eine Kurzanleitung sowie ein magnetischer Ring zum Aufkleben auf die Rückseite des Smartphones, wenn dieses etwa aus Glas besteht und nicht magnetisch ist.
Bei der Ersteinrichtung unseres Testgeräts verwies der zu scannende QR-Code (auf dem Gerät und in der Kurzanleitung) leider auf eine veraltete Seite. Für den Betrieb des Comu Action Pro KI-Assistenten ist die neueste App-Version 1.4.0 der hauseigenen Comulytic-App erforderlich. Diese stand bis dato noch nicht im App Store oder Google Play Store zur Verfügung, sollte jedoch zum Zeitpunkt des Erscheinens dort erhältlich sein.
Zur Nutzung stehen aktuell zwei Abonnements zur Verfügung: Starter und Premium unterscheiden sich dabei nur in den verwendeten KI-Agenten (die beiden kostenpflichtigen Stufen greifen zusätzlich auf Claude zu) und der Anzahl der Echtzeitübersetzungen (Starter nur 1 Mal pro Monat, andere unlimitiert), Sofort-Zusammenfassungen (Starter nur 10 pro Monat, andere unlimitiert) sowie bei der Nutzung der detaillierten KI-Analysen (Starter nur 3 Mal pro Monat, andere unlimitiert). Wer den Comu Action Pro wirklich im Arbeitsalltag nutzen möchte, kommt daher um ein Abo nicht herum: Premium kostet 19,99 Euro bzw. 14,99 US-Dollar pro Monat oder 134,99 Euro bzw. 120 US-Dollar pro Jahr.



Der Comu Action Pro im Praxistest
Der Comu Action Pro benötigt zur Aufnahme nicht direkt die App. Drückt man den runden Button am Gadget, startet direkt die Aufnahme, gut erkennbar an der oszillierenden Grafik samt Sekundenanzeige, die kurz während der Aufnahme auf dem sehr kleinen Monitor sichtbar ist. Die ganze Zeit über leuchtet stetig ein blauer Punkt mittig im Button während der Aufnahme. Möchte man während der Aufnahme pausieren, genügt ein Klick auf den Button, ein weiterer Klick lässt die Aufnahme weiterlaufen. Zum Beenden muss man den Button erneut mindestens zwei Sekunden drücken.
Mein erster Test war ein auf Englisch geführtes Gespräch mehrerer Personen. Insgesamt gab es vier Sprecher, die gut erkannt wurden. Auch Fehler bei der Spracherkennung waren selten, so wurde etwa aus der Linux-Distribution CashyOS nur CashOS und die PS5 wurde einmal zu KS5. Wenn man im Thema ist, kann man diese Fehler jedoch direkt übersehen oder verbessern. Die KI-Zusammenfassung in deutscher Sprache war strukturiert und gab die Diskussion gut zusammengefasst.
Hält man den AI-Button am Gerät, kann man per Spracheingabe einen Prompt formulieren. Ich wählte: „Bitte formuliere aus dem Überblick der Zusammenfassung eine E-Mail". Scheinbar ließ den Button zu schnell los, denn das Wort E-Mail erkannte er nicht mehr. Das wurde nicht direkt umgesetzt, sondern stattdessen aus dem Kontext mehrere alternative Prompts formuliert, die man per Klick in der App wählen kann.
Zum Check-up gibt die KI dann mehrere Themen der Diskussion vor, die man per Checkbox abwählen kann, wenn sie nicht Inhalt der Mail sein sollen. Hier stürzte die App entweder ab oder war überfordert, jedenfalls konnte ich weder Themen wählen noch den Button "Entwurf erstellen" anklicken. Daher nutzte ich den Zurück-Button, löschte den Prompt und klickte erneut auf den Reiter KI. Jetzt konnte ich den Button plötzlich anklicken und 15 Sekunden später hatte ich meine gewünschte vorformulierte Mail. Diese enthielt brauchbare Absätze, benötigte jedoch manuelles Feintuning.


Mein zweiter Test war eine Buchbesprechung zweier Personen in deutscher Sprache. Das Transkript hatte eine Menge grammatikalischer Fehler, besonders in Bezug auf die Groß- und Kleinschreibung, so stand statt "Meinung" das Wort "Männer" da, was ja phonetisch vollkommen anders ist. Doch insgesamt war das Transkript brauchbar. Noch besser war die KI-Zusammenfassung, die beinahe fehlerfrei daherkam. Ich nutzte per Spracheingabe den Prompt "Erstelle mir aus der Buchbesprechung einen Absatz mit maximal 50 Wörtern, der das Buch zusammenfasst und diverse Zitate der Buchbesprecher beinhaltet". Die KI erkannte: "Er stelle mir aus der Buchbesprechung einen Absatz mit maximal fünfzig Wörtern, das Buch zu verfasst und die Versitative des Botspeicher benachteiligt".
Leider unbrauchbar und eine Möglichkeit, den Prompt im Nachhinein zu korrigieren, gibt es nicht. Trotzdem kam die KI meinem Wunsch nach. Das bemerkte ich jedoch erst zufällig, nachdem ich wieder aus dem Fenster herausgegangen war und erneut auf die Prompteingabe geklickt hatte. Mein geschriebener Prompt, mir bitte einen kurzen Marketingtext anhand der Inhalte der Buchbesprechung zu erstellen, wurde hervorragend umgesetzt und hätte so 1:1 in einer Anzeige oder auf einem Flyer für das Buch genutzt werden können.
Meinen nächsten Prompt formulierte ich langsam und mit sehr verständlicher Betonung und Aussprache. Er wurde (ebenso wie alle zukünftigen) hundertprozentig korrekt verstanden, sodass ich die Fehler vorher auf meine Nuschelei zurückführen muss. Der Bitte, anhand der Buchbesprechung eine E-Mail zu formulieren, die an Leute senden kann, um ihnen das Buch zu empfehlen, kam die KI optimal nach. Die Mail könnte ich ohne weitere Änderungen verschicken. Meine Anfrage nach einer Power-Point-Präsentation mit zehn Folien war schnell erledigt: Zunächst fragte mich die App-KI nach der Zielgruppe, dem farblichen Stil der Folien, nannte mir die Themen der zehn Folien mit der Möglichkeit, diese zu ändern oder zu bearbeiten, und erstellte daraufhin die Datei, was ungefähr drei Minuten dauerte. Die Power-Point-Datei war grafisch ansprechend gestaltet, beinhaltete Illustrationen (deren Copyright-Freiheit ich nicht testen oder nachvollziehen konnte) und war eine solide Grundlage, die erst nach einigen Optimierungen genutzt werden konnte, denn leider waren Sätze oftmals abgeschnitten und lediglich mit ... gekennzeichnet.



Comu Action Pro im Vergleich zum Comulytic Note Pro und Plaud Note Pro
Vergleicht man das Comu Action Pro mit dem Vorgänger Comulytic Note Pro (welches wir hier getestet haben) und dem Plaud Note Pro (hier geht es zu unserem Praxistest), so fällt direkt der Größenunterschied ins Auge: Das Comu Action Pro ist nur minimal breiter und höher, jedoch wesentlich dicker als die beiden anderen KI-Assistenten im Kreditkartenformat, was das Handling bei magnetischer Befestigung am Smartphone etwas verschlechtert.
Im Vergleich mit dem Comulytic Note Pro gibt es geringere Unterschiede, da beide auf die gleiche App als Grundlage zurückgreifen. Mit dem Comu Action Pro stehen hier jedoch mehr Möglichkeiten zur Verfügung. Am Gerät selbst ist der AI-Button die signifikanteste Neuerung: Die Eingabe von KI-Prompts durch Sprache rundet das KI-Gadget ab und offenbart eine Vielzahl an zusätzlichen KI-Bearbeitungen.
Im Vergleich mit dem Plaud Note Pro ist die Prompt-Eingabe per Sprache ebenfalls ein großer Vorteil. Fairerweise muss man hier jedoch aufführen, dass die Plaud-App eine Menge an vorgefertigten KI-Aufgaben für verschiedene Berufszweige bietet, die eine Vielzahl an Aufgaben abdecken.

Comu Action Pro - Ihr persönlicher KI-Assistent
Steigern Sie Ihre Produktivität mit dem Comu Action Pro – Ihrem persönlichen KI-Assistenten im Taschenformat. Das Comu Action Pro wurde speziell für Berufstätige im mobilen Einsatz entwickelt und setzt gesprochene Worte sofort in Taten um. Mit einem einzigen Druck auf die KI-Taste zeichnet es etwa Gespräche auf und erstellt automatisch einsatzbereite Folien, Dokumente, E-Mails und Zusammenfassungen. Neben unbegrenzter Echtzeit-Transkription garantiert das Gerät einen hohen Datenschutz durch strikte Einhaltung der SOC-II-, DSGVO- und HIPAA-Vorgaben.
Schnellentschlossene können sich in der Vorverkaufsphase den Sonderpreis von 129,99 USD (49% Rabatt auf den Verkaufspreis) sichern.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.












