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Das günstigere Apple MacBook Air ist für viele Nutzer die bessere Wahl

MacBook Air 2020
MacBook Air 2020
Apple bietet das 2020er MacBook Air erstmals auch mit Quad-Core-Prozessoren an, die zumindest in der Theorie einen ordentlichen Leistungsschub versprechen. Im Alltag ist das günstigere Modell mit der Core-i3-CPU aber oftmals die bessere Wahl.

Es soll unbedingt ein neues MacBook Air werden: Schlankes Gehäuse, tolles Display und endlich wieder eine gute Tastatur. Doch welchen Prozessor braucht man, reicht der kleine Dual-Core oder sollte es auf jeden Fall einer der beiden neuen Quad-Core-Prozessoren sein, die ja eigentlich einen deutlichen Leistungsschub versprechen? Diese Frage stellen sich derzeit vermutlich viele Nutzer, und nach unseren Tests der beiden Versionen können wir ein recht klares Fazit ziehen, was aber vermutlich etwas überraschend kommt.

Der Core i3 passt nämlich eindeutig besser zum MacBook Air, was vor allem an der eigentümlichen Kühlung liegt. Die beiden zusätzlichen Kerne produzieren einfach mehr Hitze, was viel häufiger zu einem lauteren Lüfter führt. Auch unter Last dauert es beim kleinen MacBook Air einfach deutlich länger, bis der Lüfter das maximale Lautstärkeniveau (welches geringer ist als beim i5) erreicht. Im Alltag hat man somit deutlich öfter ein lautloses Gerät. Zudem erreicht das günstigere Gerät auch noch etwas längere Akkulaufzeiten.

Aber ist die höhere CPU-Leistung nicht doch vorteilhaft, vor allem im Hinblick auf die nächsten Jahre? Prinzipiell ist mehr Leistung ja nicht verkehrt, doch über eines muss man sich vor dem Kauf des MacBook Air (egal ob Dual-Core oder Quad-Core) im Klaren sein. Das MacBook Air ist für einfache Aufgaben konzipiert, oder besser gesagt ganz normale, alltägliche Aufgaben. Wenn man sich nicht sicher ist, ob man die zusätzliche Leistung von schnelleren Geräten, wie beispielsweise dem MacBook Pro 13, benötigt, braucht man sie aller Wahrscheinlichkeit auch nicht. Und für alltägliche Dinge (also z. B. Surfen im Internet, Schreiben von Mails, Video-Streaming, ein bisschen Bildbearbeitung usw.) kommt es nicht nur auf die reine CPU-Leistung an, sondern ein rundes System an. Dank der schnellen SSD und der sehr guten Optimierung auf macOS kommt auch das kleine MacBook Air problemlos mit solchen Dingen zurecht. Der Aufpreis für die schnelleren CPUs lohnt sich sowieso kaum, denn auch der Core i5 wird von der Kühlung eingebremst. Trotz der beiden zusätzlichen Kerne liegt der Leistungsvorteil in den Multi-Tests nur bei rund 35 %, und wenn man nur einen Kern belastet, sind beide Modelle sogar gleichauf.

Für ausführliche Informationen zu den beiden Modellen, inklusive umfangreicher Benchmark-Ergebnisse und detaillierten Messungen, empfehlen wir einen Blick in unsere Testberichte des MacBook Air 2020:

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Autor: Andreas Osthoff, 16.05.2020 (Update: 19.05.2020)
Andreas Osthoff
Andreas Osthoff - Managing Editor Business Notebooks
Ich bin mit Computern und moderner Unterhaltungselektronik aufgewachsen. Seit meinem ersten Computer, einem Commodore C64, habe ich mich für die Technik interessiert und angefangen, meine eigenen Computer zu bauen. Bei Notebookcheck kümmere ich mich schwerpunktmäßig um die Business-Geräte sowie die mobilen Workstations, doch ich mache auch gerne Abstecher in den mobilen Bereich. Es ist immer wieder eine tolle Erfahrung, neueste Geräte zu testen und miteinander zu vergleichen. Den passenden Ausgleich schafft der Sport, im Sommer vor allem mit dem Rad.