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Ende der Peinlichkeiten: KI verschleiert Hintergrund im Skype-Video

Das Wichstigste wird scharf dargestellt, der Hintergrund dagegen mit Bokeh
Das Wichstigste wird scharf dargestellt, der Hintergrund dagegen mit Bokeh
Zimmer unaufgeräumt, aber die Mama ruft überraschend über Skype-Video an? Mit der neuen Skype-Version kein Problem, der Hintergrund kann auf Knopfdruck verschwommen und unklar geschalten werden. Möglich wird dies durch künstliche Intelligenz.

Skype führt ein neues Feature bei der Videotelefonie ein. Durch einen einfachen Rechtsklick oder unter den Einstellungen lässt sich die Verschleierung des Hintergrunds augenblicklich aktivieren. Sich selbst rückt man dafür scharf und präsent in den Vordergrund. Der Portrait-Modus mit dem künstlichen Bokeh-Effekt ist zwar schon am Smartphone bekannt, aber in der Videotelefonie, außer bei Microsoft Teams und jetzt Skype, noch nicht angekommen.

Wäsche im Zimmer, nicht gemachtes Bett, Pizza-Kartons am Tisch und das Bewerbungsgespräch findet in 5 Minuten statt? All das verschwindet Dank Skype zu einem Schleier und ist im Bild nicht mehr klar erkennbar. Laut Skype sorgt dies für eine niedrigere Hemmschwelle zur Videotelefonie. Das alles passiert mithilfe einer KI, die den Hintergrund vom Gesicht trennen kann und ein Blurring darüberlegt. Die künstliche Intelligenz erkennt Haut, Haare, Hände und Arme, die während des Gesprächs immer im Fokus bleiben, während alles andere im Hintergrund dann dezent verschwimmt.

Zu 100 Prozent darf man sich aber nicht darauf verlassen. Skype versuche zwar sein Bestes, aber eine Garantie können sie nicht geben, dass die KI den Hintergrund immer richtig erkennen könne. Man sollte also Dinge, die vom Gesprächspartner unter keinen Umständen gesehen werden sollten, trotz dieses neuen Features tunlichst vorher aus dem Bild entfernen.

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Autor: Daniel Puschina, 10.02.2019 (Update: 10.02.2019)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.