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Enthüllt: Avast Antivirus spioniert Nutzer aus und verkauft Daten an Google, Microsoft und viele andere

Avast Antivirus spioniert Nutzer aus
Avast Antivirus spioniert Nutzer aus
Geleakte Dokumente des Unternehmens enthüllen, dass der Antivirussoftware-Hersteller sämtliche Klicks, Suchen, Käufe und andere Browseraktivitäten seiner Nutzer sammelt und unter Berufung auf angebliche Anonymisierung an andere Konzerne verkauft. Die sensiblen Daten können jedoch leicht wieder den realen Personen zugeordnet werden.
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Eine Untersuchung der beiden Seiten PCMag und Motherboard haben aufgedeckt, dass das Unternehmen Avast exzessiv Daten seiner User sammelt und diese verkauft. Avast greift dabei die gesamte Browserhistorie ab, inklusive Informationen darüber welche Suchen ein Nutzer tätigt, welche Käufe getätigt werden, welche Videos angeschaut werden, sogar sämtliche Klicks des Nutzers werden auf die Millisekunde genau abgefasst und gespeichert.

Als die Datensammelpraxis letzten Monat bekannt wurde, versuchte der Hersteller noch abzuwiegeln und zu beruhigen: Die Daten seine komplett anonymisiert, man könne damit keine Rückschlüsse auf die realen Identitäten ziehen, die Wahrung der Privatsphäre sei sichergestellt.

Die Untersuchung deckt jedoch auf, dass dies keineswegs den Fakten entspricht, im Gegenteil: Anscheinend können alle Daten wieder leicht de-anonymisiert und spezifischen Avast-Nutzern zugeordnet werden. Zwar werden die Daten nicht mit einer Email, IP oder einem Namen verlinkt, dafür jedoch mit einer persistenten und einzigartigen Geräte-ID.

Wird bspw. ein Kauf bei Amazon vollzogen, so kann der Onlineversand mit all den Informationen (Datum, Zeit, Produkt, Geräte-ID u.m.) die persistente Geräte-ID mit dem Namen des Accounts abgleichen, welcher eben um genau diese Zeit das entsprechende Produkt auf Amazon bestellt hat. Und schon sind auch sämtliche anderen Käufe und Klicks und Browserdaten nicht mehr annonym.

Die umfangreichen und sensiblen Daten verkauft das Avast-Subunternehmen Jumpshot an einen umfangreichen Kundenstamm, darunter Google, Yelp, Microsoft, IBM, McKinsey, Pepsi, Unilever, Nestle Purina, Kimberly-ClarkSephora, Home Depot, Condé Nast, Intuit und viele andere. Das Hauptproblem besteht darin, dass die Daten mit anderen Daten abgeglichen werden können und somit die Identitäten der realen Benutzer freigeben. Die ausführliche Untersuchungsergebnisse können unter unten stehendem Link nachgelesen werden.

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1633 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze, 28.01.2020 (Update: 28.01.2020)