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„Es hat uns geistig gebrochen“: Quake-Entwickler sagt, id Softwares größtes Spiel habe das Studio von innen heraus zerstört

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„Quake“ ist einer der angesehensten Ego-Shooter aller Zeiten.
Sandy Petersen, der bei id Software an Quake arbeitete, sagt, dass die Entwicklung des Spiels das Team geistig zermürbt habe und eine Massenabwanderung auslöste. John Carmack reagierte öffentlich, räumte eigene Fehler ein und schloss seine Antwort mit den Worten „Sorry, Sandy.“

In diesem Jahr feiert Quake sein 30-jähriges Jubiläum. Neben den zahlreichen Würdigungen für den legendären Ego-Shooter hat das Jubiläum jedoch auch eine deutlich kritischere Rückschau ausgelöst. Einer der ursprünglichen Entwickler des Spiels schilderte nun, welchen Preis das Team für den Erfolg zahlen musste. Sandy Petersen, der bei id Software sowohl an Doom als auch an Quake beteiligt war, veröffentlichte am 24. Juni einen Beitrag auf X, in dem er die Entwicklung von Quake als zermürbenden Prozess beschrieb.

Zwar sei das Ergebnis aus kreativer Sicht beeindruckend gewesen, doch die Arbeit habe das Team geistig und emotional erschöpft zurückgelassen. Laut Petersen waren die Folgen bereits kurz nach der Veröffentlichung sichtbar. Innerhalb weniger Jahre verließen zahlreiche Schlüsselfiguren das Studio.

Petersen nannte unter anderem John Romero, Shawn Green, Dave Taylor, Mike Abrash und American McGee als Mitglieder des Teams, die das Studio verließen. Er fügte hinzu, dass auch er selbst zu dieser Gruppe gehörte. Einige seien zum Weggang gedrängt worden, andere hätten das Unternehmen freiwillig verlassen. Darüber hinaus äußerte Petersen zum Jubiläum eine durchaus provokante Ansicht: Seiner Meinung nach hatte Doom, obwohl es Quake technisch unterlegen gewesen sei, letztlich einen größeren Einfluss auf die Videospielbranche insgesamt.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte die öffentliche Reaktion von John Carmack, Mitbegründer von id Software und einer der Hauptverantwortlichen für die technische Entwicklung von Quake. Carmack zeigte sich ungewöhnlich selbstkritisch. Er erklärte, Quake sei technisch zu ambitioniert gewesen und ein iterativerer Ansatz, der auf der Doom-Engine aufgebaut hätte, wäre für das Team womöglich die bessere Wahl gewesen.

Zudem gestand er ein, die Mitarbeiter stärker belastet zu haben, als es angemessen gewesen sei, und die langfristigen Folgen eines permanenten Hochleistungsmodus unterschätzt zu haben. Darüber hinaus kritisierte Carmack die damalige Beteiligungsstruktur des Unternehmens. Das ursprüngliche Aktienmodell habe problematische Anreize geschaffen und sich im Nachhinein als Fehler erwiesen.

Seine Antwort an Petersen endete mit einer bemerkenswert persönlichen Entschuldigung: „Sorry, Sandy.“ Zum 30. Geburtstag von Quake ist dieser offene Austausch zwischen zwei der wichtigsten Köpfe hinter dem modernen Ego-Shooter eine ungewöhnlich ehrliche Rückschau auf die Herausforderungen und Belastungen, die hinter einem der einflussreichsten Spiele der Branche standen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-06 > „Es hat uns geistig gebrochen“: Quake-Entwickler sagt, id Softwares größtes Spiel habe das Studio von innen heraus zerstört
Autor: Anubhav Sharma, 24.06.2026 (Update: 24.06.2026)