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Gionee M6 und M6 Plus: Mit Riesenakku und Hardware-Verschlüsselung

Hübsches Design, Sicherheit und lange Laufzeiten: Das Gionee M6 und M6 Plus
Hübsches Design, Sicherheit und lange Laufzeiten: Das Gionee M6 und M6 Plus
Gionee legt mit der M6-Serie Wert auf Design, lange Laufzeiten und Sicherheit, verzichtet aber beim größeren Modell auf den traditionellen Kopfhöreranschluss. Der Mix aus Mittelklasse-SOC und High-End-Features bereichert den Markt mit neuen Ideen.
Alexander Fagot,

Gionee hat in China mit der M6-Serie die Nachfolger der bisherigen M5-Serie vorgestellt, eine Ergänzung zu den, Ende 2015 und Anfang 2016 gelaunchten S6-Smartphones des chinesischen Herstellers aus Shenzhen. Die M6-Serie besteht aus M6 und M6 Plus und legt neben Design und riesengroßen Akkus vor allem Wert auf Sicherheit.

Sicherheit

Die Integration eines Hardware-Verschlüsselungschips soll nicht nur beim Bezahlen und Telefonieren mehr Sicherheit bieten, sondern auch Apps und Daten hardwarebasiert verschlüsseln und damit sicherer machen als bei herkömmlichen Smartphones. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Android-Verschlüsselung in vielen Fällen offenbar weniger effektiv ist als angenommen. Anwendern, die Wert auf höchste Sicherheit legen, könnte Gionee mit der M6-Serie also einen Mehrwert bieten. Ob Gionee zukünftig regelmäßig Android-Sicherheitsupdates einspielen wird, bleibt abzuwarten. Auch Blackberry versucht, Android-Smartphones sicherer zu machen und hat kürzlich mit dem DTEK50 das, nach eigenen Angaben, sicherste Android-Smartphone der Welt präsentiert, welches das Alcatel Idol 4 für Geschäftskunden attraktiv machen soll.

Unterschiede

Das Gionee M6 besitzt einen 5,5 Zoll-AMOLED-Bildschirm mit Full-HD-Auflösung, hat im 152,3 x 75,3 x 8,2 mm dicken Gehäuse Platz für einen 5.000 mAh Akku, integriert eine 13 MP Kamera (PDAF) auf der Rückseite und läuft auf Basis eines MediaTek MT6755M P10-SOCs mit 1,8 Ghz schnellen Kernen. Dagegen ist das mit 160,5 x 80,6 x 8,2 mm größere M6 Plus-Modell mit 6 Zoll-Full-HD-AMOLED-Display und 16 MP Kamera (PDAF, F/1.8 Blende) auf der Rückseite ausgestattet und integriert neben einem 6.000 mAh Akku auch den mit 2 Ghz taktenden, etwas schnelleren Mediatek MT6755 P10-SOC ohne "M" in der Modellbezeichnung. Unterschiede gibt es auch im Detail. Das kleinere Modell bietet noch eine 3,5 mm Klinkenbuchse für Kopfhörer, das Plus-Modell scheint den Platz dagegen für die erhöhte Batteriekapazität zu benötigen.

Gemeinsamkeiten

Alle anderen technischen Daten teilen sich beide Modellvarianten. Es sind jeweils 4 GB RAM und 64 oder 128 GB Speicher verbaut, der jeweils mittels Micro-SD-Karten auf bis zu 128 GB erweitert werden kann. Im Gegensatz zur Konkurrenz scheint Gionee laut Spezifikationsliste noch auf ein Micro-USB-Interface zu setzen, kann darüber aber schnell laden. Ein Set aus zwei Lade-Chips soll das Laden beschleunigen und Erhitzung beim Laden vermeiden. Laut Gionee sollen die Riesenakkus in beiden Modellen in jeweils 2 Stunden voll geladen sein, auch Reverse Charging bieten beide Modelle von Haus aus, sie lassen sich daher auch als Powerbanks benutzen. Die Front-Kamera bietet in beiden Modellen 8 MP. Fingerabdruck-Sensor, GPS, und Bluetooth 4,0 sind onboard, zu den WLAN-Spezifikationen schweigt sich das Datenblatt bislang aus. Leider wird auch bei Gionee LTE-Band  8 und Band 20 nicht unterstützt, die Geräte beschränken sich auf die Bänder 1, 3, 7, 38, 39, 40 und 41.

Preise und Verfügbarkeit

Beide Modelle sind ab Ende August in China verfügbar, ob der Hersteller mit den Modellen auch in Europa auftreten will, ist bislang unbekannt. Das M6 ist in der Version mit 64 GB Speicher um umgerechnet 370 Euro zu haben. Für das Plus-Modell mit 64 GB Speicher will Gionee umgerechnet 410 Euro haben. Die 128 GB Versionen sind in China jeweils um knapp 30 Euro teurer. 

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Autor: Alexander Fagot, 28.07.2016 (Update: 28.07.2016)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.