Gründe, warum das Premium-Tablet von Oppo nur für eine Zielgruppe eine Kaufempfehlung bekommt

Mit dem Pad 5 Pro ist Oppo ein sehr gutes Android-Tablet gelungen. Nicht ohne Grund bekommt das Premium-Tablet des chinesischen Herstellers (Preise starten bei Trading Shenzhen ab etwa 700 Euro) auch eine sehr gute Bewertung in unserem Testbericht.
Allerdings sehen wir nur für eine Zielgruppe das Pad 5 Pro als klare Kaufempfehlung, nämlich Nutzer mit dem Anspruch an einer hervorragenden Ausdauer, ohne dabei auf ein großes Display verzichten zu wollen, beispielsweise auf Reisen oder als mobilen Arbeitsbegleiter. Denn trotz einiger Stärken gibt es aus unserer Sicht drei zentrale Kritikpunkte, die andere Premium-Tablets besser lösen und das Oppo-Tablet für viele Nutzer weniger attraktiv machen.
Das Flagship-Tablet von Oppo hat überraschend schwache Lautsprecher
Oppo verbaut bei seinem Premium-Tablet zwar ein Lautsprechersystem mit vier Hoch- und vier Tieftönern, dennoch überzeugt die Klangqualität in unserem Testbericht nicht. Die Mitten dominieren in unserer Pink-Noise-Messung, während die Höhen zu schwach ausgeprägt sind und der Bass nur wenig wahrgenommen wird.
Das große Android-Tablet von Oppo ist durch den XXL-Akku recht schwer
Mit seinem dünnen 6‑mm‑Gehäuse im Aluminium-Unibody-Design wirkt das Pad 5 Pro sehr wertig, allerdings ist das hohe Gewicht deutlich spürbar. Das 13,2‑Zoll‑Tablet bringt es auf 672 Gramm und ist damit fast 100 Gramm schwerer als ein iPad Pro 13. Gerade bei längerer Nutzung macht sich das Gewicht negativ bemerkbar.
Android-Tablet mit Bildausgabe, aber ohne Desktop-Modus
Obwohl ColorOS 16 eine sehr gute Systemoberfläche unter Android ist, fehlt uns weiterhin ein echter Desktop-Modus. Selbst bei der kabelgebundenen Bildausgabe über den schnellen USB-C-Anschluss mit DisplayPort-Unterstützung spiegelt das System lediglich den Bildschirminhalt, anstatt eine fensterbasierte Multitasking-Oberfläche zu bieten.
Somit gibt es, je nach Einsatzzweck sehr gute Alternativen zum Oppo Pad 5 Pro in der preislichen Premium-Mittelklasse. Wer den Fokus auf Multimedia-Nutzung legt, bekommt mit dem Honor MagicPad 4 ein hervorragendes und recht leichtes OLED-Tablet mit klasse Sound. Für brachiale Leistung für Videoschnitt & Co. dürfte die Wahl auf ein iPad Air 13 mit M4-Chip fallen. Beide Tablets haben zudem eine bessere Verfügbarkeit in Europa.
Quelle(n)
Test Oppo Pad 5 Pro






