Zubehör-Chaos von Oppo ist teures Ärgernis und Desaster für Nachhaltigkeitsversprechen

Mit dem neuen Pad 5 und Pad 5 Pro liefert Oppo zwei ausdauernde Mittelklasse-Tablets ab. Gerade das dünne Premium-Tablet glänzt im Test mit einer starken Performance und einer spektakulären Akkulaufzeit (Preise starten ab etwa 700 Euro bei Trading Shenzhen). Aber auch der kleine Bruder des Pro-Modells überzeugt mit einem recht hellen Display, welches ohne PWM-Flackern auskommt.
Doch ein Blick auf die Zubehör-Politik wirft in beiden Testberichten durchaus Fragen und auch etwas Unverständnis auf. Denn der Oppo Pencil 2 Pro aus dem Vorjahr funktioniert weder beim Pad 5 noch beim Pad 5 Pro. Käufer eines Oppo Pad 4 Pro – gleiches gilt (wohl) auch für das neue OnePlus Pad 4 und dessen Vorgänger samt OnePlus Stylo 2 – müssen bei einem Upgrade auf die aktuelle Tablet-Generation wieder einen neuen aktiven Eingabestift des Herstellers kaufen, um Notizen auf den 13,2 Zoll großen Panel des Pad 5 Pro machen zu können. Dass Oppo nach einem Jahr seinen Flagship-Stylus des Vorjahres aussperrt und keine Abwärtskompatibilität schafft, ist aus Sicht des Kunden mehr als ärgerlich.
Auch das günstigste Mittelklasse-Tablet geht Sonderweg
Auch beim Pad 5 setzt Oppo auf eine andere Lösung. Anstatt hier zumindest die ältere Stylus-Generation zu nutzen, kommt ein neuer Pencil 2R zum Einsatz, welcher wiederum nicht mit den Pro-Modellen und den älteren Tablets von Oppo harmoniert. Einen nachvollziehbaren Grund zu finden, warum die eigenen Eingabestifte nach nur einem Jahr nicht abwärtskompatibel bleiben – zumindest mit Grundfunktionen – fällt schwer. In Zeiten in denen Tech-Konzerne sich gerne mit Versprechen zum Thema Nachhaltigkeit und Recycling schmücken, wirkt ein solches Vorgehen nicht konsistent. Ein teurer Stylus sollte deutlich langlebiger sein.
Ein Beispiel in dieser Disziplin kann sich Oppo bei Samsung nehmen. Denn der Samsung S Pen mit seiner passiven Induktionstechnologie von Wacom ermöglicht bei den Galaxy Tabs eine grundlegende Schreib- und Zeichenfunktionen über fast alle Generationen hinweg. Wer von einem älteren Galaxy Tab S7 auf ein aktuelles High-End-Tablet des Herstellers, wie dem Tab S11, aufrüstet, kann seinen alten Stift einfach weiternutzen – zumindest für die Kernfunktion: das Schreiben und Zeichnen.
Wer lange mit seinem Android-Tablet arbeitet oder einen Dauerläufer mit XXL-Display für Reisen sucht, findet mit dem Pad 5 und gerade mit dem Pad 5 Pro eine starke und erschwingliche Alternative zu den iPad-Modellen - hier geht es zu den Testberichten.










