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Huawei Mate 40 Pro kommt doch nach Europa: Offizielle Bilder und Specs geleakt

Neu und doch vertraut: Das Design des Mate 40 Pro erinnert durchaus den Vorgänger, auch wenn Huawei neue Akzente setzte.
Neu und doch vertraut: Das Design des Mate 40 Pro erinnert durchaus den Vorgänger, auch wenn Huawei neue Akzente setzte.
Wenige Tage vor dem offiziellen Launch kommende Woche leakt das Mate 40 Pro von Huawei nun doch noch mit offiziellen Bildern und fast allen Specs, auch wenn für China noch potentere Mate 40-Modelle geplant sind. Beim regulären Mate 40 Pro - nun die Einstiegskonfiguration - bleibt Huawei jedenfalls beim Design des Vorgängers, setzt aber durchaus neue Akzente.
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Am Wochenende vor dem großen Huawei-Launch nächste Woche sind jede Menge Hinweise und Bilder zum Mate 40 Pro geleakt, das in einer Version nun doch auch in Europa zu haben sein soll und von dem wir dank Roland Quandt und dem finnischen Leaker Teme nun bereits fast vollständige Informationen und Bilder in hoher Qualität vorliegen haben. 

Aufgrund der US-Sanktionen und dem sich daraus ergebenden Mangel an fertig produzierten Chips wurde ursprünglich vermutet, dass Huawei die Mate 40-Serie nur in China tatsächlich in nennenswerten Stückzahlen auf den Markt bringen würde, wie es aussieht wird aber zumindest eine Version auch in Europa starten, wenngleich nur in eine Speicherkonfiguration und in den Farben Silber und Schwarz.

Zu den in China geplanten Varianten, haben wir hier etwas mehr Informationen für euch, ein Bild zeigt dort zudem auch das Design des Mate 40 RS - die Porsche Edition mit achteckigem Kamera-Design, die Huawei bereits angeteasert hatte. Beim Mate 40 Pro, das nun die Einstiegskonfiguration wird und nicht von einem regulären Mate 40 begleitet wird, bleibt Huawei allerdings beim runden Kamera-Design, setzt allerdings einen neuen Design-Akzent, der uns persönlich sehr gut gefällt.

Die Leica-Kamera des Huawei Mate 40 Pro mit Quad-Cam-Bestückung.
Die Leica-Kamera des Huawei Mate 40 Pro mit Quad-Cam-Bestückung.

Die neue Huawei-Kamera

Wenn wir schon bei der Kamera sind - traditionell ein besonders wichtiger Teil bei Huawei-Smartphones: Auch 2020 setzt Huawei wieder auf eine Zusammenarbeit mit Leica und verbaut im Mate 40 Pro eine Quad-Cam auf Basis eines 50 Megapixel Sensors, möglicherweise die gleiche wie im Huawei P40 Pro aus dem Frühjahr, hier mit F/1.9 Blende und OIS. Die 40 Megapixel Cine-Ultraweitwinkel-Kamera ist dagegen offenbar Geschichte und wird durch einen 20 Megapixel-Sensor it F/1.8 Blende ersetzt, die laut Leaker Teme die gleichen Features bieten soll. Dritter im Bunde ist eine 12 Megapixel Telefoto-Kamera mit 5-fachem optischem Zoom und F/3.4 Blende, was sehr nach Periskop-Optik klingt. Insgesamt bietet Huawei im Mate 40 Pro einen Brennweitenbereich zwischen 18 und 125 mm äuivalent, was in etwa dem entspricht, was man bereits vorher anzubieten hatte.

In Sachen Autofokus bekommt der Laser Autofokus Verstärkung durch einen noch nicht im Detail bekannten zusätzlichen Sensor, auch ein Farbtemperatur-Sensor ist offenbar integriert. An der Front steckt einmal mehr ein pillenförmiger Ausschnitt im seitlich stark gekrümmtem Horizon-Display (Huawei-Bezeichnung für Waterfall-Display mit stark gebogenen Kanten) das einen 13 Megapixel Sensor mit F/2.4 Blende sowie 3D-Sensor verbirgt, der auch eine berührungslose Gestensteuerung ermöglichen soll. Das Display selbst ist eine 6,76 Zoll AMOLED-Variante mit 2.772 x 1.344 Pixeln Auflösung, 456 ppi Pixeldichte, ob 90 oder 120 Hz unterstützt werden, ist noch nicht sicher aber wahrscheinlich. Im Inneren steckt der 5 nm Kirin 9000 mit vier Cortex-A77 Kernen, wobei einer mit 3,13 GHz taktet und damit durchaus respektable Benchmark-Ergebnisse einfahren kann. Die restlichen Kerne takten mit 2,04 Ghz, dazu gibt es noch die obligatorischen Cortex-A55 Energiesparkerne, eine Mali-G78-GPU und die mittlerweile obligatorische NPU.

Das Huawei Mate 40 Pro setzt wieder auf ein seitlich stark abgerundetes Waterfall-Display.
Das Huawei Mate 40 Pro setzt wieder auf ein seitlich stark abgerundetes Waterfall-Display.

Mate 40 Pro basiert noch auf Android 10 mit EMUI 11-Oberfläche

Im Gegensatz zum Mate 30 Pro im Vorjahr steckt an der Seite des Displays wieder eine Lautstärkewippe, die Huawei - wie in den geleakten CAD-Files bereits vor Monaten zu sehen war - als eine Art Einbuchtung an der Unterseite integriert hat. Die in Europa verfügbare Mate 40 Pro-Version wird es offenbar nur mit 8 GB RAM und 256 GB UFS 3.1 Speicher geben, in Sachen Akku bietet Huawei eine 4.400 mAh Variante, die nun 65 Watt schnelles Fast-Charging via USB-C 3.1 sowie Wireless Charging und Reverse Wireless Charging unterstützt. Bluetooth 5.2, NFC und Wi-Fi 6-Support sind dank Kirin 9000 an Bord, ebenso natürlich 5G, zumindest in der Sub-6 Ghz-Variante. Neu ist, dass nun auch Huawei 8K-Videorecording unterstützt, beim Thema Software müssen Interessenten aber Abstriche einplanen. Nicht nur, dass natürlich sämtliche Google-Services und Apps fehlen, auch Android ist noch auf dem vorletzten Stand und basiert auf Android 10, allerdings bereits mit EMUI 11-Oberfläche. Das Mate 40 Pro wiegt 212 Gramm und misst 162,9 x 75,6 x 9,1 mm, ein Preis wurde bis dato noch nicht geleakt.

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Autor: Alexander Fagot, 17.10.2020 (Update: 17.10.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.