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Intel Iris Xe Max: So schnell dürfte Intels erster dedizierter Xe-Grafikchip sein

Intel Iris Xe-Grafikchips waren bisher nur als iGPUs als Teil von Tiger Lake-U erhältlich. (Bild: Intel)
Intel Iris Xe-Grafikchips waren bisher nur als iGPUs als Teil von Tiger Lake-U erhältlich. (Bild: Intel)
Nachdem bereits zwei Notebooks mit einem dedizierten Intel Iris Xe Max-Grafikchip angekündigt wurden liegen uns erste Informationen zur Ausstattung des Chips vor, sodass sich bereits Rückschlüsse auf die Leistung treffen lassen.
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Erst gestern haben wir über das neue Asus VivoBook Flip 14 berichtet, das mit einem dedizierten Intel-Grafikchip beworben wird, nun listet auch Acer mit dem Swift 3X einen entsprechenden Laptop. Informationen zu einem möglichen Release-Datum stehen weiterhin aus, nun gibt es aber bereits viele Informationen zur Technik.

Unsere Quellen berichten, dass es sich bei der Intel Iris Xe Max aka DG1 lediglich um eine dedizierte Version einer Tiger Lake iGPU handelt, vermutlich also um die Intel Iris Xe Graphics G7 mit 96 EUs. Das deckt sich mit einer Angabe von ComputerBase, laut welcher der Grafikchip mit 96 Execution Units und 768 ALUs ausgestattet ist. 

Im Vergleich zur iGPU setzt Intel allerdings eine höhere TDP an, wodurch höhere Taktfrequenzen erreicht werden dürften. Darüber hinaus ist der Chip laut Asus mit 4 GB Grafikspeicher ausgestattet, unseren Informationen nach handelt es sich dabei um GDDR5. All das deutet darauf hin, dass es sich dabei um einen Einsteiger-Grafikchip handelt, der vermutlich als Konkurrent zur Nvidia GeForce MX350 positioniert werden dürfte.


Beide Notebooks, die aktuell mit dem Grafikchip gelistet werden, besitzen bereits eine Intel Tiger Lake-APU mit der ähnlich ausgestatteten iGPU, und unseren Quellen zufolge erwartet Intel auch keinen großen Leistungssprung – zumindest auf dem Papier. Wie unser Vergleich zwischen der Intel Iris Xe G7 und der GeForce MX350 zeigt liegen die beiden Grafikchips in Benchmarks fast gleichauf, in Spielen erreicht der Nvidia-Chip teils aber die doppelte Bildrate.

Die dedizierte Intel Iris Xe Max dürfte in diesem Vergleich deutlich besser abschneiden, einerseits aufgrund des dedizierten GDDR5-Grafikspeichers und andererseits durch die Tatsache, dass die TDP nicht mit dem Prozessor geteilt werden muss, sodass die Taktfrequenzen des Grafikchips auch bei hoher CPU-Last nicht reduziert werden müssen. Eine Variable ist die Qualität der Grafiktreiber – hier könnte Nvidia einen kleinen Vorteil behalten. 

Es bleibt spannend zu sehen, wie die Grafikleistung des ersten dedizierten Intel Xe-Grafikchips in der Praxis abschneidet, trotz fast identischer Ausstattung mit der Iris Xe G7 iGPU könnten viele Spiele aber deutlich flüssiger dargestellt werden – im Bestfall dürfte die Leistung in etwa auf Augenhöhe mit der GeForce MX350 liegen.

Quelle(n)

Asus | Acer | Eigene

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Autor: Hannes Brecher, 20.10.2020 (Update: 20.10.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.