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Intel präsentiert Xe, inklusive der iGPU der nächsten Generation und einer Gaming-Grafikkarte für 2021

Intel könnte den GPU-Markt über die nächsten Monate und Jahre aufmischen. (Bild: Intel)
Intel könnte den GPU-Markt über die nächsten Monate und Jahre aufmischen. (Bild: Intel)
Beim Intel Architecture Day gab es neben den Informationen zu Tiger Lake auch einige Infos zu Xe, den brandneuen Grafikchips, die nicht nur in zukünftigen Ultrabooks zu finden sein werden, auch für Gaming-Enthusiasten wird Intel schon bald ein passendes Modell anbieten.
Hannes Brecher,

Zum Intel Architecture Day hat der Konzern endlich einige nähere Informationen zu seinen Xe-Grafikchips geteilt. Intel wird die Architektur einerseits dazu einsetzen, die integrierten Grafikchips in seinen Tiger Lake APUs im Vergleich zu Ice Lake deutlich leistungsstärker umzusetzen, andererseits sind aber auch dedizierte Grafikkarten geplant, sowohl für den Gaming-Bereich als auch für Workstations und Server.

Intel Xe LP: Ultrabook-Gaming der nächsten Generation

Mit Ice Lake hat Intel bereits große Fortschritte erzielt, sodass Gaming auf einem Intel-Ultrabook ohne dedizierte Grafikkarte endlich realistisch war, wenn auch nur bei weniger anspruchsvollen Titeln. Im Vergleich zu Ice Lake soll nicht nur eine höhere nominale Leistung erzielt werden, auch die Effizienz soll deutlich besser werden.

Genau wie bei Tiger Lake hat Intel noch keine Benchmark-Ergebnisse geteilt – bei der Präsentation hat sich der Konzern auf einen direkten Vergleich mit Ice Lake beschränkt, bei dem Spiele mit der iGPU der nächsten Generation zwar sichtbar flüssiger gelaufen sind, Informationen zu den erreichten Bildraten hat der Konzern allerdings nicht bekannt gegeben.

In der unten eingebetteten Grafik verspricht Intel eine Performance-Steigerung von fast 80 Prozent – ob dieses Versprechen in der Praxis gehalten werden kann müssen wohl erst ausführlichere Tests zeigen. In jedem Fall werden die iGPUs mit bis zu 96 Execution Units (EUs) verfügbar sein.

Intel gibt außerdem an, dass Videos bis zu zweimal schneller encodiert werden können, die iGPU besitzt nativen Support für AV1 und HEVC sowie Unterstützung für die Wiedergabe von 8K-Inhalten mit 60 Bildern pro Sekunde und der Darstellung von HDR-Inhalten. Der Grafikchip erlaubt die Nutzung eines 8K-Displays, insgesamt können bis zu vier Bildschirme mit Bildfrequenzen von bis zu 360 Hz samt Adaptive Sync angeschlossen werden. Etwas schade: HDMI 2.1 fehlt in der Feature-Liste, man muss sich also weiterhin mit HDMI 2.0 begnügen.

Intel Xe HPG: Gaming-Grafikkarten mit viel Potential

Bei Xe HPG handelt es sich um die geplante Gaming-Grafikkarte, die im Jahr 2021 auf den Markt kommen soll. Im Gegensatz zu allen anderen Xe-GPUs wird die Gaming-Karte nicht in Intels 10 nm-Verfahren gefertigt, sondern in einem 5 nm-Verfahren bei einem externen Partner, also vermutlich bei TSMC. Um das Preis-Leistungs-Verhältnis zu verbessern setzt Intel auf GDDR6-Speicher statt auf HBM2. Nähere Informationen zur Leistung oder zu den geplanten Modellen gibt es bislang noch nicht.

Intel Xe HP & HPC: Viel Leistung für Workstations und Server

Xe soll besonders gut skalierbar sein und sich so perfekt für anspruchsvolle Workstation- und Server-Anwendungen eignen. In der Präsentation hat Intel davon gesprochen, dass bereits die Variante mit nur einem Tile zehn 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde in Echtzeit transcodieren kann. Auch bei dieser GPU wurden bislang keine konkreten Daten zur Leistung genannt.

Die Intel Xe SG1 wird die erste dedizierte Xe-Grafikkarte, die ausgeliefert wird, denn die GPU soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Dabei ist die SG1 für Server bestimmt, die für Cloud-Gaming und Video-Streaming genutzt werden.

Quelle(n)

Intel

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Autor: Hannes Brecher, 13.08.2020 (Update: 13.08.2020)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.