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Intel schon 32 Mal von Kunden und Aktionären wegen Spectre & Meltdown verklagt

Intel schon 32 Mal von Kunden und Aktionären wegen Spectre & Meltdown verklagt
Intel schon 32 Mal von Kunden und Aktionären wegen Spectre & Meltdown verklagt
In einem eigenen Bericht für die Börsenaufsicht führt Intel an, dass die Firma seit dem Bekanntwerden der Sicherheitslücken Spectre und Meltdown bereits 32 Mal verklagt wurde.

Intel muss in seinem jährlichen Bericht an die Börsenaufsicht einräumen schon 32 Mal wegen Spectre und Meltdown verklagt worden zu sein. In 30 Fällen geht es dabei um Kundenklagen, zweimal wurde der Chip-Hersteller aber auch von seinen eigenen Aktionären verklagt.

Die Aktionäre werfen Intel vor, dass einige Firmenmanager Aussagen über Produkte und interne Kontrollen getroffen hätten, die sich nach dem Bekannwerden der Sicherheitslücken als falsch herausgestellt haben. Diese Falschaussagen gegenüber den eigenen Investoren sei ein Verstoß gegen die Vorschriften für börsennotierte Unternehmen.

Die Klagen sind aktuell noch im Gange und somit ist scheinbar noch nicht absehbar, wie diese ausgehen und ob und wenn ja in welchem Maße Intel Schadensersatzleistungen gegenüber den Klägern erbringen muss.

Inzwischen haben Sicherheitsforscher von Nvidia und der Princeton University weitere Angriffsmethoden entdeckt, die sie Spectre Prime und Meltdown Prime tauften. Dabei handelt es sich um erweiterte Varianten der Sicherheitslücken. Zwar sollen die derzeit entwickelten oder bereits ausgelieferten Patches für Spectre und Meltdown auch gegen ihre Prime-Varianten helfen. Heikel ist allerdings, dass die Forscher herausgefunden haben, dass die zukünftig geplanten Hardwareanpassungen für neue Chipgenerationen von Intel und AMD, aufgrund des anderen Ansatz der neuen Lücken, nicht weit genug gehen werden, um die Prime-Varianten auszuschließen.

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Autor: Christian Hintze, 19.02.2018 (Update: 19.02.2018)
Christian Hintze
Christian Hintze - Editor
Aus Interesse an Computer-Spielen habe ich ein Informatikstudium begonnen, bin dann doch Diplom-Psychologe geworden, aber den Spielen und der Hardware treu geblieben. Z.B. beim Auslandsjahr in London als Spieletester bei Sega. In meiner Freizeit finde ich neben PC-Spielen Ausgleich beim Sport (mittlerweile vorwiegend Hallenfußball und meinem Kleinkind hinterher laufen), Gitarre spielen und Bambusräder bauen (na gut, bisher nur ein einziges unter Anleitung).