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Iranische Regierung will Telegram verbieten

Iranische Regierung will Telegram verbieten (Symbolfoto)
Iranische Regierung will Telegram verbieten (Symbolfoto)
Nach den jüngsten Protesten in der Islamischen Republik Iran erwägt die Regierung ein komplettes Verbot des Messengers Telegram. Begründet wird der Vorstoß mit einer destruktiven Rolle, die Telegram in der Vergangenheit gespielt haben soll.
Silvio Werner,
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Die islamische Repulbik Iran wurde um die Jahreswende 2017/2018 von schweren Ausschreitungen erschüttert, die mehrere Personen das Leben kosteten und zu tausenden Festnahmen führten.

Wie nun die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Vorsitzenden des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik des Parlaments, Alaeddin Borudscherdi berichtet, soll der Messenger Telegram bis Mitte April für iranische Nutzer gesperrt werden. Die Entscheidung sei auf höchster politischer Ebene gefallen - das politische System des Irans benötigt für solche Entscheidungen nicht zwangsläufig eine Zustimmung des Parlaments. Begründet wird die Maßnahme mit der destruktiven Rolle bei den jüngsten politischen Krisen.

Bereits heute ist der Zugang zum Internet im Iran nicht frei, allerdings lassen sich die dortigen Sperren unserer Erfahrung nach recht problemlos mit einem Proxy umgehen. Auch iranische Bürger nutzen eigentlich verbotene Dienste. Dies gilt beispielsweise für das formal verbotene Twitter, was allerdings sogar vom iranischen Präsidenten genutzt wird. WhatsApp ist ebenfalls weit verbreitet, weshalb der Vorschlag der iranischen Führung, den lokalen Messenger Soroush anstelle von Telegram zu nutzen, wohl auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte.

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Silvio Werner
Silvio Werner - Senior Tech Writer - 3823 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2017
Ich bin seit über zehn Jahren journalistisch aktiv, den Großteil davon im Bereich Technologie. Dabei war ich unter anderem für Tom's Hardware und ComputerBase tätig und bin es seit 2017 auch für Notebookcheck. Mein aktueller Fokus liegt insbesondere auf Mini-PCs und auf Einplatinenrechnern wie dem Raspberry Pi – also kompakten Systemen mit vielen Möglichkeiten. Dazu kommt ein Faible für alle Arten von Wearables und insbesondere für Smartwatches. Hauptberuflich bin ich als Laboringenieur unterwegs, weshalb mir weder naturwissenschaftliche Zusammenhänge noch die Interpretation komplexer Messungen fern liegen.
Kontakt: silvio39191
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Autor: Silvio Werner,  1.04.2018 (Update: 15.05.2018)